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„Atheist“ ein Schimpfwort oder nicht?
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Chris
registrierter User



Anmeldungsdatum: 10.01.2009
Beiträge: 7

Beitrag(#1408531) Verfasst am: 22.12.2009, 14:03    Titel: „Atheist“ ein Schimpfwort oder nicht? Antworten mit Zitat

Hallo, ich wüßte gern was ihr darüber denkt.
Kürzlich habe ich jemanden, der den Glauben an Gott ablehnt, ohne böse Absicht als Atheisten bezeichnet.

Zu meiner Überraschung mußte ich hören, dass dies ein Schimpfwort sei.

Wie denkt ihr darüber? Darf man das Wort „Atheist“ verwenden? Ist „Atheist auch nach Eurer Überzeugung ein Schimpfwort?

Grüße
Chris
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GermanHeretic
Individualoptimist & Kulturpessimist



Anmeldungsdatum: 16.06.2004
Beiträge: 4932

Beitrag(#1408534) Verfasst am: 22.12.2009, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Dem einen seine heilige Kuh ist dem nächsten sein Schnitzel.
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"Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück." (Henrik Ibsen)
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 6100
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#1408538) Verfasst am: 22.12.2009, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Eindeutig nicht!!

Ich bin stolz darauf, Atheistin zu sein. Wenn ich so ein T-Shirt fände, würde ich es tragen. (Jaja, lacht ruhig... Cool ).


A.
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boomklever
Couldn't Stand the Weather



Anmeldungsdatum: 25.07.2006
Beiträge: 10938
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1408540) Verfasst am: 22.12.2009, 14:17    Titel: Re: „Atheist“ ein Schimpfwort oder nicht? Antworten mit Zitat

Chris hat folgendes geschrieben:

Wie denkt ihr darüber? Darf man das Wort „Atheist“ verwenden? Ist „Atheist auch nach Eurer Überzeugung ein Schimpfwort?

Ja und nein - kein Schimpfwort sondern ein Ausdruck eines gesunden Verstandes.
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El arroyo de la sierra
Me complace más que el mar.

-- José Martí
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1408541) Verfasst am: 22.12.2009, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso sollte das ein Schimpfort sein?

Und wie würde derjenige sich dann selber bezeichnen?

Ich kann mir gerade noch vorstellen, dass jemand sich selber anti-theist sieht, und nicht mit den feigen agnostikern und einfachen atheisten verwechselt werden will, aber das macht es nicht zu einem Schimpfwort.
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Sylvia Browne - Wahrsager oder Scharlatan?
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#1408544) Verfasst am: 22.12.2009, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Praktisch kann jedes Wort zum Schimpfwort werden, wenn man es nur so verwendet.

Aber prinzipiell ist Atheist natürlich kein Schimpfwort.
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esme
lebt ohne schützende Gänsefüßchen.



Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 5667

Beitrag(#1408550) Verfasst am: 22.12.2009, 14:34    Titel: Re: „Atheist“ ein Schimpfwort oder nicht? Antworten mit Zitat

Chris hat folgendes geschrieben:

Kürzlich habe ich jemanden, der den Glauben an Gott ablehnt, ohne böse Absicht als Atheisten bezeichnet.

Zu meiner Überraschung mußte ich hören, dass dies ein Schimpfwort sei.


In welchem Kontext hast du das Wort denn verwendet?
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Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



Anmeldungsdatum: 18.09.2003
Beiträge: 9877
Wohnort: 75

Beitrag(#1408555) Verfasst am: 22.12.2009, 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es sich bei dem Titulierten um einen schwachen Agnostiker mit Hang zu einer antitheistischen und zugleich naturalismuskritischen Ontik in Verbindung mit einer evolutionär-humanistischen Kritik an reduktionistisch-materialistischer Erkenntnistheorie handelt, der mit einer gewissen Sympathie für den historisch-kritischen Deismus die Semantik des neuen Atheismus à la Dawkins ablehnt, und das Küngsche Weltethos als Ausdruck neurotheologischer Vereinbarkeit des finalen Regresses mit ethischen Letztbegründungen im Sinne des Gottes Einsteins zu würdigen weiß, und selbst im katholischen Dogmatismus noch eine bewundernswerte Stringenz im Denken erkennt, die ansonsten im Tennissport seines gleichen sucht, und nebenbei - bei aller Kritik an einem naiven Realismus - einen Freizeitpark in Bottrop-Kirchhellen betreibt und Experte für weiche Quantenphysik ist und zu intellektueller Geschwätzigkeit neigt, kann das schon mal sein. Schulterzucken
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"Die einfache Formel: Jesus ist stärker! hilft Menschen, sich aus der Fixierung völlig irrationaler Wertesysteme zu lösen."
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Ralf Rudolfy
registrierter User



Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1408557) Verfasst am: 22.12.2009, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ihc hab mal erlebt, wie ein Mitschüler einen anderen als "Du Russe!!" anbrüllte.

Man sieht: was an sich kein Schimpfwort ist, kann trotzdem als eins gemeint sein (der Angeschimpfte war übrigens durchaus kein Russe).
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GermanHeretic
Individualoptimist & Kulturpessimist



Anmeldungsdatum: 16.06.2004
Beiträge: 4932

Beitrag(#1408561) Verfasst am: 22.12.2009, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Wenn es sich bei dem Titulierten um einen schwachen Agnostiker mit Hang zu einer antitheistischen und zugleich naturalismuskritischen Ontik in Verbindung mit einer evolutionär-humanistischen Kritik an reduktionistisch-materialistischer Erkenntnistheorie handelt, der mit einer gewissen Sympathie für den historisch-kritischen Deismus die Semantik des neuen Atheismus à la Dawkins ablehnt, und das Küngsche Weltethos als Ausdruck neurotheologischer Vereinbarkeit des finalen Regresses mit ethischen Letztbegründungen im Sinne des Gottes Einsteins zu würdigen weiß, und selbst im katholischen Dogmatismus noch eine bewundernswerte Stringenz im Denken erkennt, die ansonsten im Tennissport seines gleichen sucht, und nebenbei - bei aller Kritik an einem naiven Realismus - einen Freizeitpark in Bottrop-Kirchhellen betreibt und Experte für weiche Quantenphysik ist und zu intellektueller Geschwätzigkeit neigt, kann das schon mal sein. Schulterzucken

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fwo
leider wieder manchmal da



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21959
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1408563) Verfasst am: 22.12.2009, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Wenn es sich bei dem Titulierten um einen schwachen Agnostiker mit Hang zu einer antitheistischen und zugleich naturalismuskritischen Ontik in Verbindung mit einer evolutionär-humanistischen Kritik an reduktionistisch-materialistischer Erkenntnistheorie handelt, der mit einer gewissen Sympathie für den historisch-kritischen Deismus die Semantik des neuen Atheismus à la Dawkins ablehnt, und das Küngsche Weltethos als Ausdruck neurotheologischer Vereinbarkeit des finalen Regresses mit ethischen Letztbegründungen im Sinne des Gottes Einsteins zu würdigen weiß, und selbst im katholischen Dogmatismus noch eine bewundernswerte Stringenz im Denken erkennt, die ansonsten im Tennissport seines gleichen sucht, und nebenbei - bei aller Kritik an einem naiven Realismus - einen Freizeitpark in Bottrop-Kirchhellen betreibt und Experte für weiche Quantenphysik ist und zu intellektueller Geschwätzigkeit neigt, kann das schon mal sein. Schulterzucken
rot von mir.

feinsinnige Analyse. Aber das muss "ihres" heißen.

fwo
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



Anmeldungsdatum: 18.09.2003
Beiträge: 9877
Wohnort: 75

Beitrag(#1408565) Verfasst am: 22.12.2009, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

feinsinnige Analyse. Aber das muss "ihres" heißen.


Danke. Hast recht. Mit einem falschen grammatikalischen Anschluss in diesem Satz kann ich aber leben. zwinkern
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Chris
registrierter User



Anmeldungsdatum: 10.01.2009
Beiträge: 7

Beitrag(#1408566) Verfasst am: 22.12.2009, 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Es ging um die übliche Diskussion ist Gott allmächtig oder barmherzig. Er kann nicht beides sein.
Ich vertrat die Meinung, das wird von Christen nicht reflektiert und schrieb:

Zitat:
Jedenfalls, kenne es nur von Atheisten. Sie glauben damit was bewirken zu können. Vielleicht beruht das ja auf diesem Grundirrtum:


Nun zitierte ich einen Dritten, der sich dann über die Bezeichnung Atheist beschwerte, wobei seine Gott ablehnende Haltung klar aus anderen Beiträgen hervorgeht:

Ich zitiert ihn:
Zitat:
In einer monotheistischen Religion allerdings ist Gott "allmächtig" und damit "vollkommen" - seine Instanz darf oder kann nicht angezweifelt werden. Mag sein, das diese "Stetigkeit" gerade schwachen oder unsicheren, vielleicht aber auch "gutgläubigen" Menschen "Hoffnung" und "Sicherheit" bieten kann - aber das funktioniert nicht bei jedem.


Und kommentierte das so:
Zitat:
Es ist kein allmächtiger, potenter Gott, der den Christen Hoffnung gibt. Es ist der Gekreuzigte, nur er vermag es.


Worauf er protestierte:
Zitat:
Zitat:
edenfalls, kenne es nur von Atheisten. Sie glauben damit was bewirken zu können. Vielleicht beruht das ja auf diesem Grundirrtum:

Ich bin kein Atheist - dieses Schmipfwort der katholischen Kirche sehe ich nicht als korrekte Bezeichnung meiner Weltsicht.


Der Mann fühlt sich nach wie vor von mir beleidigt und belegt das so:
Zitat:
Ich habe das eben erklärt.
Auch wenn sich einige Leute heute selbst "offiziell" als "Nazis" bezeichnen und es sogar Gruppierungen derer gibt, so bleibt es doch immer noch ein Schimpfwort. Das sieht sogar unsere Rechtsprechung so.
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#1408567) Verfasst am: 22.12.2009, 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Ihc hab mal erlebt, wie ein Mitschüler einen anderen als "Du Russe!!" anbrüllte.

Man sieht: was an sich kein Schimpfwort ist, kann trotzdem als eins gemeint sein (der Angeschimpfte war übrigens durchaus kein Russe).
Manch russischer FGH-User wurde ja schon als "Scheißdeutscher" beschimpft. Lachen
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Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



Anmeldungsdatum: 18.09.2003
Beiträge: 9877
Wohnort: 75

Beitrag(#1408570) Verfasst am: 22.12.2009, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Chris hat folgendes geschrieben:

Worauf er protestierte:
Zitat:
Zitat:
edenfalls, kenne es nur von Atheisten. Sie glauben damit was bewirken zu können. Vielleicht beruht das ja auf diesem Grundirrtum:

Ich bin kein Atheist - dieses Schmipfwort der katholischen Kirche sehe ich nicht als korrekte Bezeichnung meiner Weltsicht.


Der Mann fühlt sich nach wie vor von mir beleidigt und belegt das so:
Zitat:
Ich habe das eben erklärt.
Auch wenn sich einige Leute heute selbst "offiziell" als "Nazis" bezeichnen und es sogar Gruppierungen derer gibt, so bleibt es doch immer noch ein Schimpfwort. Das sieht sogar unsere Rechtsprechung so.


Hat er ein Problem mit dem Ausdruck oder mit dem Inhalt? Ist er Atheist, aber möchte nicht so genannt werden oder möchte er nicht so genannt werden, weil er kein Atheist ist?
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 6100
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#1408571) Verfasst am: 22.12.2009, 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Chris hat folgendes geschrieben:

Der Mann fühlt sich nach wie vor von mir beleidigt und belegt das so:
Zitat:
Ich habe das eben erklärt.
Auch wenn sich einige Leute heute selbst "offiziell" als "Nazis" bezeichnen und es sogar Gruppierungen derer gibt, so bleibt es doch immer noch ein Schimpfwort. Das sieht sogar unsere Rechtsprechung so.



Aha...Die Rechstsprechung will ich mal sehen... Pillepalle


A.

edit: Aha, das mit Schimpfwort bezoge sich eher auf Nazi. OK, als was, jemand, der sich Nazi nennt, beschimpft sich selbst wie jemand, der sich Atheist nennt...?


Hmm, ich habe zu lange im netz gesessen, bin malle im kpf..
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Chris
registrierter User



Anmeldungsdatum: 10.01.2009
Beiträge: 7

Beitrag(#1408578) Verfasst am: 22.12.2009, 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

„Nazi“ hat er ins Spiel gebracht. Den Vergleich finde ich absolut daneben.
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1408580) Verfasst am: 22.12.2009, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Chris hat folgendes geschrieben:
„Nazi“ hat er ins Spiel gebracht. Den Vergleich finde ich absolut daneben.


http://www.alphabetisierung.de/special/alfa-telefon.html
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6232

Beitrag(#1408590) Verfasst am: 22.12.2009, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Laut Wiki kommt das Wort Atheist aus dem Griechischen, bedeutet Gottlos und war durchaus als Schimpfwort gemeint, interessanterweise auch für die ersten Christen, denen man vorwarf, nicht an die Staatsgötter zu glauben. Von den Kirchen wurde es als Kampfbegriff gegen Ungläubige wie religiöse Abweichler verwendet, aber seit dem 17. Jh. auch als Selbstbezeichnung.

Was also einmal ein abwertender Begriff war, und von Vertretern der RKK sicher auch noch so verstanden wird, ist für viele Ungläubige eine Selbstbezeichnung geworden, wohinter die feinsinnige Unterscheidung zwischen Atheisten und Agnostikern mittlerweile zurücktritt.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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GermanHeretic
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Anmeldungsdatum: 16.06.2004
Beiträge: 4932

Beitrag(#1408597) Verfasst am: 22.12.2009, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Von den Kirchen wurde es als Kampfbegriff gegen Ungläubige wie religiöse Abweichler verwendet,

Och, für die Abweichler differenziert man da schon zwischen Häretikern, Schismatikern und Apostaten.
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immanuela
total südlich



Anmeldungsdatum: 20.05.2009
Beiträge: 1843

Beitrag(#1408599) Verfasst am: 22.12.2009, 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Arha hat folgendes geschrieben:
Eindeutig nicht!!

Ich bin stolz darauf, Atheistin zu sein. Wenn ich so ein T-Shirt fände, würde ich es tragen. (Jaja, lacht ruhig... Cool ).


A.


Vorderseite wahlweise:

WENN ES EINEN GOTT GIBT, SOLL MICH DER BLITZ TREFFEN. zwinkern
SELIG SIND DIE GEISTIG ARMEN...
GLAUBST DU AUCH AN DEN WEIHNACHTSMANN?...
ICH LASS MICH NICHT VERÄPPELN..
ICH DENKE, ALSO BIN ICH...

Und hinten drauf:

...NATÜRLICH ATHEISTIN.


Daumen hoch!
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fwo
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Beiträge: 21959
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Beitrag(#1408601) Verfasst am: 22.12.2009, 16:51    Titel: Re: „Atheist“ ein Schimpfwort oder nicht? Antworten mit Zitat

Chris hat folgendes geschrieben:
..... Darf man das Wort „Atheist“ verwenden? Ist „Atheist auch nach Eurer Überzeugung ein Schimpfwort?....

Meine Überzeugung kann dir ziemlich schnuppe sein. Wesentlich ist der "normale" (=der statistisch häufigste) Gebrauch:

Wiktionary>Atheist hat folgendes geschrieben:
Bedeutungen: Anhänger des Atheismus

Weibliche Wortformen: Atheistin

Herkunft: aus dem Griechischen: άθεος - átheos: gottlos

Synonyme: Ungläubiger (in letzter Zeit nicht mehr 100% synonym, wird von Fundamentalisten als Schimpfwort, auch für Gläubige anderer Religionen, gebraucht)

Gegenwörter: Gläubiger, Theist


Da (christliche) Fundamentalisten in dieser Gesellschaft in der Minderheit sind, ist der Gebrauch des Wortes Atheist als Schimpfwort unwesentlich, solange Du dieser Minderheit nicht angehörst. Die klare Empfindung deines Gesprächspartners ist einfach eine klare Beschreibung seiner Sozialisation.

fwo
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1408605) Verfasst am: 22.12.2009, 17:06    Titel: Re: „Atheist“ ein Schimpfwort oder nicht? Antworten mit Zitat

Chris hat folgendes geschrieben:

Wie denkt ihr darüber? Darf man das Wort „Atheist“ verwenden? Ist „Atheist auch nach Eurer Überzeugung ein Schimpfwort?


Nö. Aber das Wort "Agnostiker" benutze ich als eines. Auf den Arm nehmen
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Beitrag(#1408624) Verfasst am: 22.12.2009, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

"atheist" gilt in USA tatsächlich bis heute bei den meisten Menschen als Schimpfwort, synonym zu Kommunist und Vaterlandsverräter. Die meisten wissen gar nicht, was das ist. Ich erinnere idZ an das denkwürdige statement von Bush sen. von ca. 1990, in dem er Atheisten für generell unfähig erklärte, patriotische US-Bürger zu sein.
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Chris
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Anmeldungsdatum: 10.01.2009
Beiträge: 7

Beitrag(#1408626) Verfasst am: 22.12.2009, 17:33    Titel: Re: „Atheist“ ein Schimpfwort oder nicht? Antworten mit Zitat

@
Rasmus hat folgendes geschrieben:
Wieso sollte das ein Schimpfort sein?

Und wie würde derjenige sich dann selber bezeichnen?


Er meint:
Zitat:
Besser wäre demnach vielleicht "normaler Mensch", denn der konkrete Gottglaube ist ja nicht angeboren.


@
fwo hat folgendes geschrieben:
Meine Überzeugung kann dir ziemlich schnuppe sein. Wesentlich ist der "normale" (=der statistisch häufigste) Gebrauch:


Danke, ein guter Hinweis!

fwo hat folgendes geschrieben:
Da (christliche) Fundamentalisten in dieser Gesellschaft in der Minderheit sind, ist der Gebrauch des Wortes Atheist als Schimpfwort unwesentlich, solange Du dieser Minderheit nicht angehörst. Die klare Empfindung deines Gesprächspartners ist einfach eine klare Beschreibung seiner Sozialisation.


Seiner Sozialisation unter christlichen Fundamentalisten, sicher nicht.
Aber ein Zeichen seiner Wahrnehmung. Obwohl christliche Fundamentalisten in dieser Gesellschaft in der Minderheit sind und ganz sicher auch in seiner Gegend, sieht er sie überall.

Chris
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#1408630) Verfasst am: 22.12.2009, 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
"atheist" gilt in USA tatsächlich bis heute bei den meisten Menschen als Schimpfwort, synonym zu Kommunist und Vaterlandsverräter. Die meisten wissen gar nicht, was das ist. Ich erinnere idZ an das denkwürdige statement von Bush sen. von ca. 1990, in dem er Atheisten für generell unfähig erklärte, patriotische US-Bürger zu sein.
Und für das es keine Belege gibt.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Wohnort: Germering

Beitrag(#1408634) Verfasst am: 22.12.2009, 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

narziss hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
"atheist" gilt in USA tatsächlich bis heute bei den meisten Menschen als Schimpfwort, synonym zu Kommunist und Vaterlandsverräter. Die meisten wissen gar nicht, was das ist. Ich erinnere idZ an das denkwürdige statement von Bush sen. von ca. 1990, in dem er Atheisten für generell unfähig erklärte, patriotische US-Bürger zu sein.
Und für das es keine Belege gibt.

Oh shit - das wußte ich nicht. Na egal, ich kenne genügend Amis, die diese Sichtweise bestätigt haben.
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narziss
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Beiträge: 21939

Beitrag(#1408639) Verfasst am: 22.12.2009, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ins Konzept passen würde es durchaus:

http://hpd.de/node/5628
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1408642) Verfasst am: 22.12.2009, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

narziss hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
"atheist" gilt in USA tatsächlich bis heute bei den meisten Menschen als Schimpfwort, synonym zu Kommunist und Vaterlandsverräter. Die meisten wissen gar nicht, was das ist. Ich erinnere idZ an das denkwürdige statement von Bush sen. von ca. 1990, in dem er Atheisten für generell unfähig erklärte, patriotische US-Bürger zu sein.
Und für das es keine Belege gibt.


Und das Bush sen. nicht für nötig hielt, zu dementieren. Mit den Augen rollen
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TheZapper
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Anmeldungsdatum: 14.12.2009
Beiträge: 58
Wohnort: JWD

Beitrag(#1408644) Verfasst am: 22.12.2009, 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Laut Wiki kommt das Wort Atheist aus dem Griechischen, bedeutet Gottlos und war durchaus als Schimpfwort gemeint, interessanterweise auch für die ersten Christen, denen man vorwarf, nicht an die Staatsgötter zu glauben. Von den Kirchen wurde es als Kampfbegriff gegen Ungläubige wie religiöse Abweichler verwendet, aber seit dem 17. Jh. auch als Selbstbezeichnung.


Mit dem Wort "Schwul" (bzw. "Gay" und "Queer" im Englischen) ist es ja ähnlich. Ursprünglich als äußerst abwertende Bezeichnung gedacht, wurde dann aber von der "Szene" selbst vereinahmt und quasi positiv umgedeutet.
Was übrigens generell eine gute Taktik ist. Ich nenne sie mal das "Tyrion-Prinzip" (wer die Andeutung versteht, bekommt von mir ein versteinertes Drachenei Sehr glücklich).
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