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Offener Brief an Fr. Zypris
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Shadaik
evolviert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26377
Wohnort: MG

Beitrag(#536374) Verfasst am: 04.08.2006, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Wer bitte hat den ernsthaft erwartet, dass die Pässe damit sicherer werden?

Nur, unsicherer eigentlich auch nicht Schulterzucken
_________________
Fische schwimmen nur in zwei Situationen mit dem Strom: Auf der Flucht und im Tode
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GiordanoBruno
...



Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#536422) Verfasst am: 04.08.2006, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Shadaik hat folgendes geschrieben:
Wer bitte hat den ernsthaft erwartet, dass die Pässe damit sicherer werden?

Nur, unsicherer eigentlich auch nicht Schulterzucken


Das Problem Shadaik ist ja, dass jeder Spinner sich von dir die Daten aus deinen Pass ziehen kann, und damit durch Pass- und Sicherheitskontrollen marschieren kann.
Jeder Spinner kann das machen, aber Verantwortlich bist dann du, weil die Strafverfolgung annehmen wird, du hast ihnen,
1. Entweder die Daten überallassen (weil das Ding ist ja 100% sicher)
2. Du bist es selber gewesen.

Dann kannst du schauen, wie du aus der Untersuchungshaft kommst, und ob du dann noch einen Job hast, oder ein Leben.

gb
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Shadaik
evolviert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26377
Wohnort: MG

Beitrag(#536424) Verfasst am: 04.08.2006, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Shadaik hat folgendes geschrieben:
Wer bitte hat den ernsthaft erwartet, dass die Pässe damit sicherer werden?

Nur, unsicherer eigentlich auch nicht Schulterzucken


Das Problem Shadaik ist ja, dass jeder Spinner sich von dir die Daten aus deinen Pass ziehen kann, und damit durch Pass- und Sicherheitskontrollen marschieren kann.
Jeder Spinner kann das machen, aber Verantwortlich bist dann du, weil die Strafverfolgung annehmen wird, du hast ihnen,
1. Entweder die Daten überallassen (weil das Ding ist ja 100% sicher)
2. Du bist es selber gewesen.

Dann kannst du schauen, wie du aus der Untersuchungshaft kommst, und ob du dann noch einen Job hast, oder ein Leben.

gb

Und das war vorher anders, oder wie?
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#536436) Verfasst am: 04.08.2006, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Shadaik hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Shadaik hat folgendes geschrieben:
Wer bitte hat den ernsthaft erwartet, dass die Pässe damit sicherer werden?

Nur, unsicherer eigentlich auch nicht Schulterzucken


Das Problem Shadaik ist ja, dass jeder Spinner sich von dir die Daten aus deinen Pass ziehen kann, und damit durch Pass- und Sicherheitskontrollen marschieren kann.
Jeder Spinner kann das machen, aber Verantwortlich bist dann du, weil die Strafverfolgung annehmen wird, du hast ihnen,
1. Entweder die Daten überallassen (weil das Ding ist ja 100% sicher)
2. Du bist es selber gewesen.

Dann kannst du schauen, wie du aus der Untersuchungshaft kommst, und ob du dann noch einen Job hast, oder ein Leben.

gb

Und das war vorher anders, oder wie?


Ja, das war vorher anders. Weil jetzt gehen die Dofies von der Starfverfolgung und den Justizbehörden davon aus, dass das System nicht geckrackt kopiert oder missbraucht werden kann, weil das haben die "Experten" ihnen versprochen. Das System ist 100% sicher.
Und wenn trotzdem was passiert muss der Einzelne schuld sein.

Schau dir an, wie sie es mit den EC Karten machen. Jeder weiss einzwischen, das nur Dumme Menschen eine EC Karte benutzen.
Das Ding kann kopiert werden ohne das es derjenige weiss (und wird zu hundertausenden tagtäglich gemacht) Die Banken ignorieren das Sicherheitsproblem und sagen "unsere system sind 100% sicher. Also muss der Kunde daran schuld sein, wenn was passiert." und der Kunde zahlt. Immer (hat erst kürzlich wieder ein Richter entschieden)


gb
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Shadaik
evolviert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26377
Wohnort: MG

Beitrag(#536440) Verfasst am: 04.08.2006, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Shadaik hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Shadaik hat folgendes geschrieben:
Wer bitte hat den ernsthaft erwartet, dass die Pässe damit sicherer werden?

Nur, unsicherer eigentlich auch nicht Schulterzucken


Das Problem Shadaik ist ja, dass jeder Spinner sich von dir die Daten aus deinen Pass ziehen kann, und damit durch Pass- und Sicherheitskontrollen marschieren kann.
Jeder Spinner kann das machen, aber Verantwortlich bist dann du, weil die Strafverfolgung annehmen wird, du hast ihnen,
1. Entweder die Daten überallassen (weil das Ding ist ja 100% sicher)
2. Du bist es selber gewesen.

Dann kannst du schauen, wie du aus der Untersuchungshaft kommst, und ob du dann noch einen Job hast, oder ein Leben.

gb

Und das war vorher anders, oder wie?


Ja, das war vorher anders. Weil jetzt gehen die Dofies von der Starfverfolgung und den Justizbehörden davon aus, dass das System nicht geckrackt kopiert oder missbraucht werden kann, weil das haben die "Experten" ihnen versprochen. Das System ist 100% sicher.
Und wenn trotzdem was passiert muss der Einzelne schuld sein.

Okay, die zuständigen Beamten sind also doof. Da ist die Illusion ein problem, die muss man auflösen.
Aber dann würde ja auffallen, wie überflüssig die "Sichermachung" in der erfolgten Form war.

Zitat:
Schau dir an, wie sie es mit den EC Karten machen. Jeder weiss einzwischen, das nur Dumme Menschen eine EC Karte benutzen.

Äh, ja. Wie soll ich ohne EC-Karte den geldautomaten bedienen? nett zuzwinkern?
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#536445) Verfasst am: 04.08.2006, 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Shadaik hat folgendes geschrieben:

Äh, ja. Wie soll ich ohne EC-Karte den geldautomaten bedienen? nett zuzwinkern?


Sag blos du hast noch so ein Ding und benutzt es?
gb
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Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 1153

Beitrag(#536732) Verfasst am: 05.08.2006, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Experte klont Reisepass-Chips
Die als Maßnahme gegen Terroristen eingeführten Reisepässe mit biometrischen Daten sind unsicherer als gedacht. Ein Sicherheitsexperte konnte die RFID-Chips, auf denen Passbild und künftig auch Fingerabdrücke gespeichert sind, problemlos klonen.


Elektronischer Reisepass: Leicht zu klonen
© DDP
Unter Hackern gelten die neuen elektronischen Reisepässe schon lange als Lachnummer, zumindest wenn es um ihre Technik geht. Die "Datenschleuder", offizielle Postille des Chaos Computer Clubs (CCC), nannte die E-Pässe "Otto Schilys neuestes Sicherheitsplacebo". In dem Funkchip (RFID) der Pässe wird seit Ende 2005 ein digitales Passfoto gespeichert, ab 2007 sollen zusätzlich die Abdrücke der beiden Zeigefinger hinzukommen.

Biometrische Verfahren halten die CCC-Aktivisten jedoch für viel zu unzuverlässig, um sie zur zweifelsfreien Identifizierung einzusetzen. Zudem sei auch die verwendete RFID-Technik unsicher: Die Funkchips könnten leicht kaputtgehen, falls der Pass etwas geknickt oder Mikrowellenstrahlung ausgesetzt werde. Weil der Pass auch mit defektem Chip gültig bleibt, dies hatte das Innenministerium auf CCC-Anfrage bestätigt, sei der Sicherheitsgewinn minimal.

Unter Umständen stellen die RFID-Chips aber sogar ein ganz neues Sicherheitsrisiko dar. Dem deutschen Sicherheitsexperten Lukas Grunwald, Geschäftsführer der Hildesheimer Firma DN-Systems, ist es nämlich gelungen, die in Pässen verwendeten RFID-Chips zu klonen. Mit der Technik könnten Kriminelle oder Terroristen somit prinzipiell Pässe mit Funkchips ausstatten, auf denen fremde Identitäten gespeichert sind.

Grunwald demonstrierte seine Klontechnik auf der Black Hat Conference in Las Vegas, auf der Hacker und Sicherheitsexperten von Firmen zusammentreffen. "Die ganze Architektur der Pässe ist total hirnverbrannt", sagte Grunwald der Online-Ausgabe des Magazins "Wired". Er nannte die RFID-Chips "eine große Geldverschwendung". "Die Sicherheit wird dadurch nicht erhöht."

Während die RFID-Pässe in Deutschland bereits verteilt werden, ist ihre Einführung in den USA erst für Oktober geplant. Grunwald kritisierte, dass die Daten auf den Chips nicht ausreichend gegen das Auslesen geschützt seien.

Offizielle Dokumentation als Klonhilfe

Nach eigenen Angaben benötigte Grunewald nur zwei Wochen, um die Pass-Chips zu klonen. Er nutzte dabei die E-Pass-Dokumentation der International Civil Aviation Organization (ICAO), die auf deren Website zugänglich ist. Die ICAO, eine Institution der Uno, hatte den E-Pass-Standard entwickelt, dem nicht nur die EU-Staaten, sondern auch die USA folgen.

Dann besorgte sich der Sicherheitsexperte noch einen offiziell für Grenzkontrollen zugelassenen RFID-Reader mit Schreibfunktion und die zugehörige Software "Golden Reader Tool". Damit gelang es ihm, die Daten des Chips auszulesen, das ICAO-Layout auf einen anderen RFID-Chip zu brennen und anschließend die Passdaten darauf zu kopieren.

Ergebnis war ein geklonter RFID-Chip, den Lesegeräte nicht von einem E-Pass unterscheiden können. Es sei jedoch nicht möglich, Daten wie Name oder Geburtstag zu verändern, ohne dass dies auffalle, sagte Grunwald der Website von "Wired". Grund dafür sei eine verschlüsselte Prüfsumme, die die Authentizität der Daten sicherstellen soll.

Gefahr für die Sicherheit?

Terroristen könnten ihren eigenen Pass aber mit einem RFID-Chip bestücken, der Daten einer anderen Person enthält. Sollten sich Beamte bei Grenzkontrollen allein auf die im Funkchip gespeicherten Daten verlassen, und diese nicht mit dem Passfoto und den sonstigen Daten im Pass vergleichen, wäre eine Einreise unter fremder Identität möglich. Auch bei vollautomatischen Einreisekontrollen allein anhand der Chipdaten, wie sie in Australien für ausgewählte Reisende geplant sind, könnten geklonte Chips die Fahnder in falscher Sicherheit wiegen. Der Pass einer gesuchten Person würde sich im Kartenleser als der eines unbescholtenen Bürgers präsentieren.

Wenn man schon RFID-Pässe nutze, sagte Grunwald, dann müsse dies auf sichere Weise geschehen. Das sei im Interesse aller. "Ich denke, es sollte nicht möglich sein, Pässe zu kopieren."

Hotelcards ebenfalls unsicher

Ein Vertreter des US-Außenministeriums spielte die in Las Vegas vorgeführte Klontechnik herunter. Es sei lange bekannt gewesen, dass man die Chips kopieren könne. Die Daten auf dem Chip seien ein zusätzliches Mittel, um die Identität des Passbesitzers zu prüfen, aber nicht das einzige.

Wie arglos die RFID-Technik heutzutage benutzt wird, hatte der Hildesheimer Sicherheitsexperte zuvor schon bei Zugangskarten festgestellt, die in Firmen und Hotels als Türschlüssel dienen. Alle von ihm untersuchten Karten ließen sich kopieren. Bei Schlüsselkarten gelang es Grunwald nach eigenen Angaben sogar, aus zwei oder drei normalen Karten eine sogenannte Mastercard zu erstellen, die alle Türen öffnet. Von den zehn verschiedenen untersuchten Hotel-Kartensystemen nutze keines eine Verschlüsselung.





___________________________
schönes wochenende
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Sehwolf
registrierter User



Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 10077

Beitrag(#536756) Verfasst am: 05.08.2006, 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Shadaik hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Shadaik hat folgendes geschrieben:
Wer bitte hat den ernsthaft erwartet, dass die Pässe damit sicherer werden?

Nur, unsicherer eigentlich auch nicht Schulterzucken


Das Problem Shadaik ist ja, dass jeder Spinner sich von dir die Daten aus deinen Pass ziehen kann, und damit durch Pass- und Sicherheitskontrollen marschieren kann.
Jeder Spinner kann das machen, aber Verantwortlich bist dann du, weil die Strafverfolgung annehmen wird, du hast ihnen,
1. Entweder die Daten überallassen (weil das Ding ist ja 100% sicher)
2. Du bist es selber gewesen.

Dann kannst du schauen, wie du aus der Untersuchungshaft kommst, und ob du dann noch einen Job hast, oder ein Leben.

gb

Und das war vorher anders, oder wie?


Ja, das war vorher anders. Weil jetzt gehen die Dofies von der Starfverfolgung und den Justizbehörden davon aus, dass das System nicht geckrackt kopiert oder missbraucht werden kann, weil das haben die "Experten" ihnen versprochen. Das System ist 100% sicher.
Und wenn trotzdem was passiert muss der Einzelne schuld sein.

Schau dir an, wie sie es mit den EC Karten machen. Jeder weiss einzwischen, das nur Dumme Menschen eine EC Karte benutzen.
Das Ding kann kopiert werden ohne das es derjenige weiss (und wird zu hundertausenden tagtäglich gemacht) Die Banken ignorieren das Sicherheitsproblem und sagen "unsere system sind 100% sicher. Also muss der Kunde daran schuld sein, wenn was passiert." und der Kunde zahlt. Immer (hat erst kürzlich wieder ein Richter entschieden)


gb

Das ist zwar eine Gefahr, aber nicht die primäre Gefahr.
Die besteht mM darin, dass wir durch die Summe aller Massnahmen absolut gläsern werden.
a) Werden Bewegungsprofile von Handys gespeichert?
b) Wird das Konsumverhalten aufgezeichnet?
c) Unsere Beweungen per Videokameras an wichtigen Punkten?
d) Werden unsere Interessen und Gesinnung beobachtet wenn wir sun im Internet bewegen
e) Unser Reiseverhalten?

bei a) bin ich mir nicht ganz sicher, befürchte es aber
b) d) macht die Industrie und die meisten lassen es freiwillig geschehen
e) macht der Staat, die neue Technologie ermöglicht es aber auch privaten
In der Summe existieren von jedem, der irgendwie am öffentlichen Leben teilnimmt ausreichend Information.
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#536782) Verfasst am: 05.08.2006, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Sehwolf hat folgendes geschrieben:

Das ist zwar eine Gefahr, aber nicht die primäre Gefahr.
Die besteht mM darin, dass wir durch die Summe aller Massnahmen absolut gläsern werden.
a) Werden Bewegungsprofile von Handys gespeichert?
b) Wird das Konsumverhalten aufgezeichnet?
c) Unsere Beweungen per Videokameras an wichtigen Punkten?
d) Werden unsere Interessen und Gesinnung beobachtet wenn wir sun im Internet bewegen
e) Unser Reiseverhalten?

bei a) bin ich mir nicht ganz sicher, befürchte es aber
b) d) macht die Industrie und die meisten lassen es freiwillig geschehen
e) macht der Staat, die neue Technologie ermöglicht es aber auch privaten
In der Summe existieren von jedem, der irgendwie am öffentlichen Leben teilnimmt ausreichend Information.


Vielleicht kann ich da ein bisschen helfen.
ad a): wird gemacht. (meine Firma hat bei einen Projekt mitgearbeitet wo über Tage die Bewegunsdaten von Handynutzern gespeichert und ausgewertet wurden.)
Die Leute wussten zwar darüber Bescheid, aber das geht auch ohne das diese User bescheid wissen. Du brauchst nur die Handynummer des Teilnehmer und du kannst bis auf wenige 10 Meter genau sagen wo er sich gerade aufhält (in der Stadt bis auf 10 Meter, am Land sind es mehr)
Bis vor einigen Monaten war es noch möglich ein Handy remote einzuschalten und bei den meisten Geräten geht das heute noch. D.h. das ding belauscht die Umgebung, quasi als Freiwillige Wanze. Wir sind zufällig über diese Funktion gestolpert, als wir so ein Ding Softwaremässig zerlegten. Der User kriegt davon nichts mit.
Handygespräche werden inzwischen im Grossen Stil abgeschöpft, will heissen, auf Keywords untersucht, also aufpassen was man übers Handy sagt. "Die war eine "Bo*be"" in Bezug auf eine Frau, könnte zu einer bösen Verwechslung führen.

ad b) Konsumverhalten wird konstant getrackt. Meistens ohne das Wissen des Einzelnen. Das ist auch an und für sich nicht bedenklich, wird es aber, wenn die Daten in ein Zentralregister fliesen (wie übrigens seit 2 Monaten Juristisch erlaubt.) Man erinnere sich: Kontodaten dürfen vom Finanzamt eingesehen werden, und dieses darf daraus Schlüsse auf das Einkommen ziehen.

ad c) Noch nicht, aber da die CDU still und heimlich das Mautsystem zur Überwachung der Fahr Bewegungen auf der Autobahn benutzen will (Gesetzeseingabe ist auf dem Weg) ist das im Nächsten Halbjahr dahin. Dann weiss Vater Staat genau wo du dich befindest, ob du im Urlaub bist oder nicht. Und wo du den Verbringst. Und wann.
Da das System für jede Art der Gesetzesübertretung benutzt werden darf ists dann natürlich auch für diejenigen Essig, die mal schnell Krank feiern, oder sie benutzen nie die Autobahn. Die Daten werden auf 3 Jahre gespeichert!!
Schön nicht?

gb
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Sehwolf
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Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 10077

Beitrag(#537230) Verfasst am: 06.08.2006, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:

Vielleicht kann ich da ein bisschen helfen.
ad a): wird gemacht. (meine Firma hat bei einen Projekt mitgearbeitet wo über Tage die Bewegunsdaten von Handynutzern gespeichert und ausgewertet wurden.)
Die Leute wussten zwar darüber Bescheid, aber das geht auch ohne das diese User bescheid wissen. Du brauchst nur die Handynummer des Teilnehmer und du kannst bis auf wenige 10 Meter genau sagen wo er sich gerade aufhält (in der Stadt bis auf 10 Meter, am Land sind es mehr)
Bis vor einigen Monaten war es noch möglich ein Handy remote einzuschalten und bei den meisten Geräten geht das heute noch. D.h. das ding belauscht die Umgebung, quasi als Freiwillige Wanze. Wir sind zufällig über diese Funktion gestolpert, als wir so ein Ding Softwaremässig zerlegten. Der User kriegt davon nichts mit.
Handygespräche werden inzwischen im Grossen Stil abgeschöpft, will heissen, auf Keywords untersucht, also aufpassen was man übers Handy sagt. "Die war eine "Bo*be"" in Bezug auf eine Frau, könnte zu einer bösen Verwechslung führen.
Technisch möglich ist vieles. Ob's gemacht wird ist ne andere Frage, die Hauptfrage ist ob es systematisch gemacht wird und ob es legal ist.
Schilly hatte das in einem seinem ersten Sicherheitspakete drinne, wurde aber wieder gestrichen. Aktuell ist es mW so, dass TK-Firmen Verbindungsdaten 90 Tage speichern müssen. Ein EU-Entwurf sieht vor, die Speicherung auf 3 Jahre zu verlängern, da sollen dann auch die Bewegungsdaten mit rein, die angeblich bisher nicht gespeichert werden.
Siehe http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/21737.html?eid=11512

Die Crux bei dieser und eigentlich allen anderen Massnahmen ist mM nach, dass die Begründung völlig Schwachsinnig ist. Terroristen, die man damit entdecken will, werden wissen, wie sie sich der konkreten Bedrohung durch solche Massnahmen entziehen können. Das gilt mM in allen Fällen, also für alle Massnahmen.


Zuletzt bearbeitet von Sehwolf am 06.08.2006, 12:04, insgesamt einmal bearbeitet
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#537235) Verfasst am: 06.08.2006, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Sehwolf hat folgendes geschrieben:

Die Crux bei dieser und eigentlich allen anderen Massnahmen ist mM nach, dass die Begründung völlig Schwachsinnig ist. Terroristen, die man damit entdecken will, weren wissen, wie sie sich der konkreten Bedrohung durch solche Massnahmen entzeiehen können. Das gitl mM in allen Fällen, also für alle Massnahmen.


Es geht definitiv nicht um den Terroristen.
Leider.

gb
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