Sexismus I
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Freigeisterhaus -> Kultur und Gesellschaft

#6271:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 01:55
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich muss zugeben, dass ich hinsichtlich der Rechtsprechung zunächst mal intuitiv mit der "Nein heißt Nein"-Regelung sympathisieren würde. Wirklich begründen kann ich das nicht, und ich weiß, dass ich in der Vergangenheit hier das eine oder andere gesagt habe, das in die andere Richtung ging. Ich bin zerrissen. [...] Andererseits bin ich mir der Problematik bewusst, dass man die Fähigkeit zu einem Nein nicht unbedingt voraussetzen kann, und auch der Tatsache, dass hinreichende Kommunikation (jedenfalls meiner Meinung nach) absolut essenziell ist, zumindest wwnn man einander nicht schon sehr gut kennt. In der Praxis handle ich selbst grundsätzlich nach dem "nur Ja heißt Ja"-Prinzip. Ob das auch so in die Gesetzgebung sollte - naja. Ich sehe jedenfalls einige Schwierigkeiten mit der Idee.

Das geht mir ganz ähnlich. Was ich hier mache, soll auch eher eine Prüfung der Argumente gegen als eine Stellungnahme für das "Nur Ja heißt Ja"-Prinzip im Gesetz sein.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
[...] Einerseits lehne ich eine Umkehr der Beweislast ab, weil das enorm leicht zu unschönen Fehlern oder gar absichtlichem Missbrauch der Gesetze führen kann. [...]

Eine Umkehr der Beweislast ist allerdings nicht vorgesehen: Eine Verletzung des "Nur Ja heißt Ja" müsste ja auch bewiesen werden.

Wie ich oben schon sagte: Das entsprechende Zitat einer schwedischen Politkerin halte ich für unplausibel (egal, ob der Fehler bei ihr oder bei der Wiedergabe liegt), u.a. weil es der Stellungnahme der Botschaft widerspricht und elementaren Rechtsprinzipien widerspräche, die explizit für dieses Gesetz außer Kraft gesetzt werden müssten.


Zuletzt bearbeitet von tillich (epigonal) am 23.12.2017, 02:02, insgesamt einmal bearbeitet

#6272:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 01:58
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Man kann Deutschland mit seinem neuen klaren "Nein heißt Nein" und Schweden mit seinem neuen "nur Ja heißt Ja" vielleicht als testing grounds für die beiden Modelle betrachten. Vielleicht wird sich dann zeigen, welches die bessere Regelung ist.

#6273:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 02:38
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tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

[...] u.a. weil es der Stellungnahme der Botschaft widerspricht und elementaren Rechtsprinzipien widerspräche, die explizit für dieses Gesetz außer Kraft gesetzt werden müssten.


Tarvoc hat folgendes geschrieben:
...testing grounds für die beiden Modelle ...


Die Bürokratisierung der Erotik. Lust wird auf dem Altar der vorgeblichen Rechtssicherheit geopfert.
Die (lustfeindlichen) Religiösen freuen sich im Verbund mit den Verklemmten.
Die parteiübergreifende Fraktion der Rechtsreferendare darf sich ihre Blümchen abholen ("Toll, wie ihr das formuliert habt").
Der alltagspraktische Nutzen ist gleich Null, neue Rechtsunsicherheiten und Themen für Kabarettisten werden geschaffen.
Immerhin etwas.

#6274:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 02:53
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AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
placebo hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Generell stellt sich die Frage, was für Fälle dann letztendlich aus so einem Gesetz resultieren.


Das ganze bewirkt nur die eh schon gespannte Atmosphäre zwischen Männer und Frauen nachhaltig zu vergiften.Einzig die Rechtsanwälte dürften davon profitieren.

Über manches kann man bei dieser Frage diskutieren. Aber so ein "Schutz der persönlichen Grenzen vergiftet die Atmosphäre"-"Argument" verdient gar keine Diskussion. Niveau ähnlich wie bei "Vergewaltigung in der Ehe strafbar zu machen zerstört die Institution der Ehe".


So ganz ignorieren sollte man diesen Gedanken nicht. Der Sinn des Gesetzes soll die Frauen besser schützen. Allerdings macht er Männer leichter als Sextäter angreifbar. Genau das befürchten Männer von diesem Gesetz. Man sollte den Kachelmann-Prozess nicht außer Acht lassen, der eine extreme Breitenwirkung hatte.

Und die „vergiftete Atmosphäre“ zwischen den Geschlechtern ist gar nicht zu leugnen. Im Gegenteil. Die heftige Abneigung schon gegen den Begriff „Gender“ ist trotz all ihrer Irrationalität wie man sie sogar hier im Forum antrifft, definitiv ein Symptom für die unklaren Geschlechterverhältnisse. Die Debatte über Mann und Frau in der postmodernen Gesellschaft wurde zu lange verschleppt und nicht ernstgenommen. Allenfalls auf Mario-Barth-Niveau rezipiert.

Tatsächlich sind vor allem Männer frustriert und irritiert, weil viele von ihnen nicht wissen, wie sie ihre Rollen in Beziehungen und der Gesellschaft einnehmen sollen. Die Emanzipation der Frau hat die ungerechte aber stabile Rollenverteilung zerstört, und das individualisierte männliche Subjekt hinkt der gesellschaftlichen Entwicklung hinterher und fühlt sich orientierungslos.

Und ja, durch solche Gesetze fühlen sich instabile Männer zusätzlich angegriffen.



Was ist daran "irrational", wenn man einen Begriff, ueber den man z.B. als "gendered violence task force" stolpert, eine Art neuartige hochspezialisierte "Campuspolizei" in manchen nordamerikanischen Bildungseinrichtungen, die dafuer sorgen kann, dass man sich fuer Dinge rechtfertigen muss, von denen man weder weiss, was einem konkret vorgeworfen wird noch wer einem das vorwirft, als etwas Bedrohliches empfindet?

"Gender" ist nicht einfach ein anderes Wort fuer Geschlecht, sondern das steht stellvertretend fuer eine als angebliche "Wissenschaft" verkleidete Ideologie, die zunehmend übergriffig wird.


Gender ist ein anerkannter wissenschaftlicher Begriff. Genderforschung ist anerkannte Wissenschaft. Deine Abneinung dagegen ist nichts anderes als irrationales Verhalten und selbst nichts anderes als unwissenschaftliche Ideologie.



Das hast Du aber brav aufgesagt.

#6275:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 02:54
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
Lust wird auf dem Altar der vorgeblichen Rechtssicherheit geopfert.

Eigentlich gehts ja eher um Ichhabekeine-Lust

#6276:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 02:55
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Man kann Deutschland mit seinem neuen klaren "Nein heißt Nein" und Schweden mit seinem neuen "nur Ja heißt Ja" vielleicht als testing grounds für die beiden Modelle betrachten. Vielleicht wird sich dann zeigen, welches die bessere Regelung ist.




Also doch: Gesetzgebung nicht nach gründlicher Überlegung, sondern nach dem "try-and-error"-Prinzip.


Sowas empfinde ich als "creepy", weil man so Rechtsunsicherheit schafft.

#6277:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 02:59
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Lust wird auf dem Altar der vorgeblichen Rechtssicherheit geopfert.

Eigentlich gehts ja eher um Ichhabekeine-Lust

Und? Das muss man jetzt gesetzlich manifestieren und damit alles gut machen?
Tillich, ich bittdich Smilie

#6278:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 10:20
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
...testing grounds für die beiden Modelle ...

Die Bürokratisierung der Erotik.

Nein. Die Verwissenschaftlichung der Sexualethik.

#6279:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 10:22
    —
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Man kann Deutschland mit seinem neuen klaren "Nein heißt Nein" und Schweden mit seinem neuen "nur Ja heißt Ja" vielleicht als testing grounds für die beiden Modelle betrachten. Vielleicht wird sich dann zeigen, welches die bessere Regelung ist.


Also doch: Gesetzgebung nicht nach gründlicher Überlegung, sondern nach dem "try and error"-Prinzip.


Non sequitur. Warum sich das nicht gegenseitig ausschließt und man um try and error sowieso nicht herumkommt, darfst du bei Popper nachlesen.

#6280:  Autor: BravopunkWohnort: Woanders BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 10:38
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:


... anscheinend ...


Scheinbar. Das heißt korrekt "scheinbar". Gern geschehen. Ich hab auch lang gebraucht, bis ich den Unterschied kapiert hab. Smilie

#6281:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 10:40
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Lust wird auf dem Altar der vorgeblichen Rechtssicherheit geopfert.

Eigentlich gehts ja eher um Ichhabekeine-Lust

Und? Das muss man jetzt gesetzlich manifestieren und damit alles gut machen?
Tillich, ich bittdich Smilie

Hast du gerade allen Ernstes geschrieben, es brauche eigentlich gar keine Gesetze gegen nicht-einvernehmlichen Geschlechtsverkehr? Oder wie habe ich diese Bemerkung sonst zu verstehen?

#6282:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 10:43
    —
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:


... anscheinend ...


Scheinbar. Das heißt korrekt "scheinbar". Gern geschehen. Ich hab auch lang gebraucht, bis ich den Unterschied kapiert hab. Smilie


Sowas kommt halt davon, wenn man Einzelworte zitiert statt ganze Sätze. Cool

#6283:  Autor: BravopunkWohnort: Woanders BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 11:25
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:


... anscheinend ...


Scheinbar. Das heißt korrekt "scheinbar". Gern geschehen. Ich hab auch lang gebraucht, bis ich den Unterschied kapiert hab. Smilie


Sowas kommt halt davon, wenn man Einzelworte zitiert statt ganze Sätze. Cool


Im Kontext macht es schon Sinn. Hast natürlich gut grinsen, weil du den Beitrag, aus dem ich zitierte, eine Sekunde vor meinem gelöscht hast. Macht aber diese Antwort von dir nicht gerade schlauer. Eigentlich macht es alles nur noch schlimmer.

#6284:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 11:29
    —
Bravopunk hat folgendes geschrieben:

Im Kontext macht es schon Sinn.

Klaaaar. Deshalb hast du den ja auch mit zitiert. Cool

Das neutrale "anscheinend" war schon völlig richtig. Ist aber jetzt auch egal, da das nicht mehr nachweisbar ist und du sowieso nur auf extrem billige Art und Weise rhetorisch punkten wolltest. Ein Argument ist in deinem Einzeiler ja auch nirgendwo zu finden.

#6285:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 11:41
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
...testing grounds für die beiden Modelle ...

Die Bürokratisierung der Erotik.

Nein. Die Verwissenschaftlichung der Sexualethik.


Seit wann sind Juristen Wissenschaftler?

Sie sind keine und sie werden auch dann keine, wenn sie im Auftrag von kleinbürgerllchen Sexualideologen neue Gesetze setzen, so wie ein Hund einen Haufen setzt.

#6286:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 11:43
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Man kann Deutschland mit seinem neuen klaren "Nein heißt Nein" und Schweden mit seinem neuen "nur Ja heißt Ja" vielleicht als testing grounds für die beiden Modelle betrachten. Vielleicht wird sich dann zeigen, welches die bessere Regelung ist.


Also doch: Gesetzgebung nicht nach gründlicher Überlegung, sondern nach dem "try and error"-Prinzip.


Non sequitur. Warum sich das nicht gegenseitig ausschließt und man um try and error sowieso nicht herumkommt, darfst du bei Popper nachlesen.


Jo bei Popper. Wie tief bist du gesunken?

#6287:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 12:13
    —
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

...Und die „vergiftete Atmosphäre“ zwischen den Geschlechtern ist gar nicht zu leugnen...


Tatsächlich? Also aus meiner Altagserfahrung kann ich das nun so gar nicht bestätigen. Kenne im RL allerdings auch kaum Leute, die sich wirklich für dieses Genderthema interessieren.

#6288:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 12:21
    —
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Jo bei Popper.

Oder bei Lenin. Von dem hat er das nämlich geklaut. Cool

#6289:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 12:30
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Man kann Deutschland mit seinem neuen klaren "Nein heißt Nein" und Schweden mit seinem neuen "nur Ja heißt Ja" vielleicht als testing grounds für die beiden Modelle betrachten. Vielleicht wird sich dann zeigen, welches die bessere Regelung ist.


Das wird nicht ganz einfach werden, denn die Zahlen sind jetzt schon in beiden Ländern nicht vergleichbar. Die Frage ist auch, was man als Erfolg des Gesetzes werten will. Verhinderte Straftaten tauchen nicht in Statistiken auf. Zumal man sich durchaus fragen könnte, ob eine verhinderte Vergewaltigung in einer Beziehung wirklich einen Erfolg darstellt. Das heisst ja nicht zwingend, dass die Partner, die als Beinahe-Täter in Frage kommen, plötzlich zu fürsorglichen Mitmenschen mutieren, sondern kann auch bedeuten, dass die ihr Dominanzstreben auf strafrechtlich weniger relevante Verhaltensweisen verlegen.

#6290:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 12:38
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
Zumal man sich durchaus fragen könnte, ob eine verhinderte Vergewaltigung in einer Beziehung wirklich einen Erfolg darstellt.

Lachen Im Vergleich zu einer stattgefundenen natürlich schon. Aber ich verstehe deinen Punkt und stimme diesem zu.

#6291:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 13:01
    —
Zumsel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

...Und die „vergiftete Atmosphäre“ zwischen den Geschlechtern ist gar nicht zu leugnen...


Tatsächlich? Also aus meiner Altagserfahrung kann ich das nun so gar nicht bestätigen. Kenne im RL allerdings auch kaum Leute, die sich wirklich für dieses Genderthema interessieren.


Wir nehmen im realen Leben Konflikte auch nicht als statistische Grösse oder Gruppenverhalten wahr, sondern als ganz konkrete Ereignisse mit ganz konkreten Akteuren.

#6292:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 13:13
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

...Und die „vergiftete Atmosphäre“ zwischen den Geschlechtern ist gar nicht zu leugnen...


Tatsächlich? Also aus meiner Altagserfahrung kann ich das nun so gar nicht bestätigen. Kenne im RL allerdings auch kaum Leute, die sich wirklich für dieses Genderthema interessieren.


Wir nehmen im realen Leben Konflikte auch nicht als statistische Grösse oder Gruppenverhalten wahr, sondern als ganz konkrete Ereignisse mit ganz konkreten Akteuren.


Dass es geschlechtsspezifische Konflikte gibt, bestreite ich ja gar nicht. Eine "Vergiftung" ist dann aber doch noch mal was anderes...

#6293:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 13:27
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Zumal man sich durchaus fragen könnte, ob eine verhinderte Vergewaltigung in einer Beziehung wirklich einen Erfolg darstellt.

Lachen Im Vergleich zu einer stattgefundenen natürlich schon. Aber ich verstehe deinen Punkt und stimme diesem zu.


Wenn Du da mal etwas weiter denkst, sollte doch die Frage, ob das Strafrecht wirklich das geeignete Instrument ist, um das eigentliche Problem zu lösen, nicht allzu abwegig klingen.

Das Strafrecht hat schon konstruktionsbedingt eine relativ hohe 'Wahrnehmungsschwelle'. Es ist ein grobes Messer, das als ultima ratio dient und eben kein fein justierbares Präzisionswerkzeug. Was jetzt in Schweden passiert, ist Finetuning an einem groben Werkzeug, anstatt einfach ein weniger grobes Werkzeug zu wählen.

#6294:  Autor: BravopunkWohnort: Woanders BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 13:50
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:

Im Kontext macht es schon Sinn.

Klaaaar. Deshalb hast du den ja auch mit zitiert. Cool

Das neutrale "anscheinend" war schon völlig richtig. Ist aber jetzt auch egal, da das nicht mehr nachweisbar ist und du sowieso nur auf extrem billige Art und Weise rhetorisch punkten wolltest. Ein Argument ist in deinem Einzeiler ja auch nirgendwo zu finden.


Du machst es nicht besser. Wirklich nicht.

#6295:  Autor: AdvocatusDiaboli BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 14:37
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Zumsel hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

...Und die „vergiftete Atmosphäre“ zwischen den Geschlechtern ist gar nicht zu leugnen...


Tatsächlich? Also aus meiner Altagserfahrung kann ich das nun so gar nicht bestätigen. Kenne im RL allerdings auch kaum Leute, die sich wirklich für dieses Genderthema interessieren.


Wir nehmen im realen Leben Konflikte auch nicht als statistische Grösse oder Gruppenverhalten wahr, sondern als ganz konkrete Ereignisse mit ganz konkreten Akteuren.


Dass es geschlechtsspezifische Konflikte gibt, bestreite ich ja gar nicht. Eine "Vergiftung" ist dann aber doch noch mal was anderes...


Finde eine Diskussion im Netz bei dem es um Männer/Frauen-Themen geht, in der es nicht zugeht wie in einem MMA-Käfig. zwinkern

#6296:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 15:54
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Zumsel hat folgendes geschrieben:

Dass es geschlechtsspezifische Konflikte gibt, bestreite ich ja gar nicht.


Meine Anmerkung war nur ergänzend gemeint, nicht als Widerspruch.

#6297:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 15:54
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AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

...Und die „vergiftete Atmosphäre“ zwischen den Geschlechtern ist gar nicht zu leugnen...


Tatsächlich? Also aus meiner Altagserfahrung kann ich das nun so gar nicht bestätigen. Kenne im RL allerdings auch kaum Leute, die sich wirklich für dieses Genderthema interessieren.


Wir nehmen im realen Leben Konflikte auch nicht als statistische Grösse oder Gruppenverhalten wahr, sondern als ganz konkrete Ereignisse mit ganz konkreten Akteuren.


Dass es geschlechtsspezifische Konflikte gibt, bestreite ich ja gar nicht. Eine "Vergiftung" ist dann aber doch noch mal was anderes...


Finde eine Diskussion im Netz bei dem es um Männer/Frauen-Themen geht, in der es nicht zugeht wie in einem MMA-Käfig. zwinkern


Ja, wenn es konkret um diese Themen geht, mag das so sein. Nur bestreite ich die Relevanz dieser Themen für das alltägliche Leben. Ich würde von mir z.B. sagen, dass ich mit Frauen nicht schlechter oder besser auskommen als mit Männern, meine Freundschaften zu Frauen sogar eher tiefer sind. Dabei bin ich gegenüber Genderthemen und frauenspezifischen Problemen ziemlich ignorant. Also natürlich nicht gegenüber eklatante Ungerechtigkeiten wie ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit oder widerlichen ordinären Sexismus, bei sowas bin ich instinktiv mit den Opfern solidarisch, aber mit so etwas wie gendergerechter Sprache oder Quoten für Aufsichtsräte braucht mir keiner zu kommen; nicht aus prinzipieller, kategorische Ablehnung, sondern eher aus mangelndem Interesse, die zeitlichen und intellektuellen Kapazitäten sind schließlich begrenzt und die Probleme der Welt schier unüberschaubar. Von meinen weiblichen Freunden und Bekannten kommen diesbezüglich aber kaum Beschwerden und es finden auch keine nennenswerten Überzeugungsversuche statt, die Prioritäten scheinen dort ähnlich gelagert.

#6298:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 15:59
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AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Finde eine Diskussion im Netz bei dem es um Männer/Frauen-Themen geht, in der es nicht zugeht wie in einem MMA-Käfig. zwinkern


Finde eine Diskussion im Netz über irgendein Thema, wo es nicht so zugeht.

#6299:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 16:03
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Kramer hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Finde eine Diskussion im Netz bei dem es um Männer/Frauen-Themen geht, in der es nicht zugeht wie in einem MMA-Käfig. ;)


Finde eine Diskussion im Netz über irgendein Thema, wo es nicht so zugeht.


Katzenbilder?

#6300:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 23.12.2017, 16:08
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zelig hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Finde eine Diskussion im Netz bei dem es um Männer/Frauen-Themen geht, in der es nicht zugeht wie in einem MMA-Käfig. zwinkern


Finde eine Diskussion im Netz über irgendein Thema, wo es nicht so zugeht.


Katzenbilder?


Aber auch nur, wenn es nicht zu viele Katzen sind.



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