Freigeisterhaus Foren-Übersicht
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   NutzungsbedingungenNutzungsbedingungen   BenutzergruppenBenutzergruppen   LinksLinks   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Rasse und Intelligenz
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Wissenschaft und Technik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
astarte
Foren-Admin
Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43634

Beitrag(#1611185) Verfasst am: 17.02.2011, 13:43    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

Dr. Evil hat folgendes geschrieben:

Von welchen Argumenten sprichst du? Ich lese hier von dir nur schnippische Bemerkungen.

Ich dachte du bist hier und im Sarrazinthread präsent? Beiträge von fwo, critic, Noseman, Eleonor... sorry wenn ich wen vergessen hab? Schau doch selber nach. Schulterzucken

Zitat:
Von andern kommen nur Beleidigungen

Ach? Und auch noch nur?
Der Moderation liegen mW bisher gar keine Meldungen über persönliche Beleidigungen ggü Der Bernd vor. Bitte sende die Links per PN an jemand vom Team.

Zitat:
Bernd hat formal sauber argumentiert und ist keiner einzigen direkten Frage ausgewichen. Ihn ohne Gegenargumente so vorzuführen finde ich reichlich arrogant.

Siehe oben, die Argumente gegen DerBernds Thesen sind bereits alle mehrmals geschrieben worden.

Zitat:
Zumindest von der Moderation dieses Forums hätte ich mehr erwartet. Schade.

"Und das von einem Mod", wenn wir doch nur endlich eine Kasse aufstellen würden! Nur 5 Euro für jedesmal, wenn der Spruch kommt. Lachen
Sämtliche Teammitglieder sind auch als User im Forum und dürfen ihre Meinung als solche natürlich jederzeit schreiben.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
astarte
Foren-Admin
Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43634

Beitrag(#1611194) Verfasst am: 17.02.2011, 14:16    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:


Astarte hat DerBernd drauf aufmerksam gemacht, daß Microsoft im Einstellungsverfahren ein fülle von Kriterien benutzt. Eines davon ist die Inteligenz.
Inteligenz als "das" Einstellungskriterium zu bezeichnen, ist also falsch.

So hab ichs jedenfalls verstanden.

Genauer gesagt: Der IQ ist für eine Einstellung eigentlich gar kein Kriterium.

Die Intelligenz spielt u.a.(!) eine Rolle welche Bildung, Abschlüsse und fachliche Qualifikation sich jemand aneignen kann. Was diesbezüglich (was kann und was muss) für eine Stelle vorausgesetzt wird, wird in der Stellenbeschreibung beschrieben. Wer das bieten kann, was eine Firma bei Bewerbern für eine bestimmte Stelle voraussetzt, kommt evtl. erst mal in die engere Auswahl.

Einstellungskriterien sind dann aber andere. Da kann einer mit noch so hübschen Werten im IQ-Test wedeln, für die Einstellung ist das uninteressant, das haben die anderen ja auch, da geht es nur noch darum, was er schon daraus gemacht hat, und einige andere Skills werden sogar noch höher bewertet:


http://www.bildungsspiegel.de/aktuelles/einstellungskriterien-persoenlichkeit-ueberzeugt-bei-der-bewerbung-oft-mehr-als-sprachkenntnisse.html?Itemid=262
Zitat:
TOP 10 - Einstellungskriterien

1 - Persönlichkeit 88 Prozent
2 - Kommunikationsfähigkeit 73 Prozent
3 - Praktische Erfahrungen 51 Prozent
4 - Art & Standort der Hochschule 43 Prozent
5 - Sprachkenntnisse 27 Prozent
6 - Auslandserfahrung/ -aufenthalt 16 Prozent
7 - Kreativität 14 Prozent
8 - außeruniversitäres Engagement 11 Prozent
9 - Schul- & Abschlussnoten 10 Prozent
10 - Studiendauer 3 Prozent
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22306
Wohnort: Germering

Beitrag(#1611203) Verfasst am: 17.02.2011, 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Da kann einer mit noch so hübschen Werten im IQ-Test wedeln, für die Einstellung ist das uninteressant, das haben die anderen ja auch, da geht es nur noch darum, was er schon daraus gemacht hat, und einige andere Skills werden sogar noch höher bewertet:

http://www.bildungsspiegel.de/aktuelles/einstellungskriterien-persoenlichkeit-ueberzeugt-bei-der-bewerbung-oft-mehr-als-sprachkenntnisse.html?Itemid=262
Zitat:
TOP 10 - Einstellungskriterien

1 - Persönlichkeit 88 Prozent
2 - Kommunikationsfähigkeit 73 Prozent
3 - Praktische Erfahrungen 51 Prozent
4 - Art & Standort der Hochschule 43 Prozent
5 - Sprachkenntnisse 27 Prozent
6 - Auslandserfahrung/ -aufenthalt 16 Prozent
7 - Kreativität 14 Prozent
8 - außeruniversitäres Engagement 11 Prozent
9 - Schul- & Abschlussnoten 10 Prozent
10 - Studiendauer 3 Prozent

Da kann ich aus meiner Erfahrung nur teilweise zustimmen.

Was sicher richtig ist:
- IQ-Test spielt keine Rolle
- Persönlichkeit ist sehr wichtig

Aber: Zumindest für Jobs in der Hightech-Branche fehlen hier wesentliche Skills, die ich als (eine Form von) Intelligenz bezeichnen würde:

- schnell komplexe Zusammenhänge erfassen
- Abstraktionsvermögen
- Wesentliches von Unwesentlichem und Generisches von Speziellem unterscheiden können
- komplizierte Zusammenhänge einfach erklären können
- gute Mischung aus Systematik und Kreativität

Das sind, neben der "Persönlichkeit", nach meiner Erfahrung die wichtigsten Kriterien.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dr. Evil
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 11.09.2010
Beiträge: 1504

Beitrag(#1611204) Verfasst am: 17.02.2011, 15:09    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
"Und das von einem Mod", wenn wir doch nur endlich eine Kasse aufstellen würden! Nur 5 Euro für jedesmal, wenn der Spruch kommt. Lachen
Sämtliche Teammitglieder sind auch als User im Forum und dürfen ihre Meinung als solche natürlich jederzeit schreiben.

Das ist der Preis der Macht. Damit wirst du wohl leben müssen. zwinkern
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dr. Evil
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 11.09.2010
Beiträge: 1504

Beitrag(#1611206) Verfasst am: 17.02.2011, 15:18    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Einstellungskriterien sind dann aber andere.

Dann! Ganz genau. Wenn die eigentliche Auswahl bereits stattgefunden hat. Lachen

Ausgeschrieben ist eine Stelle als Chefarzt einer großer Klink. 300 Bewerbungen gehen ein. Keine Sau interessiert sich für die "Persönlichkeit" der 300 Bewerber. Es wird geguckt, was die können. Erst wenn sich dann 3 herauskristallisiert haben, die fachlich mehr oder weniger gleich gut sind, dann spielt sicherlich auch Sympathie eine Rolle. Weil die wichtigen = objektiven Einstellungskriterien erfüllt sind.

Daraus kannst du nicht schließen, dass die Persönlichkeit wichtiger ist. Denn ohne den IQ kommst du gar nicht erst dazu, sie irgendjemandem zu präsentieren. Zum Glück! Ich möchte nicht von jemandem operiert werden, der (nur oder hauptsächlich) aufgrund seiner Persönlichkeit oder Kommunikationsfähigkeit eingestellt wurde.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ilmor
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 13.12.2008
Beiträge: 7151

Beitrag(#1611211) Verfasst am: 17.02.2011, 15:28    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:

Und, welche politischen Forderungen leitest Du nun ab bezüglich eines Individuums, das bei einem Intelligenztest mit dem IQ 90 abgeschlossen hat? Und was bezügliches eines, das einen IQ von 110 hat? Den einen ins Kröpfchen, den anderen ins Töpfchen?


Bei einem Individum kann man hier keine politischen Folgen ableiten, denn die Intelligenz ist nur ein Faktor unter vielen. Beispielsweise wird jemand, der ein IQ von 90 hat, dafür aber fleißig ist wahrscheinlich weitekommen als ein fauler 110er.

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
Bzw., wenn Du keine politischen Forderungen auf Individuen bezogen daraus ableiten willst, welche politischen Forderungen leitest Du auf Gruppen bezogen ab? Und auf welche Gruppen? Und wieso?


Ein Beispiel: mal angenommen, man würde feststellen, dass der Anteil der türkischen Migranten an Professoren in Deutschland geringer ist als ihr Gesamtanteil an der deutschen Bevölkerung. Würde man nun von der Gleichintelligenz der Rassen ausgehen, würde man hierbei sicherlich Diskriminierung vermuten und eine Türkenquote fordern. Sollte es nun aber zutreffen, dass die in Deutschland lebenden Türken im Durschnitt weniger intelligent als die Deutschen sind, ließe sich die türkische Unterrepräsentation an den Unis auch anderes erklären und eine Türkenquote würde nur deutsche Proffesorenanwärter diskriminieren.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Ilmor
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 13.12.2008
Beiträge: 7151

Beitrag(#1611213) Verfasst am: 17.02.2011, 15:32    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

AXO hat folgendes geschrieben:
Würden diejenigen die zu entscheiden haben wer in ne Mannschaft kommt aber Deiner
Pauschaliserung folgen - gäbs den Gegenbeweis nicht.


Dann hat halt derjeniger DerBernd's Argumentation nicht verstanden. Daraus kannst du aber DerBernd keinen Vorwurf machen. Dass wäre ungefähr so, als würde man Darwin die Schuld an Sozialdarwinismus geben.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Telliamed
registrierter User



Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5125
Wohnort: Wanderer zwischen den Welten

Beitrag(#1611215) Verfasst am: 17.02.2011, 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

@Dr.Evil


Wo bitte, habe ich, auch ein Moderator, in meinem Beitrag @DenBernd ohne Gegenargumente vorgeführt?

1. Ich habe sachlich zum Ausdruck gebracht, dass es nicht angehen kann, mit Beliebigkeit, ohne ein Mindestmaß an Übereinstimmung, rein nach geographischen Gesichtspunkten menschliche „Rassen“ konstruieren zu wollen.

2. Des weiteren geht es m. E. nicht an, bei der Bestimmung der Intelligenz von Menschengruppen, bei der @DerBernd den „Rassen“-Begriff verwendet, allein von einer angeblichen biologischen Vererbbarkeit, ohne Berücksichtigung der vielfältigen, veränderlichen sozialen, kulturellen und bildungsmäßigen Voraussetzungen bei den verschiedenen Ethnien und auch innerhalb dieser Menschengruppen ausgehen zu wollen. Die Erkenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften bei einer Diskussion über menschliche Intelligenz fortzulassen, hat einen allzu hohen Preis.

3. Ich habe drittens nach den gesellschaftspolitischen Auswirkungen der auf ungesicherter methodischer Grundlage erhobenen Daten gefragt. Sollte es das sein, was der am Schluß des sehr langen Beitrages genannte Arthur Jensen in den USA behauptet
http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Jensen_(Psychologe)
dass es einen genetisch bedingten IQ-Unterschied zwischen „Schwarzen“ und „Weißen“ gäbe, dem mit eugenischen Mitteln (finanziellen Anreizen) begegnet werden sollte? Arbeiter hätten einen niedrigeren IQ? Hier ist doch der Auftraggeber und Geldgeber förmlich zu riechen. Man braucht doch nicht derartige „Wissenschaftler“ in den USA anzuhimmeln, wenn sie Stuß zur Begründung der besonderen Behandlung sozialer Unterschichten fabrizieren.

4. Wer bei meiner Bemerkung zu den von @DemBernd erwähnten „Buschmännern“ Ironie herauszulesen meint, dann rührt das daher, dass ich daran seine Unkenntnis der Begriffsverwendungen im deutschen Sprachraum erkennen will.
Diese Bezeichnung für die San
http://de.wikipedia.org/wiki/San_(Volk)
bei denen zur Erinnerung noch die Bezeichnung "Buschleute" hinzugefügt wird,

ist, mit Verlaub, reinster Kolonialherrenjargon. Mich interessiert doch nicht, ob irgendwelche Amerikaner von „Bushmen“ reden und damit nicht ihre Präsidenten meinen,
sondern der Umstand, dass man hier in Deutschland in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, von der Zeit der Herero-Aufstände bis in die Nazizeit hinein, fröhlich und abwertend von „Buschmännern“ und „Kaffern“ redete. Man sollte bitte zur Kenntnis nehmen, dass diese Völker Eigenbezeichnungen entwickelt haben.
Und jetzt kann man mir mit Irenäus Eibl-Eibesfeldt und Dieter Heunemann kommen - das macht die Sache auch nicht besser.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Telliamed
registrierter User



Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5125
Wohnort: Wanderer zwischen den Welten

Beitrag(#1611218) Verfasst am: 17.02.2011, 15:47    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

Dr. Evil hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Einstellungskriterien sind dann aber andere.

Dann! Ganz genau. Wenn die eigentliche Auswahl bereits stattgefunden hat. Lachen

Ausgeschrieben ist eine Stelle als Chefarzt einer großer Klink. 300 Bewerbungen gehen ein. Keine Sau interessiert sich für die "Persönlichkeit" der 300 Bewerber. Es wird geguckt, was die können. Erst wenn sich dann 3 herauskristallisiert haben, die fachlich mehr oder weniger gleich gut sind, dann spielt sicherlich auch Sympathie eine Rolle. Weil die wichtigen = objektiven Einstellungskriterien erfüllt sind.

Daraus kannst du nicht schließen, dass die Persönlichkeit wichtiger ist. Denn ohne den IQ kommst du gar nicht erst dazu, sie irgendjemandem zu präsentieren. Zum Glück! Ich möchte nicht von jemandem operiert werden, der (nur oder hauptsächlich) aufgrund seiner Persönlichkeit oder Kommunikationsfähigkeit eingestellt wurde.


Keine "Sau" interessiere sich für die "Persönlichkeit" der 300 Bewerber?

Na Du hast aber Vorstellungen über die Einstellungspraxis für leitende Funktionen! Mit den Augen rollen

Es geht nicht um "Sympathie", sondern selbstverständlich spielen vielfältige Persönlichkeitsmerkmale eine entscheidende Rolle.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24747
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#1611221) Verfasst am: 17.02.2011, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

DerBernd hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
, noch eine Methode haben, diese Leistungsfähigkeit kulturunabhängig zu messen. Und dabei ist als Prämisse für eine vergelichbare Kultur nicht ausreichend, dass die Leute alle den Zugang zu den selben Fernsehkanälen haben.


Es gibt eine Reihe verschiedener Intelligenztests. Einige sind komplett sprach- und kulturfrei, andere messen auch Wortschatz oder beinhalten Analogiefragen, die ein bestimmtes Hintergrundwissen voraussetzen.
Erstere hat man speziell wegen derartiger Kritik immer weiter verfeinert.
Welche Tests man nimmt, hat aber wenig Auswirkung auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rassen. Die verschiedenen Intelligenztests messen nämlich etwas gemeinsames, daher korrelieren die Ergebnisse. Diesen Faktor nennt man seit Spearman 'g'.
Und gerade bei Tests, bei denen die Korrelation mit diesem Faktor besonders hoch ist, zeigt sich der Unterschied zwischen Schwarzen und Ostasiaten deutlich.

Sorry, aber wie machen die das? Ich weiß ja, dass die sich Mühe geben und eine Kulturunabhängigkeit auch behaupten - nur die Ergebnisse sehen anders aus. Wie willst Du die Kulturunabhängigkeit eines Itelligenztestes bei einem Menschen, der seine Muttersprache bei seinen Eltern gelernt hat, der also auch in einer bestimmten soziokulturellen Welt aufgewachsen ist, überhaupt herstellen? Was Du da misst, wenn Du den IQ misst, spielt sich hauptsächlich auf Ebenen des Bewusstseins ab, die durch Kultur überhaupt erst möglich werden - einen kulturunabhängigen Intelligenztest gibt es vielleicht im 8ten Monat im Mutterleib.

Es gibt neben den vielen netten Veröffentlichungen von Überzeugungstätern beider Seiten, bei denen z.T. sogar die Existenz der Untersuchungsdaten angezweifelt wird, eine weitere nette Arbeit, die wenigstens mit Sicherheit so stattgefunden hat, und die auf die besondere Formbarkeit der geistigen Leistungsfähigkeit des Menschen hinweist: das Milwaukee-Projekt: (Das Teil ist so teuer geworden, dass es schon deshalb so misstrauisch beäugt wurde, wie selten Arbeiten aus diesem Gebiet)
Zitat:
.....
An dem Projekt unter der Leitung von Rick Heber von der University of Wisconsin konnten Kinder teilnehmen, deren Mütter einen IQ von 80 und weniger hatten. 40 Mütter waren bereit, dass ihre Kinder an dem Projekt teilnahmen. Es wurden zwei Gruppen aus je 20 Kindern gebildet, eine Behandlungsgruppe und eine Kontrollgruppe. Da einige Mütter ihre Kinder aus dem Experiment zurückzogen, wurde die Anzahl der Kinder in der Behandlungsgruppe auf 17 und die in der Kontrollgruppe auf 18 reduziert.

Das Infant Stimulation Center

Die Kinder der Behandlungsgruppe wurden bereits als Babys in ein sogenanntes Infant Stimulation Center gebracht. Dort bekamen jedes Kind einen persönlichen Betreuer. Bei diesen handelte es sich um promovierte Akademiker aus dem Gebiet der Pädagogik und der Psychologie. Aufgabe der Betreuer war es, mit dem jeweiligen Kind zu reden, Lernspiele zu spielen und ihm vorzulesen. Zudem wurden die Kinder geimpft und für jedes Kind von einem Arzt ein Speiseplan erstellt. Mit dem sechsten Lebensjahr der Kinder endete das Projekt. Sie wurden nicht mehr gefördert und besuchten die schlechten öffentlichen Schulen ihres Viertels.

Die Erfolge

Mit 6 Jahren erwiesen sich die Kinder aus der Behandlungsgruppe als überdurchschnittlich intelligent. Sie hatten einen durchschnittlichen IQ von 120. Die Kinder aus der Kontrollgruppe dagegen hatten nur einen durchschnittlichen IQ von 87. Im Alter von 14 Jahren hatten die Kinder aus der Behandlungsgruppe noch einen IQ von 101, die aus der Kontrollgruppe von 91.
......

DerBernd hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Für die äußerlichen Unterschiede zwischen den Rassen, auf die Du dich berufst, gibt es ganz klar erkennbare Selektionsbedingungen wie Kälte, UV-Strahlung usw.

Wo siehst Du die unterschiedlichen Bedingungen für eine unterschiedliche Selektion des Geistes / IQs, die eine Erwartung einer Gendrift in einer isolierten Population begründen könnten, die sich feststellen ließe, wenn man die Methoden dazu hätte?


Kälte könnte auch eine Erklärung für Selektion in Richtung Intelligenz sein. Es gab ja Eiszeiten. Die Vorfahren einiger Rassen mussten in bitterer Kälte überleben, andere blieben die ganze Zeit in milden Gegenden.

Wo es warm ist, findet man das ganze Jahr über Pflanzen, Insekten oder andere Dinge, die man essen kann.
.....

Das ich das für einen Witz halte, habe ich schon in dem Teil geschrieben, den Du lieber nicht zitiert hast. Und selbst dieser dünne Witz hat bereits Unstimmigkeiten: Angeblich haben wir hier ein wahnsinnig schnell reagierendes System, in dem die Aschkenasim vom Mittelalter bis heute zu einer erheblichen Intelligenzsteigerung selektiert wurden, gleichzeitig haben wir die San in der Kalahari oder auch die australischen Aborigines im Outback z.B. rund um den Uluṟu, deren Leben sich seit tausenden Jahren nicht wirklich einfacher gestaltet als das der Eskimos und die keine Anpassung erfahren haben sollen? Da sehe ich mir nur einmal das Milwaukee-Projekt an und kann ganz begründet annehmen, dass es das organisierte inhaltliche Studium von Thora und Talmud ist, das die Hirne der Aschkenasim so gut trainiert.

fwo
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
astarte
Foren-Admin
Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43634

Beitrag(#1611242) Verfasst am: 17.02.2011, 16:34    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

Dr. Evil hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Einstellungskriterien sind dann aber andere.

Dann! Ganz genau. Wenn die eigentliche Auswahl bereits stattgefunden hat. Lachen

Ausgeschrieben ist eine Stelle als Chefarzt einer großer Klink. 300 Bewerbungen gehen ein. Keine Sau interessiert sich für die "Persönlichkeit" der 300 Bewerber. Es wird geguckt, was die können. Erst wenn sich dann 3 herauskristallisiert haben, die fachlich mehr oder weniger gleich gut sind, dann spielt sicherlich auch Sympathie eine Rolle. Weil die wichtigen = objektiven Einstellungskriterien erfüllt sind.

Daraus kannst du nicht schließen, dass die Persönlichkeit wichtiger ist. Denn ohne den IQ kommst du gar nicht erst dazu, sie irgendjemandem zu präsentieren. Zum Glück! Ich möchte nicht von jemandem operiert werden, der (nur oder hauptsächlich) aufgrund seiner Persönlichkeit oder Kommunikationsfähigkeit eingestellt wurde.

Erstens hat Der Bernd aber behauptet, es wäre ein Einstellungskriterium und zweitens:
Was die können, eben, und da ist der IQ nicht mehr so wichtig. Schulterzucken
Ich würde mich auch nicht von jemand der nur einen hohen IQ hat, operieren lassen, der sich nicht gut konzentrieren kann, nicht präzise arbeitet, teamunfähig ist (im OP ist reibungslose Teamarbeit absolutes Muss!) keinen Bock hatte sich auf aktellem Stand der OP-Technik zu halten, .... oder .... oder ... oder.... Lachen

Muss ich auch eher nicht, denn so ein Depp mit hohem IQ kommt wohl nicht nicht rein.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
AgentProvocateur
registrierter User



Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Berlin

Beitrag(#1611322) Verfasst am: 17.02.2011, 21:50    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

Ilmor hat folgendes geschrieben:
AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
Bzw., wenn Du keine politischen Forderungen auf Individuen bezogen daraus ableiten willst, welche politischen Forderungen leitest Du auf Gruppen bezogen ab? Und auf welche Gruppen? Und wieso?

Ein Beispiel: mal angenommen, man würde feststellen, dass der Anteil der türkischen Migranten an Professoren in Deutschland geringer ist als ihr Gesamtanteil an der deutschen Bevölkerung. Würde man nun von der Gleichintelligenz der Rassen ausgehen, würde man hierbei sicherlich Diskriminierung vermuten und eine Türkenquote fordern. Sollte es nun aber zutreffen, dass die in Deutschland lebenden Türken im Durschnitt weniger intelligent als die Deutschen sind, ließe sich die türkische Unterrepräsentation an den Unis auch anderes erklären und eine Türkenquote würde nur deutsche Proffesorenanwärter diskriminieren.

Man betreibt diese Forschung also ob solcher rein hypothetischen Gedankenspiele? Merkwürdig. Höchst merkwürdig sogar. Allermerkwürdigst.

Aber betrachten wir das mal näher. Du würdest daraus schließen wollen, dass es keine Gleichverteilung von Intelligenz zwischen den Rassen gibt? Und Du würdest schlussfolgern, dass das an unterschiedlichen Genen liegen muss?

Woraus folgerst Du das nochmal genau und wieso? Würdest Du nicht bei einer solchen Untersuchung auch die sozialen Umstände der Probanden berücksichtigen wollen? Könnte ja immerhin sein, dass die einen Einfluss auf den realisierten IQ haben.

Der realisierte IQ ist was anderes als der genetisch angelegte maximal erreichbare IQ.

Oder etwa nicht?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ilmor
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 13.12.2008
Beiträge: 7151

Beitrag(#1611510) Verfasst am: 18.02.2011, 14:46    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:

Man betreibt diese Forschung also ob solcher rein hypothetischen Gedankenspiele? Merkwürdig. Höchst merkwürdig sogar. Allermerkwürdigst.


Das war nur ein Beispiel für die Anwendugsmöglichkeit des Wissens, welches man bei dieser Forschung erhalten würde.

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
Aber betrachten wir das mal näher. Du würdest daraus schließen wollen, dass es keine Gleichverteilung von Intelligenz zwischen den Rassen gibt? Und Du würdest schlussfolgern, dass das an unterschiedlichen Genen liegen muss?

Woraus folgerst Du das nochmal genau und wieso? Würdest Du nicht bei einer solchen Untersuchung auch die sozialen Umstände der Probanden berücksichtigen wollen? Könnte ja immerhin sein, dass die einen Einfluss auf den realisierten IQ haben.


Du hast mich missverstanden. Im meinem Beispiel ging ich davon aus, dass die rassenabhängiger Intelligenzunterschied bereits erforscht worden wäre. Mit den zusätzlichen Erkenntnissen wäre man dann besser in der Lage einzuschätzen, ob da eine Diskriminierung vorliegt.

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
Der realisierte IQ ist was anderes als der genetisch angelegte maximal erreichbare IQ.


Das mag für Individuen gelten, bei größeren Gruppen wird es jedoch signifikante Unterschiede bei der Durschnittsintelligenz geben, sollten sich die genetischen Anlagen für Intelligenz unterscheiden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24747
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#1611520) Verfasst am: 18.02.2011, 15:35    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

Ilmor hat folgendes geschrieben:
...
Das mag für Individuen gelten, bei größeren Gruppen wird es jedoch signifikante Unterschiede bei der Durschnittsintelligenz geben, sollten sich die genetischen Anlagen für Intelligenz unterscheiden.

Das ist überhaupt nicht gesagt, wenn der limitierende Faktor der sozio-kulturelle ist. Ist der Zusammenhang so schwer zu begreifen? Müssen wir evtl. auf restricted code zurückgreifen, um ihn nocheinmal zu erklären?

fwo
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DerBernd
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.10.2010
Beiträge: 1043

Beitrag(#1611534) Verfasst am: 18.02.2011, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Sorry, aber wie machen die das? Ich weiß ja, dass die sich Mühe geben und eine Kulturunabhängigkeit auch behaupten - nur die Ergebnisse sehen anders aus.


IQ-Tests macht man nicht zum Selbstzweck und sie entstehen nicht im luftleeren Raum.

Man kann anhand von ihnen u.a. den schulischen, akademischen oder beruflichen Erfolg (statistisch) vorhersagen und vieles mehr. Wenn jetzt eine bestimmte Bevölkerungsgruppe benachteiligt würde, müssten man Unregelmäßigkeiten feststellen: Afro-Amerikaner etwa, die in den Tests schlecht abschneiden, müssten Schule,Leben,etc besser meistern als Weiße, die ähnlich niedrig bei einem IQ-Test abgeschnitten haben. Derartiges kann man aber nicht beobachten (außer in offensichtlichen Fällen, wenn etwa der Test verbale Bestandteile enthält und der Test-Teilnehmer eine andere Muttersprache spricht)
Daneben gibt es noch zahlreiche Faktoren, die mit den IQ-Test-Ergebnissen, oder besser mit 'g', korrelieren: die Ergebnisse einfacher Reaktionstests, neurobiologische Faktoren (Glukosestoffwechsel, Ergebnisse der Messungen von Hirnstromwellen, größe des Gehirns oder besser einzelner Gehirnareale, und andere). Würde eine Gruppe systematisch benachteiligt werden, würde man hier wieder Anomalien feststellen.


Zitat:

Es gibt neben den vielen netten Veröffentlichungen von Überzeugungstätern beider Seiten, bei denen z.T. sogar die Existenz der Untersuchungsdaten angezweifelt wird, eine weitere nette Arbeit, die wenigstens mit Sicherheit so stattgefunden hat, und die auf die besondere Formbarkeit der geistigen Leistungsfähigkeit des Menschen hinweist: das Milwaukee-Projekt:


Milwaukee zeigt das gleiche deprimierende Ergebnis, das auch andere Interventionsstudien gezeigt haben. Keinesfalls liefert es irgendwelche Belege für eine Formbarkeit der Intelligenz. Laien lassen sich von Zahlen täuschen, weil sie nicht wissen, wie diese zu interpretieren sind, bzw. sehen darin, was sie sehen wollen. Die deutsche Wikipedia stellt das Ergebnis falsch da. Daher etwas ausführlicher.

Man muss bei der Interpretation derartiger Resultate zwei Dinge beachten, die sich gegenseitig überlagern:

  • bei den "Stimulationsprogrammen", die die Kinder durchmachen müssen, findet ein implizites Training der IQ-Tests statt. Kauf' dir eines dieser Bücher mit dem Titel "Teste deinen IQ" und führe den Test mehrere Male hintereinander aus. Erstaunlicherweise wirst du zunehmend besser werden zwinkern Bist du intelligenter geworden? Natürlich nicht.
    Solche Effekte lassen sich durch ein geschickteres Design der Studien und Auswertung der Tests ein wenig minimieren, aber nie vollständig vermeiden.
  • die Erblichkeit der Intelligenz steigt mit dem Alter. Das ist wie mit anderen Faktoren auch: Je älter wir werden, desto mehr kommen unsere unterschiedlichen Erbanlagen zur Geltung, desto mehr gleichen wir unseren Eltern. Wenn wir Kinder im Alter von 6 Jahren alle ein wenig trainieren und 100m laufen lassen, unterscheiden sich ihre Ergebnisse kaum. Wiederholen wir das ganze im Alter von 18 Jahren, kommen ihre unterschiedlichen Anlagen voll zur Geltung und es gibt große Unterschiede. Im Alter von 6 Jahren ist es einem Kind mit ungünstigen Erbanlagen noch leichter möglich, durch zusätzliches Training mit den anderen Kindern mithalten zu können. Je älter sie werden, desto schwieriger wird das.


Das bedenkend, jetzt noch einmal die "fantastischen" Erfolge, von denen die deutsche Wikipedia berichtet:
Zitat:

Mit 6 Jahren erwiesen sich die Kinder aus der Behandlungsgruppe als überdurchschnittlich intelligent. Sie hatten einen durchschnittlichen IQ von 120. Die Kinder aus der Kontrollgruppe dagegen hatten nur einen durchschnittlichen IQ von 87.


Im Alter von 6 Jahren sind Kinder in der Regel nicht einmal eingeschult. Viele können nicht mal einen Stift vernünftig halten. Im Vergleich zu solchen Kindern haben die Kinder, die ein intensives Training erhalten haben, also einen großen Vorsprung. Überrascht das irgendwie? Zeugt das Abschneiden von einer gesteigerten Intelligenz? Nein, die einen Kinder haben nur fleißig trainiert, die anderen nicht.

Zitat:

Im Alter von 14 Jahren hatten die Kinder aus der Behandlungsgruppe noch einen IQ von 101, die aus der Kontrollgruppe von 91.

Der Unterschied ist schon merklich zusammengeschrumpft, so wie man es erwarten würden (siehe oben). Im Alter von 18 Jahren wird vermutlich nur noch wenig oder gar nichts mehr vom einstigen Vorsprung vorhanden sein. Die IQ-Tests ändern sich von Altersstufe zu Altersstufe leicht. Das, was sie im Alter von 6 Jahren oder davor trainiert haben, können sie zunehmend schlecht darauf anwenden.

Man kann nach Indizien suchen, ob die Kinder wirklich intelligenter sind, oder ob das Ausfüllen von IQ-Tests implizit trainiert wurde. Man kann z.B. schauen, wie sie sich in der Schule schlagen, und wie sie ihre Lehrer einschätzen. Die englische Wikipedia verschweigt diesen Punkt nicht:
http://en.wikipedia.org/wiki/Milwaukee_Project
Zitat:

At age 14, the children in the experimental group had a mean IQ ten points above that of the control group, but the scholastic achievement scores of the experimental group were not better than those of the control group. Both groups performed in school as would be expected from children with a mean IQ of 80.


Die Kinder hatten also kaum bessere Noten und wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe von ihren Lehreren auch nicht als intelligenter eingeschätzt. Es spricht herzlich wenig dafür, dass die Kinder durch das Programm wirklich großartig an Intelligenz gewonnen haben.

Die englische Wikipedia weiß noch mehr zu berichten: Die Forscher haben sich am Projekt finanziell bereichert, unterzogen ihren Studien keinem peer-review, und verweigerten Kollegen Einblick in ihre Studien:
Zitat:

The Milwaukee Project's claimed success was celebrated in the popular media and by famous psychologists. However, later in the project Rick Heber, the principal investigator, was discharged from the University of Wisconsin–Madison and convicted and imprisoned for large-scale abuse of federal funding for private gain. Two of Heber's colleagues in the project were also convicted for similar abuses. The project's results were not published in any refereed scientific journals, and Heber did not respond to requests from colleagues for raw data and technical details of the study. Consequently, even the existence of the project as described by Heber has been called into question. Nevertheless, many college textbooks in psychology and education have uncritically reported the project's results.


Dass man irgendwelchen Kindern der untersten sozialen Schicht (Milwaukee, 60-Jahre, slum-artige Zustände) helfen kann, ist doch wirklich nicht überraschend, oder? (Selbst wenn man sie nicht zu kleinen Einsteins machen kann, so gibt es doch genug andere Dinge, die ihnen fehlen)
Man weiß von einigen Dingen, die die Intelligenzentwicklung negativ beeinflussen: Krankheit, Mangelernährung, komplettes Fehlen von Bildungsangebot, usw. Solche Dinge sind bei Slum-Kindern noch gegeben. Ab einem gewissen Level wird es aber schwierig. Eine Mutter der oberen Mittelschicht, die anlässlich der näherkommenden Einschulung feststellen muss, dass ihr Sohn nicht ganz mit anderen mithalten kann, wird sich die Intelligenz ihres Sohnes auch mit noch so viel Geld nicht kaufen können. Die Intelligenzunterschiede zwischen ihrem Sohn, den sie mit teuren Privatschulen und weiteren Dingen beglückt, und den anderen Kindern, die die Regelschule besuchen, werden sich nicht wesentlich zu den Gunsten ihres Sohnes ändern. Ihr Sohn ist am Ende vielleicht gebildeter, besser trainiert oder er hat bestimmte Werte vermittelt bekommen, die er auf einer normalen Schule nicht erworben hätte, aber er ist nicht intelligenter. Solche Umwelteinflüsse existieren nicht oder müssen noch gefunden werden.

In diesem Zusammenhang ist das alles uninteressant. Man hat ja extra auch Schwarze untersucht, die in gut situierten Verhältnissen aufgewachsen sind.

Zum Schluss noch ein Punkt zu den Kosten (ignorieren wir dabei, dass das Programm keine großen Erfolge erziehlt hat; ignorieren wir den Schwund der IQ-Punkte und weitere Details): $23.000 pro IQ-Punkt pro Kind! Das ist weder bezahlbar noch verfügen wir über genügend ausgebildete Fachkräfte, um so etwas im großen Stile durchzuführen.
Das stimmt allles nicht gerade optimistisch für die Bildungspolitik, oder?


Zitat:
Und selbst dieser dünne Witz hat bereits Unstimmigkeiten: Angeblich haben wir hier ein wahnsinnig schnell reagierendes System, in dem die Aschkenasim vom Mittelalter bis heute zu einer erheblichen Intelligenzsteigerung selektiert wurden, gleichzeitig haben wir die San in der Kalahari oder auch die australischen Aborigines im Outback z.B. rund um den Uluṟu, deren Leben sich seit tausenden Jahren nicht wirklich einfacher gestaltet als das der Eskimos und die keine Anpassung erfahren haben sollen?


Unterschiedlicher Selektionsdruck eben. Ihr betont doch - vollkommen zu Recht - dauernd, wie unwichtig der IQ für viele Dinge des Alltags ist. Da sollte es euch nicht überraschen, wenn normalerweise nur eine recht geringe Selektion in diese Richtung stattfindet. Juden waren extrem ungewöhlichen Stressfaktoren ausgesetzt, da ist das etwas anderes.

Und "einfach" ist auch etwas anderes als intellektuell herausfordernd. Wenn man regelmäßig von einer Malariaplage oder ähnlichen Seuchen heimgesucht wird, ist das Leben wirklich nicht "einfach". Aber solche Gefahrenquellen selektieren wohl wenig in Richtung Intelligenz. Solche Dinge sind für die Leute unberechenbar, daher kann man schlecht Vorkehrungen treffen.

Dass das Leben der Aborigines nicht weniger intellektuell herausfordernd ist als das der Eskimos, wäre noch zu zeigen. Aborigines hatten z.B. im Vergleich zu Eskimos nur wenig verschiedene Werkzeuge und mussten keine Nahrungsvorräte für einen größeren Zeitraum anlegen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DerBernd
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.10.2010
Beiträge: 1043

Beitrag(#1611537) Verfasst am: 18.02.2011, 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Telliamed hat folgendes geschrieben:

2. Des weiteren geht es m. E. nicht an, bei der Bestimmung der Intelligenz von Menschengruppen, bei der @DerBernd den „Rassen“-Begriff verwendet, allein von einer angeblichen biologischen Vererbbarkeit, ohne Berücksichtigung der vielfältigen, veränderlichen sozialen, kulturellen und bildungsmäßigen Voraussetzungen bei den verschiedenen Ethnien und auch innerhalb dieser Menschengruppen ausgehen zu wollen.

Ich berücksichtige sehr wohl soziale, kulturelle und bildungsmäßige Vorraussetzungen. Dazu diente doch gerade mein Verweis auf Adoptionsstudien.



Zitat:

dass es einen genetisch bedingten IQ-Unterschied zwischen „Schwarzen“ und „Weißen“ gäbe, dem mit eugenischen Mitteln (finanziellen Anreizen) begegnet werden sollte


Er will aus ökonomischen Gründen mit finanziellen Anreizen Intelligentere - ganz egal ob schwarz oder weiß - dazu animieren, mehr Kinder zu bekommen. Das will auch Sarrazin und das war auch eines der Ziele von der Leyen als Familienministerin. Mit solchen Ansichten findet er sich scheinbar nicht so weit im politischen Abseits, wie deine Antwort vermuten lässt.


Zitat:

Arbeiter hätten einen niedrigeren IQ?


Es gibt da leider Korrelationen: Mathematikprofessoren haben einen im Durchschnitt einen sehr, sehr viel höheren IQ als Bauarbeiter, auch wenn das sicher nicht im jedem Einzelfall zutrifft. Und wenn sie Kinder bekommen, werden sie diesen ihren IQ im Durchschnitt vererben. Dass ausnahmslos alle Arbeiter dumm sind oder dergleichen, hat Jensen nie behauptet.
Schichtzugehörigkeit und Intelligenz korrelieren miteinander. Und je durchlässiger eine Gesellschaft ist, desto größer sind die Korrelationen.

Zitat:

4. Wer bei meiner Bemerkung zu den von @DemBernd erwähnten „Buschmännern“ Ironie herauszulesen meint, dann rührt das daher, dass ich daran seine Unkenntnis der Begriffsverwendungen im deutschen Sprachraum erkennen will.
Diese Bezeichnung für die San
http://de.wikipedia.org/wiki/San_(Volk)




Ich zitiere mal daraus:
Zitat:

Yorgos Avgeropoulos (Regie): Das Volk der Buschmänner; Dokumentation in der Reihe WunderWelten; Griechenland 2005, ARTE F, Erstausstrahlung 27. Juli 2007

Das alles hört sich alles nicht so aus, als sei der politisch korrekte Sprachgebrauch weit verbreitet. Kolonialherrenjargon selbst auf arte. Meine Vermutung: Redet man Buschmänner wird man verstanden, redet man von San, wissen sehr viele nicht, wovon die Rede ist.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



Anmeldungsdatum: 18.09.2003
Beiträge: 9920
Wohnort: 75

Beitrag(#1611540) Verfasst am: 18.02.2011, 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Aber: Zumindest für Jobs in der Hightech-Branche fehlen hier wesentliche Skills, die ich als (eine Form von) Intelligenz bezeichnen würde:

- schnell komplexe Zusammenhänge erfassen
- Abstraktionsvermögen
- Wesentliches von Unwesentlichem und Generisches von Speziellem unterscheiden können
- komplizierte Zusammenhänge einfach erklären können
- gute Mischung aus Systematik und Kreativität

Das sind, neben der "Persönlichkeit", nach meiner Erfahrung die wichtigsten Kriterien.


Um das rauszukriegen, musst du aber schon sehr, sehr gute und professionelle Fragen im Bewerbungsgespräch stellen. Da müssen auch auf der anderen Seite ordentlich "Skills" vorhanden sein - und die sollte man i.d.R. auch besser nicht überschätzen. zwinkern
Oder du brauchst ein AC. Die "Top 10" sind schon einfacher rauszukriegen, z.T. schon über die Bewerbungsunterlagen.
_________________
"Die einfache Formel: Jesus ist stärker! hilft Menschen, sich aus der Fixierung völlig irrationaler Wertesysteme zu lösen."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22306
Wohnort: Germering

Beitrag(#1611550) Verfasst am: 18.02.2011, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Aber: Zumindest für Jobs in der Hightech-Branche fehlen hier wesentliche Skills, die ich als (eine Form von) Intelligenz bezeichnen würde:

- schnell komplexe Zusammenhänge erfassen
- Abstraktionsvermögen
- Wesentliches von Unwesentlichem und Generisches von Speziellem unterscheiden können
- komplizierte Zusammenhänge einfach erklären können
- gute Mischung aus Systematik und Kreativität

Das sind, neben der "Persönlichkeit", nach meiner Erfahrung die wichtigsten Kriterien.

Um das rauszukriegen, musst du aber schon sehr, sehr gute und professionelle Fragen im Bewerbungsgespräch stellen.

Absolut.

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Da müssen auch auf der anderen Seite ordentlich "Skills" vorhanden sein - und die sollte man i.d.R. auch besser nicht überschätzen.

Meist betrachtet man die auch nur im Vergleich zu anderen Bewerbern, nicht als absoluten "Meßwert".

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Die "Top 10" sind schon einfacher rauszukriegen, z.T. schon über die Bewerbungsunterlagen.

Richtig, aber die helfen in meinem Bereich leider nur begrenzt weiter.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



Anmeldungsdatum: 18.09.2003
Beiträge: 9920
Wohnort: 75

Beitrag(#1611551) Verfasst am: 18.02.2011, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Da müssen auch auf der anderen Seite ordentlich "Skills" vorhanden sein - und die sollte man i.d.R. auch besser nicht überschätzen.

Meist betrachtet man die auch nur im Vergleich zu anderen Bewerbern, nicht als absoluten "Meßwert".


Ich meinte die Skills der Einsteller.
_________________
"Die einfache Formel: Jesus ist stärker! hilft Menschen, sich aus der Fixierung völlig irrationaler Wertesysteme zu lösen."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
astarte
Foren-Admin
Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43634

Beitrag(#1611589) Verfasst am: 18.02.2011, 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Aber: Zumindest für Jobs in der Hightech-Branche fehlen hier wesentliche Skills, die ich als (eine Form von) Intelligenz bezeichnen würde:

- schnell komplexe Zusammenhänge erfassen
- Abstraktionsvermögen
- Wesentliches von Unwesentlichem und Generisches von Speziellem unterscheiden können
- komplizierte Zusammenhänge einfach erklären können
- gute Mischung aus Systematik und Kreativität

Das sind, neben der "Persönlichkeit", nach meiner Erfahrung die wichtigsten Kriterien. ...

Zum Teil wird das sicher dadurch was für praktische Erfahrungen vorliegen, wo Auslandserfahrung, sonstiges Engagement zu erfahren sein: was haben sie da gemacht, welche Projekte selbstständig, usw. Und wenn es sich nicht um Berufseinsteiger handelt, sieht man ja aus dem Tätigkeitsbereich, Weiterkommen, Beurteilungen usw usf schon auch einiges um einige Schlüsse auf die oben genannten Fähigkeiten ziehen zu können. Denk ich mir mal so.
Und du sagst ja: das ist eine Form von Intelligenz, aber ob man auf die besonders gut von dem Wert IQ schließen kann, bezweifle ich. (das behauptest du nicht, aber die IQ-Fans meinen ja, der sage besonders viel aus, wie gut ein Bewerber dann sei) Schnell Zusammenhänge erfassen, Abstraktionsvermögen, eher noch. Dann wirds aber schon wieder um einiges komplexer.

Für andere Berufe sind dann auch andere Formen von Intelligenz erforderlich. Eleonor hat die Formen irgendwo erst aufgezählt.

edit: im anderen Thread war es:
Eleonor hat folgendes geschrieben:
Intelligenz an sich ist auch eher ein Sammelbegriff, denn es gibt nicht die Intelligenz. Es gibt räumliche, logische, soziale und sicherlich noch etliche weitere Intelligenz"module", die voneinander unabhängig zwischen Menschen schwanken können. Vielleicht umfassen auch diese bereits mehrere noch feinere Einzelfähigkeiten? Wir wissen nicht, wie komplex Intelligenz tatsächlich ist, .....
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kival
Feminist Ghost



Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 24070

Beitrag(#1611595) Verfasst am: 18.02.2011, 19:24    Titel: Re: Rasse und Intelligenz Antworten mit Zitat

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
Ilmor hat folgendes geschrieben:
AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
Bzw., wenn Du keine politischen Forderungen auf Individuen bezogen daraus ableiten willst, welche politischen Forderungen leitest Du auf Gruppen bezogen ab? Und auf welche Gruppen? Und wieso?

Ein Beispiel: mal angenommen, man würde feststellen, dass der Anteil der türkischen Migranten an Professoren in Deutschland geringer ist als ihr Gesamtanteil an der deutschen Bevölkerung. Würde man nun von der Gleichintelligenz der Rassen ausgehen, würde man hierbei sicherlich Diskriminierung vermuten und eine Türkenquote fordern. Sollte es nun aber zutreffen, dass die in Deutschland lebenden Türken im Durschnitt weniger intelligent als die Deutschen sind, ließe sich die türkische Unterrepräsentation an den Unis auch anderes erklären und eine Türkenquote würde nur deutsche Proffesorenanwärter diskriminieren.

Man betreibt diese Forschung also ob solcher rein hypothetischen Gedankenspiele? Merkwürdig. Höchst merkwürdig sogar. Allermerkwürdigst.


Lachen Vielleicht hat Illmor Türken mit Frauen verwechselt?
_________________
"A basic literacy in statistics will one day be as necessary for efficient citizenship as the ability to read and write." (angeblich H. G. Wells)
"The consent of the governed is not consent if it is not informed." (Edward Snowden)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
astarte
Foren-Admin
Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43634

Beitrag(#1611597) Verfasst am: 18.02.2011, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

:prust:
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22306
Wohnort: Germering

Beitrag(#1611603) Verfasst am: 18.02.2011, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Und du sagst ja: das ist eine Form von Intelligenz, aber ob man auf die besonders gut von dem Wert IQ schließen kann, bezweifle ich. (das behauptest du nicht, aber die IQ-Fans meinen ja, der sage besonders viel aus, wie gut ein Bewerber dann sei).

Das würde ich auch nie behaupten. Wenn das funktionieren würde, würde es gemacht - wird es aber i.a. nicht, denn es sagt zu wenig aus.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24747
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#1611607) Verfasst am: 18.02.2011, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

DerBernd hat folgendes geschrieben:
....
IQ-Tests macht man nicht zum Selbstzweck und sie entstehen nicht im luftleeren Raum.....

Jo.

Aber grundsätzlich: IQ ist, was man mit Intelligenztests misst. Und natürlich ist das trainierbar. Und das passiert im täglichen Leben. Wenn deine Eltern mit dir täglich Sätze sprechen, die nicht über Subjekt - Prädikat - Objekt hinausgehen, wirst Du anders trainiert als jemand, dessen Eltern auch mit ihrem Kind elaborated Code sprechen. Ich könnte das noch weiter fortsetzen, hoffe aber insoweit auf deine Intelligenz, dass Du diesen Gedanken zu extrapolieren vermagst. Und die tägliche Sprache ist nur ein Trainigsreiz, allerdings ein wesentlicher.

Wenn Du Kindern aus einem Elendsgebiet maximale Reize gibt, entwickeln sie sich ordentlich, wenn Du sie dann wieder in die kulturelle Deprivation schickst, geht der Vorsprung wieder flöten. Auch für die Denkfähigkeit gilt das Grundgesetz biologischer Systeme: Alles was nicht benutzt wird, wird abgebaut, und vor dem Hintergrund wundern auch die schulischen Leistungen der vorher trainierten Kinder nicht.

Das man das ganze auch erheblich besser und preiswerter machen kann als die in Milwaukee wird - allerdings ohne IQ-Werte - in finnischen Schulen gezeigt:

Die schaffen es, die Leistungsstreuung der zwischen den Schülern insgesamt zu verringern, bei einem gleichzeitigen Anheben der Leitungen aller - auch der Besten. Ob das allerdings immer noch die Besten sind wie vorher, kann bezweifelt werden, weil insgesamt die Abhängigkeit der Leistungsfähigkiet vom sozialen Status der Eltern und deren privater Förderung sehr stark abnimmt.

Das wiederum kann nur heißen, dass es sich bei der Erblichkeit der geistigen Lesitungsfähigkeit nicht unbedingt um eine genetische Erblichkeit handelt, sondern dass hier die familiären Aufzuchtbedingungen eine stärkere Rolle spielen.

Und mit dieser Zusatzinformation kannst Du mir jetzt noch einmal zeigen, wie man das alles interpretiert, wenn man kein Laie ist und weiß wie das geht.

fwo
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nowhere
registrierter User



Anmeldungsdatum: 19.05.2007
Beiträge: 349

Beitrag(#1611664) Verfasst am: 18.02.2011, 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

@ DerBernd

Zitat:
Es ist daher kein Wunder, dass man in den Medien stets die gleichen, einseitigen, teilweise einfach nur falschen Darstellungen des Forschungsstandes zu hören bekommt. Jeder Wissenschaftler weiß, dass er zu diesem Thema besser schweigt oder den Medien das erzählt, was sie hören wollen.
Aber einige Forscher schweigen nur gegenüber der Presse zu dem Thema. Verklausuliert und in wissenschaftlichen Publikationen, die sowieso in einer für Laien unverständlichen Fachsprache verfasst sind, äußern sie sich offener. Für denjenigen, der sich mit dem Thema beschäftigt und der auch zwischen den Zeilen lesen kann, ergibt sich ein anderes Bild. Und daneben gibt es natürlich noch einige wenige, die es wagen, offen über derartige Dinge zu schreiben.

Die wissenschaftlichen Ergebnissen in diesem Bereich sind erdrückend. Vermutlich werden sie sich nicht mehr lange verschweigen lassen. Auch politische Aktivisten, die sich bisher darauf konzentriert haben, unangepasste Geister mit Diffamierungen, Verleumdungen und anderen üblen Methoden, zum Schweigen zu bringen, werden sich angesichts des wissenschaftlichen Fortschritts dazu gezwungen sehen, ihre Taktik zu ändern - wenn sie denn von wissenschaftlich-orientierten Menschen ernst genommen werden wollen.


Interessant, wie du von ‘politischen Motivationen’ und ‘anderen üblen Methoden’ sprichst, um dich dann ausgerechnet gerade auf Murray und dergleichen zu berufen, um die (wahren?) ‘wissenschafltlichen Ergebnisse’ aufzuzeigen. Eine echt (politisch) ‘unabhängige’ Quelle, mit den perfekten fachlichen Kredenzen…und Finanz-Quellen.

In einem späteren Beitrag zweifelst du (zu recht) die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit von Milwaukee an, unter anderem deshalb, weil die Studie keinem 'peer review' unterzogen wurde. Bei ‘The Bell Curve’ nimmst du es mit dem gleiche Versäumnis offensichtlich nicht so genau.

Zitat:
Nun, eine offensichtliche Folgerung würde ich in Bezug auf "affirmative actions" ziehen. Dass Juden ganze wissenschaftliche Institute innerhalb amerikanischer Universitäten okkupiert haben, während Afro-Amerikaner allenfalls als Statisten in Erscheinung treten, ist angesichts der Unterschiede in der durchschnittlichen Intelligenzleistung beider Gruppen einfach nicht überraschend.
Zu glauben, man könne Afroamerikaner durch irgendwelche Programme in die Lage dazu versetzen, ähnlich erfolgreich zu sein, ist illusorisch. Man macht sich und ihnen falsche Hoffnung und setzt alle Beteiligten unter einen unnötigen Erfolgsdruck. Das ist ähnlich tragisch wie das Schicksal von Kindern, deren Eltern sie zu Leistungen prügeln wollen, zu denen sie nicht fähig sind.
Einem einzelnen Schwarzen wird es immer gelingen, Karriere in Harvard oder sonstwo zu machen, aber ihr Prozentsatz wird nie mit dem von Juden, denen so etwas gelingt, vergleichbar sein.
Das wird man akzeptieren müssen genauso wie man bereits jetzt akzeptiert hat, dass Aborigines wohl keine Rolle in der NBA spielen werden - ganz gleich, wie man sie trainieren würde. Watson spricht anderen Punkt an: Er meint wir müssten eventuell unsere Entwicklungspolitik neu ausrichten. Da könnte etwas dran sein, aber ich habe mich zu wenig mit dem Thema beschäftigt. Dazu will ich mir kein Urteil erlauben.


…dafür, dass du eine angebliche ‘Hypothese’ vorbringst und Umwelt- und andere Einflüsse (pre-natale....hast du vergessen) nicht ausschließt, ziehst du ziemlich eindeutige und konkrete Schlüsse bezüglich (ausschließlich) genetisch bedingter Intelligenz.

(…obwohl ich, zum Beispiel, von Quotenregelungen - aus anderen Gründen - auch kein Freund bin).

Ich habe mich oft gefragt, warum Watson, Murray & Co in ihren angedeuteten Schlußfolgerungen so bescheiden sind (wo das doch eigentlich so gar nicht ihren Persönlichkeiten entspricht).

‘Political Correctness’ – Anpassung an die ‘Schmerzgrenze’ ihres eigenen 'Rassen-/Kulturkreises'....?

Warum politische (und wirtschaftliche) Konsequenzen dieser Theorie auf den Umgang mit der ‘untersten Intelligenzstufe’ (Bsp. Entwicklungspolitik) abzielen, und nicht auf die absolute Förderung der ‘höchsten Intelligenz’, wenn doch g-testing letztlich (angeblich) der Maßstab aller Dinge ist...?

In aller Konsequenz sollten wir dann vielleicht lieber darüber nachdenken, ob wir alle nicht mit einer Jüdisch/Asiatischen Weltregierung besser bedient wären...
_________________
“Da wird das nämlich soweit aufgedröselt und auf molekularer, sozialer, religiöser und ethischer Ebene zerlegt, das dieser leichtsinnige Spruch eine Gewichtung erhält, die ich ihm niemals beimessen würde.” – Die Fiktion

“Ich würde lieber erstmal genau diskutieren, warum du das eigentlich willst.” – nocquae
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Babyface
Altmeister



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 11439

Beitrag(#1611879) Verfasst am: 19.02.2011, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

DerBernd hat folgendes geschrieben:
Dazu gibt es genannte Adoptions-Studien. Wenn es daran liegen würde, müssten sich die Ergebnisse ändern, wenn Asiaten oder Schwarze von klein auf in der weißen Mittelschicht aufwachsen. Derartiges konnte man aber nicht beobachten.

Doch, genau derartiges konnte man in einigen solcher Studien beobachten, wie dem entsprechenden Wikipedia Artikel zu entnehmen ist. Weder Jensen noch Rusthon bestreiten die in diesem Punkt unklare empirische Befundlage. Du hast hier ganz bewusst versucht, uns zu täuschen.
_________________
posted by Babyface
.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15443
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#1612003) Verfasst am: 20.02.2011, 03:06    Titel: Antworten mit Zitat

DerBernd hat folgendes geschrieben:
Man muss bei der Interpretation derartiger Resultate zwei Dinge beachten, die sich gegenseitig überlagern:
[list]
[*] bei den "Stimulationsprogrammen", die die Kinder durchmachen müssen, findet ein implizites Training der IQ-Tests statt. Kauf' dir eines dieser Bücher mit dem Titel "Teste deinen IQ" und führe den Test mehrere Male hintereinander aus. Erstaunlicherweise wirst du zunehmend besser werden zwinkern Bist du intelligenter geworden? Natürlich nicht.


Ich glaube mich zu erinnern, daß die Verfechter der Idee der "Dysgenics" den IQ als valides und gültiges Maß und als Begründung für ihre populationstechnischen Maßnahmen eingebracht haben. Müßten sie dann nicht jede Maßnahme begrüßen, die diesen anheben, und sie nicht im Gegenteil zu Augenwischereien erklären? Es besteht die Gefahr, daß gerade das, was eigentlich die eigenen Thesen widerlegt, wieder argumentativ umgedreht und zu einem Beleg umgedeutet wird.

Übrigens gibt es auch andere Studien, nach denen man durch Förderung sehr wohl IQ-Testwerte beeinflussen kann, und zwar um bis zu zehn IQ-Punkte -- was (manch einer mag sich erinnern) in etwa der Distanz entspricht, wie sie etwa zwischen dem in "IQ and the Wealth of Nations" behaupteten durchschnittlichen Türken und dem behaupteten durchschnittlichen Deutschen liegt. (Man kann damit zwar indessen keinen durchschnittlich Begabten zu einem Hochbegabten machen, man könnte aber durchaus dafür sorgen, daß zumindest die meisten Schüler erstmal einen Abschluß erwerben können, und das sollte ja der den Potentialen entsprechend höchstmögliche sein. Das macht auch den Unterschied zwischen Förderschule und normaler Schule.) Und wenn der "IQ-Wert" nach Ende der Förderung sich langsam wieder den Altersgenossen annähert, dann spricht das eben doch dafür, daß er sehr von der Umgebung abhängig ist, bzw. daß auch die Kontrollgruppe ein höheres Potential gehabt hätte.) Ansonsten stellt der IQ-Wert auch, wie es hier heißt, "kein valides Indiz" für den letztlichen Verlauf einer Bildungslaufbahn dar (vgl. Brigitte Kottmann, "Selektion in die Sonderschule...", S.122f., Link).

Andererseits verweist das auf die zweite These, die ich schon aufgestellt hatte. Nämlich daß es gar nicht so sehr um den IQ oder die "Intelligenz" als solche ging, sondern von denen eher nach einer wissenschaftlichen Rechtfertigung für bestimmte politische Entscheidungen und Ziele gesucht wurde, vielleicht auch für sehr weitreichende. Als Beispiele: Für Zuwanderungsbeschränkungen, die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems, für die Bestimmung der Beziehungen zu Nachbarländern wie der Türkei, den arabischen Ländern et cetera.

DerBernd hat folgendes geschrieben:
Im Alter von 6 Jahren sind Kinder in der Regel nicht einmal eingeschult. Viele können nicht mal einen Stift vernünftig halten. Im Vergleich zu solchen Kindern haben die Kinder, die ein intensives Training erhalten haben, also einen großen Vorsprung. Überrascht das irgendwie? Zeugt das Abschneiden von einer gesteigerten Intelligenz? Nein, die einen Kinder haben nur fleißig trainiert, die anderen nicht.


Solche Trainingsprogramme müssen gar keine Inhalte haben, die direkt auf IQ-Tests ausgerichtet sind. Es können dabei auch allgemein Motivation, Selbstbewußtsein, Problemlösungsverhalten, Selbstreflexion etc. trainiert werden. Dadurch, daß man allgemeinere Fähigkeiten trainiert, kann man dabei die Beurteilung auch weit mehr steigern als bei einem gezielten Training (vgl. Gerald Mathes; Birgit Hoffmann; Andrea Emmer, "Brauchen wir ein spezielles Training zur Förderung des Lernverhaltens?", Link).
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
DerBernd
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.10.2010
Beiträge: 1043

Beitrag(#1612089) Verfasst am: 20.02.2011, 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Babyface hat folgendes geschrieben:

Doch, genau derartiges konnte man in einigen solcher Studien beobachten, wie dem entsprechenden Wikipedia Artikel zu entnehmen ist. Weder Jensen noch Rusthon bestreiten die in diesem Punkt unklare empirische Befundlage. Du hast hier ganz bewusst versucht, uns zu täuschen.


Ok, zugestanden, darauf hätte ich weiter eingehen können.
Die meisten genannten Studien enthalten ausschließlich Testergebnisse vor der Pubertät. Entscheidender sind die Ergebnisse nach/gegen Ende der Pubertät (siehe meinen vorherigen Beitrag dazu).
Die einzige Studie, die Wikipedia dort zitiert, bei der das gemacht wurde, kommt zu dem von mir genannten Ergebnis: Der Unterschied zwischen den Gruppen - adoptierte Kinder mit schwarz Eltern, mit Eltern unterschiedlicher Herkunft und weiße Eltern - bleiben in der gleichen Größenordnung.
Natürlich kann man auf verschiedene Weise erklären, wie dieser Unterschied zusammengekommen ist. Diese Studie hat übrigens einen eigenen Wikipedia-Artikel, der die Ergebnisse und deren Diskussion kurz beschreibt: http://en.wikipedia.org/wiki/Minnesota_Transracial_Adoption_Study

Diejenigen, die die Studie durchgeführt haben, äußern sich auf folgende Weise:
Zitat:

We think it is inherently implausible that these differences are either entirely genetically based or entirely environmental based


Sie glauben also auch nicht daran, dass der Unterschied alleine an der Umwelt liegt. Sie glauben jedoch, dass Gene nicht eine ganz so bedeutende Rolle spielen wie Levin oder Lynn, denen sie antworten, das vermuten. Da ich mich anders als Lynn und Levin auf keinerlei Schätzungen festgelegt habe, wiedersprechen an diesem Punkt keine von ihnen meinen Ausführungen.


Interessant ist, was Scarr sich später - jetzt aus dem Schutz der Emeritierung heraus - zu sagen traut:
Zitat:

The test performance of the Black/Black adoptees [in the study] was not different from that of ordinary Black children reared by their own families in the same area of the country. My colleagues and I reported the data accurately and as fully as possible, and then tried to make the results palatable to environmentally committed colleagues. In retrospect, this was a mistake. The results of the transracial adoption study can be used to support either a genetic difference hypothesis or an environmental difference one (because the children have visible African ancestry[*]). We should have been agnostic on the conclusions [...].


1976 hat sie, wenn die Wikipedia-Angaben stimmen, noch alles dafür getan, die Ergebnisse so zu interpretieren, dass die Umwelt-Theorie stimmt. Jetzt gibt sie zu, dass das eher politisch motiviert war Mit den Augen rollen


[*] Damit spielt sie wohl auf Theorien an, die Diskriminierung die Schuld für die Differnenz gibt, Flynns Beschuldigung der destruktiven, schwarzen Jugendsubkultur, usw.

Interessant, was sie sonst noch zu berichten weiß:
Zitat:

The studies of sibling IQ differences in California and Georgia [damit sind andere Studien gemeint] helped me to think about what kinds of environments have negative effects on intellectual development and which do not. Our own adoption studies found that children adopted in infancy to working class families achieved IQ levels as high as adoptees reared in privileged professional families, whereas biological offspring of such families differed by 10 IQ points on the average. Clearly, genes where the major cause of social class differences in IQ, not whether parents take their children to ball games or museums, or wheter they listen to Country & Western tunes or Mozart [...] The results [...] led me to stand up for "good-enough parents" what provide loving support and learning opportunities, but not necessarily those the intelligentsia value most. My proposal, that most parents are "good enough" at child rearing to support their children becoming the best they can be, provoked PC colleagues to attack me as anti-child welfare, because surely every child needs to have parents just like them to become the best (their self-serving snobbery is appailling and unrecognized)


In bestimmten Wissenschaftszweigen muss man wohl sehr vorsichtig sein, was man sagt. Wenn das irgendwie von politisch unliebsamen Zeitgenossen ausgeschlachtet werden könnte, muss es einfach falsch sein oder man behält es besser für sich....
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Babyface
Altmeister



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 11439

Beitrag(#1612111) Verfasst am: 20.02.2011, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

DerBernd hat folgendes geschrieben:
Babyface hat folgendes geschrieben:

Doch, genau derartiges konnte man in einigen solcher Studien beobachten, wie dem entsprechenden Wikipedia Artikel zu entnehmen ist. Weder Jensen noch Rusthon bestreiten die in diesem Punkt unklare empirische Befundlage. Du hast hier ganz bewusst versucht, uns zu täuschen.


Ok, zugestanden, darauf hätte ich weiter eingehen können.
Die meisten genannten Studien enthalten ausschließlich Testergebnisse vor der Pubertät. Entscheidender sind die Ergebnisse nach/gegen Ende der Pubertät (siehe meinen vorherigen Beitrag dazu).

Warum sind die Testergebnisse nach der Pubertät entscheidender? Weil die Erblichkeit des IQ mit dem Alter ansteigt? Tut sie zwar, allerdings nicht linear und so gut wie gar nicht zwischen dem 6. und 17. Lebensalter. In diesen Altersgruppen stagniert die Erblichkeit etwa zwischen 50-60% wie Du z.b. bei Rushton und Jensen (2005, Abb. 3, S.252) sehen kannst. Eine höhere Aussagekraft der Minnesota-Studie kann aus den empirischen Daten also nicht abgeleitet werden. Und selbst wenn die Erblichkeit im fraglichen Beobachtungszeitraum zunehmen würde, müsste man immer noch Unterschiede zwischen schwarzen und weißen Adoptivkindern auch vor der Pubertät erwarten, falls die Erblichkeitshypothese zutreffend wäre..
_________________
posted by Babyface
.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DerBernd
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.10.2010
Beiträge: 1043

Beitrag(#1612249) Verfasst am: 20.02.2011, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Babyface hat folgendes geschrieben:

Warum sind die Testergebnisse nach der Pubertät entscheidender? Weil die Erblichkeit des IQ mit dem Alter ansteigt? Tut sie zwar, allerdings nicht linear und so gut wie gar nicht zwischen dem 6. und 17. Lebensalter. In diesen Altersgruppen stagniert die Erblichkeit etwa zwischen 50-60% wie Du z.b. bei Rushton und Jensen (2005, Abb. 3, S.252) sehen kannst. Eine höhere Aussagekraft der Minnesota-Studie kann aus den empirischen Daten also nicht abgeleitet werden. [...]


Bei der Minnesota-Studie gab es nicht nur ein Follow-Up im späteren Alter, sondern sie betraf auch weitaus mehr Kinder.
Aber ansonsten hast du Recht: Das Ergebnis von Moore passt nicht in das von mir geschilderte Bild. Erblichkeit steigt zwar mit dem Alter, aber bereits in diesem Alter müsste sich ein Unterschied zeigen, wie man sie auch bei Scarr und Co. sehen kann. Bei verschiedenen Studien mit Ost-Asiaten oder Aborigines, die in die weiße Mittelschicht adoptiert wurden, die von der Wikipedia nicht genannt oder aufgelistet werden, ist der Unterschied ja ebenfalls schon in diesem Alter sichtbar.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Wissenschaft und Technik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10  Weiter
Seite 3 von 10

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Impressum & Datenschutz


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group