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Warum eigentlich kein "Plan B" fuer den Nahen Osten?
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Jolesch
Freund des kleineren Übels



Anmeldungsdatum: 11.07.2004
Beiträge: 7390
Wohnort: Omicron Persei VIII

Beitrag(#539777) Verfasst am: 09.08.2006, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:

(Entschuldige, dass ich das so direkt formuliere) Gerade ein Land mit brennenden Ausländerheimen braucht eine engagierte Zivilgesellschaft und keine Leute die sofort abhauen wenn es etwas brenzlig wird.


direkt formulieren ist mir wesentlich lieber als hintenrum, Jolesch..

Ich bin ja auch nicht sofort abgehauen, sondern habe mich lange Jahre sehr intensiv engagiert. Auch nach erfolgter Auswanderung war ich noch oefters in Deutschland und weiter in den alten Strukturen aktiv. In den Zeiten der globalen Migrationsgesellschaft ist die Welt ohnehin zum Dorf geworden, womit ja manche Leute so grosse Probleme mit haben...

Ausserdem war es fuer mich voellig unmoeglich nach der Uni einen halbwegs vernuenftigen Job in meinem Fachgebiet zu bekommen. Waere ich geblieben, dann waere ich jetzt vielleicht verharzt. Damit waere niemandem geholfen!


Also bist du hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen ausgewandert, oder? (Ich reg mich mittlerweile bei "politischen Auswanderungsandrohungen" (auch sehr beliebt bei einer gewissen Art von Künstler) leicht auf - bin da als Österreicher etwas vorbelastet zwinkern )

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Seh's vielleicht auch mal so: Wenn das am Ende wieder so voellig schieflaufen sollte mit Deutschland, dann braucht's auch wieder Leute, die Care-Pakete schicken und wenn bloss selbstgearaeucherter Raeucherlachs drin ist... zwinkern


hmmm (ich hoffe es ist echter Wildlachs, firsch einem Bären weggeschnappt)
_________________
Storm by Tim Minchin
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Rinderwahn
dauerhaft gesperrt



Anmeldungsdatum: 02.07.2004
Beiträge: 3013

Beitrag(#539787) Verfasst am: 09.08.2006, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie,

bleib doch a bissal ernsthaft. Wir in Österreich haben 99 E/km², das liegt aber an unseren unendlichen Weiten der Alpen. Kanada ist leer und eigenet sich gut für eine Ansiedelung, was natürlich Wachstum bedeutet, worauf die Weltbank besonders geil ist. Warum? Natürlich um Wiederaufbauhilfegeldzinsen für Europa zu bekommen. So dreht sich das menschliche Hamsterrad immerwährend.

Heute würde es genügen, wenn jeder Mensch nur eine Stunde am Tag arbeitet. Kriege, Armut, Unruhen, Krankheiten, Trunk- und Prunksucht erhöhen diese Pflicht auf unser Maß. Um die Leistung zu steigern hat man auch noch ein Konkurrenzdenken (Fressfeinde) eingebaut und das größte und verlogenste oder übererbteste Arschloch in einer Institution bekommt das höchste Salär, das prächtigste Ansehen und die meiste Macht. Polizei, Anwälte, Gerichte, Ämter sind korrupt, um die Unzufriedenheit hoch zu halten - sind eh alle wehrlos die dummen Schafe - und die Gesetze sind so, dass die Elite sowieso tun und lassen kann was sie will.

Auswandern aus solchen Gründen ist schon egoistisch, aber verständlich und natürlich so vorgesehen.
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#539814) Verfasst am: 09.08.2006, 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:

(Entschuldige, dass ich das so direkt formuliere) Gerade ein Land mit brennenden Ausländerheimen braucht eine engagierte Zivilgesellschaft und keine Leute die sofort abhauen wenn es etwas brenzlig wird.


direkt formulieren ist mir wesentlich lieber als hintenrum, Jolesch..

Ich bin ja auch nicht sofort abgehauen, sondern habe mich lange Jahre sehr intensiv engagiert. Auch nach erfolgter Auswanderung war ich noch oefters in Deutschland und weiter in den alten Strukturen aktiv. In den Zeiten der globalen Migrationsgesellschaft ist die Welt ohnehin zum Dorf geworden, womit ja manche Leute so grosse Probleme mit haben...

Ausserdem war es fuer mich voellig unmoeglich nach der Uni einen halbwegs vernuenftigen Job in meinem Fachgebiet zu bekommen. Waere ich geblieben, dann waere ich jetzt vielleicht verharzt. Damit waere niemandem geholfen!


Also bist du hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen ausgewandert, oder? (Ich reg mich mittlerweile bei "politischen Auswanderungsandrohungen" (auch sehr beliebt bei einer gewissen Art von Künstler) leicht auf - bin da als Österreicher etwas vorbelastet zwinkern )

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Seh's vielleicht auch mal so: Wenn das am Ende wieder so voellig schieflaufen sollte mit Deutschland, dann braucht's auch wieder Leute, die Care-Pakete schicken und wenn bloss selbstgearaeucherter Raeucherlachs drin ist... zwinkern


hmmm (ich hoffe es ist echter Wildlachs, firsch einem Bären weggeschnappt)


Hallo Jolesch,

Auswandern macht man oft nicht nur aus einem einzigen Grund,

Bei mir war eine sich verfestigende berufliche Perspektivlosigkeit letztendlich der Hauptausloeser fuer meinen Schritt. Politische Gruende gab es daneben auch, warum sollte ich das leugnen. Konkret waren das die Anschlaege in Moelln und Solingen mit der ganzen Auslaenderhetze, die diese Anschlaege hervorbrachte, sowie die Wiederwahl Helmut Kohls 1994.
Daneben gab es auch klimatische Gruende. Ich bin nun mal nicht fuer 40 Grad im Schatten gebaut. Mein Temperaturoptimum liegt etliche Grad niedriger als bei anderen Leuten, insofern ist es schon ganz gut fuer mich diesen Sommer nicht in Deutschland sein zu muessen, sondern auf einer Inselgruppe an der kanadischen Westkueste, wo die diesjaehrige Hoechsttemperatur bisher gerade mal bei bei 26,5Grad lag... Cool
Dass ich eigentlich kein Stadtmensch bin, sondern eher grossen Wert auf "genuegend Auslauf", bevorzugt in einer schoenen Landschaft, lege, mag auch beigetragen haben.

Von taktischen Auswanderungsdrohungen, der Art, wie Du sie hier kritisierst, halte ich genausowenig wie von den "Ruecktrittsdrohungen" mancher user in internetforen. In beiden Faellen handelt es sich um im Grunde genommen recht laecherliche "Erpressungsversuche" um seine Meinung durchzusetzen, ganz so als ob es fuer ein Land oder ein internet-Forum eine grosse Katastrophe waere, wenn ich jetzt da auf einmal fehle...
Mit Auswandern droht man nicht, das tut man oder man laesst es bleiben, in Deutschland oder Oesterreich ist es natuerlich auch schon vorgekommen, dass man ausgewandert wurde und deshalb nehme ich Drohungen in diese Richtung schon eher ernst...

gruss, Bernie
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#539823) Verfasst am: 09.08.2006, 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Nachdem die Stadt Wien, die auch in dieser Hinsicht weltweit einzigartig ist, über zwei Drittel aller Wohnungen in Wien in ihrem Besitz hat,


Ich bin ja weder Städteplaner, noch in Wien Lebender - mir sei die Nachfrage gestattet: Es gibt in Wien also aufgrund des Stadtbesitzes keine Gegenden mit niedrigen Mieten in denen sich die (sozial schwachen) Migranten sammeln ?

Nein, weil es keine Gegend gibt, in der keine Gemeindebauten stehen. Und da werden die Mieten zentralistisch niedrig gehalten. Es ist eher so, dass die Ausländer gehäuft in schlechteren aber vergleichsweise teureren Wohnungen wohnen, weil ihnen die Gemeindebauten eben nicht offen standen.
Es gibt keine Sammelbecken für Ausländer, nur Häufungen, wie z.B. um den Gürtel, im 20. und 2. Bezirk. Der Fünfztehnte ist ein kleiner Bezirk in Gürtelnähe und hat ein Drittel Ausländer.
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#539839) Verfasst am: 09.08.2006, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Rinderwahn hat folgendes geschrieben:
beachbernie,

bleib doch a bissal ernsthaft. Wir in Österreich haben 99 E/km²,

Äh, es macht wenig Sinn Bevölkerungen durch Gesamtflächen zu dividieren. Deutschland ist dichter besiedelt als Österreich, genauso wie die Niederlande und viele andere Länder.
Die Besiedlung in Kanada ist auch nur auf gewisse Gebiete beschränkt. Dort, wo die Kanadier leben, ist die Bevölkerungsdichte wesentlich höher und das Hinterland wird nie besiedelt werden, weil es dafür zu unattraktiv ist. Die skandinavische Halbinsel und Finnland sind auch so dünn besiedelt, wie Kanada. Da hat man in Schweden einst auch mal versucht eine Binnenkolonialisierung voranzutreiben. Aber das war wenig erfolgreich. Wer will schon in der Weite des Hinterlandes leben?

Wir sind auch schon lang nicht mehr von der Landwirtschaft abhängig. Es ist also kein größeres Problem, wenn ein Land sich nicht selbst direkt ernähren kann solange es was im Austausch hat. Österreich hat genug Süßwasser für ganz Europa. Das ist doch was.

Aber so große Länder, wie die USA und Kanada, laufen meiner Meinung nach wirklich Gefahr einer kulturellen Balkanisierung schulterzuckend hinzunehmen. Es ist ja genug Platz. Was geht uns das an, was die Mormonen, Amish oder Muslime so machen. Aus dem Auge, aus dem Sinn. In Österreich könnten hätten die Amish kaum Einfluss auf die Einschulung ihrer Kinder.
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