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erebus wandelndes Paradoxon
Anmeldungsdatum: 14.08.2005 Beiträge: 998
Wohnort: ius talionis
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(#508385) Verfasst am: 25.06.2006, 23:36 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | An das Aussterben der "Orchideenfächer" glaube ich nicht, und wenn doch, kann man mit staatlichen Subventionen nachhelfen. Zudem muss es ja nciht jedes Fach an jeder Uni geben. |
Orchideenfäche haben diese Bezeichnung, das es sie an nur wenigen Hochschulen, teil an nur einer einzigen gibt.
Wenn Du also meinst, dass Studium Geld kosten soll, dann erkläre bitte dem Steuerzahler, warum er ausgerechnet für Fächer, welche weitestgehend unbekannt sind, aufkommen soll.
Und ganz Unrecht hast Du nicht bzgl. Anteil Studenten/Rentner:
Es gibt einen Trend, nach welchem immer mehr Rentner Lesungen besuchen (und meist keine Klausuren schreiben). Für die ist das eine Freizeitbeschäftigung wie ein Besuch im Cafe.
Diese Gruppe "Bildungstouristen" sind meiner Ansicht nach die einzigen, die irgendwelche Gebühren zahlen sollten.
(und mit diesen Geldern darf unter keinen Umständen gerechnet werden)
Das mit den Privat-FHs und den öffentlichen Unis habe ich hoffentlich inzwischen verständlicher ausgedrückt.
Auf meine eigentliche Aussage, dass vor allem Privathochschulen profitieren werden, bist Du leider trotzdem nicht eingegangen.
Es grüßt
Erebus
_________________ Es reicht bereits den physikalischen Gesetzen und den biologischen Regeln zu unterliegen.
Wir brauchen keine gesellschaftlichen Zwänge, die uns letztendlich zerbrechen.
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obsessed Die Farbe grün ist eigentlich auch nicht schlecht
Anmeldungsdatum: 03.05.2006 Beiträge: 106
Wohnort: südl. von München
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(#508740) Verfasst am: 26.06.2006, 15:29 Titel: |
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Ich finde, Xamanoth hat nicht ganz unrecht.
Was nämlich nicht mehr geschehen wird, dass es faule Langzeitstudenten geben wird, die von einem Fach ins nächste hüpfen, bis es ihnen endlich passt. Außerdem werden sicher nicht wenige Leute Pseudostudenten, nur um einen Studentenausweis zu verlangen. Eine kleine Summe in Höhe von 100 - 150 € halte ich für überlegenswert.
_________________ Sick Natur
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Jan registrierter User
Anmeldungsdatum: 29.10.2004 Beiträge: 440
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(#508751) Verfasst am: 26.06.2006, 15:40 Titel: |
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obsessed hat folgendes geschrieben: | Ich finde, Xamanoth hat nicht ganz unrecht.
Was nämlich nicht mehr geschehen wird, dass es faule Langzeitstudenten geben wird, die von einem Fach ins nächste hüpfen, bis es ihnen endlich passt. Außerdem werden sicher nicht wenige Leute Pseudostudenten, nur um einen Studentenausweis zu verlangen. Eine kleine Summe in Höhe von 100 - 150 € halte ich für überlegenswert. |
180€ muss man in Hessen sowieso bezahlen. (Davon sind 50€ für die Sanierung des Haushalts, äh, für den Verwaltungsaufwand des Landes.)
Und die Langzeitstudenten dürfen bei uns auch schon bis 900€ pro überzogenem Semester bezahlen.
Ich gehe eh davon aus dass die Gebühren auf kurz oder lang an das Land gehen sollen. Wenn es tatsächlich darum ginge das Studium zu verbessern hätte es vorher einen Dialog mit den Hochschulen geben müssen, die ja mehrheitlich die Gebühren ablehnen. Naja, am Mittwoch gibt's die nächste Großdemo.
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Rudolf registrierter User
Anmeldungsdatum: 19.01.2004 Beiträge: 1460
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(#508760) Verfasst am: 26.06.2006, 15:49 Titel: |
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Hier in Innsbruck zahle ich pro Semester annähernd 400€. Bestimmte Ausländer dürfen sogar das doppelte berappeln -
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GiordanoBruno ...
Anmeldungsdatum: 01.04.2006 Beiträge: 1516
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(#508767) Verfasst am: 26.06.2006, 15:54 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | obsessed hat folgendes geschrieben: |
Aber "in einigen Jahren" wird der Prozentsatz der Studenten im Vergleich zur Bevölkerung (von dem Älterwerden der Gesellschaft mal abgesehen ) um einiges geringer sein, glaube ich.
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Das glaube ich eben nicht. |
Hallo Xamanoth.
Hier meine Begründungen gegen eine Studiengebühr.
1. Es kommt zu einer Sozialen Auslese.
d.h. nicht der Intelligenteste und Begabteste macht sein Studium und steht in der Folge dem Arbeitsmarkt zur Verfügung sondern derjenige, dessen Familie sich das leisten will und kann. (Es gibt Förderungen, aber die sind hinfällig weil sie Hürden darstellen, und das allein reicht um die Stadistik zu verzerren.)
Volkswirtschaftlich ist das ein enormer Schaden, weil wir dafür sorgen sollten dass die Fähigsten an diesen Positionen Arbeiten und nicht die Reichsten.
2. Es kommt zu einer bleibenden Sozialen Horizontalen Strukturierung. Da der Bildungsaufstieg sich sozusagen vererbt entstehen Chronisch Untergebildete Schichten. Eine Soziale Kastenbildung sozusagen, und das birgt Sozialen Zündstoff.
3. Wir brauchen in Zukunft nicht weniger Akademiker, sondern mehr.
Die müssen zwar besser AUsgebildet werden als die Jetzigen und auch der Druck in der Universität muss erhöht werden, aber das wir mehr brauchen ist unbestritten.
Und wenn nur 10% abgehalten werden ist das ein Problem.
Es sollten 10% mehr sein.
4. Verlagern die Länder ihre Verantwortung in andere Bereiche und ziehen sich aus der Bildung zurück, meiner Meinung nach das einzige wo sie ihre Finger im Spiel haben sollten. Es dient nicht der Verschlankung und der Neustrukturierung des unterirdischen Universitätssystem, sondern nur dem Rückzug und der Kostenersparnis. Das hat nichts mit Zukunft zu tun.
Es geht darum den Menschen möglichst die gleichen Chancen zu bieten, und dafür im Gegenzug die Sozialsystem herunterzufahren.
gb
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ejo evolutionärer Irrtum
Anmeldungsdatum: 17.06.2006 Beiträge: 772
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(#508813) Verfasst am: 26.06.2006, 16:41 Titel: |
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Eine Studiengebühr ist reine Abzocke, damit wieder Geld in die leeren Kassen kommt. Was ich jetzt schreibe ist KEIN Märchen...:
Ein junger Mann, seine Eltern sind alles andere als begütert, war immer ein sehr guter Student, bekam sogar ein Stipendium. Nebenher jobbte er, weil die finanzielle Unterstützung der Eltern fehlte. Et hatte auch nicht das Glück in der Stadt der Uni zu wohnen. Wie gesagt mit Kindergeld, Stipendium, jobben, kam er recht gut zurecht.
Dann kam die Studiengebühr ca. 350 € pro Semester. Hört sich nicht viel an, doch er musste nun noch mehr jobben, darunter litt aber seine Leistung im Studium. Wenn man bedenkt, dass man bei manchen Studienrichtung wirklich den ganzen Tag an der Uni zubringt, und dann abends noch jobbt, bleibt zum Lernen nicht unbedingt viel Zeit, irgendwann muss man auch schlafen.
Jedenfalls fiel das Stipendium irgendwann einmal weg, weil der Notendurchschnitt nicht mehr ausreichte. Das hieß nun noch einen Job als Zeitungsausträger.
Die Prüfungen konnten nicht mehr ganz so pünktlich abgelegt werden, dann kam noch eine Wartezeit für ein Praktikum dazu (fast 6 Monate), die er aber nicht „frei“ hatte sondern schon für spätere Prüfungen lernte, und Vorlesungen besuchte. Gut nur, dass er immer die erforderlichen Scheine schaffte, die zum Weiterbeziehen des Kindergelds erforderlich sind.
Mit 26 wäre auch die Familienbeihilfe weggefallen. Er hat die Kurve gerade noch gekriegt.
Was ich damit sagen will, es ist kein Ansporn dafür, schneller zu studieren, ganz im Gegenteil, wenn man keine finanzielle Unterstützung hat wird man sogar länger brauchen, das ist eine doppelte Bestrafung.
Dann wurde versprochen, was alles für den Unibetrieb nun besser würde. Mehr Lehrveranstaltungen, mehr Lehrmitteln, mehr Ausbildungsplätze mehr Dozenten usf. und außerdem sei es doch sowieso zweckgebunden.
Nichts davon ist bisher wirklich umgesetzt worden, die Unis sind überfüllt, Lehrveranstaltungen wurden auch nicht mehr. Prüfungen werden teilweise nicht mehr an der Uni geschrieben, sondern in Kinosälen oder überhaupt in diversen Hallen. Nein, es wurden sogar Dekanate zusammengezogen, sodass nicht mehr Dozent sondern weniger gibt. Toll.
"Bummelstudenten" werden weiterhin bummeln, weil sie es sich leisten können, woher auch immer die finanzielle Unterstützung auch kommen mag. Eigentlich wurde wieder einmal eine "Zweiklassengesellschaft" konstruiert, wobei die, die zwar ernsthaft an einem Studium interessiert sind, es sich aber nicht leisten können, doppelt bestraft werden.
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Autoterrorist Die Gottespest
Anmeldungsdatum: 23.04.2006 Beiträge: 846
Wohnort: Duisburg
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(#508873) Verfasst am: 26.06.2006, 17:49 Titel: |
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http://www.abs-bund.de/argumente
Alles hat seine Vor- und Nachteile. Diese kann man gegeneinander aufwiegen und dann kann man es schön auf den Punkt bringen: Studiengebühren sind scheiße.
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#508896) Verfasst am: 26.06.2006, 18:55 Titel: |
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@erebus: Ich dachte, dass mit den Privatschulen hätte ich schon geklärt: Das sind eben weitere Anbeiter, die Bildung zu einem bestimmten Preis anbieten. Eine Bereciherung der Bildungslandschaft, die man durch Stipendien und Kredite auch vermögensfeernen Schcihten zugänglich machen kann. Ich verstehe nicht, wieso dass ein Argument gegen staatliche Studiengebühren ist, im Gegenteil, nur durch diese werden die staatlichen Unis es langfristig mit den privaten aufnehmen können. Schon mal von der "bucerius law school" gehört?
@ejo: Deine Geschichte beschreibt anschaulich, wie man es eben nciht machen soll,k also einfach allen Studenten die Gebühr abverlangen. Wieso kriegt der Mann in der Geschichte kein Bafög? Wieso kann der keine nachhaltigen Gebühren zahlen, wieso bekommt der keinen unverzinslihcen , oder zumindest geringverzinsten staatichen Kredit, der die Gebührne vollständig abdeckt? So lange diese drei fragen nicht mit "Wieso, kriegt er doch" beantwortet werden, sind Studiengebühren in der Tat nicht akzeptabel.
@Giordano Bruno: Dein Posting ist bisher das beste, ws hier gepostet wurde, und vor allem das sachlichste. Ich werde da später drauf eingehen, wenn ich mehr Zeit habe.
@Autoterrorist: Sieht mir nach Asten-Propaganda aus. Mit diesem Volk diskutiere ich seit Jahren regelmäßig, die meisten davon sind so dogmatisch, dass eine echte Diskussion unmöglich ist. Wer mir auf meine Erörterungen sachlich antwortet, wie Giordano Bruno, Erebus oder Ejo, hat die Chance mich umzustimmen. Er mir einfach nur ein "Soziale Studiengebühren gibt es nciht" Gebühren sind scheiße", Bildung ist Menschenrecht" und "alles für alle, und zar umsonst" entgegenbrüllt, hat nicht mehr als ein "sprich zu der Hand" zu erwarten. Aber vielleicht gehe ich nachher noch auf den Unsinn ein.
Noch ein Link von mir:
http://www.studiengebuehren.de/
Eine Homepage des Vereins,in dem ich mich lange und intensiv engagiert habe.
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ejo evolutionärer Irrtum
Anmeldungsdatum: 17.06.2006 Beiträge: 772
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(#508925) Verfasst am: 26.06.2006, 19:35 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | @ejo: Deine Geschichte beschreibt anschaulich, wie man es eben nciht machen soll,k also einfach allen Studenten die Gebühr abverlangen. Wieso kriegt der Mann in der Geschichte kein Bafög? Wieso kann der keine nachhaltigen Gebühren zahlen, wieso bekommt der keinen unverzinslihcen , oder zumindest geringverzinsten staatichen Kredit, der die Gebührne vollständig abdeckt? So lange diese drei fragen nicht mit "Wieso, kriegt er doch" beantwortet werden, sind Studiengebühren in der Tat nicht akzeptabel. |
Das ist so ein zweischneidiges Schwert. Wen befreit man jetzt und welche Kriterien sind dazu erforderlich?
Zu meiner Geschichte:
Er bekam ja ein Stipendium, das ist aber abhängig vom Notendurchschnitt.
Dann gibt es noch Studienbeihilfe die wiederum abhängig vom Studienerfolg ist, was bedeutet, dass man nur gesetzlich vorgesehene Studienzeit pro Studienabschnitt (plus ein Semester) brauchen darf. (ist aber in manchen Studienrichtungen einfach nicht machbar, weil es bei Prüfungen wieder Zugangsbeschränkungen gibt) Dann verringert sich noch der Betrag um den Betrag der Familienbeihilfe (= Kindergeld) und des Kinderabsetzbetrages.
Studiendarlehen gibt es natürlich und sogar mit ganz niedrigen Zinsen, das muss man auch erst am Ende des Studiums zurückzahlen, jedoch, und jetzt kommt der Pferdefuss: wenn man KEINE Studiengebühr erhält.
Ich kann nur von diesem, mir persönlich bekanntem, Beispiel sprechen. Sicher kann man jetzt sagen, das ist einer der wenigen Fälle, es ging mir auch nur darum, aufzuzeigen, dass diese Einnahmequelle wie sie praktiziert wird, inakzeptabel ist, aber das hast du ja schon geschrieben.
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#508926) Verfasst am: 26.06.2006, 19:37 Titel: |
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ejo hat folgendes geschrieben: |
Studiendarlehen gibt es natürlich und sogar mit ganz niedrigen Zinsen, das muss man auch erst am Ende des Studiums zurückzahlen, jedoch, und jetzt kommt der Pferdefuss: wenn man KEINE Studiengebühr erhält. |
Was meinst du mit "wenn man keine Gebühr erhält"`?
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ejo evolutionärer Irrtum
Anmeldungsdatum: 17.06.2006 Beiträge: 772
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(#508958) Verfasst am: 26.06.2006, 20:03 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: |
Was meinst du mit "wenn man keine Gebühr erhält"`? |
Studiengebühr = Studienbeihilfe
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#508960) Verfasst am: 26.06.2006, 20:05 Titel: |
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ejo hat folgendes geschrieben: | Xamanoth hat folgendes geschrieben: |
Was meinst du mit "wenn man keine Gebühr erhält"`? |
Studiengebühr = Studienbeihilfe |
Das ist natürlich auch falsch.
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erebus wandelndes Paradoxon
Anmeldungsdatum: 14.08.2005 Beiträge: 998
Wohnort: ius talionis
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(#509118) Verfasst am: 26.06.2006, 21:56 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | @erebus: Ich dachte, dass mit den Privatschulen hätte ich schon geklärt: Das sind eben weitere Anbeiter, die Bildung zu einem bestimmten Preis anbieten. Eine Bereciherung der Bildungslandschaft, die man durch Stipendien und Kredite auch vermögensfeernen Schcihten zugänglich machen kann. Ich verstehe nicht, wieso dass ein Argument gegen staatliche Studiengebühren ist, im Gegenteil, nur durch diese werden die staatlichen Unis es langfristig mit den privaten aufnehmen können. Schon mal von der "bucerius law school" gehört?
@Giordano Bruno: Dein Posting ist bisher das beste, ws hier gepostet wurde, und vor allem das sachlichste. Ich werde da später drauf eingehen, wenn ich mehr Zeit habe.
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Nichts gegen unseren gb, aber ich fühle mich etwas an's Bein gepisst, wenn ich sowas lesen muss -
rede weniger mit Thorsten, das ist schlecht für Höflichkeit und Diplomatie.
Mehr Pivathochschulen sorgen mit nichten für eine Bereicherung der Bildungslandschaft.
Sie bieten relativ wenige Fächer an und bereiten nicht für wissenschaftliches, sondern lediglich für ökonomisches Handeln vor.
Durch die Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen haben die Privathochschulen die Möglichkeit ihre Gebühren anzuheben; d.h. die soziale/finanzielle Auswahl für den Zugang zu Privathochschulen verschlechtert sich (für Studenten).
Falls Du auf die Idee kommen solltest, dass man dann auf eine öffentliche Hochschule gehen sollte:
Öffentliche Hochschulen bieten keine Abendstudiengänge an.
Und dein "Kredite und Stipendien" lassen mich nur auflachen; zu häufig sind Begabte durch's Raster gefallen, zu häufig wurden Gelder in dieser unseren Republik zweckentfremdet worden.
Zudem: Versuch mal als Student einer Privat-FH auch nur ein Semesterticket zu bekommen - wenn Du das schaffen solltest, bist Du
Solltest Du, wie ich annehme, dies nicht schaffen, so erkläre mir, wie man dann an Stipendien oder zinsverbilligte Kredite kommen soll.
Meine Meinung: Langfristig wird die deutsche Bildungslandschaft mit Studiengebühren verkümmern.
Ach ja, zu deiner "lustigen" Seite:
1. Wir passieren - der politische Prozess ist in diesem Fall durchschaubar wie der Ablauf einer Messe in der Kirche
2. kann ich nichts zu sagen
3. muhahahaha [Erebus wischt sich die Tränen aus den Augen]
4. siehe 3.
5. innerhalb dieser falschen Idee noch der beste Gedanke
6. und was passiert mit den Ergebnissen? [Erebus wettet darauf, dass sie einzelnd analysiert, ausgewertet und entsorgt werden]
Es grüßt
Erebus
_________________ Es reicht bereits den physikalischen Gesetzen und den biologischen Regeln zu unterliegen.
Wir brauchen keine gesellschaftlichen Zwänge, die uns letztendlich zerbrechen.
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Shadaik evolviert
Anmeldungsdatum: 17.07.2003 Beiträge: 26377
Wohnort: MG
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(#509632) Verfasst am: 27.06.2006, 19:04 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | obsessed hat folgendes geschrieben: | Xamanoth, glaubst du, dass durch Dein Studiengebührenmodell im Vergleich zu gar keinen Studiengebühren die Anzahl der Studenten gleich bleibt |
Langfristig - ja. In einigen Jarhen würde man ds al Normalzustand sehen. |
Rhetorisch meisterhaft:
Ja.
begründung: Ja, denn nein.
Zum RCDS, der sich in NRW regelmäßig gaaaanz weit draußen rechts positioniert sage ich mal nichts. Vielleicht ist der anderswo vernünftiger als hier.
_________________ Fische schwimmen nur in zwei Situationen mit dem Strom: Auf der Flucht und im Tode
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#509836) Verfasst am: 27.06.2006, 22:42 Titel: |
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Shadaik hat folgendes geschrieben: | Xamanoth hat folgendes geschrieben: | obsessed hat folgendes geschrieben: | Xamanoth, glaubst du, dass durch Dein Studiengebührenmodell im Vergleich zu gar keinen Studiengebühren die Anzahl der Studenten gleich bleibt |
Langfristig - ja. In einigen Jarhen würde man ds al Normalzustand sehen. |
Rhetorisch meisterhaft:
Ja.
begründung: Ja, denn nein.
Zum RCDS, der sich in NRW regelmäßig gaaaanz weit draußen rechts positioniert sage ich mal nichts. Vielleicht ist der anderswo vernünftiger als hier. |
Den NRW- RCDS kenne ich nicht.
Insgesamt habe ich ihn aber als den progressivsten Faktor der Union erlebt.
Nur steht der RCDS (ws mir Riesenspaß macht, aber andere nervt das) unter dem Dauerfeuer der linken Hochschulgruppen, da prallen einfach zwei völlig verschiedene Welten und Weltbilder aufeinander (war jedenfalls mein Eindruck in Marburg). Und da neigt man schon mal zu scharfer, zynischer Rhetorik - teilweise werden (zugegebenerweise) Texte vor allem geschrieben, um die Linke zu provozieren.
Im übrigen bitte ich dich, zu präzisieren, was du mit "rechtsaußen" konkret meinst.
Erebus hat folgendes geschrieben: | ]Mehr Pivathochschulen sorgen mit nichten für eine Bereicherung der Bildungslandschaft.
Sie bieten relativ wenige Fächer an und bereiten nicht für wissenschaftliches, sondern lediglich für ökonomisches Handeln vor. Durch die Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen haben die Privathochschulen die Möglichkeit ihre Gebühren anzuheben; d.h. die soziale/finanzielle Auswahl für den Zugang zu Privathochschulen verschlechtert sich (für Studenten). |
Die Privatschlen bieten meist qualitativ hochwertige Bildugn an (wenn ich die Bucerius law school in Hamburg selbst mit der Uni Freiburg vergleiche - *neid*). Da kann man für sein Bildungsangebot schonmal eine höhere Gegenleistung (Gebühr) verlangen. So weit ich weiß, bieten alle Privatschulen Stipendien an.
erebus hat folgendes geschrieben: | Falls Du auf die Idee kommen solltest, dass man dann auf eine öffentliche Hochschule gehen sollte:
Öffentliche Hochschulen bieten keine Abendstudiengänge an. |
Das geht aber schon etwas vom Thema weg, oder?
erebus hat folgendes geschrieben: | Und dein "Kredite und Stipendien" lassen mich nur auflachen; zu häufig sind Begabte durch's Raster gefallen, zu häufig wurden Gelder in dieser unseren Republik zweckentfremdet worden. |
Das ist ein Gegenargument dagegen, wie es bisher gemacht wurde, nicht gegen das Modell an sich. STeht übrigens auch alles auf der Seite, die du so lustig findest.
erebus hat folgendes geschrieben: | Zudem: Versuch mal als Student einer Privat-FH auch nur ein Semesterticket zu bekommen - wenn Du das schaffen solltest, bist Du
Solltest Du, wie ich annehme, dies nicht schaffen, so erkläre mir, wie man dann an Stipendien oder zinsverbilligte Kredite kommen soll. |
Warum das mit dem Semesterticket so ist, begreife ich auch nicht ganz, hat aber auch nur marginal mit dem Thema zu tun.
erebus hat folgendes geschrieben: | Meine Meinung: Langfristig wird die deutsche Bildungslandschaft mit Studiengebühren verkümmern | .
Meine gegenteilige Meinung habe ich schon beschrieben.
erebus hat folgendes geschrieben: | 1. Wir passieren - der politische Prozess ist in diesem Fall durchschaubar wie der Ablauf einer Messe in der Kirche
2. kann ich nichts zu sagen
3. muhahahaha [Erebus wischt sich die Tränen aus den Augen]
4. siehe 3.
5. innerhalb dieser falschen Idee noch der beste Gedanke
6. und was passiert mit den Ergebnissen? [Erebus wettet darauf, dass sie einzelnd analysiert, ausgewertet und entsorgt werden] | Das diese Punkte aber Grundvorraussetzungen sind, damit wir Studiengebühren akzeptieren - ansonsten sind wir auch dagegen - habe ich aber schon erkärt, oder?
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Ermanameraz auf Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.05.2006 Beiträge: 3932
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(#509838) Verfasst am: 27.06.2006, 22:43 Titel: |
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Ich glaube man kann bei der Tante da oben die Nippel sehen, wenn man genau hinsieht!
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#509841) Verfasst am: 27.06.2006, 22:44 Titel: |
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Erminamerjaz hat folgendes geschrieben: | Ich glaube man kann bei der Tante da oben die Nippel sehen, wenn man genau hinsieht! |
Gibt eben viele schöne Frauen bei uns. Und das ist Absicht, damit man genau hinsieht.
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Ermanameraz auf Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.05.2006 Beiträge: 3932
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(#509849) Verfasst am: 27.06.2006, 22:47 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Erminamerjaz hat folgendes geschrieben: | Ich glaube man kann bei der Tante da oben die Nippel sehen, wenn man genau hinsieht! |
Gibt eben viele schöne Frauen bei uns. Und das ist Absicht, damit man genau hinsieht.  |
Ihr Schurken
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kolja der Typ im Maschinenraum

Anmeldungsdatum: 02.12.2004 Beiträge: 16631
Wohnort: NRW
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(#509889) Verfasst am: 27.06.2006, 23:54 Titel: |
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Erminamerjaz hat folgendes geschrieben: | Ich glaube man kann bei der Tante da oben die Nippel sehen, wenn man genau hinsieht! |
Jupp. Offenbar müssen sie ihre schlechten Argumente mit Sex aufpeppen.
_________________ Hard work often pays off after time, but laziness always pays off now.
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Galaxisherrschers Katze Verwöhntes Haustier
Anmeldungsdatum: 06.04.2005 Beiträge: 5018
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(#509893) Verfasst am: 27.06.2006, 23:59 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Den NRW- RCDS kenne ich nicht.
Insgesamt habe ich ihn aber als den progressivsten Faktor der Union erlebt.
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Diese Aussage verbessert mein Bild von der Union auch nicht gerade...
(In Hamburg hat es der RCDS übrigens bei den letzten Wahlen versäumt, anzutreten...)
Zitat: | Das diese Punkte aber Grundvorraussetzungen sind, damit wir Studiengebühren akzeptieren - ansonsten sind wir auch dagegen - habe ich aber schon erkärt, oder? |
Demzufolge müsstet ihr die momentanen Modelle also ablehnen?
_________________ "(...)steak can be attached to a baby to attract lions(...)" (Aus der ESRB-Beschreibung von Scribblenauts)
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erebus wandelndes Paradoxon
Anmeldungsdatum: 14.08.2005 Beiträge: 998
Wohnort: ius talionis
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(#510003) Verfasst am: 28.06.2006, 03:58 Titel: |
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Mein hochverehrter Xamanoth,
wenn ich Privat-FHs und ihre Lehre für schlecht hielte, so würde ich nicht an einer solchen studieren.
Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass die Zielsetzung "Forschung" bei privaten Trägern häufig zu kurz kommt und/oder sich auf wirtschaftlich Verwertbares beschränkt.
Dass eine private Institution für ihre Leistungen Gebühren nimmt, sehe ich als völlig normal an, dies musst Du somit nicht extra erwähnen.
Und Du irrt gewaltig, wenn Du meinst, dass das fehlende Angebot von Abendstudiengängen an öffentlichen Hochschulen kein Thema wäre.
Jeder, der sich parallel zur Arbeit fort- oder weiterbilden möchte, kann dies nicht an öffentlichen Hochschulen. Und die Anzahl derer, die dies wünschen steigt und ist alles andere als gering.
Wenn jetzt auch an öffentlichen Hochschulen "Eintrittsgeld" verlangt wird, aber das Angebot nicht ausgeweitet wird, so ist dies Ettikettenschwindel - man gibt vor besser zu werden, sich den Privaten anzunähern, und schafft es nichteinmal eine der größten Gruppen, die Privat-FHs nutzen, anzusprechen.
Meine Argumente zurückzuweisen, da sie gegen das gegenwärtige System, nicht aber gegen eure Wunschvorstellungen gehen, finde ich schon etwas lustig - niemand außer euch unterstützt dieses Modell. Die pöhsen Linken [Erebus hebt die Hand] sind völlig gegen Gebühren, deine Parteifreunde aus der CDU scheinen ihre Ideen gut zu finden und die FDP hat ihre eigenen Konzepte wohl nicht wiedergefunden und sich daher einfach der CDU angeschlossen.
Auch wenn Semestertickets u.ä. marginal mit Studiengebühren zusammenhängen:
Sie zeigen wie willkürlich bisher Bildungspolitik im Allgemeinen bzw. Hochschulpolitik im Speziellen betrieben wurde.
Da ich bei eurem Gegenkonzept mich immer wieder frage wer eigentlich nach welchen Verfahren festlegt und feststellt was gute Noten sind, oder wann jemand förderwürdig ist,..., sehe ich dieses ebenso als Willkür an. Allein schon die Überprüfung der Forderung "Studiengebühren müssen für die Lehre verwendet werden" dürfte unmöglich sein.
Ach ja:
Dass die besagten 6 Punkte für euch Grundvoraussetzung für die Umsetzung von Studiengebüren sind, interessiert keinen - und ich sage absichtlich nicht "leider".
Allein schon der 1. Punkt zeigt klar und deutlich, dass von euch keiner jemals in einem poltischen "Willensbildungsprozess" beteiligt war oder ihr zu lange im Sauerstoffzelt wart.
Es grüßt
Erebus
_________________ Es reicht bereits den physikalischen Gesetzen und den biologischen Regeln zu unterliegen.
Wir brauchen keine gesellschaftlichen Zwänge, die uns letztendlich zerbrechen.
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#510021) Verfasst am: 28.06.2006, 07:38 Titel: |
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Galaxisherrschers Katze hat folgendes geschrieben: | Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Den NRW- RCDS kenne ich nicht.
Insgesamt habe ich ihn aber als den progressivsten Faktor der Union erlebt.
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Diese Aussage verbessert mein Bild von der Union auch nicht gerade...
(In Hamburg hat es der RCDS übrigens bei den letzten Wahlen versäumt, anzutreten...)
Zitat: | Das diese Punkte aber Grundvorraussetzungen sind, damit wir Studiengebühren akzeptieren - ansonsten sind wir auch dagegen - habe ich aber schon erkärt, oder? |
Demzufolge müsstet ihr die momentanen Modelle also ablehnen? |
So ist es. Wobei das BW- Modell immer noch besser ist als das hessische, aber bei weitem ncoh nicht akzeptabel.
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Shadaik evolviert
Anmeldungsdatum: 17.07.2003 Beiträge: 26377
Wohnort: MG
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(#510048) Verfasst am: 28.06.2006, 09:36 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Shadaik hat folgendes geschrieben: | Xamanoth hat folgendes geschrieben: | obsessed hat folgendes geschrieben: | Xamanoth, glaubst du, dass durch Dein Studiengebührenmodell im Vergleich zu gar keinen Studiengebühren die Anzahl der Studenten gleich bleibt |
Langfristig - ja. In einigen Jarhen würde man ds al Normalzustand sehen. |
Rhetorisch meisterhaft:
Ja.
begründung: Ja, denn nein.
Zum RCDS, der sich in NRW regelmäßig gaaaanz weit draußen rechts positioniert sage ich mal nichts. Vielleicht ist der anderswo vernünftiger als hier. |
Den NRW- RCDS kenne ich nicht.
Insgesamt habe ich ihn aber als den progressivsten Faktor der Union erlebt.
Nur steht der RCDS (ws mir Riesenspaß macht, aber andere nervt das) unter dem Dauerfeuer der linken Hochschulgruppen, da prallen einfach zwei völlig verschiedene Welten und Weltbilder aufeinander (war jedenfalls mein Eindruck in Marburg). Und da neigt man schon mal zu scharfer, zynischer Rhetorik - teilweise werden (zugegebenerweise) Texte vor allem geschrieben, um die Linke zu provozieren.
Im übrigen bitte ich dich, zu präzisieren, was du mit "rechtsaußen" konkret meinst. |
Der RCDS (übrigens an den Vierfarbdruckplakaten auf Glanzpapier als die Gruppe kenntlich, die das geld in den Arsch geschoben kriegt) hat in Köln einen NPDler in den AStA eingebracht und fällt mit Plakaten auf, die völlig neben der Spur sind:
http://tintenkleckser.blogg.de/eintrag.php?id=62
_________________ Fische schwimmen nur in zwei Situationen mit dem Strom: Auf der Flucht und im Tode
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