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Pinochet liegt im Sterben
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Brahms
Geschwafelkommodore



Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 495

Beitrag(#614397) Verfasst am: 05.12.2006, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig Bernie,

Auch mir hat das südafrikanische Verfahren sehr zugesagt. Allerdings nicht vergessen, dass es aber dennoch Wahrheitskommissionen (oder so ähnlich) gegeben hat, die den Zweck hatten doch in gewissem Maasse Licht ins historische Unterholz zu bringen. Etwas sehr treffliches, wie ich finde. Volle Punktzahl hier für Nelson Mandela ein grossartiger Mernsch wie auch Staatsmann.

Zur Gerichtsbarkeit

Bei Staatsoberhäuptern etc., geht es grundsätzlich immer um den Nachweis, dass diese in die Command Chain, die Befehlskette, eingebunden waren und dort ursächlich waren. Ob das so moralisch richtig ist, wage ich anzuzweifeln. Vor allem bie Milosevic gab es ja viele die meinten, dass ihm in seinem Verfahren so gut wie nichts ernsthaftes nachgewiesen werden konnte.

Bei Leuten die also sehr wenig auf dem formalen Dienstweg mit viel Papier erledigen bleibt das immer die Gefahr. So wurden bei der Abwicklung der DDR zum Beispiel auch kaum die "Richtigen" erfolgreich verurteilt. Am schärfsten traf es daher die vornehmlich Anfangszwanziger, die an der Grenze die Todesschüsse abgaben.

Ich glaube, man sollte bei dergleichen Verfahren eine "the buck stops here" Regel einführen. Das heisst ein Staatsoberhaupt/Minister ist höchstens dann nicht verantwortlich wenn er Nachweisen kann nichts von den Untaten gewusst zu haben, oder/und umgehend nach bekanntwerden zurückgetreten ist.

Ähnliches halte ich auch bei Corporation (Konzernen) und dergleichen, andenkenswert.
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Doc Extropy
dauerhaft gesperrt



Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 6149

Beitrag(#617962) Verfasst am: 10.12.2006, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Pinochet ist tot, im Gegensatz zu dem, was die, die er auf dem Gewissen hat, erleiden mußten, ist er schnell und ohne zu leiden gestorben.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#617970) Verfasst am: 10.12.2006, 21:21    Titel: Let us all drink to the death of thug...... Antworten mit Zitat

Doc Extropy hat folgendes geschrieben:
Pinochet ist tot, im Gegensatz zu dem, was die, die er auf dem Gewissen hat, erleiden mußten, ist er schnell und ohne zu leiden gestorben.


Der simuliert doch bloss wieder, damit man ihm nicht den Prozess machen kann! Sehr glücklich

Gruss, Bernie
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Doc Extropy
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 6149

Beitrag(#617971) Verfasst am: 10.12.2006, 21:23    Titel: Re: Let us all drink to the death of thug...... Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Doc Extropy hat folgendes geschrieben:
Pinochet ist tot, im Gegensatz zu dem, was die, die er auf dem Gewissen hat, erleiden mußten, ist er schnell und ohne zu leiden gestorben.


Der simuliert doch bloss wieder, damit man ihm nicht den Prozess machen kann! Sehr glücklich

Gruss, Bernie


Kurzfristig hatte ich sogar den Gedanken. Zwar trinke ich nicht mehr, aber ich war vorhin wirklich versucht, die Buddel Sekt, die im Kühlschrank steht aufzumachen, um seinen Tod zu feiern. Andererseits - der verdiente Tod hat ihn auch nicht gerade ereilt. Schulterzucken
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IvanDrago
Ösifreund und Pendler zwischen den Welten



Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 2876

Beitrag(#617972) Verfasst am: 10.12.2006, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zwar trinke ich nicht mehr


Bitte ausführen. Danke. zwinkern Smilie
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Heike N. meint: "IvanDrago for President!"

Faszination braucht keine höhere Macht.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#617984) Verfasst am: 10.12.2006, 21:46    Titel: Re: Let us all drink to the death of thug...... Antworten mit Zitat

Doc Extropy hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Doc Extropy hat folgendes geschrieben:
Pinochet ist tot, im Gegensatz zu dem, was die, die er auf dem Gewissen hat, erleiden mußten, ist er schnell und ohne zu leiden gestorben.


Der simuliert doch bloss wieder, damit man ihm nicht den Prozess machen kann! Sehr glücklich

Gruss, Bernie


Kurzfristig hatte ich sogar den Gedanken. Zwar trinke ich nicht mehr, aber ich war vorhin wirklich versucht, die Buddel Sekt, die im Kühlschrank steht aufzumachen, um seinen Tod zu feiern. Andererseits - der verdiente Tod hat ihn auch nicht gerade ereilt. Schulterzucken


Hallo Doc,

Meine Buddel ist bereits auf, aber stimmt, etwas schal schmeckt er schon, der Sekt. Der Makel des ungesuehnten Verbrechens wird die chilenische Demokratie noch lange verfolgen. Mal gespannt wie die Gebeine des Verbrechers entsorgt werden. Wenn die chilenische Regierung noch halbwegs bei Trost ist, wird sie Feierlichkeiten auf chilenischem Terroritorium untersagen und feierlichen Mummenschanz durch "alte Kameraden" von der Polizei unterbinden lassen. Es waere sicher von Vorteil auf polizeiliche Anordnung eine thermische Entsorgung durchfuehren zu lassen und die Asche irgendwo am Kap Horn zu verklappen. Keinesfalls darf geduldet werden, dass ein Grabmal als Pilgerstaette fuer Ewiggestrige entsteht. Ich wuerde vorschlagen den Tod des Monstrums zum Anlass zu nehmen die Summe, die fuer Staatsbegraebnisse verstorbener Ex-Staatsoberhaeupter vorgesehen ist, dazu zu verwenden eine Gedenkstaette fuer die Opfer der Pinochet-Diktatur zu errichten. Gerade wurde wieder in BBC-world an die zynischen und menschenverachtenden Praktiken der chilenischen Militaers erinnert. Z.B. wurden auf Anordnung Pinochets kleine Kinder vor den Augen ihrer Eltern gefoltert um die dazu zu bewegen Angaben ueber den Aufenthalt anderer Regimegegner zu machen. Wer solche Verbrechen begeht, der hat jeden Anspruch auf Pietaet im Umgang mit seinen Ueberresten verwirkt. Deren Entsorgung sollte sich deshalb an rein praktischen Erwaegungen orientieren...

Gruss, Bernie
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AdvocatusDiaboli
Öffentlicher Mobber



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 26398
Wohnort: München

Beitrag(#618087) Verfasst am: 10.12.2006, 23:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde seine Leiche aus einem Hubschrauber über dem Pazifik abwerfen. Was mich an seinem Tod maßlos ärgert, dass seine widerliche Bagage jetzt sein Blutgeld erben wird... Sie werden Tränen vergießen für ihren armen Papa und Opi, der für Chile und seine Eliten soviel Gutes getan hat... aus diesem Haufen rekrutieren sich die nächsten Mörder und Unterdrücker... ich weiß nicht, ob ich über seinen Tod jubeln soll, oder mich ärgern, dass er nicht in einem Gefängnis schmoren muss... Gerechtigkeit ist ein zu großes Wort, sie ist nun einmal nicht so leicht zu erreichen, Pinochets Opfer nützt keine Rache, die Folteropfer werden weiter unter ihren Traumata leiden, die Angehörigen weiter über ihre Toten trauern, hoffen wir für die Chilenen dass sie nie wieder von solchen Subjekten regiert werden und dass die Profiteure seines Regimes weiter verfolgt werden...
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Triggerwarnung: Der toxische Addi hat gepostet. Oh, zu spät, Sie haben das schon gelesen.
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nocquae
diskriminiert nazis



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 18183

Beitrag(#618091) Verfasst am: 10.12.2006, 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich würde seine Leiche aus einem Hubschrauber über dem Pazifik abwerfen. Was mich an seinem Tod maßlos ärgert, dass seine widerliche Bagage jetzt sein Blutgeld erben wird...
Ich warte gespannt auf die folgenden Postings, die den anklagenden Zeigefinger erheben werden gegen die "Häme gegenüber dem Tod eines Menschen" ... Mit den Augen rollen
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In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher, als derjenige, der den Schmutz macht.
-- Kurt Tucholsky
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AgentProvocateur
registrierter User



Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Berlin

Beitrag(#618095) Verfasst am: 10.12.2006, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
Ich warte gespannt auf die folgenden Postings, die den anklagenden Zeigefinger erheben werden gegen die "Häme gegenüber dem Tod eines Menschen" ... Mit den Augen rollen

NeinNein

So eine Häme gegenüber dem Tode eines Menschen.

Nein, so geht das nicht!
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#618098) Verfasst am: 10.12.2006, 23:39    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich würde seine Leiche aus einem Hubschrauber über dem Pazifik abwerfen. .


Du Umweltverschmutzer! Ich lebe an der Pazifikkueste und an unseren Straenden wird auch so schon genug Muell angespuelt... Böse

Gruss, Bernie
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Doc Extropy
dauerhaft gesperrt



Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 6149

Beitrag(#618099) Verfasst am: 10.12.2006, 23:41    Titel: Re: Let us all drink to the death of thug...... Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Doc Extropy hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Doc Extropy hat folgendes geschrieben:
Pinochet ist tot, im Gegensatz zu dem, was die, die er auf dem Gewissen hat, erleiden mußten, ist er schnell und ohne zu leiden gestorben.


Der simuliert doch bloss wieder, damit man ihm nicht den Prozess machen kann! Sehr glücklich

Gruss, Bernie


Kurzfristig hatte ich sogar den Gedanken. Zwar trinke ich nicht mehr, aber ich war vorhin wirklich versucht, die Buddel Sekt, die im Kühlschrank steht aufzumachen, um seinen Tod zu feiern. Andererseits - der verdiente Tod hat ihn auch nicht gerade ereilt. Schulterzucken


Hallo Doc,

Meine Buddel ist bereits auf, aber stimmt, etwas schal schmeckt er schon, der Sekt. Der Makel des ungesuehnten Verbrechens wird die chilenische Demokratie noch lange verfolgen. Mal gespannt wie die Gebeine des Verbrechers entsorgt werden. Wenn die chilenische Regierung noch halbwegs bei Trost ist, wird sie Feierlichkeiten auf chilenischem Terroritorium untersagen und feierlichen Mummenschanz durch "alte Kameraden" von der Polizei unterbinden lassen. Es waere sicher von Vorteil auf polizeiliche Anordnung eine thermische Entsorgung durchfuehren zu lassen und die Asche irgendwo am Kap Horn zu verklappen. Keinesfalls darf geduldet werden, dass ein Grabmal als Pilgerstaette fuer Ewiggestrige entsteht. Ich wuerde vorschlagen den Tod des Monstrums zum Anlass zu nehmen die Summe, die fuer Staatsbegraebnisse verstorbener Ex-Staatsoberhaeupter vorgesehen ist, dazu zu verwenden eine Gedenkstaette fuer die Opfer der Pinochet-Diktatur zu errichten. Gerade wurde wieder in BBC-world an die zynischen und menschenverachtenden Praktiken der chilenischen Militaers erinnert. Z.B. wurden auf Anordnung Pinochets kleine Kinder vor den Augen ihrer Eltern gefoltert um die dazu zu bewegen Angaben ueber den Aufenthalt anderer Regimegegner zu machen. Wer solche Verbrechen begeht, der hat jeden Anspruch auf Pietaet im Umgang mit seinen Ueberresten verwirkt. Deren Entsorgung sollte sich deshalb an rein praktischen Erwaegungen orientieren...

Gruss, Bernie


Wären die Kinder stattdessen abgetrieben worden auf Geheiß von diesem Schlächter, dann hätte es kein Küßchen vom Wojtyla gegeben. Überrascht
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hacketaler
Frauen ficken ist was für Schwuchteln!



Anmeldungsdatum: 10.02.2005
Beiträge: 6031

Beitrag(#618105) Verfasst am: 10.12.2006, 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

ein grosser katholik hat uns verlassen und wurde auf immer zu unserem schöpfer gerufen.
ruhe er in frieden.
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nocquae
diskriminiert nazis



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 18183

Beitrag(#618139) Verfasst am: 11.12.2006, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
Ich warte gespannt auf die folgenden Postings, die den anklagenden Zeigefinger erheben werden gegen die "Häme gegenüber dem Tod eines Menschen" ... Mit den Augen rollen

NeinNein

So eine Häme gegenüber dem Tode eines Menschen.

Nein, so geht das nicht!
Ja, schon ganz gut so; könnte nur noch ein bisschen aggressiver sein, um wirklich glaubhaft zu wirken.

Sein wir ehrlich: er war ein widerlicher Verbrecher und die Welt ist ein Stückchen besser ohne das Schwein.

Ich jedenfalls mache erstmal ein Fass auf.
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IvanDrago
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Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 2876

Beitrag(#618141) Verfasst am: 11.12.2006, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Prost Prost Prost


zwinkern
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IvanDrago
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Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 2876

Beitrag(#618148) Verfasst am: 11.12.2006, 00:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wobei "Tod" für mich eigentlich auch keine sonderliche Genugtuung darstellt, gerade bei akkuter Machtlosigkeit des "Wixers":

eine schöne Zelle, möglichst karg und klein ohne Ausstattung, und der Lebenstraum des größenwahnsinnigen Diktators der da so salopp über den Tod von tausenden Männern, Frauen und Kindern beschieden hat, löst sich in die relativ gesehen verhundertfachte Lebenszeit auf, in der der Delinquent einfach nur vier graue Wände anstarrt, während in der Historie der Menschheit ausreichend darauf hingewiesen wird, was für ein erbärmliches, schwanzloses Schwein jener Mensch war... Pfeifen
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Brahms
Geschwafelkommodore



Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 495

Beitrag(#618251) Verfasst am: 11.12.2006, 05:04    Titel: Antworten mit Zitat

Doc Extropy hat folgendes geschrieben:
Pinochet ist tot, im Gegensatz zu dem, was die, die er auf dem Gewissen hat, erleiden mußten, ist er schnell und ohne zu leiden gestorben.


Na ja, er hatte doch an seinem Lebensabend doch erhebliche gesundheitliche Probleme. wieviel er davon selbst noch richtig mitgekriegt hat, kann ich aber nicht beurteilen.

Für mich ist das eine ideale Gelegenheit mich mal auf die Suche nach einem chilenischn Wein zu machen und den auf das Wohl der Chilenen auskömmlich zu verköstigen. Auf der anderen Seite natürlich hier die Frage, inwiefern die moderne chilenische Weinindustrie nicht ein Erbe der Pinochet Jahre ist. Pinochets Autobahn?

Ansonsten war er in der langen Geschichte der Schlächter der Menschheit insgesamt nur ein kleineres Licht. Ob das seinen Opfern Trost spendet? Oder der Wein?

Ich wünsche den Chilenen viel Glück mit der Restabwicklung Pinochets - und vertraue mal darauf, dass hierzu keine Ratschläge von meiner Seite benötigt werden.

Auf Englisch gibt's den schönen und prägnanten Ausdruck "good riddance!"

Prost
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Algol
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Anmeldungsdatum: 22.06.2006
Beiträge: 4797
Wohnort: Berlin

Beitrag(#618252) Verfasst am: 11.12.2006, 05:25    Titel: Antworten mit Zitat

NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
Ich warte gespannt auf die folgenden Postings, die den anklagenden Zeigefinger erheben werden gegen die "Häme gegenüber dem Tod eines Menschen" ... Mit den Augen rollen

NeinNein

So eine Häme gegenüber dem Tode eines Menschen.

Nein, so geht das nicht!
Ja, schon ganz gut so; könnte nur noch ein bisschen aggressiver sein, um wirklich glaubhaft zu wirken.

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Ich jedenfalls mache erstmal ein Fass auf.

Was hat denn der 91-jährige in seinen letzten Lebensjahren noch schlimmes angestellt?
Ein Tattergreis ist an Herzversagen gestorben . . .
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Algol
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Anmeldungsdatum: 22.06.2006
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Beitrag(#618253) Verfasst am: 11.12.2006, 05:28    Titel: Antworten mit Zitat

Pinochet hat die Opfer sicher nicht alleine gefoltert, verurteilt, hingerichtet oder aus dem Helikopter geworfen ...
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Ralf Rudolfy
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Beitrag(#618281) Verfasst am: 11.12.2006, 08:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht schade drum.
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Brahms
Geschwafelkommodore



Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 495

Beitrag(#618342) Verfasst am: 11.12.2006, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die Chilenen in Australien finden das lustig:

Chile is now PinoClean!
"It's not clean, unless it's PinoClean."

In den Australien bildete sich nach "9/11" (dem US-inspirierten Sturz der demokratisch gewählten Allende-Regierung am 11. September 1973 durch Pinochet und Konsorten) eine rege Emigrantengesellschaft der Chilenen). PinoClean ist ein beliebter, desinfizierender Haushaltsreiniger in Australien. Slogan: "it's not clean ...".

Haben eigentlich nach dem anderen "9/11" viele Amerikaner das Land in Angst verlassen?
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Zuletzt bearbeitet von Brahms am 12.12.2006, 07:00, insgesamt einmal bearbeitet
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AustinPowers
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Anmeldungsdatum: 13.03.2006
Beiträge: 214

Beitrag(#618351) Verfasst am: 11.12.2006, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Algol hat folgendes geschrieben:
Was hat denn der 91-jährige in seinen letzten Lebensjahren noch schlimmes angestellt?


Stell Dir vor, der Mörder eines Deiner Verwandten läuft frei rum. Für mich wäre das schlimm genug.

Bya
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lorenz
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Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 81

Beitrag(#618352) Verfasst am: 11.12.2006, 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Dass Pinochet eines natürlichen Todes gestorben ist, finde ich schade. Schade auch, dass es - aller Wahrscheinlichkeit nach - keinen Teufel gibt. Sonst könnte man hoffen, dass ihn jetzt endlich der Teufel geholt hat. Die Welt ist nicht gerecht.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#618534) Verfasst am: 11.12.2006, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Algol hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
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NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
Ich warte gespannt auf die folgenden Postings, die den anklagenden Zeigefinger erheben werden gegen die "Häme gegenüber dem Tod eines Menschen" ... Mit den Augen rollen

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Sein wir ehrlich: er war ein widerlicher Verbrecher und die Welt ist ein Stückchen besser ohne das Schwein.

Ich jedenfalls mache erstmal ein Fass auf.

Was hat denn der 91-jährige in seinen letzten Lebensjahren noch schlimmes angestellt?
Ein Tattergreis ist an Herzversagen gestorben . . .


Was hat denn eigentlich Saddam Hussein in den letzten 2 Jahren noch schlimmes angestellt? Bloss weil der jetzt 'nen Bart hat? Sehr glücklich

Mord verjaehrt nun mal nicht und man soll die Feste feiern wie sie fallen... Sehr glücklich

Gruss, Bernie
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#618545) Verfasst am: 11.12.2006, 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Das Amiland hats mal wieder geschafft: Mal wird ein Diktator an die Macht befördert, mal abgesetzet, mal wird einer vom jeweiligen Klientelstaat hingerichtet, mal darf einer in Freiheit nen Herzinfarkt kriegen.
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Brahms
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 495

Beitrag(#619616) Verfasst am: 13.12.2006, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Pinochets letzter Abschied war natürlich eifrig von miliärischem Zeremoniell umgeben. Im Gegensatz zu anderen öffentlichen Gebäuden wurde bei militärischen Einrichtungen die Flagge auf Halbmast gesetzt Warum das so möglich war, dazu muss man wohl die chilenische Verteidugungsministerin fragen, die als einzige Regierungsangehörige auch dabei war und das Generalsbegräbnis auf einem Militärgrundstück erst ermöglichte.


Den Vogel schoss wie selbstverständlich aber die katholische Kirche ab. Erzbischaof Kardinal (langer, komplizierter Name) hielt die Trauerrede und bezeichnete Pinochet als "die Seele Chiles".

Der Leichnam Pinochets wurde übrigens eingäschert. Die Familie verzichtete aufgrund der Gefahr von Schändung auf die Errichtung einer Grabstätte. Am Ende doch noch ein gewisser residueller Anstand wie auch immer indirekt?
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ALGDGADU
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Anmeldungsdatum: 12.01.2004
Beiträge: 392
Wohnort: Nürnberg

Beitrag(#619639) Verfasst am: 13.12.2006, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Endlich zu sterben war das Beste, was Pinochet je für sein Land getan hat.

Mehr gibt es zu dieser Drecksau nicht zu sagen!
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 26398
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Beitrag(#620011) Verfasst am: 14.12.2006, 00:26    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24192/1.html (Lesetipp: Artikel von Telepolis)

Und was sich noch Demokrat schimpfen darf... das paläoliberale Miststück Thatcher...
Faschisten steht auch der demokratische Rock...

Zitat:
Von Chile aus wurden die Militärregierungen in Südamerika ein Versuchslaboratorium für wirtschaftspolitische und arbeitsrechtliche Maßnahmen, die, bewährten sie sich, im Westen übernommen wurden. Das enge Bündnis und die persönliche Freundschaft zwischen der britischen Premierministerin Margaret Thatcher war der sichtbare Ausdruck dieses Paktes: Als einzige bekannte Politikerin kondolierte Thatcher der Familie des Exdiktators am Sonntag.


Auch Deutschland konnte seine NS-Vergangenheit und die Sympathie für rechte Diktatoren nicht leugnen:

Zitat:
In Bonn ging man - besseren Wissens, wie heute bekannt ist - pfleglich mit dem Pinochet-Regime um. Wie ebenfalls in der FAZ zu lesen war, kam der damalige SPD-Staatsminister im Auswärtigen Amt, Hans-Jürgen Wischnewski, im Oktober mit einem "gemäßigten Urteil" von einer deutschen Beobachtungsreise aus Chile zurück. Über das Konzentrationslager, das im Stadion von Santiago eingerichtete wurde und in dem Hunderte ermordet wurden, sagte der vormalige CDU-Generalsekretär Bruno Heck als Delegationsteilnehmer und amtierender Präsident der parteinahen Konrad-Adenauer-Stiftung: Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm.


und dann dürfen die natürlich nicht fehlen:

http://derstandard.at/?url=/?id=2690898

Nein Soviel Zynismus und Geschichtsvergessenheit kann man fast schon mutig nennen...
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