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Hugo de la Smile Zweifler
Anmeldungsdatum: 25.07.2003 Beiträge: 855
Wohnort: Berlin
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(#509574) Verfasst am: 27.06.2006, 17:27 Titel: |
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Zitat: | Ich begreife nicht ws daran verwerfglich ist, dass jemand exorbitant reicher ist als andere. |
reicher mann und armer mann standen da und sahn sich an. und der arme sagte bleich: "wär ich nicht arm, wärst du nicht reich"
_________________ als ich über den tellerrand blicken wollte, bin ich gegen das brett vor meinem kopf geknallt.
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Sokrateer souverän
Anmeldungsdatum: 05.09.2003 Beiträge: 11649
Wohnort: Wien
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(#509577) Verfasst am: 27.06.2006, 17:45 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: |
Du hast mich offenbar falsch verstanden. Es geht nicht darum das in D niemand spenden würde, sondern darum, das es in den states absolut usus ist zu spenden. JEDER, egal ob er reich ist oder nicht. Es gehört dort zum Lebensgefühl und ist eine Selbstverständlichkeit. |
Das erhärte erst einmal mit Zahlen. Kann mich an ein paar Berichten von Ami-Atheisten erinnern, die gezeigt haben, dass die Ungläubigen in Europa wesentlich mehr Spenden. Ganz besonders die Skandinavier.
In den USA ist es in erster Linie einmal Usus zu prahlen und jede Tätigkeit stolz zu präsentieren. Die Amis sagen ja total selbstverständlich, sie seien das größte, beste und freiste Land der Welt. Darin sind die Amis gut, in der Selbstdarstellung.
Aber, dass es Usus ist, zu Spenden, ist nicht wahr. Es gibt einige bekannte Stiftungsgründer. Die sind aber nicht repräsentativ. Die Familie der Walmart-Besitzer spendet nichts, behandelt die Mitarbeiter beschissen und zwingt Zulieferer ihre Produktion nach China zu verlagern.
Selbst, wenn die Walmart-Eigner anfangen würden, zu spenden, dann muss man ihre Geschäftspraktiken immer noch unabhängig davon betrachten. Andere Billigheimer, wie Costco, sind nämlich profitabel, behandeln die Mitarbeiter besonders gut und zahlen, zum Ärgernis der Börsianer, überdurchschnittliche Löhne. Wenn es solche Firmen gäbe, dann gäbe es gar keine Notwendigkeit für die späten Spendenaktivitäten irgendwelcher Superreicher. Dass der Kapitalismus der Person Bill Gates mehr Geld zuteilt, als der WHO, ist ein klarer Systemfehler.
Die Typen, die am Ende ihres Lebens ihr Geld spenden, fallen offenbar in ein bestimmtes Raster. Das sind Leute, die es aus der Mittelschicht als Unternehmensgründer nach oben geschafft haben und die Zeit ihres Lebens vergleichsweise sparsam, aber nicht knausrig leben. Es gibt ja auch Superreiche, die lieber ihren 20 Jahre alten Ford Escort selbst reparieren, als sich ein neues Auto zu kaufen. Umgekehrt gibt es die Typen aus der Unterhaltungsindustrie, die sicher auch eine andere Persönlichkeitsstruktur haben und jede beliebige Menge an Geld binnen weniger Wochen ausgeben und in Schulden geraten können.
Und dann gibt es die Leute, die das Geld geerbt haben. Die sind das reiche Leben von Anfang an gewöhnt, verlieren Maß und Ziel und werden das übrige Geld ihren Kindern überlassen.
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Sokrateer souverän
Anmeldungsdatum: 05.09.2003 Beiträge: 11649
Wohnort: Wien
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(#509581) Verfasst am: 27.06.2006, 17:47 Titel: |
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Berglichter hat folgendes geschrieben: | b) Lassen sich in den USA Spenden bis zu 50% des eigenen Einkommens steuerlich absetzen. In Deutschland sind es nur 10%. |
Und das ist auch gut so. Wenn man spendet, soll man mit seinem eigenen Geld spenden und nicht mit dem Geld, das der Gemeinschaft zusteht.
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Morrigan - der große Rabe Gast
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(#509599) Verfasst am: 27.06.2006, 18:14 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: |
Du hast mich offenbar falsch verstanden. Es geht nicht darum das in D niemand spenden würde, sondern darum, das es in den states absolut usus ist zu spenden. JEDER, egal ob er reich ist oder nicht. Es gehört dort zum Lebensgefühl und ist eine Selbstverständlichkeit. |
Das erhärte erst einmal mit Zahlen. Kann mich an ein paar Berichten von Ami-Atheisten erinnern, die gezeigt haben, dass die Ungläubigen in Europa wesentlich mehr Spenden. Ganz besonders die Skandinavier. |
Nun, wenn Du diese Studie kennst, warum stellst Du sie nicht ein und enthältst sie uns stattdessen vor? Das wäre doch mal interessant zu lesen. Also her damit. Und ich sprach weder von Gläubigen, noch von Spenden Ungläubiger oder nur von den Reichen. Keine Ahnung, wie Du also darauf kommst und solches meinst hervorheben zu müssen. Davon war bei mir kein Reden. Auch habe ich nie behauptet das die states der einzige Staat wären, bei dem Spenden und Hilfen usus sind. Wenn es in Skandinavien ebenfalls so ist, warum nicht?! Tut das der allgemeinen Spenden- und Hilfsbereitschaft in den states einen Abbruch? Oder geht es mal wieder nur um Ami-bashing
Ich kann Dir nur sagen was ich aus den states weis und was Dir jeder, der in den USA lebt belegen kann: Otto-Normalverbraucher spendet und unterstützt seine Mitbürger. Nachbarschaftshilfe ist dort ebenfalls eine Selbstverständlichkeit.
Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Selbst, wenn die Walmart-Eigner anfangen würden, zu spenden, dann muss man ihre Geschäftspraktiken immer noch unabhängig davon betrachten. Andere Billigheimer, wie Costco, sind nämlich profitabel, behandeln die Mitarbeiter besonders gut und zahlen, zum Ärgernis der Börsianer, überdurchschnittliche Löhne. Wenn es solche Firmen gäbe, dann gäbe es gar keine Notwendigkeit für die späten Spendenaktivitäten irgendwelcher Superreicher. |
Wer sprach hier denn von Walmart und bei einer eventuellen Spende von denen, ihre Geschäftspraktiken nicht zu beklagen?!
Und natürlich, wenn die ganze Welt perfekt wäre, bräuchten wir keine Hilfsorganisationen und auch keine Spenden. Die Welt ist aber nicht perfekt, Sokrateer. Und solange dies nicht so ist, sind Menschen auf die Hilfe anderer angewiesen. Oder sollen die solange warten, bis ihr eure Welt "erneuert" habt? Und das Elend der Welt liegt nicht nur an den "Super-Reichen", sondern auch an Staaten, die sich einen Scheiss für ihre Bevölkerung interessieren. Es geht mir wirklich auf den Keks, dieses Geschwurbel nur die Reichen seien am Elend der Welt schuld... Stalin war nicht reich und hat trotzdem ein riesiges Elend über sein Volk gebracht, ebenso Hitler und Konsorten.
Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Dass der Kapitalismus der Person Bill Gates mehr Geld zuteilt, als der WHO, ist ein klarer Systemfehler. |
Keine Ahnung wie Du das genau meinst, aber im Spiegel-Artikel steht Folgendes:
Spiegel-Artikel hat folgendes geschrieben: | Schwerpunkt der Arbeit ist jedoch der internationale Kampf gegen Malaria, Tuberkulose und Aids. [...] Gates kümmere sich um Krankheiten, die außerhalb der dritten Welt längst vergessen seien und deshalb in der Pharmaforschung kaum noch eine Rolle spielten, loben Experten. |
Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Die Typen, die am Ende ihres Lebens ihr Geld spenden, fallen offenbar in ein bestimmtes Raster. Das sind Leute, die es aus der Mittelschicht als Unternehmensgründer nach oben geschafft haben und die Zeit ihres Lebens vergleichsweise sparsam, aber nicht knausrig leben. Es gibt ja auch Superreiche, die lieber ihren 20 Jahre alten Ford Escort selbst reparieren, als sich ein neues Auto zu kaufen. Umgekehrt gibt es die Typen aus der Unterhaltungsindustrie, die sicher auch eine andere Persönlichkeitsstruktur haben und jede beliebige Menge an Geld binnen weniger Wochen ausgeben und in Schulden geraten können.
Und dann gibt es die Leute, die das Geld geerbt haben. Die sind das reiche Leben von Anfang an gewöhnt, verlieren Maß und Ziel und werden das übrige Geld ihren Kindern überlassen. |
Das Bill Gates am Ende seines Lebens steht, das wäre mir neu...
Auch ist mir Deine übrige Aufzählung ein Rätsel. Was willst Du damit sagen? Das ist allgemeines blabla... Natürlich spenden oder helfen die Leut's aus unterschiedlichsten Gründen. Und?!
Nachtrag: Was mich an Deinem Beitrag wirklich verwundert: Hast Du nicht selbst die Spende begrüsst?!
saluti
Susanna
Zuletzt bearbeitet von Morrigan - der große Rabe am 27.06.2006, 18:21, insgesamt einmal bearbeitet |
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Sokrateer souverän
Anmeldungsdatum: 05.09.2003 Beiträge: 11649
Wohnort: Wien
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(#509605) Verfasst am: 27.06.2006, 18:21 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | kolja hat folgendes geschrieben: | Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: | Den markierten passus fand ich besonders interessant. (Kolja, kannst Du ihn auch lesen?!) |
Oh, ich habe durchaus verstanden, worauf Du hinaus willst. Nur halte ich das, was Du für einen Vorteil hältst, für einen Nachteil, und ich habe auch erklärt, warum. |
Entweder ich habe deine Erklärung nicht gesehen oder nicht verstanden.
Ich begreife nicht ws daran verwerfglich ist, dass jemand exorbitant reicher ist als andere.
Ich begreife nicht, was schlimm daran ist, dass dieser jemand mehr Geld hat was er jemals ausgegen können wird.
Ich begreife nicht, was falsch daran ist, dass dieser jemand nie mehr wird arbeiten müssen.
Ob seine Spende großzügig ist, oder nicht, ist ansichtssache, ich finde das äußerst bewundernswert.
Durch solche Aktionen und durch solche Menschen kommt meine Ursprüngliche Sympathie für die vereinigten Staaten und das Selbst- und Weltverständnis, sowie vor allem das Staatsverständnis dieser Menschen zurück.
Es scheint teilweise die Tendenz zu bestehen, Gates fast noch vorzuwerfen, dass er nicht mehr spendet (was er könnte - aber warum sollte er)?; oder dass er so ein großes Vermögen besitzt.
Den Faktor der US-Kultur, keine Hemmungen zu haben, seinen Reichtum zu zeigen, und einen erfolgreichen Menscehn zu bewundern, statt zu beneiden, finde ich äußerst nachahmenswert. |
Und ich bin in jedem dieser Punkte anderer Meinung.
Angenommen du gehst auf einen Camping-Trip mit ein paar Kumpels. Einer der Kumpels steuert das Zelt und die restliche Ausrüstung bei und es wird vereinbart, dass er dafür nicht arbeiten muss. Das mag zwar am Anfang noch ganz praktikabel klingen, aber noch einer Woche kämen bei den anderen sicherlich gewisse Mordgedanken hoch. Der Kapitalismus ist ähnlich, nur dass nicht so unmittelbar klar ist, dass der eine nicht auf der faulen Haut liegen könnte, wenn die anderen nicht für ihn arbeiten würden.
Vergleiche zwei Jobs. Es gibt viele Jobs, die gefährlich, anstrengend, verantwortungsvoll, stressig, unmittelbar notwendig für die Gesellschaft und dennoch schlecht bis mittelmäßig bezahlt sind. (Z.b. Polizist) Und dann gibt es Jobs, ohne Verantwortung, mit totaler Freiheit seine Zeit einzuteilen, jederzeit in Pension zu gehen und unter sicheren und angenehmen Arbeitsbedingungen zu arbeiten.
Und du sagst, dass die zweite Personengruppe, also Kapitalisten, Topmanager, andere Superreiche verehrt werden sollen und nicht die hart arbeitenden Leute in den undankbaren aber so wichtigen Jobs?
Das ist eine verkehrte Welt. Und es zeugt auch nicht gerade von großem Selbstwertgefühl, wenn du der Ansicht bist, dass du nur ein Millionstel des Büroarbeiters Bill Gates wert bist.
Aber du begreifst wahrscheinlich das alles deshalb nicht, weil du selber ständig vom Reichtum und Leben auf der faulen Haut träumst und deshalb nicht erkennst, dass du das aller Wahrscheinlichkeit nach niemals sein wirst. Das ist nicht anders als die verrückte Welt des Lottospielers, der das Geld, das er tatsächlich hier und heute in der Hand hat für einen höchst unwahrscheinlich Traum aufgibt.
Die Amis lieben ihre Ausbeuter und sind deshalb gegen Steuern, staatliche Krankenversorgung, Regulierungen, Gewerkschaften und gesetzlich vorgeschrieben Arbeitsbedingungen und Urlaubstage, weil sie mehr in ihrer Traumwelt, als in ihrer echten Welt leben.
Ich habe übers Internet mal mit einem Libertarian diskutiert, der in einem Trailer (Wohnwagen) und ohne jegliche Krankenversorgung lebte. Trotzdem war er gegen einen starken Sozialstaat, da er sich nicht vorschreiben lassen will, welcher Krankenkasse er sein Geld überweisen muss (wenn er Geld gehabt hätte eine Krankenversicherung zu zahlen) und ob er seinen Mitarbeitern Urlaub zugestehen muss (in der imaginären Firma, die er nicht hat) usw. Und dabei sind die Libertarians die Leute, die immer von der Wichtigkeit des Eigennutzes labern.
Zuletzt bearbeitet von Sokrateer am 27.06.2006, 18:43, insgesamt einmal bearbeitet |
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Ford Prefect Schwätzer
Anmeldungsdatum: 15.10.2003 Beiträge: 114
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(#509607) Verfasst am: 27.06.2006, 18:26 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Poldi hat folgendes geschrieben: | Das macht ihn trotzdem in keinster Weise sympathischer ... |
Was, dass er Atheist ist, oder gespendet hat? Die Spende macht ihn definitiv sympathischer. |
Sympathischer wäre es ehrlich gesagt gewesen wenn er es nicht so an die grosse Glocke gehangen hätte.
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kolja der Typ im Maschinenraum

Anmeldungsdatum: 02.12.2004 Beiträge: 16631
Wohnort: NRW
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(#509613) Verfasst am: 27.06.2006, 18:32 Titel: |
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Ich unterschreib mal bei Sokrateer.
_________________ Hard work often pays off after time, but laziness always pays off now.
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Morrigan - der große Rabe Gast
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(#509616) Verfasst am: 27.06.2006, 18:34 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Ford Prefect hat folgendes geschrieben: | Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Poldi hat folgendes geschrieben: | Das macht ihn trotzdem in keinster Weise sympathischer ... |
Was, dass er Atheist ist, oder gespendet hat? Die Spende macht ihn definitiv sympathischer. |
Sympathischer wäre es ehrlich gesagt gewesen wenn er es nicht so an die grosse Glocke gehangen hätte. |
Das ist richtig, wobei sich da die Frage stellt, ob dies bei einer Stiftung und der Höhe der Spende überhaupt möglich ist. Vielleicht weis jemand, wie dies in diesem Falle in den states geregelt ist?!
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Sokrateer souverän
Anmeldungsdatum: 05.09.2003 Beiträge: 11649
Wohnort: Wien
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(#509618) Verfasst am: 27.06.2006, 18:39 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: | Und ich sprach weder von Gläubigen, noch von Spenden Ungläubiger oder nur von den Reichen. |
Mit "die ungläubigen Europäer" waren natürlich alle Europäer gemeint. Das "ungläubig" sollte beschreiben und nicht einschränken.
Und die Studie werde ich deshalb nicht herauskramen, weil es unzählige solcher Studien gibt und auch nicht klar ist, wie man sie vergleichen soll. Vieles, wofür man in den USA spenden muss, wird bei uns vom Staat erledigt. Weiters stellt sich die Frage, ob Spenden an superreiche Fernsehprediger hinzugezählt werden dürfen.
Ich wollte nur aufzeigen, dass es auch gegenteilige Behauptungen gibt und die USA nicht so einfach als Land der Spender gelten kann.
Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: |
Ich kann Dir nur sagen was ich aus den states weis und was Dir jeder, der in den USA lebt belegen kann: Otto-Normalverbraucher spendet und unterstützt seine Mitbürger. Nachbarschaftshilfe ist dort ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. |
Noch immer kein Beleg.
Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: |
Nachtrag: Was mich an Deinem Beitrag wirklich verwundert: Hast Du nicht selbst die Spende begrüsst?! |
Wenn man die Welt nur schwarz und weiß sieht, dann hat man wohl Probleme differenzierte Betrachtungen zu erfassen.
Sicher begrüße ich die Spende, sonst hätte ich den Thread nicht eröffnet.
Gleichzeitig betrachte ich die Spende der Omi, die etwas hergibt, was sie auch tatsächlich spürt als, höherwertig, als eine Spende die sehr groß ist, aber nach der man immer noch Milliardär ist. Aber die Spende von Gates und Buffet ist wiederrum besser als die von Leuten, die sich auf Benefizveranstaltungen nur selbst profilieren und nur unbedeutende Peanuts hergeben.
Und weiters kann man gleichzeitig aufzeigen, dass solche Riesenspenden auch ein Symptom eines Systemfehlers sind. Wir leben in einer Welt, in der einzelne Superreiche mehr auf die Geschicke der Welt einwirken können als die Bevölkerungen, was höchst antidemokratisch ist.
Die Gates-Stiftung arbeitet mit der WHO zusammen, was sehr positiv ist.
Aber ich habe vor ein paar Monaten einen Artikel über einen katholischen Milliardär gepostet, der in den USA eine quasi-theokratische, katholische Stadt aus dem Boden stampfen will. Was jeweils gemacht wird, hängt von der Willkür der Milliardäre ab. Und da das meist Leute sind, die nicht gerade mit Nettigkeit und Entgegenkommen noch oben gekommen sind, sondern wohl eher mit ihren Ellbogen, gefällt mir das gar nicht.
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Sokrateer souverän
Anmeldungsdatum: 05.09.2003 Beiträge: 11649
Wohnort: Wien
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(#509620) Verfasst am: 27.06.2006, 18:42 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Ford Prefect hat folgendes geschrieben: | Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Poldi hat folgendes geschrieben: | Das macht ihn trotzdem in keinster Weise sympathischer ... |
Was, dass er Atheist ist, oder gespendet hat? Die Spende macht ihn definitiv sympathischer. |
Sympathischer wäre es ehrlich gesagt gewesen wenn er es nicht so an die grosse Glocke gehangen hätte. |
Wenn einer spendet, dann ermutigt das aber auch andere. Wenn er es einfach bekannt macht, finde ich das okay. Wenn er sich fortan photogen mit kleinen Kindern aus Afrika ablichten lässt, dann ist das fragwürdig. Benefizveranstaltungen für Reiche bei denen ein paar Prozent gespendet werden, finde ich auch lächerlich.
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Morrigan - der große Rabe Gast
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(#509631) Verfasst am: 27.06.2006, 18:59 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: | Und ich sprach weder von Gläubigen, noch von Spenden Ungläubiger oder nur von den Reichen. |
Mit "die ungläubigen Europäer" waren natürlich alle Europäer gemeint. Das "ungläubig" sollte beschreiben und nicht einschränken. |
ALLE Europäer sind per se "Ungläubige". Versteh ich nicht, was ist das für ein Unsinn. Habe ich ja noch nie gehört. scusi...
Zitat: | Und die Studie werde ich deshalb nicht herauskramen, weil es unzählige solcher Studien gibt und auch nicht klar ist, wie man sie vergleichen soll. Vieles, wofür man in den USA spenden muss, wird bei uns vom Staat erledigt. Weiters stellt sich die Frage, ob Spenden an superreiche Fernsehprediger hinzugezählt werden dürfen. |
Na, dann ist ja deren Erwähnung auch überflüssig gewesen. Und man muss in den states nicht spenden, man tut es. Spenden an Fernsehprediger (dann müsstest Du auch die an Kirchen und kirchliche Organisationen bei ALLEN anderen abziehen) hatte ich nu nicht im Auge. Aber dies ist auch in anderen Ländern Europas und vorallem auch Südamerikas üblich.
Zitat: | Ich wollte nur aufzeigen, dass es auch gegenteilige Behauptungen gibt und die USA nicht so einfach als Land der Spender gelten kann. |
Die states sind aber nu mal ein Land der Spender. Charity in allen Formen sind dort tief im Alltagsleben verankert. Ebenso die Nachbarschaftshilfe.
Zitat: | Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: |
Ich kann Dir nur sagen was ich aus den states weis und was Dir jeder, der in den USA lebt belegen kann: Otto-Normalverbraucher spendet und unterstützt seine Mitbürger. Nachbarschaftshilfe ist dort ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. |
Noch immer kein Beleg. |
Von Dir lässt sich keiner finden, obwohl es Deiner Meinung nach ja soviele Studien dazu gibt. Ich habe den Spiegel-Artikel als Beleg. Liess mal die letzten 2 Absätze, die ich hier auch als Text eingestellt habe... Das habe ich aber in meiner vorherigen Antwort an Dich bereits angemerkt.
Zitat: | Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: |
Nachtrag: Was mich an Deinem Beitrag wirklich verwundert: Hast Du nicht selbst die Spende begrüsst?! |
Wenn man die Welt nur schwarz und weiß sieht, dann hat man wohl Probleme differenzierte Betrachtungen zu erfassen. |
Richtig, gut das Du das erkannt hast. Die Welt ist eben nicht nur in Super-Reiche und Nicht-Superreiche zu definieren. Sie ist wesentlich differenzierter.
Zitat: | Gleichzeitig betrachte ich die Spende der Omi, die etwas hergibt, was sie auch tatsächlich spürt als, höherwertig, als eine Spende die sehr groß ist, aber nach der man immer noch Milliardär ist. Aber die Spende von Gates und Buffet ist wiederrum besser als die von Leuten, die sich auf Benefizveranstaltungen nur selbst profilieren und nur unbedeutende Peanuts hergeben. |
Diese Meinung sei Dir unbenommen.
Zitat: | Und weiters kann man gleichzeitig aufzeigen, dass solche Riesenspenden auch ein Symptom eines Systemfehlers sind. Wir leben in einer Welt, in der einzelne Superreiche mehr auf die Geschicke der Welt einwirken können als die Bevölkerungen, was höchst antidemokratisch ist.
Die Gates-Stiftung arbeitet mit der WHO zusammen, was sehr positiv ist. |
Schön, dann haben wir einen "Systemfehler". Solange der aber nicht behoben ist, auch dies sagte ich bereits, ist alles andere nur phantastisches Gelaber. Bis dahin werden die Menschen weiterhin der Hilfe bedürfen. So einfach ist das.
Und "anti-demokratisch" sehe ich das überhaupt nicht, denn das Volk könnte dies ändern. Wenn es das nicht tut, ist die Mehrheit offensichtlich nicht daran interessiert. Ich sehe nicht ein, warum die Leut's sich hier nur in Gejammere suhlen dürfen. Wer eine bessere Welt will, der soll sie sich gefälligst erschaffen und dazu beitragen, statt die Schuld immer nur bei anderen zu suchen und sich damit "rauszureden". Das nervt mich, höflich formuliert.
Zitat: | Aber ich habe vor ein paar Monaten einen Artikel über einen katholischen Milliardär gepostet, der in den USA eine quasi-theokratische, katholische Stadt aus dem Boden stampfen will. Was jeweils gemacht wird, hängt von der Willkür der Milliardäre ab. Und da das meist Leute sind, die nicht gerade mit Nettigkeit und Entgegenkommen noch oben gekommen sind, sondern wohl eher mit ihren Ellbogen, gefällt mir das gar nicht. |
Hab' ich gelesen. Allerdings habe ich damit insofern keine Probleme, also sich die Menschen die sich dort ansiedeln, für diese abartige Art von Leben selbst entschieden haben. Deshalb stört mich so ein Irrsinn auch nicht. Jeder hat die Wahl sich seine Hölle selbst zu schaffen. Und solange niemand dazu gezwungen wird: what shall's?!
saluti
Susanna
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hacketaler Frauen ficken ist was für Schwuchteln!
Anmeldungsdatum: 10.02.2005 Beiträge: 6031
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(#509766) Verfasst am: 27.06.2006, 21:30 Titel: Re: Atheist spendet 30 Milliarden Dollar |
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Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Morrigan - der große Rabe hat folgendes geschrieben: |
Du hast mich offenbar falsch verstanden. Es geht nicht darum das in D niemand spenden würde, sondern darum, das es in den states absolut usus ist zu spenden. JEDER, egal ob er reich ist oder nicht. Es gehört dort zum Lebensgefühl und ist eine Selbstverständlichkeit. |
Das erhärte erst einmal mit Zahlen. Kann mich an ein paar Berichten von Ami-Atheisten erinnern, die gezeigt haben, dass die Ungläubigen in Europa wesentlich mehr Spenden. Ganz besonders die Skandinavier.
In den USA ist es in erster Linie einmal Usus zu prahlen und jede Tätigkeit stolz zu präsentieren. Die Amis sagen ja total selbstverständlich, sie seien das größte, beste und freiste Land der Welt. Darin sind die Amis gut, in der Selbstdarstellung.
Aber, dass es Usus ist, zu Spenden, ist nicht wahr. Es gibt einige bekannte Stiftungsgründer. Die sind aber nicht repräsentativ. Die Familie der Walmart-Besitzer spendet nichts, behandelt die Mitarbeiter beschissen und zwingt Zulieferer ihre Produktion nach China zu verlagern.
Selbst, wenn die Walmart-Eigner anfangen würden, zu spenden, dann muss man ihre Geschäftspraktiken immer noch unabhängig davon betrachten. Andere Billigheimer, wie Costco, sind nämlich profitabel, behandeln die Mitarbeiter besonders gut und zahlen, zum Ärgernis der Börsianer, überdurchschnittliche Löhne. Wenn es solche Firmen gäbe, dann gäbe es gar keine Notwendigkeit für die späten Spendenaktivitäten irgendwelcher Superreicher. Dass der Kapitalismus der Person Bill Gates mehr Geld zuteilt, als der WHO, ist ein klarer Systemfehler.
Die Typen, die am Ende ihres Lebens ihr Geld spenden, fallen offenbar in ein bestimmtes Raster. Das sind Leute, die es aus der Mittelschicht als Unternehmensgründer nach oben geschafft haben und die Zeit ihres Lebens vergleichsweise sparsam, aber nicht knausrig leben. Es gibt ja auch Superreiche, die lieber ihren 20 Jahre alten Ford Escort selbst reparieren, als sich ein neues Auto zu kaufen. Umgekehrt gibt es die Typen aus der Unterhaltungsindustrie, die sicher auch eine andere Persönlichkeitsstruktur haben und jede beliebige Menge an Geld binnen weniger Wochen ausgeben und in Schulden geraten können.
Und dann gibt es die Leute, die das Geld geerbt haben. Die sind das reiche Leben von Anfang an gewöhnt, verlieren Maß und Ziel und werden das übrige Geld ihren Kindern überlassen. |
wenigstens können noch ein paar differenzieren.
buffet lebt übrigens m.W. im selben reihenhüttchen, dass er schon vor 30 jahren hatte und hat seinen kindern zwar die ausbildung finanziert, aber auch klar gesagt, dass es nichts zu erben geben wird.
aber was man in diesem thread herrlich sieht ist die abartig blöde deutsche hass- und neidgesellschaft.
wer soviel geld hat muss ja automatisch auch der niederträchtigste mensch sein. einfach schon weil er mehr hat, als man selbst. und das kann er dann auch nie wieder gut machen. wenn er sein geld an den guten zweck A spendet, dann ist er ein arschloch, weil guter zweck B nichts bekommen hat oder weil nur organisation C an zweck A spenden darf. und überhaupt spendet der ja nur an A, weil in Stadt S dafür 5 dollar steuerersparnis rausspringen. reiche säcke spenden immer nur aus steuerersparnisgründen - dass muss einfach so sein, sonst zerfällt das kleinbürgerliche spiesserweltbild.
wenn gates gegen aids in billiglohnländern kämpft, dann doch nur weil die dumme sau die nach der behandlung für sich programmieren lassen will. ist doch klar.
das die meisten nicht reich sind, weil sie böse sind, sondern nur weil 98% der restlichen menschen dumm genug sind sich von ihnen klingeltöne schicken zu lassen oder ihnen tamagotchis abzukaufen ist ja egal.
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tillich (epigonal) hat Spaß
Anmeldungsdatum: 12.04.2006 Beiträge: 22333
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(#509800) Verfasst am: 27.06.2006, 22:10 Titel: |
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kolja hat folgendes geschrieben: | Ich unterschreib mal bei Sokrateer. |
Ich auch. (Huch.)
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kolja der Typ im Maschinenraum

Anmeldungsdatum: 02.12.2004 Beiträge: 16631
Wohnort: NRW
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(#509876) Verfasst am: 27.06.2006, 23:36 Titel: |
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tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben: | Ich auch. (Huch.) |
Hey, tillich ist wieder da.
_________________ Hard work often pays off after time, but laziness always pays off now.
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#510018) Verfasst am: 28.06.2006, 07:33 Titel: |
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tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben: | kolja hat folgendes geschrieben: | Ich unterschreib mal bei Sokrateer. |
Ich auch. (Huch.) |
Ich nicht.
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Maggie66 Gast
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(#510160) Verfasst am: 28.06.2006, 12:36 Titel: |
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kolja hat folgendes geschrieben: | Ich unterschreib mal bei Sokrateer. |
Damit ist die Frage eines Über-Interpretation dann wohl auch geklärt.
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kolja der Typ im Maschinenraum

Anmeldungsdatum: 02.12.2004 Beiträge: 16631
Wohnort: NRW
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(#510221) Verfasst am: 28.06.2006, 13:55 Titel: |
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Maggie66 hat folgendes geschrieben: | Damit ist die Frage eines Über-Interpretation dann wohl auch geklärt. |
Du spielst auf diesen Beitrag an? Die von Dir zitierten Passagen enthalten Bewertungen und Kritik, über deren Berechtigung man streiten kann, z.B. in dem man sie mit Gegenargumenten entkräftet. Ich habe eine Replik darauf kritisiert, weil sie keine Entkräftung enthielt, sondern im Wesentlichen nur ein Ad-Hominem-Argument. Wenn Du den Unterschied dazwischen nicht erkennst ...
_________________ Hard work often pays off after time, but laziness always pays off now.
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Maggie66 Gast
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(#510388) Verfasst am: 28.06.2006, 16:14 Titel: |
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Es gab keine Anspielungen, sondern eine Feststellung. Wer mit Kanonen auf Spatzen schießt und in einer sachlichen Diskussion anderen Populismus vorwirft, zeigt deutlich den eigenen Standpunkt auf. Warum auch sonst eine derartig überzogene Reaktion?
Stehen Sie doch ruhig zu Ihrer Meinung, statt sich mit Ausflüchten zu behelfen und später dann doch um mit der Gesinnung zu kommen.
Oder wollen Sie als Moderator zumindest den Anschein erwecken, unparteiisch zu sein?
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kolja der Typ im Maschinenraum

Anmeldungsdatum: 02.12.2004 Beiträge: 16631
Wohnort: NRW
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(#510408) Verfasst am: 28.06.2006, 16:37 Titel: |
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Maggie66 hat folgendes geschrieben: | [...] in einer sachlichen Diskussion [...] |
Die Diskussion hatte die Sachebene spätestens in dem Moment verlassen, als die Spendenbereitschaft der anderen Diskussionsteilnehmer thematisiert wurde. Wenn ich Bock habe, kritisiere ich sowas ganz unabhängig von meiner Meinung zur eigentlichen Sache.
Maggie66 hat folgendes geschrieben: | Oder wollen Sie als Moderator zumindest den Anschein erwecken, unparteiisch zu sein? |
Warum so förmlich? Ich diskutiere hier als Benutzer wie jeder andere auch. Würde ich moderieren, würde ich in Rot schreiben und mich ansonsten aus dem Thread heraushalten. So sind hier die Regeln und Gepflogenheiten.
_________________ Hard work often pays off after time, but laziness always pays off now.
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Maggie66 Gast
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(#510518) Verfasst am: 28.06.2006, 17:43 Titel: |
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kolja hat folgendes geschrieben: |
Die Diskussion hatte die Sachebene spätestens in dem Moment verlassen, als die Spendenbereitschaft der anderen Diskussionsteilnehmer thematisiert wurde. |
Bitte? Die Diskussion war halbwegs sachlich bis die Frage der eigenen Spendenmoral von Ihnen zum Anlass genommen wurde, eben diese Sachebene zu verlassen.
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Berglichter Highscorer
Anmeldungsdatum: 26.06.2006 Beiträge: 454
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(#510526) Verfasst am: 28.06.2006, 17:46 Titel: |
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Langsam wird's *gäääähn*
Solcherlei Beschuldigungen sind ja sowas von langweilig.
_________________ Man soll nicht Religion sagen wo man Politik meint.
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kolja der Typ im Maschinenraum

Anmeldungsdatum: 02.12.2004 Beiträge: 16631
Wohnort: NRW
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(#510546) Verfasst am: 28.06.2006, 17:56 Titel: |
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Maggie66 hat folgendes geschrieben: | Die Diskussion war halbwegs sachlich bis die Frage der eigenen Spendenmoral von Ihnen zum Anlass genommen wurde, eben diese Sachebene zu verlassen. |
Warum ich der Meinung bin, dass die Thematisierung der Spendenmoral der anderen Teilnehmer speziell in der stattgefundenen Art und Weise bereits unsachlich war, habe ich doch lang und breit begründet. Jetzt wäre es an der Zeit, diese Begründung mit Argumenten zu widerlegen, statt die obige Behauptung endlos zu wiederholen. Ansonsten drehen wir uns im Kreis und langweilen den Rest.
Berglichter hat folgendes geschrieben: | Solcherlei Beschuldigungen sind ja sowas von langweilig. |
Ach komm, ein bischen Training schadet nie.
_________________ Hard work often pays off after time, but laziness always pays off now.
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Sermon panta rhei
Anmeldungsdatum: 16.07.2003 Beiträge: 18430
Wohnort: Sine Nomine
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Rudolf registrierter User
Anmeldungsdatum: 19.01.2004 Beiträge: 1460
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(#510632) Verfasst am: 28.06.2006, 18:33 Titel: |
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Zitat: | Zitat: | Der seit Jahrzehnten praktizierte Massenmord an ungeborenen Kindern macht für Satan schon Sinn. Er betrachtet jedes abgetriebene Kind als ein Blutopfer an ihn und davon kann er nicht genug haben. Denn die Seelen der Frauen und natürlich auch der darin verwickelten Männer, die ohne den Schmerz der Reue sterben, gehören ihm. |
So gesehen, ja.
Aber wir sollten unsere Begriffe doch nicht nach dem Standpunkt Satans wählen. |
OMG
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Berglichter Highscorer
Anmeldungsdatum: 26.06.2006 Beiträge: 454
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(#510669) Verfasst am: 28.06.2006, 18:53 Titel: |
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Da kommt mir glatt der Gedanke: vielleicht ist es doch gut, daß einige wenige Menschen seeeehr viel Geld haben und damit so wie Warren Buffet Gutes tun können. Denn der Großteil der Menschen ist einfach saudumm und läuft jedem Idioten und Rattenfänger nach.
_________________ Man soll nicht Religion sagen wo man Politik meint.
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Chinasky dirty ol' man
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 1264
Wohnort: Hoher Norden
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(#510720) Verfasst am: 28.06.2006, 20:19 Titel: |
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Von der richtigen Seite mit Mengele-Vergleichen belegt zu werden, adelt.
Zum Thema: Irgendwie scheinen hier zwei verschiedene Debatten abzulaufen. Man kann nämlich einerseits einem Wirtschaftssystem, in welchem Einzelne millionenfach mehr verdienen als andere, kritisch bis ablehnend gegenüberstehen, und dennoch andererseits so eine großzügige Geste begrüßen, ohne sie sofort durch Oma-Vergleiche kleinzureden. Nix gegen die Oma und Kleinspenden. Aber Kleinspenden haben z.B. den Nachteil, daß der Aufwand, sie einzusammeln, schon wieder einen großen Teil (Stichwort NGO-Bürokratie) des Gespendeten wieder auffrißt. Teure Werbekampagnen müssen lanciert werden, jede kleine Überweisung kostet Bankgebühren, Spendenwerber müssen bezahlt werden oder können zumindest in der Zeit, wo sie auf Spenden-Fang gehen, keiner produktiven anderen Arbeit nachgehen. Und so weiter und so fort.
Im übrigen ist es mir schnurzpiepegal, ob sich Herr Buffet oder Herr Gates ihre Gewissen reinwaschen oder nur in die Schlagzeilen kommen wollen - wenn ihr Geld ettlichen Tausenden potentiellen Malaria- oder AIDS-Opfern das Leben retten oder zumindest verlängern wird, dann ist das eine feine Sache. Da kann man sich doch mal freuen, oder? Meckert Ihr auch über Sonnenschein in einer Gegend, wo es meist regnet, weil es die Sonne keine große Anstrengung kostet, zu scheinen? Was soll es, hier nun über die moralische Hochwertigkeit so einer Spendenaktion zu räsonnieren?
Wer gegen das System ist, sollte die Fehler nicht bei den einzelnen Individuen suchen. Der spendenden Oma sei die Wertschätzung gegönnt, ich finde jede Spende begrüßenswert. Aber medial erwähnenswert sind nun mal die wirklich großen Beträge, übrigens auch, weil sie (hoffentlich) einen Nachahmungseffekt haben können.
Allerdings ist es wirklich nicht so sinnvoll, das Stiftungswesen in den USA mit demjenigen hier in Deutschland/Europa zu vergleichen, tatsächlich übernehmen Stiftungen in den USA wohl einen beträchtlichen Anteil jener sozialen Aufgaben, die hierzulande der Staat schultert. Die kommunitaristischen Ansätze, welche die us-amerikanische Mentalität, in der Nachbarschaft konkret zu helfen, hat, sind mir persönlich ganz einfach sympathisch. Wobei ich aber nicht wirklich abschätzen kann, ob der Wohlfahrtsstaat europäischer Prägung oder die stärkere Eigenverantwortlichkeit der Bürger wie in den USA unterm Strich die besseren Ergebnisse bringen. Ob man da überhaupt seriös vergleichen kann? Wohltätige Stiftungen auf der einen Seite, massenhaft Menschen ohne Krankenversicherung auf der anderen... Da will ich mir kein Urteil erlauben.
Aber wenn jemand ein paar Millarden für offensichtlich gute Zwecke lockermacht, dann finde ich das ebenso feiernswert*, wie wenn ein paar Einkommensmillionäre den Ball über eine Torlinie schieben.
edit: "ebenso" - das ist natürlich Quatsch. Ich finde es noch wesentlich feiernswerter. Was wiederum nicht bedeutet, daß ich die WM-Partylaune, die derzeit durch's Land weht, vermiesen möchte.
_________________ Still confused - but on a higher level.
Mein Zeugs auf deviantart
Zuletzt bearbeitet von Chinasky am 28.06.2006, 21:21, insgesamt einmal bearbeitet |
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Doc Extropy dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 07.03.2006 Beiträge: 6149
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(#510735) Verfasst am: 28.06.2006, 20:32 Titel: |
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Das US - System stärkt vor allem reaktionäre Elemente (insbesondere Kirchen und dergleichen).
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nocquae diskriminiert nazis
Anmeldungsdatum: 16.07.2003 Beiträge: 18183
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(#510780) Verfasst am: 28.06.2006, 21:21 Titel: |
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Nun, warum die selbsternannten "Lebensschützer", die ja vor allem immer wieder durch Mordanschläge auffällig werden, besonders genen Maßnahmen zur Verbesserung der Geburtenkotrolle in Ländern der sog. Dritten Welt sind, ist recht einsichtig:
Solche Maßnahmen sind der Königsweg zur Verbesserung der Lage der dort lebenden Menschen.
Der "Lebenschützer" als solche will aber anhängige, leidende Menschen. Leidend, weil das gleich zweierlei mit sich bringt: Leiden soll seiner Ansicht nach über das irsiche Leben hinwegweisen, andererseits wiederum gibt die Existenz leidender Menschen die Möglichkeit, zu "helfen", was ebenfalls wiederum der Seele zuträglich sein soll.
Aus diesem Grund kann es für diesen gesellschaftlichen Abschaum nur eine Losung geben: "Hilfe", die nichts an der Situation der Menschen verändert. Denn würde sie etwas ändern, würden sie vielleicht irgendwann keine Hilfe mehr nötig haben, und diesen Gedanken kann der Lebensschützer an sich nicht ertragen, erstens, weil er der Möglichkeit beraubt wäre, zu "helfen", sprich, und zweitens weil es dann Menschen gäbe, die sich am irdischen Leben erfreuen könnten.
Die Betrachtung leidender Menschen aber ist das Lebenselixier dieser sog. "Lebensschützer".
Ich bin mir sicher, dass sich unter ihnen ein nciht geringer Anteil an Personen befindet, die davon auch noch erregt werden.
_________________ In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher, als derjenige, der den Schmutz macht.
-- Kurt Tucholsky
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#510786) Verfasst am: 28.06.2006, 21:30 Titel: |
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Sokrateer hat folgendes geschrieben: |
Angenommen du gehst auf einen Camping-Trip mit ein paar Kumpels. Einer der Kumpels steuert das Zelt und die restliche Ausrüstung bei und es wird vereinbart, dass er dafür nicht arbeiten muss. Das mag zwar am Anfang noch ganz praktikabel klingen, aber noch einer Woche kämen bei den anderen sicherlich gewisse Mordgedanken hoch. Der Kapitalismus ist ähnlich, nur dass nicht so unmittelbar klar ist, dass der eine nicht auf der faulen Haut liegen könnte, wenn die anderen nicht für ihn arbeiten würden. |
Und ohne seine Ressourcen hätte man nicht das Potential zur Arbeit. Außerdem hinkt der Vergleich, da die Leute nicht wirklich entlohnt werden.
Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Vergleiche zwei Jobs. Es gibt viele Jobs, die gefährlich, anstrengend, verantwortungsvoll, stressig, unmittelbar notwendig für die Gesellschaft und dennoch schlecht bis mittelmäßig bezahlt sind. (Z.b. Polizist) Und dann gibt es Jobs, ohne Verantwortung, mit totaler Freiheit seine Zeit einzuteilen, jederzeit in Pension zu gehen und unter sicheren und angenehmen Arbeitsbedingungen zu arbeiten.
Und du sagst, dass die zweite Personengruppe, also Kapitalisten, Topmanager, andere Superreiche verehrt werden sollen und nicht die hart arbeitenden Leute in den undankbaren aber so wichtigen Jobs? |
Wo habe ich das geschrieben? Ich sagte, dass es völlig sinnlos ist, sich zu beschweren, das der Reiche reich ist. Ist doch schön für ihn. Der betreffende hatte diverse Chancen, hat sie genutzt, wahrscheinlich war er vorher schon privilegiert (was bei Gates gerade nicht der Fall war) aber was solls?
Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Das ist eine verkehrte Welt. |
Es ist die beste die sich realisieren lässt.
Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Und es zeugt auch nicht gerade von großem Selbstwertgefühl, wenn du der Ansicht bist, dass du nur ein Millionstel des Büroarbeiters Bill Gates wert bist. |
Wo soll ich das wieder geschrieben haben? Es ist völlig sinnlos, bei Menschen von "Wert" zu sprechen.
Sokrateer hat folgendes geschrieben: | Aber du begreifst wahrscheinlich das alles deshalb nicht, weil du selber ständig vom Reichtum und Leben auf der faulen Haut träumst und deshalb nicht erkennst, dass du das aller Wahrscheinlichkeit nach niemals sein wirst. |
Nein, das hat damit nichts zu tun, materieller Wohlstand bedeutet mir gar nicht mal so viel, wichtiger wäre eine Tätigkeit, die mich begeistert, so ich ein angenehmes auskommen habe. Von Reichtümern träume ich keineswegs, das finde ich eher erschreckend. . Aber ich bin ehrgeizig, ist das schlecht?
Zitat: | Ich habe übers Internet mal mit einem Libertarian diskutiert, der in einem Trailer (Wohnwagen) und ohne jegliche Krankenversorgung lebte. Trotzdem war er gegen einen starken Sozialstaat, da er sich nicht vorschreiben lassen will, welcher Krankenkasse er sein Geld überweisen muss (wenn er Geld gehabt hätte eine Krankenversicherung zu zahlen) und ob er seinen Mitarbeitern Urlaub zugestehen muss (in der imaginären Firma, die er nicht hat) usw. Und dabei sind die Libertarians die Leute, die immer von der Wichtigkeit des Eigennutzes labern. |
Also ich verstehe nicht wieso das ein Negativbeispiel sein soll. Ich würde dessen Thesen vollends unterschreiben.
Zu kreuz.net: Haben die außer Abtreibung und Homosexualität eigentlich noch andere Themen?
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Mario Hahna aktiviert
Anmeldungsdatum: 04.04.2005 Beiträge: 9607
Wohnort: München
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(#510791) Verfasst am: 28.06.2006, 21:40 Titel: |
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tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben: | kolja hat folgendes geschrieben: | Ich unterschreib mal bei Sokrateer. |
Ich auch. (Huch.) |
Ich auch.
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