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Börse und wirtschaftliche Verwerfungen in schwierige Zeiten
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44629
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Beitrag(#2211952) Verfasst am: 12.05.2020, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:


mit welchen aktionären muss er denn teilen? wo haben die noch so inverstiert und sorgen für das übel, was gates dann großzügig mildern will. tolles charity-geschäfts-modell.
nein, eher witzlos.....




Bill Gates ist in keinster Weise dafuer verantwortlich, was Leute, die Aktien derselben Firmen halten wie er, sonst noch alles treiben. Das ist absurd!

Das waere ungefaehr so als wuerde man Dir die Verantwortung dafuer unterschieben, was Deine Kollegen, mit denen Du in der Firma oder wo Du sonst arbeitest, ausserhalb ihrer Arbeitszeit so treiben.
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 14022
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2211955) Verfasst am: 12.05.2020, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:


mit welchen aktionären muss er denn teilen? wo haben die noch so inverstiert und sorgen für das übel, was gates dann großzügig mildern will. tolles charity-geschäfts-modell.
nein, eher witzlos.....




Bill Gates ist in keinster Weise dafuer verantwortlich, was Leute, die Aktien derselben Firmen halten wie er, sonst noch alles treiben. Das ist absurd!

Das waere ungefaehr so als wuerde man Dir die Verantwortung dafuer unterschieben, was Deine Kollegen, mit denen Du in der Firma oder wo Du sonst arbeitest, ausserhalb ihrer Arbeitszeit so treiben.


denk lieber nochmal über deinen verunglückten vergleich nach.
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"als ob"
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 12710

Beitrag(#2211961) Verfasst am: 12.05.2020, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich selbst sehe Gates unterm Strich als einen sehr reichen Menschen an, der aus welchem Grund auch immer das Bedürfnis hat mit seinem Reichtum anderen Menschen zu helfen. Manches, was er tut, mag durchaus zweifelhaft sein oder zumindest wenig durchdacht, aber der Teufel, zu dem ihn manche erklaeren, der ist er mit Sicherheit nicht.

Was das viele Geld mit ihm gemacht hat das wissen wir beide nicht.

Das agieren der Firma Microsoft aber das konnte man schon sehen. Die wurden immerhin praktisch Monopolist bei Desktop-Betriebssystemen und Office.

https://de.wikipedia.org/wiki/Embrace,_Extend_and_Extinguish#Die_Strategie

Und die Gewinnspannen mit Monopol-Produkten MS-Office/Windows hatte ich hier 2011 schon verglichen mit anderen Firmen.


Auch ich sehe das Geschaeftsgebaren Microsofts recht kritisch. Bill Gates sehe ich auch nicht als reine Lichtgestalt.

Ich erkenne allerdings an, dass er sein Riesenvermögen dazu einsetzt anderen Menschen zu helfen und verteidige ihn gegen die einseitige Hetzkampagne, die derzeit vor allem von rechten Verschwörungstheoretikern gegen ihn betrieben wird.

Bill Gates ist ein Mensch mit Vorzügen und Fehlern. Er ist mit Sicherheit nicht die bösartige Bestie, die manche aus ihm machen wollen, z.B. indem sie seine Impfkampagnen zum Anlass nehmen an US-Gerichten Klagen wegen angeblichen Völkermordes einzureichen oder Morddrohungen gegen ihn und seine Familie abzusondern.

Ja - Problem bei so extrem reichen kann werden das sie fast nur noch unter 'Ihresgleichen' verkehren, ansonsten Bodyguards etc. Wenn man häufig von CEOs/Multimillionären/Milliardären umgeben ist dann kann deren Welt zur eigenen Welt werden, und ob die kleine Tante Erna in deren Welt mehr positives zu erwarten hätte wäre dann die Frage.

Anders gesagt: ich bin grundsätzlich mißtrauisch wenn jemand (i.d.F. durch viel Geld) Macht hat ein Umfeld zu gestalten, aber deren Auswirkungen nicht selbst zeitnah treffen. Wo Distanz herrscht kommt immer irgendwie irgendwann Scheisse raus.

Ob Herr Gates diese Distanz hat kann ich bis jetzt aber nicht einschätzen.

Nach so langer Zeit in der IT-Branche (+ viel Geld) könnte ich mir aber vorstellen das technische Lösungen bei einem Problem einen Einfluss haben. Impfstoff wie ein Bugfix oder ein Security-Update.
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44629
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2211971) Verfasst am: 12.05.2020, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich selbst sehe Gates unterm Strich als einen sehr reichen Menschen an, der aus welchem Grund auch immer das Bedürfnis hat mit seinem Reichtum anderen Menschen zu helfen. Manches, was er tut, mag durchaus zweifelhaft sein oder zumindest wenig durchdacht, aber der Teufel, zu dem ihn manche erklaeren, der ist er mit Sicherheit nicht.

Was das viele Geld mit ihm gemacht hat das wissen wir beide nicht.

Das agieren der Firma Microsoft aber das konnte man schon sehen. Die wurden immerhin praktisch Monopolist bei Desktop-Betriebssystemen und Office.

https://de.wikipedia.org/wiki/Embrace,_Extend_and_Extinguish#Die_Strategie

Und die Gewinnspannen mit Monopol-Produkten MS-Office/Windows hatte ich hier 2011 schon verglichen mit anderen Firmen.


Auch ich sehe das Geschaeftsgebaren Microsofts recht kritisch. Bill Gates sehe ich auch nicht als reine Lichtgestalt.

Ich erkenne allerdings an, dass er sein Riesenvermögen dazu einsetzt anderen Menschen zu helfen und verteidige ihn gegen die einseitige Hetzkampagne, die derzeit vor allem von rechten Verschwörungstheoretikern gegen ihn betrieben wird.

Bill Gates ist ein Mensch mit Vorzügen und Fehlern. Er ist mit Sicherheit nicht die bösartige Bestie, die manche aus ihm machen wollen, z.B. indem sie seine Impfkampagnen zum Anlass nehmen an US-Gerichten Klagen wegen angeblichen Völkermordes einzureichen oder Morddrohungen gegen ihn und seine Familie abzusondern.

Ja - Problem bei so extrem reichen kann werden das sie fast nur noch unter 'Ihresgleichen' verkehren, ansonsten Bodyguards etc. Wenn man häufig von CEOs/Multimillionären/Milliardären umgeben ist dann kann deren Welt zur eigenen Welt werden, und ob die kleine Tante Erna in deren Welt mehr positives zu erwarten hätte wäre dann die Frage.

Anders gesagt: ich bin grundsätzlich mißtrauisch wenn jemand (i.d.F. durch viel Geld) Macht hat ein Umfeld zu gestalten, aber deren Auswirkungen nicht selbst zeitnah treffen. Wo Distanz herrscht kommt immer irgendwie irgendwann Scheisse raus.

Ob Herr Gates diese Distanz hat kann ich bis jetzt aber nicht einschätzen.

Nach so langer Zeit in der IT-Branche (+ viel Geld) könnte ich mir aber vorstellen das technische Lösungen bei einem Problem einen Einfluss haben. Impfstoff wie ein Bugfix oder ein Security-Update.


Hier mal ein anderer Gedanke:

Das, was Bill Gates mit seiner Stiftung macht, waere zum grossen Teil eigentlich Staatsaufgabe. In einer idealen Welt, so wie ich sie mir vorstelle, waere ein Bill Gates bei Weitem nicht so reich wie er derzeit ist, sondern er waere der größte Steuerzahler seines Landes und der Staat wuerde u.a. mit den von ihm gezahlten Steuern z.B. Impfkampagnen finanzieren um ueberall auf der Welt üble Infektionskrankheiten auszurotten.

Ich denke, dass prinzipiell unter den meisten usern hier darueber Einigkeit herrscht.


Wenn ich mir dann allerdings den real existierenden Staat in den USA anschaue und den mit der real existierenden Bill Gates Stiftung vergleiche, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Milliarden dieses Mannes in seiner Wohltätigkeitsstiftung erheblich besser aufgehoben sind als in der Staatskasse. zynisches Grinsen

Zu dem Milliardär aus Kalifornien habe ich da doch noch etwas mehr Vertrauen als zu dem im Weissen Haus, bei allen Vorbehalten auch gegen Gates. Ist eigentlich traurig, ist aber leider so.
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Tarvoc
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Beitrag(#2212001) Verfasst am: 13.05.2020, 01:13    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Bill Gates ist in keinster Weise dafuer verantwortlich, was Leute, die Aktien derselben Firmen halten wie er, sonst noch alles treiben. Das ist absurd!

Das waere ungefaehr so als wuerde man Dir die Verantwortung dafuer unterschieben, was Deine Kollegen, mit denen Du in der Firma oder wo Du sonst arbeitest, ausserhalb ihrer Arbeitszeit so treiben.


denk lieber nochmal über deinen verunglückten vergleich nach.


Also dieses Mal ist beachbernies Vergleich schon ganz richtig.
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Tarvoc
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Beitrag(#2212002) Verfasst am: 13.05.2020, 01:15    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier mal ein anderer Gedanke:

Das, was Bill Gates mit seiner Stiftung macht, waere zum grossen Teil eigentlich Staatsaufgabe. In einer idealen Welt, so wie ich sie mir vorstelle, waere ein Bill Gates bei Weitem nicht so reich wie er derzeit ist, sondern er waere der größte Steuerzahler seines Landes und der Staat wuerde u.a. mit den von ihm gezahlten Steuern z.B. Impfkampagnen finanzieren um ueberall auf der Welt üble Infektionskrankheiten auszurotten.

Ich denke, dass prinzipiell unter den meisten usern hier darueber Einigkeit herrscht.

Wenn ich mir dann allerdings den real existierenden Staat in den USA anschaue und den mit der real existierenden Bill Gates Stiftung vergleiche, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Milliarden dieses Mannes in seiner Wohltätigkeitsstiftung erheblich besser aufgehoben sind als in der Staatskasse. zynisches Grinsen

Zu dem Milliardär aus Kalifornien habe ich da doch noch etwas mehr Vertrauen als zu dem im Weissen Haus, bei allen Vorbehalten auch gegen Gates. Ist eigentlich traurig, ist aber leider so.



Das kann ich witzigerweise auch weitestgehend so unterschreiben (wobei ich deine Welt nicht als ideal, sondern nur als sehr nah am gegenwärtigen Optimum bezeichnen würde - aber okay, Details). Was ist hier nur plötzlich los? Was ist hier nur plötzlich los? Geschockt zwinkern
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Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 13.05.2020, 03:03, insgesamt einmal bearbeitet
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beachbernie
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Beitrag(#2212003) Verfasst am: 13.05.2020, 01:35    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier mal ein anderer Gedanke:

Das, was Bill Gates mit seiner Stiftung macht, waere zum grossen Teil eigentlich Staatsaufgabe. In einer idealen Welt, so wie ich sie mir vorstelle, waere ein Bill Gates bei Weitem nicht so reich wie er derzeit ist, sondern er waere der größte Steuerzahler seines Landes und der Staat wuerde u.a. mit den von ihm gezahlten Steuern z.B. Impfkampagnen finanzieren um ueberall auf der Welt üble Infektionskrankheiten auszurotten.

Ich denke, dass prinzipiell unter den meisten usern hier darueber Einigkeit herrscht.

Wenn ich mir dann allerdings den real existierenden Staat in den USA anschaue und den mit der real existierenden Bill Gates Stiftung vergleiche, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Milliarden dieses Mannes in seiner Wohltätigkeitsstiftung erheblich besser aufgehoben sind als in der Staatskasse. zynisches Grinsen

Zu dem Milliardär aus Kalifornien habe ich da doch noch etwas mehr Vertrauen als zu dem im Weissen Haus, bei allen Vorbehalten auch gegen Gates. Ist eigentlich traurig, ist aber leider so.


Das kann ich witzigerweise auch weitestgehend so unterschreiben (wobei ich deine Welt nicht als ideal, sondern nur als sehr nah am gegenwärtigen Optimum bezeichnen würde - aber okay, Details). Was ist hier nur plötzlich los? Geschockt zwinkern


Du stellst Dir die Welt halt etwas anders vor als ich, was Dein gutes Recht ist.

Ich denke, dass wir trotz aller unversöhnlicher Gegensätze zwischen uns, die ich sicher nicht leugnen werde, zumindest in Teilbereichen erstaunlich aehnlich denken. Das kommt halt im Eifer des Gefechts manchmal etwas zu kurz.

Ausserdem langweilen mich Diskussionen, in denen alles miteinander übereinstimmt, zu Tode, weshalb ich recht gerne auch mal mit provokativen Äusserungen, von denen ich weiss wie sie auf mein Gegenueber wirken, das langweilige "Friede, Freude, Eierkuchen" etwas aufmische und nichts eignet sich dazu mehr als vermeintliche Gewissheiten, denen ich frueher vielleicht auch mal unhinterfragt anhing und die ich mittlerweile in Frage stelle, zu atomisieren. Dieses mantrahafte "Der Kapitalismus ist schuld" steht dabei z.B. ganz oben. Ich denke die wirtschaftlichen Strukturen innerhalb von Gesellschaften sind erheblich komplexer als die traditionslinke Klassenkampfrhetorik das darstellt.
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Tarvoc
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Beitrag(#2212004) Verfasst am: 13.05.2020, 03:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wieviele Bände hätte das Kapital denn deiner Meinung nach gebraucht? Die letzten zwei ursprünglich geplanten fehlen ja leider ohnehin schon...

(Die Frage ist natürlich etwas scherzhaft gemeint.)
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2212007) Verfasst am: 13.05.2020, 07:52    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dieses mantrahafte "Der Kapitalismus ist schuld" steht dabei z.B. ganz oben. Ich denke die wirtschaftlichen Strukturen innerhalb von Gesellschaften sind erheblich komplexer als die traditionslinke Klassenkampfrhetorik das darstellt.


Wow. Was für eine Erkenntnis, mein provozierender Freund! Nicht möglich! Echt? Das denkst Du? Respekt!
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Wilson
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Beiträge: 14022
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Beitrag(#2212011) Verfasst am: 13.05.2020, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Bill Gates ist in keinster Weise dafuer verantwortlich, was Leute, die Aktien derselben Firmen halten wie er, sonst noch alles treiben. Das ist absurd!

Das waere ungefaehr so als wuerde man Dir die Verantwortung dafuer unterschieben, was Deine Kollegen, mit denen Du in der Firma oder wo Du sonst arbeitest, ausserhalb ihrer Arbeitszeit so treiben.


denk lieber nochmal über deinen verunglückten vergleich nach.


Also dieses Mal ist beachbernies Vergleich schon ganz richtig.


finde ich nicht.


https://www.swr.de/swr2/wissen/who-am-bettelstab-was-gesund-ist-bestimmt-bill-gates-100.html
SWR2 WISSEN
Die WHO am Bettelstab: Was gesund ist, bestimmt Bill Gates


Zitat:
Die großen Verdienste der Gates Stiftung sind unbestritten. Problematisch ist, dass Bill Gates durch seine Stiftungen seine Vorstellung von Gesundheitsförderung durchsetzt. So investiert die Gates Stiftung vor allem in technische Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten, zum Beispiel in Impfkampagnen und die Verteilung von Medikamenten. Gesundheitsexperten wie Thomas Gebauer von der Hilfsorganisation Medico International kritisieren, dass dadurch andere wichtige Aufgaben vernachlässigt würden – der Aufbau funktionierender Gesundheitssysteme in armen Ländern zum Beispiel.
Gesundheit wird nur zu einem geringen Teil durch ärztliches Handeln beeinflusst. Viel wichtiger seien, so Gebauer, die Lebensverhältnisse des Einzelnen. Der Gesundheitsexperte ist überzeugt: Menschen, die ihre Kindheit in Elendsvierteln verbringen, haben eine weit geringere Lebenserwartung als diejenigen, die in wohlhabenden Vierteln aufwachsen. Eine Expertenkommission der WHO kam schon in den 80er-Jahren zu dem Ergebnis, dass die meisten Todesfälle nicht durch Viren oder Krankheiten verursacht werden, sondern durch soziale Ungleichheit.

Zitat:
Bill Gates erwirtschaftet seine Milliarden durch Kapitalanlagen in bestimmten Industriezweigen. Kritiker bemängeln, dass diese Branchen allesamt etwas mit krankmachenden Bedingungen zu tun haben. So hält die Gates Stiftung Aktien von Coca Cola im Wert von 500 Millionen Dollar und Aktien des weltgrößten Supermarktkonzerns Walmart im Wert von einer Milliarde Dollar. Hinzu kommen Beteiligungen an den Nahrungsmittelkonzernen Pepsi Co, Unilever, Kraft-Heinz, Mondelez und Tyson Foods; an den Alkoholkonzernen Anheuser-Busch und Pernod; an den Pharmakonzernen Glaxo Smith Kline, Novartis, Roche, Sanofi, Gilead und Pfizer.
(...)
Für die Gates Stiftung bedeutet das: Je mehr Profite die genannten Konzerne machen, desto mehr Geld kann sie für die WHO ausgeben. Für die WHO heißt das wiederrum: Mit jeder Maßnahme gegen gesundheitsschädliche Aktivitäten der Süßgetränke-, Alkohol- und Pharmaindustrie würde die WHO die Gates Stiftung daran hindern, Spenden für die WHO zu erwirtschaften.


wer ein solches system basierend auf aktien usw unterstützt bzw nichts dafür tut, dass sich genau solche wirtschaftsverhältnisse und damit gewinnmöglichkeiten ändern, hilft nicht, sondern zementiert verhältnisse die leid schaffen, welches man vorgibt lindern zu wollen.
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beachbernie
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Beitrag(#2212040) Verfasst am: 13.05.2020, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wieviele Bände hätte das Kapital denn deiner Meinung nach gebraucht? Die letzten zwei ursprünglich geplanten fehlen ja leider ohnehin schon...

(Die Frage ist natürlich etwas scherzhaft gemeint.)



Das, was "das Kapital" an brauchbarer Information enthält, haette locker in eine 12-seitige Broschuere gepasst! Sehr glücklich

(Die Antwort ist natuerlich auch scherzhaft gemeint)


Karl Marx hat die wirtschaftlichen Verhaeltnisse seiner Zeit analysiert. Vieles hat er dabei richtig gesehen und manches auch falsch. Seit der Zeit hat sich die Wirtschaft enorm verändert, was natuerlich bedeutet, dass sich auch vieles von dem, was Karl Marx richtig gesehen hat, nicht auf die heutige Zeit übertragen laesst. Seine ideologischen Nachfolger, z.B. Lenin, haben versucht seine Erkenntnisse an ihre Zeit anzupassen, was nicht immer gut gelungen ist und dabei noch ihre eigenen Fehler hinzugefügt. Wir sehen also 3 Fehlerquellen, die sich beim modernen Marxismus addieren und recht gut erklaeren, weshalb die moderne marxistische Theorie als Grundlage zum Verstaendnis moderner Volkswirtschaften nicht taugt, was sich an dem tendenziell immer krasseren Scheitern praktischer marxistischer Experimente erkennen laesst.

Nein, es nützt nichts "dem Kapital" neue Bände hinzufügen, wir sollten ganz von vorne anfangen und ohne Vorurteile Wirtschaft ganz neu analysieren. Das halte ich fuer zielführender. Nebenbei bemerkt sehe ich die anderen klassischen Denkschulen der Ökonomie auch nicht viel anders. Allen diesen ideologischen Systemen ist gemeinsam, dass sie Wirtschaft dogmatisch aus dem verkürzenden Blick einer einzigen Gruppe/Klasse sehen und schon allein deshalb nicht objektiv sein koennen und somit fuer die wirtschaftliche Praxis relativ untauglich sind.
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vrolijke
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Beitrag(#2212048) Verfasst am: 13.05.2020, 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wieviele Bände hätte das Kapital denn deiner Meinung nach gebraucht? Die letzten zwei ursprünglich geplanten fehlen ja leider ohnehin schon...

(Die Frage ist natürlich etwas scherzhaft gemeint.)



Das, was "das Kapital" an brauchbarer Information enthält, haette locker in eine 12-seitige Broschuere gepasst! Sehr glücklich

(Die Antwort ist natuerlich auch scherzhaft gemeint)




Das habe ich auch immer gedacht. Ich habe es mal angefangen zu lesen. Fürchterlich langweilig, dröge und sich ständig wiederholend.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Beitrag(#2212051) Verfasst am: 13.05.2020, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wieviele Bände hätte das Kapital denn deiner Meinung nach gebraucht? Die letzten zwei ursprünglich geplanten fehlen ja leider ohnehin schon...

(Die Frage ist natürlich etwas scherzhaft gemeint.)



Das, was "das Kapital" an brauchbarer Information enthält, haette locker in eine 12-seitige Broschuere gepasst! Sehr glücklich

(Die Antwort ist natuerlich auch scherzhaft gemeint)




Das habe ich auch immer gedacht. Ich habe es mal angefangen zu lesen. Fürchterlich langweilig, dröge und sich ständig wiederholend.


..na dann ist ja alles klar
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Skeptiker
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Beitrag(#2212053) Verfasst am: 13.05.2020, 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wieviele Bände hätte das Kapital denn deiner Meinung nach gebraucht? Die letzten zwei ursprünglich geplanten fehlen ja leider ohnehin schon...

(Die Frage ist natürlich etwas scherzhaft gemeint.)



Das, was "das Kapital" an brauchbarer Information enthält, haette locker in eine 12-seitige Broschuere gepasst! Sehr glücklich

(Die Antwort ist natuerlich auch scherzhaft gemeint)


Das habe ich auch immer gedacht. Ich habe es mal angefangen zu lesen. Fürchterlich langweilig, dröge und sich ständig wiederholend.


..na dann ist ja alles klar


Man erzählt sich bei den Jusos, dass Gerhard Schröder sich auf die Marxismus-Seminare so vorbereitete, dass er immer die Buchklappentexte der gerade besprochenen Marx-Ausgaben gelesen hatte. Sehr glücklich
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)


Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 13.05.2020, 18:54, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2212054) Verfasst am: 13.05.2020, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wieviele Bände hätte das Kapital denn deiner Meinung nach gebraucht? Die letzten zwei ursprünglich geplanten fehlen ja leider ohnehin schon...

(Die Frage ist natürlich etwas scherzhaft gemeint.)



Das, was "das Kapital" an brauchbarer Information enthält, haette locker in eine 12-seitige Broschuere gepasst! Sehr glücklich

(Die Antwort ist natuerlich auch scherzhaft gemeint)




Das habe ich auch immer gedacht. Ich habe es mal angefangen zu lesen. Fürchterlich langweilig, dröge und sich ständig wiederholend.


..na dann ist ja alles klar


Du hast es gelesen?
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Tarvoc
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Beitrag(#2212057) Verfasst am: 13.05.2020, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Karl Marx hat die wirtschaftlichen Verhaeltnisse seiner Zeit analysiert. Vieles hat er dabei richtig gesehen und manches auch falsch. Seit der Zeit hat sich die Wirtschaft enorm verändert, was natuerlich bedeutet, dass sich auch vieles von dem, was Karl Marx richtig gesehen hat, nicht auf die heutige Zeit übertragen laesst. Seine ideologischen Nachfolger, z.B. Lenin, haben versucht seine Erkenntnisse an ihre Zeit anzupassen, was nicht immer gut gelungen ist und dabei noch ihre eigenen Fehler hinzugefügt. Wir sehen also 3 Fehlerquellen, die sich beim modernen Marxismus addieren und recht gut erklaeren, weshalb die moderne marxistische Theorie als Grundlage zum Verstaendnis moderner Volkswirtschaften nicht taugt, was sich an dem tendenziell immer krasseren Scheitern praktischer marxistischer Experimente erkennen laesst. Nein, es nützt nichts "dem Kapital" neue Bände hinzufügen, wir sollten ganz von vorne anfangen und ohne Vorurteile Wirtschaft ganz neu analysieren. Das halte ich fuer zielführender.

Am besten macht man überhaupt keine kumulative Wissenschaft und behebt auch nicht bekannte und erkannte Fehler in wissenschaftlichen Theorien, sondern fängt in jeder Generation bezüglich buchstäblich allem ganz von neuem an zu denken. Die einzig richtige Reaktion auf Fehler ist ja bekanntlich, sie möglichst schnell und möglichst gründlich zu vergessen. Auf diese Weise vermeidet man, dass sich Fehlerquellen akkumulieren. So und nicht anders gewinnt man Erkenntnisse! Daumen hoch!

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Nebenbei bemerkt sehe ich die anderen klassischen Denkschulen der Ökonomie auch nicht viel anders.

Ach, das finde ich jetzt aber beruhigend, dass du nicht nur Marx wegwerfen willst, sondern die anderen Klassiker gleich mit. Da muss man wirklich drauf achten, wen du damit gänzlich unerwähnt lässt.
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beachbernie
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Beitrag(#2212061) Verfasst am: 13.05.2020, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Karl Marx hat die wirtschaftlichen Verhaeltnisse seiner Zeit analysiert. Vieles hat er dabei richtig gesehen und manches auch falsch. Seit der Zeit hat sich die Wirtschaft enorm verändert, was natuerlich bedeutet, dass sich auch vieles von dem, was Karl Marx richtig gesehen hat, nicht auf die heutige Zeit übertragen laesst. Seine ideologischen Nachfolger, z.B. Lenin, haben versucht seine Erkenntnisse an ihre Zeit anzupassen, was nicht immer gut gelungen ist und dabei noch ihre eigenen Fehler hinzugefügt. Wir sehen also 3 Fehlerquellen, die sich beim modernen Marxismus addieren und recht gut erklaeren, weshalb die moderne marxistische Theorie als Grundlage zum Verstaendnis moderner Volkswirtschaften nicht taugt, was sich an dem tendenziell immer krasseren Scheitern praktischer marxistischer Experimente erkennen laesst. Nein, es nützt nichts "dem Kapital" neue Bände hinzufügen, wir sollten ganz von vorne anfangen und ohne Vorurteile Wirtschaft ganz neu analysieren. Das halte ich fuer zielführender.

Am besten macht man überhaupt keine kumulative Wissenschaft und behebt auch nicht bekannte und erkannte Fehler in wissenschaftlichen Theorien, sondern fängt in jeder Generation bezüglich buchstäblich allem ganz von neuem an zu denken. Die einzig richtige Reaktion auf Fehler ist ja bekanntlich, sie möglichst schnell und möglichst gründlich zu vergessen. Auf diese Weise vermeidet man, dass sich Fehlerquellen akkumulieren. So und nicht anders gewinnt man Erkenntnisse! Daumen hoch!

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Nebenbei bemerkt sehe ich die anderen klassischen Denkschulen der Ökonomie auch nicht viel anders.

Ach, das finde ich jetzt aber beruhigend, dass du nicht nur Marx wegwerfen willst, sondern die anderen Klassiker gleich mit. Da muss man wirklich drauf achten, wen du damit gänzlich unerwähnt lässt.



Ist manchmal wirklich am Besten, wenn man in einer Sackgasse steckt, mal eine ganz grundsätzliche Neuorientierung vorzunehmen, so wie damals als man einsah, dass es wenig Sinn macht auf der Grundlage der "heiligen Buecher" der Schriftreligionen weiterzuwursteln und stattdessen vielleicht doch besser die Naturwissenschaften erfindet. zwinkern


Merke: Nicht alles was "kumulativ" ist, ist Wissenschaft, manchmal "kumuliert" man auch nur immer mehr Bullshit und steht am Ende vor einem grossen Misthaufen. Sehr glücklich
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Beitrag(#2212063) Verfasst am: 13.05.2020, 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Karl Marx hat die wirtschaftlichen Verhaeltnisse seiner Zeit analysiert. Vieles hat er dabei richtig gesehen und manches auch falsch. Seit der Zeit hat sich die Wirtschaft enorm verändert, was natuerlich bedeutet, dass sich auch vieles von dem, was Karl Marx richtig gesehen hat, nicht auf die heutige Zeit übertragen laesst. Seine ideologischen Nachfolger, z.B. Lenin, haben versucht seine Erkenntnisse an ihre Zeit anzupassen, was nicht immer gut gelungen ist und dabei noch ihre eigenen Fehler hinzugefügt. Wir sehen also 3 Fehlerquellen, die sich beim modernen Marxismus addieren und recht gut erklaeren, weshalb die moderne marxistische Theorie als Grundlage zum Verstaendnis moderner Volkswirtschaften nicht taugt, was sich an dem tendenziell immer krasseren Scheitern praktischer marxistischer Experimente erkennen laesst. Nein, es nützt nichts "dem Kapital" neue Bände hinzufügen, wir sollten ganz von vorne anfangen und ohne Vorurteile Wirtschaft ganz neu analysieren. Das halte ich fuer zielführender.

Am besten macht man überhaupt keine kumulative Wissenschaft und behebt auch nicht bekannte und erkannte Fehler in wissenschaftlichen Theorien, sondern fängt in jeder Generation bezüglich buchstäblich allem ganz von neuem an zu denken. Die einzig richtige Reaktion auf Fehler ist ja bekanntlich, sie möglichst schnell und möglichst gründlich zu vergessen. Auf diese Weise vermeidet man, dass sich Fehlerquellen akkumulieren. So und nicht anders gewinnt man Erkenntnisse! Daumen hoch!

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Nebenbei bemerkt sehe ich die anderen klassischen Denkschulen der Ökonomie auch nicht viel anders.

Ach, das finde ich jetzt aber beruhigend, dass du nicht nur Marx wegwerfen willst, sondern die anderen Klassiker gleich mit. Da muss man wirklich drauf achten, wen du damit gänzlich unerwähnt lässt.


Als bloßer Pragmatiker braucht beachbernie nur das Börsenblatt, so wie ein Hobby-Handwerker für sein Hobby die neuesten Handwerkertipps benötigt.

Gleichzeitig aber ist er voll des Lobes für die Innovation des Kapitals ohne zu merken, was er da lobt.

Denn Innovationen kommen ohne Analyse des Bestehenden gar nicht aus; Pragmatismus reicht da nicht. Und da ist es egal, ob Innovationen durch das Kapital oder z.B. in staatlichen Forschungsinstituten entwickelt werden. Es handelt sich ja stets um menschliche Innovationen und die können unter verschiedenen Bedingungen zustande kommen.

Ansonsten ist beachbernie ein Vertreter der 'invisible hand' und der Harmonielehre vom Kapital, das immer wieder neue Gleichgewichte schafft, auch wenn es zwischendurch durch Krisen mal vorübergehend ins Trudeln geraten sollte. Der Mensch braucht da gar nichts zu tun, denn Gottes unsichtbare Hand tut es für ihn.

Und wozu braucht der Mensch da noch Analyse und gesellschaftliche Innovationen?
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Beitrag(#2212064) Verfasst am: 13.05.2020, 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Karl Marx hat die wirtschaftlichen Verhaeltnisse seiner Zeit analysiert. Vieles hat er dabei richtig gesehen und manches auch falsch. Seit der Zeit hat sich die Wirtschaft enorm verändert, was natuerlich bedeutet, dass sich auch vieles von dem, was Karl Marx richtig gesehen hat, nicht auf die heutige Zeit übertragen laesst. Seine ideologischen Nachfolger, z.B. Lenin, haben versucht seine Erkenntnisse an ihre Zeit anzupassen, was nicht immer gut gelungen ist und dabei noch ihre eigenen Fehler hinzugefügt. Wir sehen also 3 Fehlerquellen, die sich beim modernen Marxismus addieren und recht gut erklaeren, weshalb die moderne marxistische Theorie als Grundlage zum Verstaendnis moderner Volkswirtschaften nicht taugt, was sich an dem tendenziell immer krasseren Scheitern praktischer marxistischer Experimente erkennen laesst. Nein, es nützt nichts "dem Kapital" neue Bände hinzufügen, wir sollten ganz von vorne anfangen und ohne Vorurteile Wirtschaft ganz neu analysieren. Das halte ich fuer zielführender.

Am besten macht man überhaupt keine kumulative Wissenschaft und behebt auch nicht bekannte und erkannte Fehler in wissenschaftlichen Theorien, sondern fängt in jeder Generation bezüglich buchstäblich allem ganz von neuem an zu denken. Die einzig richtige Reaktion auf Fehler ist ja bekanntlich, sie möglichst schnell und möglichst gründlich zu vergessen. Auf diese Weise vermeidet man, dass sich Fehlerquellen akkumulieren. So und nicht anders gewinnt man Erkenntnisse! Daumen hoch!

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Nebenbei bemerkt sehe ich die anderen klassischen Denkschulen der Ökonomie auch nicht viel anders.

Ach, das finde ich jetzt aber beruhigend, dass du nicht nur Marx wegwerfen willst, sondern die anderen Klassiker gleich mit. Da muss man wirklich drauf achten, wen du damit gänzlich unerwähnt lässt.


Dialektische Wissenschaft ist mehr als nur kumulative Wissenschaft mit Fehlerbehebung.
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Beitrag(#2212066) Verfasst am: 13.05.2020, 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Dialektische Wissenschaft ist mehr als nur kumulative Wissenschaft mit Fehlerbehebung.

Stimmt. Dialektische Wissenschaft ist ihrer selbst bewusste kumulative Wissenschaft mit Fehlerbehebung. zwinkern
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Beitrag(#2212067) Verfasst am: 13.05.2020, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Dialektische Wissenschaft ist mehr als nur kumulative Wissenschaft mit Fehlerbehebung.

Stimmt. Dialektische Wissenschaft ist ihrer selbst bewusste kumulative Wissenschaft mit Fehlerbehebung. zwinkern



Das klingt alles so schoen. Noch schöner waere natuerlich, wenn dabei was heraus käme, das in der Praxis auch funktioniert, der ultimative Test fuer jedes theoretische Denken. zwinkern
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Tarvoc
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Beitrag(#2212068) Verfasst am: 13.05.2020, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie, dein persönliches individuelles Leben und sein Horizont sind ganz sicher nicht der ultimative Test für jede Wissenschaft.
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Beitrag(#2212069) Verfasst am: 13.05.2020, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie, dein persönliches individuelles Leben und sein Horizont sind ganz sicher nicht der ultimative Test für jede Wissenschaft.


Der Strohmann ist Dir aber wirklich misslungen. Sehr glücklich


Ich wuerde mal sagen, es ist nicht alles Wissenschaft, was Du fuer Wissenschaft hältst. zwinkern
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beachbernie
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Beitrag(#2212072) Verfasst am: 13.05.2020, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Karl Marx hat die wirtschaftlichen Verhaeltnisse seiner Zeit analysiert. Vieles hat er dabei richtig gesehen und manches auch falsch. Seit der Zeit hat sich die Wirtschaft enorm verändert, was natuerlich bedeutet, dass sich auch vieles von dem, was Karl Marx richtig gesehen hat, nicht auf die heutige Zeit übertragen laesst. Seine ideologischen Nachfolger, z.B. Lenin, haben versucht seine Erkenntnisse an ihre Zeit anzupassen, was nicht immer gut gelungen ist und dabei noch ihre eigenen Fehler hinzugefügt. Wir sehen also 3 Fehlerquellen, die sich beim modernen Marxismus addieren und recht gut erklaeren, weshalb die moderne marxistische Theorie als Grundlage zum Verstaendnis moderner Volkswirtschaften nicht taugt, was sich an dem tendenziell immer krasseren Scheitern praktischer marxistischer Experimente erkennen laesst. Nein, es nützt nichts "dem Kapital" neue Bände hinzufügen, wir sollten ganz von vorne anfangen und ohne Vorurteile Wirtschaft ganz neu analysieren. Das halte ich fuer zielführender.

Am besten macht man überhaupt keine kumulative Wissenschaft und behebt auch nicht bekannte und erkannte Fehler in wissenschaftlichen Theorien, sondern fängt in jeder Generation bezüglich buchstäblich allem ganz von neuem an zu denken. Die einzig richtige Reaktion auf Fehler ist ja bekanntlich, sie möglichst schnell und möglichst gründlich zu vergessen. Auf diese Weise vermeidet man, dass sich Fehlerquellen akkumulieren. So und nicht anders gewinnt man Erkenntnisse! Daumen hoch!

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Nebenbei bemerkt sehe ich die anderen klassischen Denkschulen der Ökonomie auch nicht viel anders.

Ach, das finde ich jetzt aber beruhigend, dass du nicht nur Marx wegwerfen willst, sondern die anderen Klassiker gleich mit. Da muss man wirklich drauf achten, wen du damit gänzlich unerwähnt lässt.


Als bloßer Pragmatiker braucht beachbernie nur das Börsenblatt, so wie ein Hobby-Handwerker für sein Hobby die neuesten Handwerkertipps benötigt.

Gleichzeitig aber ist er voll des Lobes für die Innovation des Kapitals ohne zu merken, was er da lobt.

Denn Innovationen kommen ohne Analyse des Bestehenden gar nicht aus; Pragmatismus reicht da nicht. Und da ist es egal, ob Innovationen durch das Kapital oder z.B. in staatlichen Forschungsinstituten entwickelt werden. Es handelt sich ja stets um menschliche Innovationen und die können unter verschiedenen Bedingungen zustande kommen.

Ansonsten ist beachbernie ein Vertreter der 'invisible hand' und der Harmonielehre vom Kapital, das immer wieder neue Gleichgewichte schafft, auch wenn es zwischendurch durch Krisen mal vorübergehend ins Trudeln geraten sollte. Der Mensch braucht da gar nichts zu tun, denn Gottes unsichtbare Hand tut es für ihn.

Und wozu braucht der Mensch da noch Analyse und gesellschaftliche Innovationen?



Jubelst Du mir nicht 'n ganzen Haufen Sachen unter, die ich nie gesagt habe, nicht sagen wuerde und die Du irgendwoanders her hast? zwinkern
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Beitrag(#2212075) Verfasst am: 13.05.2020, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
die ich nie gesagt habe

Lachen Wenn da nur nicht der kleine Unterschied zwischen Sagen und Tun wäre...
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Beitrag(#2212078) Verfasst am: 13.05.2020, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
die ich nie gesagt habe

Lachen Wenn da nur nicht der kleine Unterschied zwischen Sagen und Tun wäre...



Den Unterschied kennst Du ja recht gut und weisst ihn Dir zunutze zu machen.

Du sagst viel, tust nix und bist so immer auf der sicheren Seite. Sehr glücklich
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Beitrag(#2212082) Verfasst am: 13.05.2020, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Also um es mal ganz deutlich zu machen:

(1) Du hast immer wieder in Diskussionen dein persönliches Leben als ultimativen Horizont der Praxis benutzt. Und du verlangst und erwartest von anderen, dass sie das für sich auch so zu handhaben hätten. So z.B. direkt in deinem letzten Beitrag.
(2) Du hast ebenfalls in der Vergangenheit Selbstregulierungskonzepte vertreten, die nahtlos in das fallen, was Skeptiker unter invisible hand gefasst hat. Dass du diese Ausdrücke nicht verwendest, ändert nichts.
(3) Du hast in der Vergangenheit ebenfalls wiederholt die innovativen Kräfte des Investitionskapitals genau in der von Skeptiker charakterisierten Weise gepriesen.

Deine Diskussionspraxis ist im Großen und Ganzen konsistent genau wie skizziert. Ob du das im jeweiligen Einzelfall mit irgendwas von dir Gesagtem auch so gemeint hast, ist vor diesem Hintergrund kaum interessant.

Im Übrigen sind die von mir genannten Punkte nicht Argumente oder Gegenstände der Diskussion, sondern Beobachtungen. Ob sie mit den eigenen übereinstimmen, kann jeder Leser selbst entscheiden.

Ach ja: Deine Behauptung, dass ich "nix tue", ist übrigens ein schönes Beispiel für Bullshit im hier dargestellten Sinne. Ob das richtig ist oder auch nur Sinn ergibt, spielt gar keine Rolle, weil das sowieso nicht der Grund ist, warum du das sagst.
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Beitrag(#2212099) Verfasst am: 13.05.2020, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Also um es mal ganz deutlich zu machen:

(1) Du hast immer wieder in Diskussionen dein persönliches Leben als ultimativen Horizont der Praxis benutzt. Und du verlangst und erwartest von anderen, dass sie das für sich auch so zu handhaben hätten. So z.B. direkt in deinem letzten Beitrag.
(2) Du hast ebenfalls in der Vergangenheit Selbstregulierungskonzepte vertreten, die nahtlos in das fallen, was Skeptiker unter invisible hand gefasst hat. Dass du diese Ausdrücke nicht verwendest, ändert nichts.
(3) Du hast in der Vergangenheit ebenfalls wiederholt die innovativen Kräfte des Investitionskapitals genau in der von Skeptiker charakterisierten Weise gepriesen.

Deine Diskussionspraxis ist im Großen und Ganzen konsistent genau wie skizziert. Ob du das im jeweiligen Einzelfall mit irgendwas von dir Gesagtem auch so gemeint hast, ist vor diesem Hintergrund kaum interessant.

Im Übrigen sind die von mir genannten Punkte nicht Argumente oder Gegenstände der Diskussion, sondern Beobachtungen. Ob sie mit den eigenen übereinstimmen, kann jeder Leser selbst entscheiden.

Ach ja: Deine Behauptung, dass ich "nix tue", ist übrigens ein schönes Beispiel für Bullshit im hier dargestellten Sinne. Ob das richtig ist oder auch nur Sinn ergibt, spielt gar keine Rolle, weil das sowieso nicht der Grund ist, warum du das sagst.



Selbstregulierung und "unsichtbare Hand" sind zwei verschiedene Konzepte.

Eine "unsichtbare Hand" setzt voraus, dass die an jemand dran ist, der prinzipiell imstande ist zu wissen was er tut und einen eigenen Willen hat. Selbstregulierung ist ein kalter Prozess, der selbst nichts wissen und nichts wollen kann. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man sowas benutzt und bereit sein diesen Prozess zu steuern, wenn man ihn sich nutzbar macht, weil es eben keine "unsichtbare Hand" gibt, die das fuer einen tut. Deshalb hänge ich auch der sozialen Marktwirtschaft an und bin kein "Manchesterkapitalist" wie Adam Smith, der den Begriff einführte.

Ansonsten: Smileys bitte immer mitlesen. Und wenn es Dich stört, dass Du so oft als "Nichtstuer" rueberkommst, dann solltest Du vielleicht auch öfter mal erzählen, was Du denn so praktisch tust, anstatt immer nur theoretisch rumzulabern, weil ...... womit wir wieder bei meinem "bullshit"-Posting waeren. zwinkern

Aber ich gebe gerne zu, dass es die Argumentation ungemein erleichtert, wenn man immer nur das Tun anderer kritisiert und das eigene Tun nicht der Kritik aussetzt, weil man es hinter rein theoretischem Gelaber versteckt, womit man nicht nur niemandem hilft, sondern andererseits auch niemandem mit wehtun kann. zwinkern
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Tarvoc
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Beitrag(#2212101) Verfasst am: 13.05.2020, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Eine "unsichtbare Hand" setzt voraus, dass die an jemand dran ist, der prinzipiell imstande ist zu wissen was er tut und einen eigenen Willen hat.

Nein, das setzt das nicht voraus und so war diese Metapher in der Ökonomie wirklich überhaupt nie von überhaupt irgendwem gemeint.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Und wenn es Dich stört, dass Du so oft als "Nichtstuer" rueberkommst, dann solltest Du vielleicht auch öfter mal erzählen, was Du denn so praktisch tust

Ja, und vielleicht sollten wir auch extra für dich einen totalen Überwachungsstaat einrichten, damit du immer genau wissen kannst, was andere Leute, die du nicht kennst, in ihrem Leben machen, das dich nichts angeht. Nicht jeder ist so selbstverliebt und exhibitionistisch ist wie du und du hast da auch kein Recht drauf. Diese ganze Forderung ist wieder klassischer Bullshit. Ebenso (offensichtlich!) das Ziehen von Schlussfolgerungen aus Nichtwissen.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Aber ich gebe gerne zu, dass es die Argumentation ungemein erleichtert

Es erleichtert in der Tat das Argumentieren, wenn man nicht die gesamte eigene Diskurskultur auf die Beurteilung von Argumenten ad hominem nach den persönlichen Leben ihrer Urheber ausrichtet statt ad rem nach logischen und sachgemäßen Kriterien. Über deine Benachteiligung diesbezüglich brauchst du dich nicht beschweren. Die ist voll und ganz selbstgewählt. Im Übrigen zeigst du hier gerade, dass du dein eigenes individuelles Leben als das ultimative Kriterium für Wissenschaft und Praxis betrachtest und behandelst.
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Beitrag(#2212122) Verfasst am: 14.05.2020, 00:55    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Eine "unsichtbare Hand" setzt voraus, dass die an jemand dran ist, der prinzipiell imstande ist zu wissen was er tut und einen eigenen Willen hat.

Nein, das setzt das nicht voraus und so war diese Metapher in der Ökonomie wirklich überhaupt nie von überhaupt irgendwem gemeint.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Und wenn es Dich stört, dass Du so oft als "Nichtstuer" rueberkommst, dann solltest Du vielleicht auch öfter mal erzählen, was Du denn so praktisch tust

Ja, und vielleicht sollten wir auch extra für dich einen totalen Überwachungsstaat einrichten, damit du immer genau wissen kannst, was andere Leute, die du nicht kennst, in ihrem Leben machen, das dich nichts angeht. Nicht jeder ist so selbstverliebt und exhibitionistisch ist wie du und du hast da auch kein Recht drauf. Diese ganze Forderung ist wieder klassischer Bullshit. Ebenso (offensichtlich!) das Ziehen von Schlussfolgerungen aus Nichtwissen.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Aber ich gebe gerne zu, dass es die Argumentation ungemein erleichtert

Es erleichtert in der Tat das Argumentieren, wenn man nicht die gesamte eigene Diskurskultur auf die Beurteilung von Argumenten ad hominem nach den persönlichen Leben ihrer Urheber ausrichtet statt ad rem nach logischen und sachgemäßen Kriterien. Über deine Benachteiligung diesbezüglich brauchst du dich nicht beschweren. Die ist voll und ganz selbstgewählt. Im Übrigen zeigst du hier gerade, dass du dein eigenes individuelles Leben als das ultimative Kriterium für Wissenschaft und Praxis betrachtest und behandelst.


Dann bleibe Du weiter bei Deinen theoretischen Überlegungen und überlass die Praxis Leuten wie mir. Smilie


Wenn Du nicht bereit bist uns Deine praktischen Erfahrungen mitzuteilen, dann kannst Du auch nicht ueber anderer Leute praktische Erfahrungen mitreden. Das ist ebenso "voll und ganz selbstgewählt". Smilie
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