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Strafe: Funktion und ethische Betrachtung
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Zumsel
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Beitrag(#404985) Verfasst am: 20.01.2006, 17:11    Titel: Strafe: Funktion und ethische Betrachtung Antworten mit Zitat

Thread von hier abgeteilt / Babyface



step hat folgendes geschrieben:
Bestrafung aus Rache oder zur Abschreckung lehne ich ab.


Aus Rache versteh ich. Aber aus Abschreckung? Bestrafung ist immer auch Abschreckung. Ansonsten hätten ja auch festgelegte Strafmaße (wie lebenslänglich für Mord) überhaupt keine Berechtigung. Das Strafmaßes müsste dann allein von der Frage abhängig gemacht werde, ob und für wie lange der jeweilige Täter eine erhöhte Bedrohung für die Gesellschaft darstellt. Ein Mörder, bei dem von einem Ausnahmemotiv ausgegangen würde, dürfte überhaupt nicht bestraft werden, wohingegen ein unverbesserlicher Handtaschendieb auf Lebenszeit eingesperrt gehörte.

Nicht dass ich damit die Forderung nach Zwangs-Kastration unterstützen würde. Ganz im Gegenteil. Nur: Generell zu sagen, Strafe aus Abschreckung sei abzulehnen, halte ich für problematisch.


Zuletzt bearbeitet von Zumsel am 20.01.2006, 17:15, insgesamt 2-mal bearbeitet
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DemonDeLuxe
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Beitrag(#404998) Verfasst am: 20.01.2006, 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Nur: Generell zu sagen, Strafe aus Abschreckung sei abzulehnen, halte ich für problematisch.


Stimmt schon. Aber der Abschreckungseffekt wir, gerade bei schweren Straftaten, überschätzt. Abschreckung appeliert an die Ratio, und genau die ist bei Gewalt- und Sexualdelikten oft mindestens temporär außer Kraft.

Die tragende Säule des Strafrechts ist daher heute in erster Linie der Schutz der Gesellschaft vor dem Straftäter; der Abschreckungsgedanke ist zurückgetreten (das ist der Punkt, der einige, die das nicht wissen bzw. nicht verstanden haben, immer so gerne nach "drakonischen Strafen" schreien lässt).
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Zumsel
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Beitrag(#405006) Verfasst am: 20.01.2006, 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

DemonDeLuxe hat folgendes geschrieben:
Die tragende Säule des Strafrechts ist daher heute in erster Linie der Schutz der Gesellschaft vor dem Straftäter; der Abschreckungsgedanke ist zurückgetreten


Das glaube ich nun nicht. Geldstrafen zum Beispiel begründen sich ausschließlich durch Abschreckungseffekt. Oder: Dass ein armer Schlucker nicht die nächste Bank überfällt oder seinem Ex-Chef, der ihn entlassen hat, die Gurgel umdreht,, ist doch nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass er bei so etwas mehr zu verlieren als zu gewinnen hätte.
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step
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Beitrag(#405102) Verfasst am: 20.01.2006, 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Bestrafung aus Rache oder zur Abschreckung lehne ich ab.

Aus Rache versteh ich. Aber aus Abschreckung? Bestrafung ist immer auch Abschreckung. Ansonsten hätten ja auch festgelegte Strafmaße (wie lebenslänglich für Mord) überhaupt keine Berechtigung.

Haben sie auch mE nicht.

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Das Strafmaßes müsste dann allein von der Frage abhängig gemacht werde, ob und für wie lange der jeweilige Täter eine erhöhte Bedrohung für die Gesellschaft darstellt. Ein Mörder, bei dem von einem Ausnahmemotiv ausgegangen würde, dürfte überhaupt nicht bestraft werden, ...

Genau.

Zumsel hat folgendes geschrieben:
... wohingegen ein unverbesserlicher Handtaschendieb auf Lebenszeit eingesperrt gehörte.

Naja, ich plädiere dafür, weniger drakonische Wege zu finden, ihn zu hindern. Aber im Prinzip ja.

Wohlgemerkt: Bisher geht es nur um das Konzept der Strafe, das ich generell ablehne. Das heißt nicht, daß es neben dem Schutz der Gesellschaft nicht noch andere ethisch vertretbare oder sogar notwendige Folgeaktionen geben kann. Beispielsweise fände ich es ethisch vertretbar, den Handtaschendieb zu einem Täter-Opfer-Ausgleich zu verpflichten. Bei Kapitalverbrechen geht das natürlich nicht 1:1.

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Nicht dass ich damit die Forderung nach Zwangs-Kastration unterstützen würde. Ganz im Gegenteil. Nur: Generell zu sagen, Strafe aus Abschreckung sei abzulehnen, halte ich für problematisch.

Man kann natürlich aus praktischen Gründen für Strafe als Abschreckung plädieren (mal dahingestellt wie gut Abschreckung funktioniert), aber es fällt mir schwer, ein ethisches oder humanitär tragbares Argument für Schuld und Bestrafung zu erkennen.
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step
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Beitrag(#405108) Verfasst am: 20.01.2006, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
DemonDeLuxe hat folgendes geschrieben:
Die tragende Säule des Strafrechts ist daher heute in erster Linie der Schutz der Gesellschaft vor dem Straftäter; der Abschreckungsgedanke ist zurückgetreten

Das glaube ich nun nicht. Geldstrafen zum Beispiel begründen sich ausschließlich durch Abschreckungseffekt. Oder: Dass ein armer Schlucker nicht die nächste Bank überfällt oder seinem Ex-Chef, der ihn entlassen hat, die Gurgel umdreht, ist doch nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass er bei so etwas mehr zu verlieren als zu gewinnen hätte.

Das Argument ist nicht korrekt. Der Abschreckungsgedanke tritt mglw. nicht deshalb in den Hintergrund, weil Abschreckung nicht funktioniert, sondern weil er ethisch nicht zu halten ist.
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Zumsel
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Beitrag(#405137) Verfasst am: 20.01.2006, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Haben sie auch mE nicht.


Wie willst du dann beispielsweise verhindern, dass ein Familienvater Selbstjustiz am Mörder seines Kindes verübt, wenn er sich sicher sein kann, in der Gerichtsverhandlung als "nicht weiter gefährlich" eingestuft zu werden.

step hat folgendes geschrieben:
Das Argument ist nicht korrekt. Der Abschreckungsgedanke tritt mglw. nicht deshalb in den Hintergrund, weil Abschreckung nicht funktioniert, sondern weil er ethisch nicht zu halten ist.


Ethisch oder moralisch? Wenn Abschreckung dazu führt, dass die Gesellschaft stabiler ist, ist das doch ein hinreichendes ethisches Argument. Ob es auch moralisch haltbar ist, hängt von der jeweiligen Moral ab.
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step
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Beitrag(#405194) Verfasst am: 20.01.2006, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Wie willst du dann beispielsweise verhindern, dass ein Familienvater Selbstjustiz am Mörder seines Kindes verübt, wenn er sich sicher sein kann, in der Gerichtsverhandlung als "nicht weiter gefährlich" eingestuft zu werden.

Z.B. indem Mörder und/oder Vater entsprechend betreut werden. Du nennst hier einen Fall, in dem archaische Rachegefühle durchschlagen (verständlicherweise). Heißt das, Du willst die persönliche Rache durch die Rache der Gesellschaft ersetzen? Denn wie sonst sollte sie den Vater befriedigen?

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Wenn Abschreckung dazu führt, dass die Gesellschaft stabiler ist, ist das doch ein hinreichendes ethisches Argument. ...

Ja, wenn man eine extrem gesellschaftsorientierte Ethik hätte. Aber mit Humnaismus und individuellen Menschenrechten geht das eben nicht mehr so einfach. Übrigens würde ich Deine Argumentation nur äußerst vorsichtig verwenden. Stell Dir mal vor, was man anstelle von "Abschreckung" sonst so in Deinem Satz einfügen könnte, ohne daß er falscher wird ...
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DemonDeLuxe
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Beitrag(#405202) Verfasst am: 20.01.2006, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Das glaube ich nun nicht. Geldstrafen zum Beispiel begründen sich ausschließlich durch Abschreckungseffekt. Oder: Dass ein armer Schlucker nicht die nächste Bank überfällt oder seinem Ex-Chef, der ihn entlassen hat, die Gurgel umdreht,, ist doch nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass er bei so etwas mehr zu verlieren als zu gewinnen hätte.


Es ging um Gewalt- und Sexualverbrechen, also typischerweise Haftstrafen.
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Daisy
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Beitrag(#405366) Verfasst am: 20.01.2006, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Beispielsweise fände ich es ethisch vertretbar, den Handtaschendieb zu einem Täter-Opfer-Ausgleich zu verpflichten. Bei Kapitalverbrechen geht das natürlich nicht 1:1.


Kannst Du das bitte näher erläutern? Ich verstehe das im Moment, glaub ich, falsch.
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Tarvoc
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Beitrag(#405379) Verfasst am: 20.01.2006, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

R.A. Wilson beschreibt in "Schrödingers Katze" ein interessantes System:

1. 'Crimes without Victim', wie z.B. Drogenmissbrauch, werden komplett gestrichen, allerdings finden umfangreiche Aufklärungskampagnen statt.

2. 'Crimes against Property', wie z.B. Diebstahl, verpflichten den überführten Täter dazu, entweder den Gegenstand zurückzugeben oder seinen Wert zu erstatten. Ist der Täter dazu unfähig, übernimmt der Staat die Erstattung und der Täter leistet entsprechende Sozialdienste.

3. 'Violent Crimes' wie z.B. Mord werden geahndet, indem man die Täter in eine von der Gesellschaft abgetrennte Zone bringt, wo sie nach ihren eigenen Regeln und Gesetzen leben können (allerdings mit ausreichend Industrie, um eine einigermaßen akzeptable Versorgung zu garantieren).

Punkt 3 finde ich ethisch allerdings arg kritisch. Ich frage mich, ob die herkömmlichen Gefängnisse da nicht eher vertretbar wären...
Oder irgendwas ganz Anderes...
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step
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Beitrag(#405384) Verfasst am: 20.01.2006, 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Beispielsweise fände ich es ethisch vertretbar, den Handtaschendieb zu einem Täter-Opfer-Ausgleich zu verpflichten. Bei Kapitalverbrechen geht das natürlich nicht 1:1.

Kannst Du das bitte näher erläutern? Ich verstehe das im Moment, glaub ich, falsch.

Der Täter wird sozial gedrängt, etwas zu tun, damit die verletzte Würde des Opfers (, ...der Angehörigen, symbolisch der Gesellschaft) wenigstens zum Teil bedient wird, evtl. auch um seine Vertrauenswürdigkeit ansatzweise wiederherzustellen. Fängt an beim Schadensersatz an, kann aber auch Einsicht in das Fehlverhalten sein, oder ein gemeinnütziger Dienst. Das löst sicher nicht alle Probleme, aber bei diesem Zwang steht nicht die Bestrafung im Vordergrund, sondern die Übernahme von Verantwortung (oder so). Und funktioniert nur bei einsichtigen Tätern.
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Zuletzt bearbeitet von step am 20.01.2006, 23:42, insgesamt einmal bearbeitet
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Daisy
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Beitrag(#405387) Verfasst am: 20.01.2006, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
R.A. Wilson beschreibt in "Schrödingers Katze" ein interessantes System:

1. 'Crimes without Victim', wie z.B. Drogenmissbrauch, werden komplett gestrichen, allerdings finden umfangreiche Aufklärungskampagnen statt.

2. 'Crimes against Property', wie z.B. Diebstahl, verpflichten den überführten Täter dazu, entweder den Gegenstand zurückzugeben oder seinen Wert zu erstatten. Ist der Täter dazu unfähig, übernimmt der Staat die Erstattung und der Täter leistet entsprechende Sozialdienste.

3. 'Violent Crimes' wie z.B. Mord werden geahndet, indem man die Täter in eine von der Gesellschaft abgetrennte Zone bringt, wo sie nach ihren eigenen Regeln und Gesetzen leben können (allerdings mit ausreichend Industrie, um eine einigermaßen akzeptable Versorgung zu garantieren).

Punkt 3 finde ich ethisch allerdings arg kritisch. Ich frage mich, ob die herkömmlichen Gefängnisse da nicht eher vertretbar wären...
Oder irgendwas ganz Anderes...


Zu Punkt 2: Macht einer das nicht aus dem Grund, weil er NICHTS hat?
Zu Punkt 3: Warum braucht ein Häftling ausreichend Industrie? Damit er sich nicht langweilt oder wie? Am Kopf kratzen
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Daisy
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Beitrag(#405390) Verfasst am: 20.01.2006, 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Daisy hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Beispielsweise fände ich es ethisch vertretbar, den Handtaschendieb zu einem Täter-Opfer-Ausgleich zu verpflichten. Bei Kapitalverbrechen geht das natürlich nicht 1:1.

Kannst Du das bitte näher erläutern? Ich verstehe das im Moment, glaub ich, falsch.

Der Täter wird sozial gedrängt, etwas zu tun, damit die verletzte Würde des Opfers (, ...der Angehörigen, symbolisch der Gesellschaft) wenigstens zum Teil bedient wird, evtl. auch um seine Vertrauenswürdigkeit ansatzweise wiederherzustellen. Fängt an beim Schadensersatz an, kann aber auch Einsicht in das Fehlverhalten sein, oder ein gemeinnütziger Dienst. Das löst sicher nicht alle Probleme, aber bei diesem Zwang steht nicht die Bestrafung im Vordergrund, sondern die Übernahme von Verantwortung (oder so). Und funktioniert nur bei einsichtigen Tätern.


Was bringt es also, das zu fordern? Wäre ein Täter einsichtig, wäre er doch nicht zum Täter geworden, Step. Ich halte das für Quatsch und absolut nicht ausreichend, daß sich Familienangehörige besser fühlen.
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Tarvoc
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Beitrag(#405392) Verfasst am: 20.01.2006, 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Macht einer das nicht aus dem Grund, weil er NICHTS hat?

Keine Ahnung. Diebstahl, Sachbeschädigung, etc. finden aus ganz unterschiedlichen Gründen statt.

Ach ja: Die Gesellschaft, die Wilson in dem Buch beschreibt, ist übrigens gerade dabei, ihre sozialen Probleme durch Technologisierung und Automatisierung vollständig zu lösen...

Daisy hat folgendes geschrieben:
Warum braucht ein Häftling ausreichend Industrie? Damit er sich nicht langweilt oder wie? Am Kopf kratzen

Damit er 'was zu Beißen hat. Immerhin sind diese Zonen komplett von der Gesellschaft abgetrennt.
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step
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Beitrag(#405401) Verfasst am: 20.01.2006, 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Zu Punkt 2: Macht einer das nicht aus dem Grund, weil er NICHTS hat?

Nein, höchstens weil er meint, nicht GENUG zu haben (für sein Selbstbewußtsein, seine Wünsche, ...). Und dazu kommt oft eine Sozialisierung mit sagen wir spezieller Moral.
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Daisy
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Beitrag(#405405) Verfasst am: 20.01.2006, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ach ja: Die Gesellschaft, die Wilson in dem Buch beschreibt, ist übrigens gerade dabei, ihre sozialen Probleme durch Technologisierung und Automatisierung vollständig zu lösen...

Daisy hat folgendes geschrieben:
Warum braucht ein Häftling ausreichend Industrie? Damit er sich nicht langweilt oder wie? Am Kopf kratzen

Damit er 'was zu Beißen hat. Immerhin sind diese Zonen komplett von der Gesellschaft abgetrennt.


Soziale Probleme durch Technologisierung und Automatisierung lösen? Wow ... das hätte eventuell die Vorlage für Aldous Huxley gegeben. Aber eigentlich sind wir ja auf dem besten Wege dahin.

"Damit er was zum Beissen hat ..." - und "Immerhin ..." Mich stört das Wort IMMERHIN. Schließlich ist ein Verbrecher freiwillig zum Gesetzesbrecher geworden. Warum dann auch noch Wohlstand?
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Daisy
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Beitrag(#405408) Verfasst am: 20.01.2006, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Daisy hat folgendes geschrieben:
Zu Punkt 2: Macht einer das nicht aus dem Grund, weil er NICHTS hat?

Nein, höchstens weil er meint, nicht GENUG zu haben (für sein Selbstbewußtsein, seine Wünsche, ...). Und dazu kommt oft eine Sozialisierung mit sagen wir spezieller Moral.


Weißt Du, Step, ich finde die Theorie irgendwie interessant. Das würde für mich erklären, warum Bankräuber nie nur 3 x Banken überfallen, sondern mindestens 5 x. Ich hab mir darüber tatsächlich schon öfter Gedanken gemacht: Kriegen die ihren Kragen nicht voll oder genügt es einfach, einmal die Hemmschwelle übertreten zu haben?
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step
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Beitrag(#405410) Verfasst am: 20.01.2006, 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Was bringt es also, das zu fordern? Wäre ein Täter einsichtig, wäre er doch nicht zum Täter geworden, Step.

Die Einsicht könnte nach der Tat kommen.

Daisy hat folgendes geschrieben:
Ich halte das für ... absolut nicht ausreichend, daß sich Familienangehörige besser fühlen.

Sehe ich auch so. Aber es ging ja hier nur darum, zu was man den Täter "verdonnert", zusätzlich zum Schutz der Gesellschaft vor Wiederholung, und nicht darum, wie man die Opfer sonst noch behandeln muß.

Also auch an Dich die Frage: Findest Du, die Tatsache, daß sich Familienangehörige besser fühlen, wenn der Täter exekutiert wurde (ist in US mehrheitlich der Fall), sei ein Argument für die Todesstrafe? Dgl. mit Gefängnishaft.
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Daisy
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Beitrag(#405415) Verfasst am: 21.01.2006, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Also auch an Dich die Frage: Findest Du, die Tatsache, daß sich Familienangehörige besser fühlen, wenn der Täter exekutiert wurde (ist in US mehrheitlich der Fall), sei ein Argument für die Todesstrafe? Dgl. mit Gefängnishaft.


Nein. Ich bin absoluter Gegner der Todesstrafe. Ich finde, daß es nichts unmenschlicheres gibt. Ich diskutiere nur deshalb mit, weil ich selbst nicht weiß, was man besser machen könnte. Ich hab leider auch kein Patentrezept für "Bestrafung". Ich weiß nur, daß Töten keine Lösung ist. Vorallem nicht, wenn jemand sowieso schon Jahre in einer Todeszelle zugebracht hat. Ich empfinde das als Strafe genug. Einer Ratte gehts da besser.
Aber was macht man mit kranken Menschen? Leute, die z.B. Kinder misshandeln? Auch nach Therapie? Mir fällt da immer wieder das Thema Zwangskastration ein, aber ich bin kein Arzt und weiß es nicht zu beurteilen, ob das überhaupt was bringt. Und vorallem: Darf man das tun?
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step
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Beitrag(#405422) Verfasst am: 21.01.2006, 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Daisy hat folgendes geschrieben:
Zu Punkt 2: Macht einer das nicht aus dem Grund, weil er NICHTS hat?

Nein, höchstens weil er meint, nicht GENUG zu haben (für sein Selbstbewußtsein, seine Wünsche, ...). Und dazu kommt oft eine Sozialisierung mit sagen wir spezieller Moral.

Weißt Du, Step, ich finde die Theorie irgendwie interessant. Das würde für mich erklären, warum Bankräuber nie nur 3 x Banken überfallen, sondern mindestens 5 x.

Stimmt, meist erbeuten sie einfach zu wenig, um sich einen Porsche zu kaufen und ein neues Leben in Paraguay anzufangen, anstatt von der Sozialhilfe zu leben und sich blöde anmachen zu lassen. Es gibt natürlich auch den verzweifelten Verschuldeten, der vorher nicht kapiert hat, daß die Bank sein Geld will und nicht sein Haus im Grünen finanziert. Und ist der nun wirklich schuldig oder nicht einfach nur eine arme Sau? Was ist, wenn er beim Überfall durchknallt? Opfer der Umstände, Held der Revolution oder krimineller Psychopath?

Daisy hat folgendes geschrieben:
Ich hab mir darüber tatsächlich schon öfter Gedanken gemacht: Kriegen die ihren Kragen nicht voll oder genügt es einfach, einmal die Hemmschwelle übertreten zu haben?

Soll wohl beides vorkommen.
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Tarvoc
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Beitrag(#405429) Verfasst am: 21.01.2006, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Wow ... das hätte eventuell die Vorlage für Aldous Huxley gegeben.

Wilsons Romantrilogie wurde nach Huxleys Roman geschrieben.
Allerdings hat Wilson Huxley gekannt: beide waren zeitweilig Schüler von Leary.

Allerdings lässt sich die Gesellschaft, die Wilson beschreibt, nur schwerlich mit der in Brave New World vergleichen.
Die Gesellschaft, die Wilson beschreibt, ist freiheitlich und demokratisch. Und sie befindet sich ja auch erst im Übergang zur Lösung der sozialen Probleme...

In einem der drei Bände erzählt er übrigens von einem Paralelluniversum, in dem ein wahnsinniger, autoritär-faschistischer und religiös fanatisierter Fortschrittsfeind an die Macht gekommen ist: Dort geht alles vor die Hunde. Mr. Green

Daisy hat folgendes geschrieben:
"Damit er was zum Beissen hat ..." - und "Immerhin ..." Mich stört das Wort IMMERHIN.

Mich auch. zwinkern
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Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 21.01.2006, 00:11, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Daisy
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Beitrag(#405431) Verfasst am: 21.01.2006, 00:10    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Daisy hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Daisy hat folgendes geschrieben:
Zu Punkt 2: Macht einer das nicht aus dem Grund, weil er NICHTS hat?

Nein, höchstens weil er meint, nicht GENUG zu haben (für sein Selbstbewußtsein, seine Wünsche, ...). Und dazu kommt oft eine Sozialisierung mit sagen wir spezieller Moral.

Weißt Du, Step, ich finde die Theorie irgendwie interessant. Das würde für mich erklären, warum Bankräuber nie nur 3 x Banken überfallen, sondern mindestens 5 x.

Stimmt, meist erbeuten sie einfach zu wenig, um sich einen Porsche zu kaufen und ein neues Leben in Paraguay anzufangen, anstatt von der Sozialhilfe zu leben und sich blöde anmachen zu lassen. Es gibt natürlich auch den verzweifelten Verschuldeten, der vorher nicht kapiert hat, daß die Bank sein Geld will und nicht sein Haus im Grünen finanziert. Und ist der nun wirklich schuldig oder nicht einfach nur eine arme Sau? Was ist, wenn er beim Überfall durchknallt? Opfer der Umstände, Held der Revolution oder krimineller Psychopath?

Daisy hat folgendes geschrieben:
Ich hab mir darüber tatsächlich schon öfter Gedanken gemacht: Kriegen die ihren Kragen nicht voll oder genügt es einfach, einmal die Hemmschwelle übertreten zu haben?

Soll wohl beides vorkommen.


Wenn einer echt notleidend ist, kann ich ja noch nachvollziehen, daß er versucht, eine Bank zu überfallen. Das ist für mich eher ein Kavaliersdelikt. Was ich aber NIEMALS verstehen werde ist, daß jemand ein Baby oder eine Seniorin vergewaltigt. Wie stehst Du dazu?
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Daisy
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Beitrag(#405434) Verfasst am: 21.01.2006, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Daisy hat folgendes geschrieben:
Wow ... das hätte eventuell die Vorlage für Aldous Huxley gegeben.

Wilsons Romantrilogie wurde nach Huxleys Roman geschrieben.
Allerdings hat Wilson Huxley gekannt: beide waren zeitweilig Schüler von Leary.

Allerdings lässt sich die Gesellschaft, die Wilson beschreibt, nur schwerlich mit der in Brave New World vergleichen.
Die Gesellschaft, die Wilson beschreibt, ist freiheitlich und demokratisch. Und sie befindet sich ja auch erst im Übergang zur Lösung der sozialen Probleme...

In einem der drei Bände berichtet er übrigens von einem Paralelluniversum, in dem ein wahnsinniger, autoritär-faschistischer und religiös fanatisierter Fortschrittsfeind an die Macht gekommen ist: Dort geht alles vor die Hunde. Mr. Green

Daisy hat folgendes geschrieben:
"Damit er was zum Beissen hat ..." - und "Immerhin ..." Mich stört das Wort IMMERHIN.

Mich auch. zwinkern


Hm ... Paralleluniversum. Redet man sich da nicht was schön? Sehr glücklich Was hältst Du von diesen literarischen Ergüssen so ganz persönlich?
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Beitrag(#405435) Verfasst am: 21.01.2006, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Aber was macht man mit kranken Menschen? Leute, die z.B. Kinder misshandeln? Auch nach Therapie? Mir fällt da immer wieder das Thema Zwangskastration ein, aber ich bin kein Arzt und weiß es nicht zu beurteilen, ob das überhaupt was bringt. Und vorallem: Darf man das tun?

Wie gesagt, ich finde eher NEIN. Der Schutz der Gesellschaft muß auf eine Weise erfolgen, die möglichst human ist, etwa indem man eine Auswahl anbietet. Wäre ich solch ein Verbrecher, würde ich z.B. eine elektronische Überwachung als das geringere Übel ansehen. Oder eine partielle Reprogrammierung, wenn es so etwas mal gibt. Am besten etwas, dessen Nutzen ich einsehe. Häufig haben solche Verbrecher ja Einsicht, aber sich eben nicht im Griff.
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Zuletzt bearbeitet von step am 21.01.2006, 00:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#405441) Verfasst am: 21.01.2006, 00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Wenn einer echt notleidend ist, kann ich ja noch nachvollziehen, daß er versucht, eine Bank zu überfallen. Das ist für mich eher ein Kavaliersdelikt.

Ja, in dem Sinne, daß seine Motive nachvollziehbar sind. Aber aus Sicht möglicher Opfer kann es sehr schwerwiegend sein.

Daisy hat folgendes geschrieben:
Was ich aber NIEMALS verstehen werde ist, daß jemand ein Baby oder eine Seniorin vergewaltigt. Wie stehst Du dazu?

Rational betrachtet finde ich das als Naturalist / Determinist zwar untypisch, aber es geschieht eben. Ethisch kann ich nicht begründen, warum man ihn bestrafen sollte. Gefühlsmäßig stößt sein Handlung mich ab.
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Tarvoc
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Beitrag(#405446) Verfasst am: 21.01.2006, 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Hm ... Paralleluniversum. Redet man sich da nicht was schön? Sehr glücklich


Aber sicher. zwinkern Aber das kann im Grunde als einer von Wilsons Scherzen aufgefasst werden...
Wilson betont immer wieder, dass die 'Schrödingers Katze'-Trilogie drei Extreme zum Gegenstand hat, die jedoch alle Überlappungen miteinander haben.
In der Mitte liegt... das muss jeder selbst herausfinden. zwinkern

Daisy hat folgendes geschrieben:
Was hältst Du von diesen literarischen Ergüssen so ganz persönlich?


Ich mag Wilson sehr gerne. Schrödingers Katze finde ich allerdings nicht so gut wie Illuminatus.
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Zum Augenblicke dürft ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
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Daisy
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Beitrag(#405458) Verfasst am: 21.01.2006, 00:26    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Häufig haben solche Verbrecher ja Einsicht, aber sich eben nicht im Griff.


Genügend Verbrecher dieser Art geben zu, daß sie ihren Drang nicht kontrollieren können. Es gibt sogar solche, die eine Kastration wollen, weil sie mit ihrer Schuld nicht leben können. Eine elektronische Fußfessel halte ich persönlich für sinnlos, denn sie verhindert kein Delikt.

Was ich aber ECHT zum kotzen finde sind solche, die absichtlich im nachhinein einen auf Psycho machen und die Tat aber absolut rational geplant haben. Zufälligerweise habe ich in meinem Bekanntenkreis ZWEI solcher Fälle erlebt. Der eine hat einen abgestochen (mit Vorankündigung) und ist nach 4 Jahren bereits wieder raus. Der andere hat seine ehemalige Freundin abgeschlachtet, sich anschließend die Klamotten ausgezogen und ist nackig durch das Dorf gelaufen. Sein Prozess lief milde ab, weil man ihm nicht nachweisen konnte, daß er sein Schlachtermesser absichtlich mitgebracht hatte. Er brachte es nach dem Mord noch fertig, die Mutter der Toten anzurufen und ihr zu sagen, daß sie ihre Tochter schnell besuchen soll, weil sie nämlich sonst verblutet ist.

Ist DAS gerecht?
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Daisy
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Beitrag(#405460) Verfasst am: 21.01.2006, 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Oh. ich vergaß: Ich kenne noch einen Dritten, der mittlerweile lebenslänglich gekriegt hat, nachdem er 4 Menschen umbrachte. Aus Habgier übrigens.
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step
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Beitrag(#405464) Verfasst am: 21.01.2006, 00:30    Titel: Antworten mit Zitat

Daisy hat folgendes geschrieben:
Oh. ich vergaß: Ich kenne noch einen Dritten, der mittlerweile lebenslänglich gekriegt hat, nachdem er 4 Menschen umbrachte. Aus Habgier übrigens.

So jemand muß doch Narzist und lieblos sozialisiert sein, oder?
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Daisy
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Beitrag(#405466) Verfasst am: 21.01.2006, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Illuminatus.


Hm ... bei Illuminatus kann ich nicht mitreden - das hat mein Mann gelesen Lachen Grundsätzlich mag ich aber solche Bücher irgendwie. Ich finde, sie regen zumindest zum Denken an und wer hat nicht gerne so kleine Verschwörerchen?

Cool

Apropos Illuminatus: Gibts oder gabs die Illuminaten nun oder nicht? Ich erinnere an den Film "23"
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