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Islamkonferenz
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L.E.N.
im falschen Film



Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#577204) Verfasst am: 04.10.2006, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hochstapler hat folgendes geschrieben:
Ich habe dieses Interview mit Tibi gefunden der die Islamkonferenz für gescheitert erklärt. Ich kann praktisch jedes Wort von Ihm unterschreiben. Daumen hoch!

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,440657,00.html


dem schliesse ich mich an. das hauptproblem ist auch meiner meinung nach das fehlen einer homogenen gesellschaft, in die dann integriert werden könnte.

meine überzeugung, dass statt besonderer integration von ausländern eine allgemeine sozialisation aller hier lebenden menschen erfolgen muss, empfinde ich durch diesen Artikel bestärkt.
_________________
Ich will Gott lästern dürfen! Weg mit §166 StGB!
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Tilson
registrierter User



Anmeldungsdatum: 29.11.2003
Beiträge: 54
Wohnort: Europa

Beitrag(#577719) Verfasst am: 05.10.2006, 07:07    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

Eure Diskussion verfolge ich gern und sehe vieles von dem hier Gesagten ähnlich oder genauso. Allerdings stelle ich ebenfalls fest, während hier zwar wichtige und richtige Aspekte unorganisiert besprochen werden, organisieren sich insbesondere die muslimischen Verbände von Tag zu Tag besser - die Atheisten werden dabei weder gefragt noch wahrgenommen. Wenn ich mir den ewig langen Thread über einen möglichen Zentralrat der Atheisten anschauen und die Uneinigkeit darüber… Die Muslime haben schon lange verstanden, dass wer seinem Anliegen in der Gesellschaft Geltung verschaffen will, muss sich organisieren. Um es provozierend zu schreiben, es bis die Atheisten endlich wahrnehmen sich schlagkräftig organisieren zu müssen, sind sie entweder zwangsbekehrt oder wandern nach Nordamerika aus… Es geht hier schon lange nicht mehr um den Terrorismus an sich, sondern um die Gegenwehr für unsere freiheitliche Gesellschaft gegen die Islamisierung Europas!
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L.E.N.
im falschen Film



Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#577730) Verfasst am: 05.10.2006, 09:12    Titel: Antworten mit Zitat

Tilson hat folgendes geschrieben:
Guten Morgen,

Eure Diskussion verfolge ich gern und sehe vieles von dem hier Gesagten ähnlich oder genauso. Allerdings stelle ich ebenfalls fest, während hier zwar wichtige und richtige Aspekte unorganisiert besprochen werden, organisieren sich insbesondere die muslimischen Verbände von Tag zu Tag besser - die Atheisten werden dabei weder gefragt noch wahrgenommen. Wenn ich mir den ewig langen Thread über einen möglichen Zentralrat der Atheisten anschauen und die Uneinigkeit darüber… Die Muslime haben schon lange verstanden, dass wer seinem Anliegen in der Gesellschaft Geltung verschaffen will, muss sich organisieren. Um es provozierend zu schreiben, es bis die Atheisten endlich wahrnehmen sich schlagkräftig organisieren zu müssen, sind sie entweder zwangsbekehrt oder wandern nach Nordamerika aus… Es geht hier schon lange nicht mehr um den Terrorismus an sich, sondern um die Gegenwehr für unsere freiheitliche Gesellschaft gegen die Islamisierung Europas!


ich kann deinen unmut verstehen. habs mal ähnlich gesehen.
doch erstens gibt es bereits eine institution, in der man sich für eine atheistisch-humanistische leitkultur engagieren kann (nämlich die Giordano-Bruno-Stiftung um M.S. Salomon)
und zweitens sollte man bei allen beunruhigenden vorkommnissen, die uns erreichen nicht in panik geraten.

zur zeit finde ich eher die wirtschaftlichen umbrüche die uns treffen und noch bevorstehen viel alarmierender als das trara um islamisten. auch den vorauseilenden gehorsam der paniker und kulturrelativisten finde ich viel schlimmer als brennende flaggen im iran.

es wäre allerdings an der zeit, zu zeigen, dass unsere demokratie nicht nur gegen nationalistische oder andere totalitäre ideologien wehrhaft ist, sondern auch gegen die religionen. das grösste hindernis hierfür sehe ich derzeit aber in den kirchen, die um ihre macht fürchten wenn man den islam in seine schranken weisen würde. man kann nicht in schulklassen das kopftuch verbieten ohne die kreuze verschwinden zu lassen!

solange in unserer regierung die kirchen ein so großes wort mitzureden hat, wie es derzeit der fall ist, wird auch gegen islamistische tendenzen nichts zu machen sein - im gegenteil, wie man aktuell sehen kann versucht man den moslems ihre religionsausübung und missionierung noch zu erleichtern!
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Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#584957) Verfasst am: 17.10.2006, 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wurde eigentlich Herr Broder zur Konferenz eingeladen? Hier eine Kurzvorstellung seines neuen Buches:

http://www.n24.de/wissen_technik/geschichte/article.php?articleId=76519
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"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 22333

Beitrag(#585142) Verfasst am: 17.10.2006, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hä? Warum sollte Broder denn da eingeladen werden?

Ich meine, es ging um ein Gespräch zwischen Vertretern von Muslimen, die in diesem Staat friedlich leben wollen und das Verhältnis zwischen ihrer Religion und dem Staat vernünftig ordnen wollen (sich also in den Staat integrieren wollen), und Vertretern des Staates, die dasselbe wollen und deswegen mit diesen Vertretern des Islams reden wollen.

Broder leugnet schlichtweg die Existenz dieser integrationswilligen Muslime und denunziert jeglichen Dialog als "Kapitulation". Er lehnt also die ganze Voranstaltung komplett ab.
(Außerdem ist er sowieso weder irgendwie Vertreter des Islams noch als gewählter Politiker oder Beamter ein Vertreter des Staates.)
Was würde er da also verloren haben?

Die Konferenz krankte eh ein wenig daran, dass mangels einer Repräsentanz liberaler Muslime "freischwebend intellektuelle" Muslime gegenüber den offiziellen Repräsentant etwas überrepräsentiert waren (was, wenn man allgemein den Organisationsgrad berücksichtigt, gerechtfertigt werden kann).
Aber warum sollte man dann noch einen dezidierten Islamhasser einladen, der sich durch eine ausdrückliche Ablehnung von Differenzierungen im Umgang mit dem Islam für jede sinnvolle Diskussion disqualifiziert?
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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L.E.N.
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#585168) Verfasst am: 17.10.2006, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:
Wurde eigentlich Herr Broder zur Konferenz eingeladen? Hier eine Kurzvorstellung seines neuen Buches:

http://www.n24.de/wissen_technik/geschichte/article.php?articleId=76519


der mann ist ein paniker. ich bin auch kein freund des vorauseilenden gehorsams. doch wer behauptet terror sei allein mit rechtsstaatlichen mitteln nicht zu bekämpfen der hat nen schuss weg. die rechtsstaatlichen mittel müssen nur konsequent genutzt werden, was zur zeit nicht passiert!

aber das ist sicher wieder gutmenschgelaber Mit den Augen rollen
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Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#585501) Verfasst am: 18.10.2006, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

L.E.N.|Propagandhi hat folgendes geschrieben:
Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:
Wurde eigentlich Herr Broder zur Konferenz eingeladen? Hier eine Kurzvorstellung seines neuen Buches:

http://www.n24.de/wissen_technik/geschichte/article.php?articleId=76519


der mann ist ein paniker. ich bin auch kein freund des vorauseilenden gehorsams. doch wer behauptet terror sei allein mit rechtsstaatlichen mitteln nicht zu bekämpfen der hat nen schuss weg. die rechtsstaatlichen mittel müssen nur konsequent genutzt werden, was zur zeit nicht passiert!

aber das ist sicher wieder gutmenschgelaber Mit den Augen rollen


Ich sehe das nicht als Gutmenschengelaber. Du differenzierst, und auch ich gebe mir Mühe zu differenzieren. Das finde ich erstmal gut so was Du anmerkst. Ich hätte Broder aber eingeladen, weil er einen Teil der deutschstämmigen Bevölkerung mit seinen Ansichten repräsentiert, in die die Muslime ja schließlich integriert werden sollen. Warum soll denn nur ein (kleiner) Teil der zu integrierenden Bevölkerungsgruppe (deren Vertreter) zur Konferenz eingeladen werden? Die Politiker am Tisch vertreten zudem doch auch nur die wenigsten Menschen - siehe Wahlbeteiligung usw.
Ich fürchte man macht damit nur die Rechnung ohne den Wirt. Das heißt jetzt zwar nicht, das ich persönlich alle Ansichten Broders teile, aber meinem subjektivem Empfinden nach scheint er v.a. auf annehmbarem Niveau auszusprechen was viele Menschen denken. Und das sollte den Muslimen m.E. nicht vorenthalten werden. Außerdem kann es auch als sanfter und ehrlicher Druck auf sie wirken, den ich für nötig halte. Fördern und fordern sollte auch hier gelten. Sie müssen und können sich dann mit den Realitäten auseinandersetzen. Islam-Kritiker ausschließlich aus den eigenen, muslimischen Reihen einzuladen führt nicht wirklich zu einem interkulturellem Dialog, sondern eigentlich doch nur zu einem monokulturellen Dialog. So nützt eine Islam-Konferenz nichts. Man redet übereinander und aneinander vorbei.
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#585515) Verfasst am: 18.10.2006, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Hä? Warum sollte Broder denn da eingeladen werden?

Ich meine, es ging um ein Gespräch zwischen Vertretern von Muslimen, die in diesem Staat friedlich leben wollen und das Verhältnis zwischen ihrer Religion und dem Staat vernünftig ordnen wollen (sich also in den Staat integrieren wollen), und Vertretern des Staates, die dasselbe wollen und deswegen mit diesen Vertretern des Islams reden wollen.

Broder leugnet schlichtweg die Existenz dieser integrationswilligen Muslime und denunziert jeglichen Dialog als "Kapitulation". Er lehnt also die ganze Voranstaltung komplett ab.
(Außerdem ist er sowieso weder irgendwie Vertreter des Islams noch als gewählter Politiker oder Beamter ein Vertreter des Staates.)
Was würde er da also verloren haben?

Broder hat dort nichts verloren und würde auch nicht hingehen. Du stellst seine Position allerdings falsch dar, was aufgrund seiner Polemik und seiner meist fehlerhaften Argumentationen aber nicht verwunderlich ist.

Bassam-Tibi ist ebenfalls der Ansicht, dass die Konferenz nutzlos ist.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Die Konferenz krankte eh ein wenig daran, dass mangels einer Repräsentanz liberaler Muslime "freischwebend intellektuelle" Muslime gegenüber den offiziellen Repräsentant etwas überrepräsentiert waren (was, wenn man allgemein den Organisationsgrad berücksichtigt, gerechtfertigt werden kann).

Das Problem war doch wohl eher, dass es überhaupt keine Vertreter eines liberalen Islam gab, da dieser nicht existiert. Die liberalen Muslime waren durchwegs Taufscheinmuslime bzw. möglicherweise Ungläubige. Das macht ungefähr so viel Sinn, wie ein paar katholische Bischöfe mit irgendwelchen Taufscheinkatholiken, die nie in die Kirche gehen, an einen Tisch zu setzen und das Katholizismuskonferenz zu nennen. Besser wäre es gewesen, wenn man eine Integrationskonferenz gemacht hätte. Aber so ist schon über den Arbeitstitel der Konferenz vorgeschrieben, dass alle, die aus muslimischen Ländern abstammen als Kollektiv unter der Ideoloige Islam betrachtet werden und dieses Kollektiv über eine Veränderung/Verhandlung mit dem Islam in die Gesellschaft einzubinden sind.
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Tilson
registrierter User



Anmeldungsdatum: 29.11.2003
Beiträge: 54
Wohnort: Europa

Beitrag(#592369) Verfasst am: 28.10.2006, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Benötige Hilfe für einen Artikel.

Herr Schäuble sagte in einem Zeitungsinterview, den Koran bisher nicht gelesen zu haben.
Ich meine es war "die Zeit" ? Hat jemand diese Info und kann den Link zur Verfügung stellen?

Danke und Gruß Tilson
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Raphael
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Anmeldungsdatum: 01.02.2004
Beiträge: 8362

Beitrag(#592396) Verfasst am: 28.10.2006, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Tilson hat folgendes geschrieben:
Hallo!

Benötige Hilfe für einen Artikel.

Herr Schäuble sagte in einem Zeitungsinterview, den Koran bisher nicht gelesen zu haben.
Ich meine es war "die Zeit" ? Hat jemand diese Info und kann den Link zur Verfügung stellen?

Danke und Gruß Tilson



Ich erinnere mich nur, dass irgendjemand ihm vor laufender Fernsehkamera einen Koran geschenkt und er sofort angefangen hat, darin zu blättern.
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#594030) Verfasst am: 31.10.2006, 04:14    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut Schmidt hat einmal gesagt wer Visionen habe, der solle zum Arzt gehen. Nun ist dies sicherlich kein besonders guter Rat, wenn man aber bedenkt, wer schon alles (und vor allem was für) Visionen gehabt hat, dann ist er zumindest verständlich. Namentlich, wenn bestimmte Politiker Visionen haben: Eine Reichskanzler-Phantasie.

Nun ist es zwar schon ein gutes Stück her, dass es hier Reichskanzler gab, aber das heißt noch nicht, dass sich auch die Phantasien der Politiker grundlegend gebessert haben: Eine Innenministerfantasie

(Das Foto dürfte wohl unabsichtlich sein; dennoch würde ich an Schäubles Stelle nicht zuviel vom Christentum und dergleichen reden. Zumindest dann nicht, wenn ich eine derartige Einwanderungs-, Asyl- und Sicherheitspolitik nebst einem solchen Ausländerrecht zu vertreten hätte. Wie soll man auch die Abschottung der EU-Außengrenzen mit dem christlichen Gebot der Nächstenliebe in Einklang bringen können? Wo ist sie nur hin, die Bergpredigt, in der der Nazarener sagt: "Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. (...) Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen." – sind denn 6 Meter hohe Stacheldrahtzäune Barmherzigkeit? Ganz zu schweigen von der Abschiebepraxis, da schicken sie selbst ihre christlichen Glaubensbrüder zurück in die Hölle des Iraks, wo sie Tod und Verfolgung erwarten. Also nein, so was - was würde bloß Jesus dazu sagen? Überhaupt, wie kommt eine christliche Partei dazu, kriminelle Ausländer abschieben zu lassen, wo sie doch ihrem Nächsten siebzigmal siebenmal vergeben müssten. Außerdem nehmen sie am unchristlichen Feldzug gegen den Terrorismus teil, obwohl ihr Herr und Meister ihnen doch verboten hat, dem Übel zu wehren, sondern stattdessen die andere Wange hinzuhalten, wenn ihnen einer auf die rechte schlägt. Das sind mir vielleicht Christen, der Wolfgang und seine Freunde! Was natürlich auch den Dichtern nicht entgangen ist: Jesus und Stoiber)

Doch nun zum Kernelement der Innenministerphantasie:

Zitat:
Ich sehe das nicht in erster Linie als demografische Entwicklung. Ich hoffe aber darauf, dass auch der Dialog mit dem Islam zu einer Renaissance des Christentums in Europa führt. Zur Toleranz gegenüber anderen ist immer der besser befähigt, der einen eigenen Standpunkt hat. Die moderne Welt mit ihren rasanten Veränderungen, der Vermehrung materieller Lebensmöglichkeiten macht die Menschen ja nicht unbedingt glücklicher, sondern eher unsicher. Dagegen hilft die Erinnerung daran, dass wir unvollkommen bleiben, dass wir der menschlichen Hybris wehren müssen. Daraus kann auch ein Stück Gelassenheit entstehen.


Der Dialog wohl kaum, aber die Anwesenheit des Mohammedanertums in Europa könnte zu gänzlichen anderen Wandlungen des Christentums führen. Selbst die FAZ weiß es: Der Islam will die Welteroberung

Eigenartigerweise verschwindet das christliche Element überall dort, wo es mit dem Mohammedanertum in Berührung kommt; die einzige, mir bekannte, Ausnahme ist Spanien. Allerdings verschwand dort das Mohammedanertum, durch das Erstarken des Katholizismus in der Reconquista. Ob das wohl Zufall ist? Seltsamerweise hegen da einige in der CDU recht unbequeme Ansichten: "Wir nehmen unseren Glauben nicht ernst genug"

(Bilanzbuchhaltung ist aber kein Glaube, zumindest nicht im religiösen Sinn) Ansonsten berichten sie gar schreckliche Dinge, was da alles ihren Glaubensbrüdern und -schwestern widerfährt – gut, im konkreten Asylverfahren sind sie dann nicht mehr so gutgläubig, aber das tut hier nichts zur Sache. Ungeheuerlich ist es trotzdem, da behauptet doch Erika Steinbach tatsächlich: "Allerdings auch die Freiheit, keiner Religion angehören zu müssen." – und das in der CDU! Die immer jammert und klagt, weil niemand mehr in die Kirche geht und den Pfaffen Glauben schenkt, ergo auch nicht mehr CDU wählt. Indes, man sollte nicht vorschnell von einem inneren Wandel der CDU ausgehen: Dreht sich der Wind, so wird dieses Fähnchen allzu leicht in die entgegengesetzte Richtung umschwenken. Schäuble sagt es ja selbst:

Zitat:
Was heißt konservativ; die CDU ist eine christlich-demokratische Partei, die konservative im Sinne von bewahrende Elemente hat. Jeder Mensch hat seine eigene Würde, vom Anfang des Lebens bis zum Ende, deswegen sind wir gegen Sterbehilfe genauso wie gegen die Freigabe der Abtreibung. So wie wir für den Schutz des ungeborenen Lebens sind, so sind wir auch für den Schutz von Menschen, die auf unsere Solidarität Anspruch haben, denen es schlechter geht. Das trifft auf einen Großteil der Migranten zu. Andererseits wissen Konservative, dass der Mensch in der Sünde verhaftet ist. Deshalb braucht es rechtliche Regelungen, Grenzen, die einen Rahmen setzen. Nur gut gemeint nützt nichts, denn der Mensch neigt dazu, so etwas zu missbrauchen. Da die Balance zu finden, das können wir einfach besser als andere, was sich ja aktuell auch wieder beweist.


Wieder einmal offenbart sich die ausgesprochene Gefährlichkeit des Christentums; da es dem Mohammedanertum so ähnlich ist, in Wertvorstellungen und Ansichten, wird es nicht zögern, sich mit diesem zu verbünden, um beispielsweise den Frauen das Recht zu nehmen, über ihren Körper selbst zu bestimmen, die genetische Forschung zu Fall zu bringen oder den Menschen auch weiterhin das Recht verweigern, nach eigenem Gutdünken ihr Ableben zu gestalten – und Schlimmeres.
_________________
Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
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