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Nicht den falschen Leuten das Richtige erzählen !!!
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Jolesch
Freund des kleineren Übels



Anmeldungsdatum: 11.07.2004
Beiträge: 7390
Wohnort: Omicron Persei VIII

Beitrag(#520308) Verfasst am: 11.07.2006, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

venicius hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Ich wünsche übrigens viel Spaß in derThorstens sozialistischen Paradies!


Ich stelle mir keinen Sozialismus stalinistisch/diktatorischer Ausprägung als Paradies vor. In dem Punkt bin ich hier von Allen wohl mit am weitesten von DerTorsten entfernt.


Ich kann mir kaum ein anderes System vorstellen in dem "von oben" die RAF als Helden dargestellt werden würde
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Storm by Tim Minchin
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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#520382) Verfasst am: 11.07.2006, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

venicius hat folgendes geschrieben:

Ich stelle mir keinen Sozialismus stalinistisch/diktatorischer Ausprägung als Paradies vor. In dem Punkt bin ich hier von Allen wohl mit am weitesten von DerTorsten entfernt.


Und von der Unterscheidung zwischen Wunschdenken und Notwendigkeit. Die inneren und äußeren Konterrevolutionäre lassen sich durch das Werfen von Wattebällchen nur wenig beeindrucken.
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#520421) Verfasst am: 11.07.2006, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

DerTorsten hat folgendes geschrieben:

Und von der Unterscheidung zwischen Wunschdenken und Notwendigkeit. Die inneren und äußeren Konterrevolutionäre lassen sich durch das Werfen von Wattebällchen nur wenig beeindrucken.


Warf eine Gesellschaft unter einem Menschen wie Stalin - um den von dir so geschätzten Begriff Stalinismus zu vermeiden - nicht die Gefahr auf, dass jeder als Konterrevolutionär bezeichnet wird, der die Parteilinie nicht teilt?

Mit anderen Worten - jeder, der die herrschaft der Parteielite gefährdet?
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 8326

Beitrag(#520448) Verfasst am: 11.07.2006, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
venicius hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Ich wünsche übrigens viel Spaß in derThorstens sozialistischen Paradies!


Ich stelle mir keinen Sozialismus stalinistisch/diktatorischer Ausprägung als Paradies vor. In dem Punkt bin ich hier von Allen wohl mit am weitesten von DerTorsten entfernt.


Ich kann mir kaum ein anderes System vorstellen in dem "von oben" die RAF als Helden dargestellt werden würde


Hätte sich der bewaffnete Straßenkampf auf eine breite Bevölkerungsschicht übertragen, wie es die RAF plante, und wäre dadurch eine landesweite Revolution mit dem Ziel der Absetung des Systems entstanden, die erfolgreich gewesen wäre, wäre jedes System vorstellbar gewesen. Ich könnte mir vorstellen, dass in dem Falle die RAF-Terroristen, die diese Entwicklung auslösen wollten durchaus als Helden dargestellt worden wären.
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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#520589) Verfasst am: 11.07.2006, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Warf eine Gesellschaft unter einem Menschen wie Stalin - um den von dir so geschätzten Begriff Stalinismus zu vermeiden - nicht die Gefahr auf, dass jeder als Konterrevolutionär bezeichnet wird, der die Parteilinie nicht teilt?


Nun, bekanntlich war Stalin da sehr nachsichtig. So nachsichtig, daß sich neben ihm der Verräter Chruschtschow tummeln konnte, der ihn dann nach seinem Tod (bzw. seiner Ermordung) in den Dreck treten konnte - ein Rückschlag, von dem sich die kommunistische Bewegung bis heute nicht erholt hat.

Kennzeichen JEDER Revolution ist, daß sie, wenn ihre Führung versagt, in einer Konterrevolution endet. Das geschah aber nicht von 1917 bis 1953, sondern von 1956 bis 1989. Was MEINST Du denn, warum die Kapitalistenmedien den lieben und verehrten Genossen seit 50 Jahren ununterbrochen mit Dreck bewerfen, damit Jeder das Teufelsbild Stalins mit der Muttermilch aufsaugt? Weil er ein so brutaler paranoider Schlächter war, der ja dadurch dem Kapitalismus prima Dienste bei der antikommunistischen Propaganda geleistet hätte, oder weil er es nicht war?
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#520595) Verfasst am: 11.07.2006, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

DerTorsten hat folgendes geschrieben:

Nun, bekanntlich war Stalin da sehr nachsichtig.
Trotzki?


So nachsichtig, daß sich neben ihm der Verräter Chruschtschow tummeln konnte, der ihn dann nach seinem Tod (bzw. seiner Ermordung) in den Dreck treten konnte - ein Rückschlag, von dem sich die kommunistische Bewegung bis heute nicht erholt hat.
Hat der nicht erst nach Stalins Tod mit der Kritik angefangen?


. Was MEINST Du denn, warum die Kapitalistenmedien den lieben und verehrten Genossen seit 50 Jahren ununterbrochen mit Dreck bewerfen, damit Jeder das Teufelsbild Stalins mit der Muttermilch aufsaugt? Weil er ein so brutaler paranoider Schlächter war, der ja dadurch dem Kapitalismus prima Dienste bei der antikommunistischen Propaganda geleistet hätte, oder weil er es nicht war?

Htilter - der nach deiner Definition ja ein idealer Kapitalistenlakei war - wird auch mit Schmutz beworfen.

Und Bücher wie "Archipel Gulag" sind auch nicht von westlichen Kapitalisten geschrieben.

Wieso haben sich dann so viele westliche Linke von Stalin abgewandt?
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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#520634) Verfasst am: 11.07.2006, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Htilter - der nach deiner Definition ja ein idealer Kapitalistenlakei war - wird auch mit Schmutz beworfen.


Oh, ganz im Gegenteil! Die meisten Reportagen der letzten Jahre zeigen Hitler und die anderen Obernazis "als Mensch". "Hitlers Frauen" und ähnlicher Schund. Für das Machwerk "Der Untergang" wurde die verharmlosende Wirkung sogar nachgewiesen. Untersuchungen an Schülern, die den Film sahen, zeigten, daß die Schüler nach dem Film Hitler wesentlich weniger ablehnten als vorher. Was ich mir, da ich mir diese Ausgeburt geschichtsfälscherischer Propaganda angesehen habe, gut vorstellen kann.
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#520644) Verfasst am: 11.07.2006, 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

DerTorsten hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Htilter - der nach deiner Definition ja ein idealer Kapitalistenlakei war - wird auch mit Schmutz beworfen.


Oh, ganz im Gegenteil! Die meisten Reportagen der letzten Jahre zeigen Hitler und die anderen Obernazis "als Mensch". "Hitlers Frauen" und ähnlicher Schund. Für das Machwerk "Der Untergang" wurde die verharmlosende Wirkung sogar nachgewiesen. Untersuchungen an Schülern, die den Film sahen, zeigten, daß die Schüler nach dem Film Hitler wesentlich weniger ablehnten als vorher. Was ich mir, da ich mir diese Ausgeburt geschichtsfälscherischer Propaganda angesehen habe, gut vorstellen kann.


Meine sieben Jahre BRD- Geschichtsunterricht zeichnete da doch ein anderes Bild.

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.
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Stefan
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Beiträge: 6217

Beitrag(#520647) Verfasst am: 11.07.2006, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

DerTorsten hat folgendes geschrieben:

Für das Machwerk "Der Untergang" wurde die verharmlosende Wirkung sogar nachgewiesen. Untersuchungen an Schülern, die den Film sahen, zeigten, daß die Schüler nach dem Film Hitler wesentlich weniger ablehnten als vorher. Was ich mir, da ich mir diese Ausgeburt geschichtsfälscherischer Propaganda angesehen habe, gut vorstellen kann.


Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen. Die Person Hitler wirkt im Film manchmal recht sympatisch. Teilweise sogar mitleiderregend. Mag am Schauspieler liegen ist aber wahr.

Andererseits, vielleicht war Hitler ja privat ganz sympatisch und mitleiderregend. Am Kopf kratzen


Zuletzt bearbeitet von Stefan am 11.07.2006, 20:57, insgesamt einmal bearbeitet
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#520650) Verfasst am: 11.07.2006, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.


In den USA oder hier?
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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#520654) Verfasst am: 11.07.2006, 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Meine sieben Jahre BRD- Geschichtsunterricht zeichnete da doch ein anderes Bild.


Was weißt Du aus diesen Jahren über Faschismus und Nationalsozialismus und ihrem Verhältnis zueinander?

Was gehen mich Faschisten DORT an? Wir sollten lieber HIER vor der eigenen Haustür kehren. Vergleiche doch mal die Politik in der Weimarer Republik mit der jetzigen. Auch wenn Du das schon kennst:

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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#520659) Verfasst am: 11.07.2006, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:

Andererseits, vielleicht war Hitler ja privat ganz sympatisch und mitleiderregend.


Sicher. Wenn er IMMER und ÜBERALL ein arroganter Verbrecher gewesen wäre, hätte er wohl kaum Gönner und Mittäter gefunden. Das ist aber nicht das WESENTLICHE an seiner Person.

Auch den "sympathischen" Schönen und Reichen sieht man ja auf den ersten Blick nicht an, daß sie die Blutsauger der Nation und der Menschheit sind. Oder der eher unsicher wirkenden grauen Maus Merkel, daß sie es in einem harten Konkurrenzkampf unter den rücksichtslosesten Lakaien des Kapitals zum Oberlakaien brachte.

In einem verlogenen System sind natürlich die größten Lügner und Heuchler oben.
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#520700) Verfasst am: 11.07.2006, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.


In den USA oder hier?

Zumindest bei uns war Kritik an der USA relativ selten - von der Sache mit den Indianern abgesehen.

Hinzu kommt die ständige Hollywoodinfiltrierung.
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#520710) Verfasst am: 11.07.2006, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.


In den USA oder hier?

Zumindest bei uns war Kritik an der USA relativ selten - von der Sache mit den Indianern abgesehen.



Fehlende Kritik ist aber noch nicht gleich Glorifizierung. Aber es stimmt, die Geschichte der USA wird als zu harmlos vermittelt.
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Jolesch
Freund des kleineren Übels



Anmeldungsdatum: 11.07.2004
Beiträge: 7390
Wohnort: Omicron Persei VIII

Beitrag(#520736) Verfasst am: 11.07.2006, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.


In den USA oder hier?

Zumindest bei uns war Kritik an der USA relativ selten - von der Sache mit den Indianern abgesehen.



Fehlende Kritik ist aber noch nicht gleich Glorifizierung. Aber es stimmt, die Geschichte der USA wird als zu harmlos vermittelt.


Im Vergleich zu was? der Geschichte der Franzosen? der Engländer? Am Kopf kratzen
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#520740) Verfasst am: 11.07.2006, 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.


In den USA oder hier?

Zumindest bei uns war Kritik an der USA relativ selten - von der Sache mit den Indianern abgesehen.



Fehlende Kritik ist aber noch nicht gleich Glorifizierung. Aber es stimmt, die Geschichte der USA wird als zu harmlos vermittelt.


Im Vergleich zu was? der Geschichte der Franzosen? der Engländer? Am Kopf kratzen


Nein, im Vergleich zur Wahrheit. Das die Darstellung der Werdegänge anderer Staaten auch nicht unbedingt authentisch ist, bleibt davon unberührt.
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L.E.N.
im falschen Film



Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#520751) Verfasst am: 11.07.2006, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.


In den USA oder hier?

Zumindest bei uns war Kritik an der USA relativ selten - von der Sache mit den Indianern abgesehen.



Fehlende Kritik ist aber noch nicht gleich Glorifizierung. Aber es stimmt, die Geschichte der USA wird als zu harmlos vermittelt.


Im Vergleich zu was? der Geschichte der Franzosen? der Engländer? Am Kopf kratzen


Nein, im Vergleich zur Wahrheit. Das die Darstellung der Werdegänge anderer Staaten auch nicht unbedingt authentisch ist, bleibt davon unberührt.


und es geht heute fröhlch weiter: abu ghreib, guantanamo...

alles was man von westlichen politikern in richtung bush hört, sind apelle.
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Ich will Gott lästern dürfen! Weg mit §166 StGB!
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Jolesch
Freund des kleineren Übels



Anmeldungsdatum: 11.07.2004
Beiträge: 7390
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Beitrag(#520774) Verfasst am: 11.07.2006, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das die Geschihte der USA so glorifiziert wird, halte ich für viel problematischer.


In den USA oder hier?

Zumindest bei uns war Kritik an der USA relativ selten - von der Sache mit den Indianern abgesehen.



Fehlende Kritik ist aber noch nicht gleich Glorifizierung. Aber es stimmt, die Geschichte der USA wird als zu harmlos vermittelt.


Im Vergleich zu was? der Geschichte der Franzosen? der Engländer? Am Kopf kratzen


Nein, im Vergleich zur Wahrheit. Das die Darstellung der Werdegänge anderer Staaten auch nicht unbedingt authentisch ist, bleibt davon unberührt.


Schulunterricht ist von Lehrer zu Lehrer (ganz zu schweigen von Land zu Land) verschieden, aber ich fühlte mich auf jeden Fall nicht unterinformiert. Die Besiedelung Amerikas, Unabhängigkeitskrieg, Kalter Krieg inkl. Vietnam. Nichts was da „vertuscht“ wurde (Mal in Bezug z.B. auf Geschichtsunterricht in der Nachkriegszeit und dem 3. Reich)

[Die größte Schwäche imo des Geschichtsunterrichts in unseren Breiten ist die Vernachlässigung Asiens und z. T. Afrikas]
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Storm by Tim Minchin
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Sehwolf
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Beiträge: 10077

Beitrag(#520958) Verfasst am: 12.07.2006, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

DerTorsten hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Htilter - der nach deiner Definition ja ein idealer Kapitalistenlakei war - wird auch mit Schmutz beworfen.


Oh, ganz im Gegenteil! Die meisten Reportagen der letzten Jahre zeigen Hitler und die anderen Obernazis "als Mensch". "Hitlers Frauen" und ähnlicher Schund. Für das Machwerk "Der Untergang" wurde die verharmlosende Wirkung sogar nachgewiesen. Untersuchungen an Schülern, die den Film sahen, zeigten, daß die Schüler nach dem Film Hitler wesentlich weniger ablehnten als vorher. Was ich mir, da ich mir diese Ausgeburt geschichtsfälscherischer Propaganda angesehen habe, gut vorstellen kann.

Ausnahmsweise muss ich dir mal zustimmen was den "Untergang" betrifft: absolute Verharmlosung

Trotzdem die Frage. Was war Hitler? War er kein Mensch?

Jetz bitte keine polemischen Attacken. Ich meine das durchaus ernst.
Meiner Wahrnehmung nach besteht neben der verharmlosenden Darstellung eine ebenso große Gefahr darin, ihn zum personifizierten Bösen, Mensch gewordenen Satan, durchgeknallten Choleriker und was weiss ich zu stilisieren. Weshalb diese weit verbreitete Fehleinschätzung eine Gefahr werden kann, brauche ich hoffentlich nicht zu erklären.



T.
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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#521096) Verfasst am: 12.07.2006, 07:59    Titel: Antworten mit Zitat

Sehwolf hat folgendes geschrieben:

Trotzdem die Frage. Was war Hitler? War er kein Mensch?


Natürlich war er ein Mensch. Entscheidend ist, wie ein Mensch handelt.

Du hast auch damit Recht, daß die Konzentration auf seine Persönlichkeit eine Gefahr darstellt. Du hast nur nicht geschrieben, welche. Es ist die Gefahr, zu übersehen, was den Charakter des Systems, des Faschismus, und seiner verlogenen, verbllödenden und verhetzenden Ideologie, des Nationalsozialismus, ausmacht, welche Rolle Hitler darin spielte und warum er genau der RICHTIGE war, die Geschäfte des Großkapitals zu führen.

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Critic
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Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#529450) Verfasst am: 26.07.2006, 00:26    Titel: Antworten mit Zitat

DerTorsten hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Warf eine Gesellschaft unter einem Menschen wie Stalin - um den von dir so geschätzten Begriff Stalinismus zu vermeiden - nicht die Gefahr auf, dass jeder als Konterrevolutionär bezeichnet wird, der die Parteilinie nicht teilt?


Nun, bekanntlich war Stalin da sehr nachsichtig. So nachsichtig, daß sich neben ihm der Verräter Chruschtschow tummeln konnte, der ihn dann nach seinem Tod (bzw. seiner Ermordung) in den Dreck treten konnte - ein Rückschlag, von dem sich die kommunistische Bewegung bis heute nicht erholt hat.

Kennzeichen JEDER Revolution ist, daß sie, wenn ihre Führung versagt, in einer Konterrevolution endet. Das geschah aber nicht von 1917 bis 1953, sondern von 1956 bis 1989. Was MEINST Du denn, warum die Kapitalistenmedien den lieben und verehrten Genossen seit 50 Jahren ununterbrochen mit Dreck bewerfen, damit Jeder das Teufelsbild Stalins mit der Muttermilch aufsaugt? Weil er ein so brutaler paranoider Schlächter war, der ja dadurch dem Kapitalismus prima Dienste bei der antikommunistischen Propaganda geleistet hätte, oder weil er es nicht war?


Hat nicht in Wirklichkeit Stalin die Revolution verraten? Stalin hat während seiner ersten Jahre an der Macht alles daran gesetzt, sich selbst zum eigentlichen Vordenker der Revolution hochzustilisieren. Stalin ließ die Geschichte der Revolution dahingehend umdeuten, daß angeblich er - der 1917 in Wahrheit nur ein untergeordneter Kader gewesen war -, der eigentliche Organisator der Machtübernahme und der engste Vertraute Lenins gewesen sei. Konsequenterweise hat Stalin natürlich im Zuge seiner "Säuberungen" all Jene beseitigen lassen, die das Gegenteil hätten bezeugen können.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Malone
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Beitrag(#529452) Verfasst am: 26.07.2006, 00:43    Titel: Antworten mit Zitat

Uff. Diese Stalinverehrung war aber doch bisher der stärkste Tobak, den ich vom Thostern bislang gelesen habe...
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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#529532) Verfasst am: 26.07.2006, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:

... Vordenker der Revolution ...


Wenn er das nicht war, warum gelang dann die Niederwerfung der inneren und äußeren Konterrevolution, die Entwicklung eines rückständigen Agrarlandes zu einer wissenschaftlichen und industriellen Weltmacht, die Beseitigung des Hungers (üblicherweise reiten die bürgerlich und wenig Denkenden darauf herum, daß die Menschen in der SU anfangs hungerten - und vergessen völlig, daß ebendieses Problem nach Abschluß der Kollektivierung und Enteignung des Kulakenpacks beseitigt wurde) und nicht zuletzt der Sieg über das hochgerüstete faschistische Deutsche Reich, welcher insbesondere Stalin sogar den Respekt der Westalliierten einbrachte?

Aber Du bist natürlich schlauer als Roosevelt und Churchill zusammen und hast endlich erkannt, daß die Erfolge des lieben und verehrten Genossen Stalin nur seine eigene Propaganda sind.
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DerTorsten
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 2166

Beitrag(#529535) Verfasst am: 26.07.2006, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Malone hat folgendes geschrieben:

Diese Stalinverehrung war aber doch bisher der stärkste Tobak, den ich vom Thostern bislang gelesen habe...


Daß das für Dich starker Tobak ist, verwundert in einem Staat, in dem Erzreaktionäre wie Adenauer verehrt werden ("größter Deutscher") und Kasernen nach Kriegsverbrechern benannt sind, wenig. Du hattest nie eine Chance.
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Critic
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Beiträge: 16377
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#530209) Verfasst am: 27.07.2006, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

DerTorsten hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:

... Vordenker der Revolution ...


Wenn er das nicht war, warum gelang dann die Niederwerfung der inneren und äußeren Konterrevolution, die Entwicklung eines rückständigen Agrarlandes zu einer wissenschaftlichen und industriellen Weltmacht, die Beseitigung des Hungers (üblicherweise reiten die bürgerlich und wenig Denkenden darauf herum, daß die Menschen in der SU anfangs hungerten - und vergessen völlig, daß ebendieses Problem nach Abschluß der Kollektivierung und Enteignung des Kulakenpacks beseitigt wurde) und nicht zuletzt der Sieg über das hochgerüstete faschistische Deutsche Reich, welcher insbesondere Stalin sogar den Respekt der Westalliierten einbrachte?

Aber Du bist natürlich schlauer als Roosevelt und Churchill zusammen und hast endlich erkannt, daß die Erfolge des lieben und verehrten Genossen Stalin nur seine eigene Propaganda sind.


http://de.wikipedia.org/wiki/Stalinismus

Meinst Du nicht, daß Deine Ideologie blind ist? Immerhin bist Du ja Christ und Stalinist, also gleich doppelt immunisiert. Ich glaube kaum, daß jemand ein "Konterrevolutionär" ist, der fünf Minuten zu spät zur Arbeit kommt. Trotzdem hat Stalin solche Leute so betrachtet. Schließlich zwanzig Millionen von ihnen. Das Nicht-Dulden jeglichen Dissenses. Massive Fälschungen des Geschichtsbildes.

Daß selbst Diktaturen gewisse Erfolge verzeichnen können, ist unbenommen, sofern die Leitung nur genug von Wirtschaft versteht. Immerhin war die SU das einzige industrialisierte Land, das nicht von der Weltwirtschaftskrise betroffen war, so daß damals viele dachten, daß wohl die letzte Stunde des Kapitalismus geschlagen habe, und war zu Zeiten der Gründung der BRD sogar die CDU dem Marxismus nicht gänzlich abgeneigt... . Aber wenn wir jetzt wirtschaftliche Erfolge Mißstände von Gesellschaft und Politik zudecken lassen, dann sind wir halbe Menschen, denen ein Ideologe alles erzählen kann, solange nur die Kasse stimmt, und die bereitwillig mitmachen.
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Dominik
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Anmeldungsdatum: 16.10.2004
Beiträge: 1341
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Beitrag(#533911) Verfasst am: 31.07.2006, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ist die RAF auch eine Terrorgruppe, so hat sie durch ihre Worte doch in mir Verständnis für ihre Motive und somit Taten gegeben. Das Verständnis ist die Vorraussetzung für das Verzeihen. Dass ihr Weg der falsche war, läßt sich nur in Anbetracht des Erreichten sagen. Aber: Es sind die Sieger, die die Geschichtbücher schreiben.
Immerhin: bereits Friedrich Engels hat den Strassenkampf als Mittel zur Revolution abgelehnt. Infostände sind die Schützengräben, die Schlachten finden in den Wahlkabinen statt.
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DerTorsten
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Beiträge: 2166

Beitrag(#533960) Verfasst am: 31.07.2006, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:

Ich glaube kaum, daß jemand ein "Konterrevolutionär" ist, der fünf Minuten zu spät zur Arbeit kommt. Trotzdem hat Stalin solche Leute so betrachtet. Schließlich zwanzig Millionen von ihnen.


Ach, zu den Niedergemetzelten aus dem Schwarzmärchenbuch des Kommunismus gehören auch 20 Millionen Zuspätkommer?

Komisch. Andere Antikommunisten behaupten immer, Schlamperei und Nichteinhaltung der Arbeitszeit seien typische Kennzeichen der sozialistischen Wirtschaft. Das müssen dann aber ziemlich Lebensmüde sein. Na ja, Selbsmordgedanken sind wohl in einem solchen System ohnehin normal.

Könnten sich die bürgerlich und wenig Denkenden vielleicht mal auf ein gemeinsames Teufelsbild des Sozialismus einigen? Das widersprüchliche Gelaber nervt gewaltig.
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