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L.E.N.
im falschen Film



Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#541358) Verfasst am: 12.08.2006, 00:05    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
L.E.N.|Propagandhi hat folgendes geschrieben:
wann meint ihr, ist die globalisierung abgeschlossen und überall haben arbeit und waren den gleichen preis?


Nein. Die Globalisierung ist erst abgeschlossen, wenn es keine "neuen" Märkte mehr zu erschließen gibt. Und dann wird es keine Gleichheit geben, die Abwärtsspirale wird sich einfach weiterdrehen. Bis es knallt. Hoffentlich passiert das früher. Je eher, desto weniger schlimm.


es wird nicht knallen.
_________________
Ich will Gott lästern dürfen! Weg mit §166 StGB!
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#541363) Verfasst am: 12.08.2006, 00:10    Titel: Antworten mit Zitat

L.E.N.|Propagandhi hat folgendes geschrieben:

es wird nicht knallen.


Doch. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Aber möglich, daß wir/ich/du das nicht mehr erleben werden.

Obwohl... Am Kopf kratzen Orwell's 1984 hab' ich auch ein paar mal gelesen...
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GiordanoBruno
...



Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#541383) Verfasst am: 12.08.2006, 00:26    Titel: Antworten mit Zitat

Deus ex Machina hat folgendes geschrieben:

@GB: Also, in 20 Jahren 60 Stunden Arbeit. Wenn wir annehmen, dass es dann auch wieder Vollbeschaeftigung gibt und der technische Fortschritt bis dahin nicht stillstehen wird, koennen wir vielleicht davon ausgehen dass dann in Etwa doppelt so viel produziert wird wie heute. Welche Beduerfnisse sollen damit befriedigt werden? Wer soll das alles konsumieren? Glaubst du nicht, dass der Verlust an Arbeitsplaetzen neben der Abwanderung nach Osten auch damit zusammenhaengt, dass nicht im selben Masse lohnende Arbeitsplaetze entsehen, wie sie durch den Produktivitaetsfortschritt vernichtet werden (was ja eigentlich etwas sehr wuenschenswertes ist)? Der Mensch hat nunmal gewisse Beduerfnisse, als da z.B. waeren: Ernaehrung, Unterkunft, Kleidung, Freizeitgestaltung, Mobilitaet, Kommunikation,...


Ich hak da mal ein weil einfacher ist. Du sprichst von Grundbedürfnisse Freizeitgestaltung, Mobilität, Kommunikation.
Fällt dir auf, dass das eigentlich Bedürfnisse sind die wir erst im letzen Jahrhundert Entwickelt haben?
Ich kann dir sagen was man zur Zeit der Maschienenaufstände so schrieb. Aus dem Kopf natürlich.
"Der Mensch kann nicht mehr wie ein Hemd in der Woche tragen, was brauchen wir also Maschienen die Stoff für hundert Hemden herstellen kann, wenn es kein Mensch nutzen wird."
Vor 70 Jahren sagte Thomas Watson, seines Zeichens Chef von IBM. "Es gibt einen Weltmarkt von vielleicht fünf Computern"
Als man die ersten motorisierten Kutschen erzeugte ging man von einer maximalen Produktion von 150 Stück aus, die mindestens 40 Jahre halten würden.
Wir sind heutzutage zu 80% in Berufssparten beschäftigt, die es vor 120 Jahren noch nicht gegeben hat. Galubst du, dass diese Entwicklung jetzt aufhört?
Das wir hier die Jobs nicht schaffen ist eine andere Sache. Aber geben wird es sie auch in Zukunft. Jeder der von der Revolution träumt sollte sich einmal beim guten alten Nestroy einlesen.
"Der Komet kommt" sag ich nur dazu, und dann kommt er leider doch nicht.

gb
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#541387) Verfasst am: 12.08.2006, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit den Grundbedürfnissen konnte ich auch nicht nachvollziehen. Für mich beschränken die sich auf: Immer satt sein, keine Schmerzen haben, nicht frieren müssen und öfter mal Sex haben. Alles andere ist Luxus, aber deswegen nicht zu verachten.
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AdvocatusDiaboli
Öffentlicher Mobber



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 26398
Wohnort: München

Beitrag(#541393) Verfasst am: 12.08.2006, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:

Warum sollte sich ein Unternehmer eine Millionen Euro teure Maschiene in die Halle stellen, wenn er es billiger von Arbeitskräften erledigt bekommt.


Abschreibung?
Außerdem werden bei guten Maschinen auch lange Laufzeiten angesetzt. So billig, wie eine noch so teure Maschine, kann kein Mensch arbeiten.


Und vor allem nicht so schnell und dabei präzise.
_________________
Triggerwarnung: Der toxische Addi hat gepostet. Oh, zu spät, Sie haben das schon gelesen.
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#541400) Verfasst am: 12.08.2006, 01:05    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
Das mit den Grundbedürfnissen konnte ich auch nicht nachvollziehen. Für mich beschränken die sich auf: Immer satt sein, keine Schmerzen haben, nicht frieren müssen und öfter mal Sex haben. Alles andere ist Luxus, aber deswegen nicht zu verachten.


Find ich gut Sehr glücklich gibts da für "öfters" eine Zahl? Cool

gb
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#541403) Verfasst am: 12.08.2006, 01:15    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:

Find ich gut Sehr glücklich gibts da für "öfters" eine Zahl? Cool

gb


Nö, das ist individuell.
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#541437) Verfasst am: 12.08.2006, 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
Und dann wird es keine Gleichheit geben, die Abwärtsspirale wird sich einfach weiterdrehen. Bis es knallt.

Das ist weder offensitchlich noch unumstritten. Ich glaube immer noch, dass die Globnalisierung zwar langfristig unserwer westlcihes Niveau senken wird, dass der Entwicklungsländer aber massiv steigen lassen wird.

Übrigens das mit den Produktionsfortschritten, für die keine Nachfrage mehr bestehen wird-
Für die meisten prpduzierten Produkte findet sich eine Nachfrage, und wenn diese künstliche erzuegt wird - oder gibt es für die meisten Konsumgüter eiine objektive Notwendigkeit?

Andererseits - mir wird erst langsam bewusst wie genial Orwells 1984 eigentlich ist - die Idee der künstlichen Kriege zur Vernichtung von Prroduktivität hat so was erschreckend bedrohlich aktuelles.
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#541534) Verfasst am: 12.08.2006, 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Und dann wird es keine Gleichheit geben, die Abwärtsspirale wird sich einfach weiterdrehen. Bis es knallt.

Das ist weder offensitchlich noch unumstritten. Ich glaube immer noch, dass die Globnalisierung zwar langfristig unserwer westlcihes Niveau senken wird, dass der Entwicklungsländer aber massiv steigen lassen wird.

Übrigens das mit den Produktionsfortschritten, für die keine Nachfrage mehr bestehen wird-
Für die meisten prpduzierten Produkte findet sich eine Nachfrage, und wenn diese künstliche erzuegt wird - oder gibt es für die meisten Konsumgüter eiine objektive Notwendigkeit?

Andererseits - mir wird erst langsam bewusst wie genial Orwells 1984 eigentlich ist - die Idee der künstlichen Kriege zur Vernichtung von Prroduktivität hat so was erschreckend bedrohlich aktuelles.


Den letzten Hinweis... hmm der ist gut. Danke dafür. Hatte ich schon vergessen. Muss ich wieder einmal lesen.
Es könnte sein. Ist meiner Meinung nach ja bereits heute so. Wurde nicht der Irak kalkuliert niedergebombt, um ihn dann mit den Mitteln wieder auzufbauen, die man sich aus dem Land selbst wieder zu holen gedachte?

Ich glaube auch, dass es nicht zum Krach kommen wird. Die Sicht der Dinge hier ist doch eine ziemlich lokal begrenzte. Deutschland hat Probleme. Aber vielerorts in der Welt herrscht Wirtschaftlicher Aufbruch. Im Gegenteil, glauben viele dieser Regionen, dass die Deutschen nur Versucht mit dem Wunsch nach global gleichen Arbeitsbedingungen, ihnen, den Entwicklungsländern und Schwellenländern die Chance zu nehmen selber an mehr Reichtum zu kommen.

Das Bild das hier ankommt ist sehr sellektiv. Ich sehe auch die problematischen Arbeitsbedingungen die sie hier in Reportagen zeigen, und die Apelle, die meistens westliche Organisationen medienwirksam in die Kammere sprechen. Aber wenn man in den jeweiligen Ländern selber ist stellt sich die Situation anders da. Dort empfinden das die wenigsten Menschen als ein Problem. Kinderarbeit in Indien wird selbst von den Kleinen als Privileg erfahren. (Meistens sind die grösseren Geschwister schon beim Arbeiten und die Kleineren wollen nach) Bevor hier der Sturm der Entrüstung der Moralaposteln losbricht. Ich halte Kinderarbeit auch für einen riesen Mist, weil die Kleinen nicht in die Schule kommen, und ausserdem Gesundheitlich ruiniert werden. Und deshalb soll es verboten werden, bis zum 16. Lebensjahr. Aber die Betroffenen haben eine andere Sichtweise.
Wenn da einer hingeht und denen erzählt, kommt raus aus den Fabriken, oder kämpft für mehr Rechte, dann schauen die einen nur etwas verwundert an.
Das ist in etwa so, wie die berühmten weissen schniecke angeszogenen Engländerinnen um die Jahrhunderwende den Afrikanischen Ureinwohnern im Busch erklären wollten, dass sie ihre Kinder Wickeln sollten.
Nope, kein Aufstand. Halte ich für Unwahrscheinlich. Auch wenn ich mir wünschen würde, dass sich etwas ändert.

gb
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Deus ex Machina
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 789

Beitrag(#541719) Verfasst am: 12.08.2006, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Ich hak da mal ein weil einfacher ist. Du sprichst von Grundbedürfnisse Freizeitgestaltung, Mobilität, Kommunikation.
Fällt dir auf, dass das eigentlich Bedürfnisse sind die wir erst im letzen Jahrhundert Entwickelt haben?


Nein, ganz und gar nicht. Hat Schiller etwa keine Briefe geschrieben, hat ein roemischer Buerger keinen Wagen besessen, ist ein Athener nicht in's Theater gegangen? Natuerlich wurden sie erst im letzten Jahrhundert auf ein mit dem heutigen vergleichbares Niveau ausgebaut.


Zu den Anekdoten. Natuerlich bestaende die Moeglichkeit, dass wir alle bis in die Ewigkeit weiterschuften, damit irgendwann jeder ein Fahrzeug mit WARP-Antrieb und einen Kochroboter besitzt. Natuerlich weckt jedes neue Produkt ein gewisses Beduerfniss nach demselben, dass es zuvor noch nicht gab. Aber wollen wir das? Welche Gesellschaft schaetzt du als gluecklicher ein, diejenige mit 60-Stundenarbeitswoche und WARP-Antrieb oder eine mit heutigem materiellen Wohlstand, 15-Stundenarbeitswoche und entsprechend mehr Zeit der freien Musse. Solange es keinen WARP-Antrieb gibt, gibt es auch kein Beduerfnis nach ihm und solange ist auch niemand ungluecklich, weil er keinen hat, der Nachbar aber schon.


Nochmal: Glaubst du nicht, dass es ohne Werbung nicht schon heute weit weniger zu arbeiten gaebe?


Zitat:
Wir sind heutzutage zu 80% in Berufssparten beschäftigt, die es vor 120 Jahren noch nicht gegeben hat. Galubst du, dass diese Entwicklung jetzt aufhört?


Eben! In 120 Jahren werden nur noch 20% der Erwerbstaetigen in Berufssparten arbeiten, die es heute schon gibt. Das heisst aber auch, dass die Moeglichkeit bestuende, bei heutigem Wohlstandsniveau dann nur noch 20% der heutigen Arbeitszeit zu haben. Und ich denke der Trend geht eher in diese Richtung, da es einfach immer schwieriger wird, Produkte zu finden, mit deren Herstellung man die restlichen 80% beschaeftigen kann und die sich auch gut verkaufen. Selbst wenn sich solche Produkte finden wuerden, stellte sich die Frage, ob das ueberhaupt wuenschenswert ist. Arbeit ist fuer die allermeisten nunmal kein Selbstzweck und wenn doch hindert dich niemand daran deine Kleider von Hand zu naehen oder deine Freizeit im
Maschinenbedienverein zu verbringen.
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#541730) Verfasst am: 12.08.2006, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Ich glaube auch, dass es nicht zum Krach kommen wird. Die Sicht der Dinge hier ist doch eine ziemlich lokal begrenzte. Deutschland hat Probleme. Aber vielerorts in der Welt herrscht Wirtschaftlicher Aufbruch.


Die pessimistische Sichtweise ist mit Sicherheit nicht auf die gegenwärtige schlechte Wirtschaftslage Deutschlands begrenzt.
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#541929) Verfasst am: 12.08.2006, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Ich glaube auch, dass es nicht zum Krach kommen wird. Die Sicht der Dinge hier ist doch eine ziemlich lokal begrenzte. Deutschland hat Probleme. Aber vielerorts in der Welt herrscht Wirtschaftlicher Aufbruch.


Die pessimistische Sichtweise ist mit Sicherheit nicht auf die gegenwärtige schlechte Wirtschaftslage Deutschlands begrenzt.


Nun, ich kenn China ganz gut, und Japan. Die USA, obwohl ich sie seit GWB aus protest nicht mehr betrete und die finden es so wie es ist ganz toll.

Deutschland war letztes Jahr in Punkto Wirtschaftswachstum Weltweit auf Platz Nr 177. Hinter solchen "Wirtschaftsnationen" wie die Virgine Islands, die Komoren, Gabun, Jamaika, Jemen, Parguay, Somalia, Togo usw usf,
Malawi hatte mehr als doppelt soviel Wirtschaftswachstum Vietnam fast viermal so viel. Hinter Deutschland sind in punkto Wirtschaftswachstum ganze 29 Staaten.
Es ist ein lokales Problem und wir haben es. Die anderen haben es nicht. Und es hilft auch nichts auf die negativen Beispiele in Ausland zu starren, und sich daraus eine Welt im Untergang zu basteln. Der Welt geht Deutschlands Probleme irgenwo vorbei. Die sind damit beschäftigt ihr eigenes Wirtschaftswunder zu basteln. Und wir sind damit beschäftigt uns auf ihre Revolution vorzubereiten.

gb
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#541945) Verfasst am: 12.08.2006, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Deus ex Machina hat folgendes geschrieben:


Zu den Anekdoten. Natuerlich bestaende die Moeglichkeit, dass wir alle bis in die Ewigkeit weiterschuften, damit irgendwann jeder ein Fahrzeug mit WARP-Antrieb und einen Kochroboter besitzt. Natuerlich weckt jedes neue Produkt ein gewisses Beduerfniss nach demselben, dass es zuvor noch nicht gab. Aber wollen wir das? Welche Gesellschaft schaetzt du als gluecklicher ein, diejenige mit 60-Stundenarbeitswoche und WARP-Antrieb oder eine mit heutigem materiellen Wohlstand, 15-Stundenarbeitswoche und entsprechend mehr Zeit der freien Musse. Solange es keinen WARP-Antrieb gibt, gibt es auch kein Beduerfnis nach ihm und solange ist auch niemand ungluecklich, weil er keinen hat, der Nachbar aber schon.

Diese Frage stellt sich gar nicht Deus, weil ich die Befürchtung hege, dass wir hier mit 40% Arbeitslosigkeit in einen von Aufständen gebeutelten Land befinden werden, während die Asiaten sich mit ihren "Warp Autos" eine Ast lachen werden.
Du hast keine Option auf ein Gesellscahftliches Agreement von 30 Arbeitsstunden.
Das würde verlangen, dass sich alle Menschen dieser Welt an einen Tisch setzen und beschliessen, wir arbeiten weniger, und für wie wahrscheinlich hältst du das? Wo es nicht einmal gelingt, die Katalonen mit Rest Spanien zu versöhnen, willst du den Wanderarbeiter in China, dem es gerade gelungen ist den tristesten Umständen seiner armen Bäuerlichen Umgebung entkommen zu sein, und trotz 3 Dollar am Tag mehr zu verdienen, als sein Vater in einem Monat, dem willst du erklären: "Junge, mach mal halblang, ein Dollar ist auch locker genug."
Es gibt kein Modell, das diese von dir erhoffte Option Realität werden lässt, während sich meine Vision, von einem verschieben des Wirtschaftlichen Gleichgewichts zugunsten einer anderen Region, und damit des Reichtums bereits vollzieht.
Zitat:

Nochmal: Glaubst du nicht, dass es ohne Werbung nicht schon heute weit weniger zu arbeiten gaebe?

Bist du wirklich der Meinung, Werbung wäre ein Produkt unsere Zeit? Glaubst du wirklich, dass Marketing erst "erfunden" wurde, als man Ausdruck dafür fand?
Menschen waren immer schon dahinter her, für sie neue Produkte zu entwickeln und bestmöglich an einen Käufer zu verkaufen. (Natürlich nach der Entwicklung der Arbeitsteilung) Die Krise mit der Moderne und dem Fortschritt ist ein typisch Deutsches, vielleicht auch Europäisches Problem. Aber keines, das in Asien irgendwo eine Rolle spielt. Nein, die Entwicklungen schreitet voran, und das Portfolio der Produkte in 10-20 Jahren wird von dem jetzigen lichtjahre entfernt sein. Und ich traue mich zu wetten, wenn die ersten Nano Kleidungen auf den Markt kommen, wirst du eine davon haben wollen.

gb
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#541985) Verfasst am: 12.08.2006, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:

Deutschland war letztes Jahr in Punkto Wirtschaftswachstum Weltweit auf Platz Nr 177.[/b] Hinter solchen "Wirtschaftsnationen" wie die Virgine Islands, die Komoren, Gabun, Jamaika, Jemen, Parguay, Somalia, Togo usw usf,
Malawi hatte mehr als doppelt soviel Wirtschaftswachstum Vietnam fast viermal so viel. Hinter Deutschland sind in punkto Wirtschaftswachstum ganze 29 Staaten.
Es ist ein lokales Problem und wir haben es. Die anderen haben es nicht. Und es hilft auch nichts auf die negativen Beispiele in Ausland zu starren, und sich daraus eine Welt im Untergang zu basteln. Der Welt geht Deutschlands Probleme irgenwo vorbei. Die sind damit beschäftigt ihr eigenes Wirtschaftswunder zu basteln. Und wir sind damit beschäftigt uns auf ihre Revolution vorzubereiten.

gb


Geänderte Fettschrift von mir

Wirtschaftswachstum ist eine Blase.



Zitat:
Die USA, obwohl ich sie seit GWB aus protest nicht mehr betrete und die finden es so wie es ist ganz toll.


Das kommt wohl ausschließlich darauf an, welchen Amerikaner man fragt.

Überlege mal: Wie weit kann eine Wirtschaft wachsen und warum sind Amerikaner so patriotisch?
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
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Beitrag(#541995) Verfasst am: 12.08.2006, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:


Wirtschaftswachstum ist eine Blase.


Darauf würd ich mich nicht verlassen Stefan. Wenn du mit Wirtschaftswachstum, dass reine Bruttonationalprodukt meinst, würd ich dir aus einer Speziellen Perspektive herraus zustimmen, wenn mit Wirtschaftswachstum die Weiterentwicklung als solche gemeint ist, kann ich das nicht. Fortschritt bedingt sich alleine schon Kulturell, durch die Möglichkeit Wissen zu speichern, und das sich diese Art der Speicherung immer mehr Verbessert, kommt es zu einem Exponentialen Wachstum an Information und auch Wissen. Der Reslutiert in Weiterentwiclungen, die ich einmal unter dem Begriff Fortschritt subsummieren würde. Ob wir die als Positiv empfinden, wie zb. Anfang des letzten Jahrhunderts, oder als Bedrohung, wie heute, ist für die Entwicklung als solche Unerheblich.
Da sich aus diesen Fortschritt auch ein Wirtscahftswachstum ableiten lässt sind die beiden wohl oder übel miteinander verbunden.

Zitat:

Zitat:
Die USA, obwohl ich sie seit GWB aus protest nicht mehr betrete und die finden es so wie es ist ganz toll.


Das kommt wohl ausschließlich darauf an, welchen Amerikaner man fragt.

Überlege mal: Wie weit kann eine Wirtschaft wachsen und warum sind Amerikaner so patriotisch?


Ich kann mir vorstellen auf was du hinaus willst, und dann gib ich dir recht, aber kannst du das noch etwas genauer ausführen..

gb
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Stefan
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Beiträge: 6217

Beitrag(#541996) Verfasst am: 12.08.2006, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du den Begriff "Wirtschaftswachstum" neu definierst, ist das nicht fair. zwinkern

Wikipedia beginnt den Beitrag über "Wirtschaftswachstum" so:

Zitat:
Unter Wirtschaftswachstum versteht man die relative Änderung der Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft von einer Periode zur nächsten.


Möchte lieber gar nicht wissen, was da mit Periode gemeint ist.
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#541998) Verfasst am: 12.08.2006, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Zitat:
Die USA, obwohl ich sie seit GWB aus protest nicht mehr betrete und die finden es so wie es ist ganz toll.


Das kommt wohl ausschließlich darauf an, welchen Amerikaner man fragt.

Überlege mal: Wie weit kann eine Wirtschaft wachsen und warum sind Amerikaner so patriotisch?


Ich kann mir vorstellen auf was du hinaus willst, und dann gib ich dir recht, aber kannst du das noch etwas genauer ausführen..

gb


Wenn du dir vorstellen kannst auf was ich anspiele, würdest du mir nicht zustimmen. zwinkern
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#541999) Verfasst am: 13.08.2006, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Die USA, obwohl ich sie seit GWB aus protest nicht mehr betrete und die finden es so wie es ist ganz toll.


Das kommt wohl ausschließlich darauf an, welchen Amerikaner man fragt.

Überlege mal: Wie weit kann eine Wirtschaft wachsen und warum sind Amerikaner so patriotisch?


Ich kann mir vorstellen auf was du hinaus willst, und dann gib ich dir recht, aber kannst du das noch etwas genauer ausführen..

gb

Wenn du dir vorstellen kannst auf was ich anspiele, würdest du mir nicht zustimmen. zwinkern

Vielleicht doch, also machs nicht so spannend..
gb
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#542002) Verfasst am: 13.08.2006, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:

Vielleicht doch, also machs nicht so spannend..
gb


Es ist die abgedroschene, ewige Leier, die die Neoliberalen mit Verächtlichkeit zurückweisen: Die Hirnwäsche durch Werbung und Propaganda um das Wachstum zu forcieren. Das erschließen neuer Märkte, sei es auch mit Gewalt - wieder für das Wachstum. Das Dummhalten der Bevölkerung, um nicht durch Aufbegehren das Wachstum zu behindern.


Ich kann sie selber bald nicht mehr hören, mag es auch kaum noch schreiben. Aber so ist es doch.

Und bei der Kurzsichtigkeit, nicht nur der Amerikaner, ist mit dem Ende von Öl und Gas auch dieses Konzept zum Scheitern verurteilt.
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#542017) Verfasst am: 13.08.2006, 00:44    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:

Vielleicht doch, also machs nicht so spannend..
gb


Es ist die abgedroschene, ewige Leier, die die Neoliberalen mit Verächtlichkeit zurückweisen: Die Hirnwäsche durch Werbung und Propaganda um das Wachstum zu forcieren. Das erschließen neuer Märkte, sei es auch mit Gewalt - wieder für das Wachstum. Das Dummhalten der Bevölkerung, um nicht durch Aufbegehren das Wachstum zu behindern.

Ich kann sie selber bald nicht mehr hören, mag es auch kaum noch schreiben. Aber so ist es doch.

Und bei der Kurzsichtigkeit, nicht nur der Amerikaner, ist mit dem Ende von Öl und Gas auch dieses Konzept zum Scheitern verurteilt.


Siehste und da stimm ich dir zu. Mit einem kleinen "aber" zwinkern

gb
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#542021) Verfasst am: 13.08.2006, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:


Siehste und da stimm ich dir zu.

gb


Willst du wohl endlich in meine Schublade?! Motzen zwinkern
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GiordanoBruno
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#542023) Verfasst am: 13.08.2006, 00:53    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:


Siehste und da stimm ich dir zu.

gb


Willst du wohl endlich in meine Schublade?! Motzen zwinkern


Na irgend eine wird sich schon finden.

gb
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caballito
zänkisches Monsterpony



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 12112
Wohnort: Pet Sematary

Beitrag(#542133) Verfasst am: 13.08.2006, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Deutschland war letztes Jahr in Punkto Wirtschaftswachstum Weltweit auf Platz Nr 177.


Hilfe, ich sterbe, die kleine Tochter meiner Nachbarin ist letztes Jahr viel stärker gewachsen als ich.

Wie solten die Jungerninseln je aufholen, wenn sie nicht schneller wüchsen?
_________________
Die Gedanken sind frei.

Aber nicht alle Gedanken wissen das.
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L.E.N.
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#542174) Verfasst am: 13.08.2006, 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

caballito hat folgendes geschrieben:
GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Deutschland war letztes Jahr in Punkto Wirtschaftswachstum Weltweit auf Platz Nr 177.


Hilfe, ich sterbe, die kleine Tochter meiner Nachbarin ist letztes Jahr viel stärker gewachsen als ich.

Wie solten die Jungerninseln je aufholen, wenn sie nicht schneller wüchsen?


indem sie landgewinnung betreiben, ist doch klar. schickt die holländer hin, die kennen sich gut damit aus dem meer wertvolles land abzuringen.

das bisschen höheren meeresspiegel durch die klimaveränderung sollten sie dabei nicht sooo wichtig nehmen, es geht schliesslich ums wachstum!
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zarathrusta
gesperrt



Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 887

Beitrag(#542396) Verfasst am: 13.08.2006, 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

komisch nur :

was interessiert z.b den gutgehenden bäckerbetrieb in einer kleinstadt die globalisierung , oder den handwerker ?? eben , interessiert nicht. das interese wäre hier nur für im und export betriebe gegeben , sonst niemandem.


apropos grundeinkommen, warum auch unseren jetzigen oder besseren lebensstandard wie zu dm zeiten verzichten, wenn es unseren europäischen nachbarstaaten nachweislich besser geht ???

warum soll es uns deutschen schlechter gehen, wenn es unseren nachbarn ( bis auf einige ausnahmen) besser geht ???

dafür kann keiner einen grund nennen.

nur, wenn das volk jemanden mit eisernem willen wählen würde, der damit aufräunt, käme man weiter, sonst nicht.

das ist kein dummes stammtischgelaber.

ok., jeder kauft nur noch die notwendigsten lebensmittel, geht nicht mehr aus, kein auto mehr, keine versicherungen mehr, kein mieter sucht sich wohnungen teurer als 350 warm ,single 2 zimmer. dann könnt es ghehen , das die preise weiter purzeln. ist aber nicht in sicht, da der dumme verbraucher sich alles aufschwatzen lässt.

zarathrusta
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Stefan
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 6217

Beitrag(#542404) Verfasst am: 14.08.2006, 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

zarathrusta hat folgendes geschrieben:
komisch nur :

was interessiert z.b den gutgehenden bäckerbetrieb in einer kleinstadt die globalisierung , oder den handwerker ?? eben , interessiert nicht. das interese wäre hier nur für im und export betriebe gegeben , sonst niemandem.

Sehr kurzsichtig.

zarathrusta hat folgendes geschrieben:

das ist kein dummes stammtischgelaber.

Sondern? Cool
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Deus ex Machina
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 789

Beitrag(#542411) Verfasst am: 14.08.2006, 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Du hast keine Option auf ein Gesellscahftliches Agreement von 30 Arbeitsstunden. Das würde verlangen, dass sich alle Menschen dieser Welt an einen Tisch setzen und beschliessen, wir arbeiten weniger, und für wie wahrscheinlich hältst du das?


Weshalb muessen alle Menschen weltweit gleichviel arbeiten? Das war noch nie Realitaet und wird es auch auf absehbare Zeit nicht sein.

Das der mittelfristige Trend hin zu kuerzeren Arbeitszeiten geht, ist aber aufgrund der empirischen Daten wohl kaum zu bestreiten. Von 1900 bis 2000 haben sich die Arbeitszeiten ziemlich genau halbiert - bei vielfachem Lohnausgleich. Trotz all der neuen Produkte, die seit damals entstanden sind. Auch das Phaenomen, dass es Menschen gibt, die ohne familiaere Gruende nur Teilzeit arbeiten, ist ziemlich neu. Einfach deshalb, weil es, wenn man mal eine Wohnug und einen Wagen hat und regelmaessig in den Uhrlaub fliegen kann, kaum mehr etwas gibt, wofuer es sich noch lohnt Geld zu verdienen.


Zitat:
Bist du wirklich der Meinung, Werbung wäre ein Produkt unsere Zeit?


Allerdings. Vor 200 Jahren duerfte es kaum in nennenswertem Umfang Werbung gegeben haben, weil sich Stiefel und Kartoffeln im Gegensatz zu Handyklingeltoenen von selbst verkaufen.


Zitat:
Die Krise mit der Moderne und dem Fortschritt ist ein typisch Deutsches, vielleicht auch Europäisches Problem.


Koennte das damit zusammenhaengen, dass sich in Europa, Nordamerika und Ostasien (ich meine nicht China) die hoechstentwickelten Volkswirtschaften der Welt befinden?


Zitat:
Deutschland war letztes Jahr in Punkto Wirtschaftswachstum Weltweit auf Platz Nr 177. Hinter solchen "Wirtschaftsnationen" wie die Virgine Islands, die Komoren, Gabun, Jamaika, Jemen, Parguay, Somalia, Togo usw usf,


Welche Laender befinden sich denn an der Spitze? China, Russland, Indien... diejenigen, in denen es viel aufzubauen gibt. Du glaubst doch nicht, dass das 10%ige Wirtschaftswachstum in China nur auf die anlegerfreundlichen Bedigungen zurueckzufueren ist, oder? Wenn mal alle Chinesen in einem Reihenhaeuschen leben, einen PKW fahren und in den Urlaub fliegen (oekonomische Bedenken lassen wir mal aussen vor) wird das Wachstum dort auch tiefer sein. Ebenso gab es in der Nachkriegszeit in Deutschland tiefe Arbeitslosigkeit, eben weil das Land in Truemmern lag. Es sprechen ja nicht nur alternative Spinner wie ich von "gesaettigten Maerkten" und davon, dass z.B. die neuen EU-Laender ein groesseres "Wachstumspotential" haben.
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Stefan
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Beitrag(#542416) Verfasst am: 14.08.2006, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Deus ex Machina hat folgendes geschrieben:
Es sprechen ja nicht nur alternative Spinner wie ich von "gesaettigten Maerkten" und davon, dass z.B. die neuen EU-Laender ein groesseres "Wachstumspotential" haben.


Wachstum um jeden Preis. Neue Märkte. Der einzige Grund, warum die EU jedes Land was Mitglied werden will, früher oder später, für beitrittsreif erklärt. Egal, wie es um geographische Lage, Demokratie oder Menschenrechte bestellt ist.

Der Unterschied zwischen EU und USA ist nicht sehr groß.
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GiordanoBruno
...



Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 1516

Beitrag(#542987) Verfasst am: 14.08.2006, 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Deus ex Machina hat folgendes geschrieben:

Weshalb muessen alle Menschen weltweit gleichviel arbeiten? Das war noch nie Realitaet und wird es auch auf absehbare Zeit nicht sein.

Ebend. Und wie willst du aufgrund dieser Tatsache in einem Globalisierten Umfeld diese Konlurrenz am Arbeitsmarkt egalisieren? Produktivität und Lohnkosten können es nicht sein. Also?
Zitat:

Das der mittelfristige Trend hin zu kuerzeren Arbeitszeiten geht, ist aber aufgrund der empirischen Daten wohl kaum zu bestreiten. Von 1900 bis 2000 haben sich die Arbeitszeiten ziemlich genau halbiert - bei vielfachem Lohnausgleich. Trotz all der neuen Produkte, die seit damals entstanden sind. Auch das Phaenomen, dass es Menschen gibt, die ohne familiaere Gruende nur Teilzeit arbeiten, ist ziemlich neu. Einfach deshalb, weil es, wenn man mal eine Wohnug und einen Wagen hat und regelmaessig in den Uhrlaub fliegen kann, kaum mehr etwas gibt, wofuer es sich noch lohnt Geld zu verdienen.

Wir konnten das nur machen, weil es ein quasi Monopol für Arbeitskräfte gab. Aufgrund der kleinen und eng abgegrenzten Märkte das ausgehende 19. und 20. Jahrhunderts. So war es selbst einen Deutschen nicht möglich, mal auf die schnelle in Frankreich oder Italien zu arbeiten. Und auch der transport von Arbeitskräfte als Streikbrecher war unlukrativ. So bestimmte die Arbeitskarft den Preis.
Das Problem, wir waren davon abhängig, dass der Markt als soclher geschlossen bleibt für Arbeitskräfte (was er auch weitgehend heute noch ist) und für das was sie herstellten, nämlcih Waren. Letztes ist weitgehend gefallen. Viele Menschen glauben aufgrund der weggefallenen Handelshemmnisse im Rahmen der GAT Verahndlungen. Aber die Entwicklung war bereits vorher eingeleitet mit dem Massenhaften aufbau schneller und vor allem billiger globaler Transportmittel. Kontainerschiffe seien hier genannt aber auch Flugtransporte.
Das Ergebnis. Der Deutsche Arbeitnehmer musste sich plötzlich mit dem Arbeitnehmer aus Indochina, oder Südamerika messen lassen. Der gleiches, nämlich seine Arbeitskraft zu einen viel Günstigeren Preis anbot. Geschockt
Und da sieht es für ersteren Leider Mau aus. Seine Ausbildung ist seit langen nicht mehr besser, als das seiner Ausländischen Kollegen ( Machne behaupten sie wäre schlechter), die Leistungs- und Innovationsfähigkeit ist durch die Überalterung nicht Konkurrenzfähig, die Motivation ist niedriger als in den Anderen Ländern, es wird, wie du erwähnst, weniger gearbeitet, aber dafür mehr Geld verlangt.
Also ich will es mal aus der Sicht eines Betriebswirtes auf den Punkt bringen. Für weniger sollte mehr bezahlt werden.
Oder anders ausgedrückt, nicht weil es uns früher besser ging, muss es uns in Zukunft noch besser gehen, sondern, weil es uns früher besser ging, wirds in Zukunft Schwieriger.
Du kannst mich, als Überbringer der schlechten Nachricht steinigen, aber ebenso müsstest du den Deutschen Konsumenten steinigen, der mit seiner Spramentalität diese Entwicklung noch radikalisiert hat.
Aber der deutsche Konsument hat einfach kühl abgewogen. Warum soll ich für etwas, was genausogut wie das andere ist, doppelt so viel bezahlen, nur weil es aus Deutschland ist?
Genau dieselbe Fragen stellen sich tausende Arbeitgeber in Bezug auf ihre deutschen Mitarbeiter.
Du siehst. Auf den Unternehmer zu zeigen hat keinen Zweck. Zeig auf den Deutschen selber.


gb
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Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 454

Beitrag(#543003) Verfasst am: 14.08.2006, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

GiordanoBruno hat folgendes geschrieben:
Du kannst mich, als Überbringer der schlechten Nachricht steinigen, aber ebenso müsstest du den Deutschen Konsumenten steinigen, der mit seiner Spramentalität diese Entwicklung noch radikalisiert hat.


Und in diesem einen Satz zeigt sich dein eigentliches, verdrehtes Menschenbild. Der Mensch als Konsumroboter, Konsum und Wachstum als Selbstzweck. Ich würde mich selbst auch als einen dieser Konsumverweigerer sehen, die du hier anzuprangern versuchst: ich könnte mir - selbst als armer Student - wesentlich mehr materiellen Wohlstand leisten als ich es tatsächlich tue. Ich entscheide mich aber bewußt dagegen, weil ich als dieses Zeug nicht brauche: von den Markenklamotten übers neue Handy bis hin zum teuren Urlaub.

Über dunkle Drohungen meiner zukünftigen Arbeitgeber mir dann in Zukunft aber auch nur erheblich weniger zahlen zu wollen, weil's die Konkurrenz ja auich fast umsonst macht, kann ich nur müde lächeln. Ich brauche den Schickschnack ja heute schon nicht und ich gedenke nicht morgen damit anzufangen.

Haben oder Sein - davon schon mal was gehört?
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Man soll nicht Religion sagen wo man Politik meint.
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