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Von Gutmenschen und Political Correctness
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 14641
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2225628) Verfasst am: 21.09.2020, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

passt wohl hier:
WÖRTER SCHLAFEN NICHT: Christina von Braun (Identität) und Thorsten Dönges
https://www.youtube.com/watch?v=Hisrurpamnc

aus:
https://www.dichterlesen.net/veranstaltungen/veranstaltung/detail/woerter-schlafen-nicht-essays-gespraeche-performances-2556/
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Pan narrans
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Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 52

Beitrag(#2225665) Verfasst am: 21.09.2020, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Falls sich irgendjemand für die Statements von Somuncu und Schröder zu dem Podcast interessiert:

https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/_/debatte-um-schroeder---somuncu-podcast.html


Tja, das ist eben die Sache: Er geht von „Erwachsenen mit Abstraktionsvermögen und Auffassungsgabe“ aus. Sehr viele sind aber halt nur Erwachsene. Schulterzucken

Es ist Geschmackssache, ob man derbe und "dumme" Parodien von derben und dummen Leuten bzw. Ansichten mag oder nicht – und auch, wie weit und authentisch man den Advocatus Diaboli mag oder nicht. Verstehen sollte man das aber schon genauso wie auch zugestehen – und nicht einfach unterstellen, dass dies nur eine Farce wäre, der Disclaimer, um die eigene rassistische, sexistisch,[…] Meinung hinauszuposaunen.
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In Wahrheit bin ich gar kein echter Schimpanse! Political Compass: Economic Left/Right: -7.75 Social Libertarian/Authoritarian: -5.08

Klassismus ist die Mutter aller Probleme. Identitätspolitik aber ist längst der Tod jeder echten Sozialpolitik!

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Bravopunk
Sugoi Dekai :D



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 28658
Wohnort: Woanders

Beitrag(#2225669) Verfasst am: 21.09.2020, 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Pan narrans hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
Falls sich irgendjemand für die Statements von Somuncu und Schröder zu dem Podcast interessiert:

https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/_/debatte-um-schroeder---somuncu-podcast.html


Tja, das ist eben die Sache: Er geht von „Erwachsenen mit Abstraktionsvermögen und Auffassungsgabe“ aus. Sehr viele sind aber halt nur Erwachsene. Schulterzucken

Es ist Geschmackssache, ob man derbe und "dumme" Parodien von derben und dummen Leuten bzw. Ansichten mag oder nicht – und auch, wie weit und authentisch man den Advocatus Diaboli mag oder nicht. Verstehen sollte man das aber schon genauso wie auch zugestehen – und nicht einfach unterstellen, dass dies nur eine Farce wäre, der Disclaimer, um die eigene rassistische, sexistisch,[…] Meinung hinauszuposaunen.


Die Moderatoren waren mir viel zu sehr darauf bedacht nur ihre Werte zu signalisieren und Somuncu zu verurteilen und nicht darum zu verstehen, was er da eigentlich gemacht hat. Die Disclaimer-Idee, die Schröder da anspricht, ist ja auch was für Kleinkinder. Erinnert stark an diese bekloppten Triggerwarnungen, die, zumindest nach meiner Beobachtung, zum Glück wieder etwas nachgelassen haben.
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Kaguya-hime

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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 14641
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2226982) Verfasst am: 02.10.2020, 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.rnd.de/medien/serdar-somuncu-uber-podcast-provokation-es-tut-mir-wirklich-aufrichtig-leid-2ROE4S6PSNGZ5LMLV7NUHKFMNA.html

Serdar Somuncu über den besagten Podcast
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Pan narrans
just another monkey on the web



Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 52

Beitrag(#2227021) Verfasst am: 02.10.2020, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.rnd.de/medien/serdar-somuncu-uber-podcast-provokation-es-tut-mir-wirklich-aufrichtig-leid-2ROE4S6PSNGZ5LMLV7NUHKFMNA.html

Serdar Somuncu über den besagten Podcast


Ich habe mir die zweite Folge angehört und ich fand, sie haben relativ wenig dazu gesagt. Ich hätte gedacht, da käme noch viel mehr und fand es gut, dass sie da nicht übermäßig ins Detail gegangen sind, auch wenn ein wenig natürlich dabei war. Anfangs fand ich die halb ironisch-spöttischen Erklärungen dazu, wie diese Aussage jetzt wieder gemeint war noch ganz lustig, aber gegen Ende hin wurde mir das doch zu viel. Das ging schon ein bisschen in die Richtung:

Bravopunk hat folgendes geschrieben:

Die Disclaimer-Idee, die Schröder da anspricht, ist ja auch was für Kleinkinder.


Für Kleinkinder, in der Tat.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24479

Beitrag(#2227034) Verfasst am: 02.10.2020, 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Pan narrans hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Über diesen Artikel:
https://www.zeit.de/kultur/2020-09/serdar-somuncu-podcast-radio-eins-shitstorm-twitter
kommt man auf diesen Podcast:
https://twitter.com/MalcolmOhanwe/status/1305628729822056449
in dem sich Serdar Somuncu gehen lässt.


Ich hab' die Sendung gehört. Zu Somuncus Stil gehört es, in seinen Vorträgen ständig verschiedene Rollen anzunehmen. Mal gibt er den Despoten, mal den Sexisten, mal den Nationalisten, mal den Rassisten und mal die Stimme der Vernunft. Zwei Minuten aus einer 3 Stunden Sendung herauszuschneiden und ihm das als seinen persönlichen Standpunkt zu unterstellen, was er da in den zwei Minuten sagt, ist das Äquivalent dazu, Anthony Hopkins zu einem Massenmörder zu erklären, weil er in seinen Filmen so viele Leute umbringt....

"Sich gehen lassen" ist das definitiv nicht.




Hätte ich nicht passender sagen können. Der Anthony Hopkins-Vergleich trifft es m.E. sehr gut. Genau auf dem Level befindet sich solch eine identitätspolitische Hexenjagd, allerdings wohl weniger aus Unfähigkeit, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden, sondern mehr aus Unwille, dies zu tun, wenn es einem nicht in den Kram passt. Wobei ich mich ohnehin wundere, dass Serdar diesbezüglich solange unbehelligt blieb (trotz Migrationshintergrund als Schutzschild).



@ zelig


zelig hat folgendes geschrieben:

Ich habe den Eindruck, daß es ein geiles Gefühl war, mal die Sau raus zu lassen. Und das trifft auch den emotionalen Kern der Ablehnung: Man fühlt sich gegängelt und rutscht daher in eine Art Trotzhaltung, obwohl mal sich vielleicht im Alltag sehr kultiviert verhält.


Das wird sicherlich ein Aspekt sein, überhaupt ist diese ganze Beschimpfungs-Nummer von Serdar (Jede Minderheit hat das Recht auf Diskriminierung) auch immer ein Stück weit die (pubertäre?) Freude an Provokation und „Tabubruch“. Aber eben auch nicht nur, ein bisschen mehr steckt da ja schon hinter. Letztlich ist es Parodie.

Und zur Klärung: „Die Sau raus lassen“ meint aber eben dies: Freude an Provokation und „Tabubruch“, speziell in Form von Vulgarität haben und nicht: die versteckte rassistische/sexistische/homophobe/usw. Sau rauslassen, die im innersten wohnt – oder? Wenn du letzteres meinst, Somuncu aber tatsächlich etwas kennst, dann müsstest du das wirklich mal erklären, denn das wäre schon reichlich schwer nachzuvollziehen.

War das auch von dir im ersten Sinne gemeint, dann wäre doch die Frage, inwieweit das nun zu verurteilen wäre. Klar, man kann ästhetische Einwände haben, man kann auch funktionelle Einwände haben, aber Satire sollte man dabei schon Satire sein lassen, auch wenn das so manche kognitiv zu überfordern scheint. Im Grunde ist es wohl aber tatsächlich Geschmackssache ob man überspitze Parodien von zu verurteilenden Denkweisen und „Argumentations“weisen in drastisch-vulgärer Form nun unterhaltsam findet oder nicht. Aber als Parodie verstehen sollte man das schon. ...


Ich will es nicht verurteilen. Ich hatte den Eindruck, daß Somuncu in dem Moment keine Distanz zu der Rolle hielt, die er spielte. Er war sozusagen in der Minute emotional authentisch. Damit behaupte ich nicht, daß er ein misogyner Hater ist, der versehentlich seine wahre Natur gezeigt hat. Er hätte nur die drastische Wirkung der drastischen Performance vorhersehen sollen. Er war danach ja auch ungücklich darüber.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



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Beiträge: 18545

Beitrag(#2227125) Verfasst am: 02.10.2020, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Und zur Klärung: „Die Sau raus lassen“ meint aber eben dies: Freude an Provokation und „Tabubruch“, speziell in Form von Vulgarität haben und nicht: die versteckte rassistische/sexistische/homophobe/usw. Sau rauslassen, die im innersten wohnt – oder?

Ich frage mich, warum das ein besonders relevanter Unterschied sein soll.

Im einen Fall meint jemand: "Ich bin, weil ich zum gesellschaftlich bevorzugten Team A gehöre, etwas Besseres als die Angehörigen des gesellschaftlich benachteiligten Teams B, und das kann/darf/muss ich dadurch bestätigen, dass ich letztere mit passenden Beleidigungen versehe."

Im anderen Fall meint jemand: "Ich habe ein besonders wichtiges Bedürfnis, nämlich das, zu provozieren und Tabus zu brechen. Das geht ganz prima, indem ich Beleidigungen gegenüber Team B reproduziere; weil dessen gesellschaftliche Benachteiligung heute von vielen kritisiert wird, wird das im Allgemeinen nicht so gerne gesehen. Aber das Provokationsbedürfnis von mir als Team-A-Mitglied ist natürlich viel wichtiger als das Bedürfnis von Team-B-Mitgliedern, nicht beleidigt zu werden, also ist das schon OK."

Aus bloßer Lust an der Provokation rassistische Beleidigungen zu reproduzieren, ist mE selbst rassistisch.

Ich stelle mir gerade so vor: "He, was regen Sie sich denn so auf von wegen sexuelle Belästigung? Das war gerade nicht sexuell motiviert, ich wollte bloß mal provozieren und das Nicht-in-den-Schritt-Grapschen-Tabu brechen. Noch nie was von Satire gehört?"
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(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45452
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2227379) Verfasst am: 04.10.2020, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=BiqDZlAZygU


Daumen hoch!
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Pan narrans
just another monkey on the web



Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 52

Beitrag(#2227476) Verfasst am: 06.10.2020, 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Ich will es nicht verurteilen. Ich hatte den Eindruck, daß Somuncu in dem Moment keine Distanz zu der Rolle hielt, die er spielte. Er war sozusagen in der Minute emotional authentisch. Damit behaupte ich nicht, daß er ein misogyner Hater ist, der versehentlich seine wahre Natur gezeigt hat.


Das kann vielleicht schon sein, vielleicht auch nicht – würde ich mir nicht rausnehmen wollen zu beurteilen. Man kann sich aber auch in Rage reden, sogar über genau das, was man gerade parodiert … oder, man regt sich über dumme Überspitzungen und Strohmänner der eigenen Ansichten auf und wettert dann dagegen … zudem kann man einem Schauspieler eigentlich auch zur Darstellung gratulieren, wenn er authentisch wirkt.

zelig hat folgendes geschrieben:

Er hätte nur die drastische Wirkung der drastischen Performance vorhersehen sollen. Er war danach ja auch ungücklich darüber.


Kann man so sehen. Andererseits: Wer ihn kennt und sich das anhört, dürfte das jawohl einordnen können oder? Auch die Drastik war ja nun wirklich nicht neu.



@tillich

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Ich frage mich, warum das ein besonders relevanter Unterschied sein soll.


Uff. Echt? Geschockt Sehr glücklich


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Im einen Fall meint jemand: "Ich bin, weil ich zum gesellschaftlich bevorzugten Team A gehöre, etwas Besseres als die Angehörigen des gesellschaftlich benachteiligten Teams B, und das kann/darf/muss ich dadurch bestätigen, dass ich letztere mit passenden Beleidigungen versehe."

Im anderen Fall meint jemand: "Ich habe ein besonders wichtiges Bedürfnis, nämlich das, zu provozieren und Tabus zu brechen. Das geht ganz prima, indem ich Beleidigungen gegenüber Team B reproduziere; weil dessen gesellschaftliche Benachteiligung heute von vielen kritisiert wird, wird das im Allgemeinen nicht so gerne gesehen. Aber das Provokationsbedürfnis von mir als Team-A-Mitglied ist natürlich viel wichtiger als das Bedürfnis von Team-B-Mitgliedern, nicht beleidigt zu werden, also ist das schon OK."



Selbst so gegenübergestellt (was ich so nicht tun würde) wäre das m.E. immer noch ein himmelsweiter Unterschied und im zweiten Fall wäre die Person vielleicht ein rücksichtsloses Arschloch, aber eben nicht unbedingt ein rassistisches (rücksichtsloses) Arschloch. Und wenn es um Rassismus geht, dann ist das doch der Kern der Sache.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Aus bloßer Lust an der Provokation rassistische Beleidigungen zu reproduzieren, ist mE selbst rassistisch.


Das halte ich für einen extrem überdehnten Rassismusbegriff, der zwar bei Manchen absolut en vogue sein mag, m.E. aber nicht nur in der Sache daneben ist, sondern auch katastrophal hinschlich der gesellschaftlichen Wirkung. Diese totale Abkopplung von Aussage und Intention/Motiv führt zur Rassimus-Keule, die sich dann an jedem Hans und Franz abnutzt und irgendwann nicht mal mehr gegen wirkliche Rassisten taugt.

Dazu kommt, dass er dazu führen kann (! nicht muss), alles durch die Rassismus-Brille anzuschauen und dann in fröhlicher Paranoia überall Rassismus zu sehen. Das endet dann wie in den USA, wo nicht wenige sämtliche statistischen Unterschiede als Rassismus bzw. als „strukturellen/systematischen Rassismus“verstehen – und sämtliche anderen Ursachen links (bzw. eher rechts) liegen lassen.

Das erleben wir m.E. bereits und das ist, im identitätspolitischen Gesamtpaket betrachtet, auch einer der Gründe für den Erfolg von Trump, Afd und Co., der allerdings kaum Beachtung zu finden scheint.


Bei aller Liebe zur feinen Ausdifferenziertheit sollte man außerdem auch mal auf dem real-gesellschaftlichen Teppich bleiben. Erwachsene Menschen reagieren auf moralisierenden Paternalismus nun einmal eher selten mit Besinnung.


Davon abgesehen gilt in dem speziellen Fall von Somuncu, dass es nicht mal nur reine Lust am Provozieren ist, sondern tatsächlich einem schon lange existierenden Konzept folgt, das eben nicht nachträglich als Rechtfertigung aus dem Ärmel geschüttelt wurde und das auch keineswegs so absurd ist, wie es vielleicht auf dem ersten Blick scheint.


Mr. Bean scheint das ähnlich zu sehen:


beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=BiqDZlAZygU

Daumen hoch!




Zum einen trifft er den Kern des Problems mit dem betroffenen Subjekt als alleinigen Maßstab für das, was nun beleidigend/angreifend ist. Das ist schon theoretisch so aberwitzig und absurd, dass einem die absurde Praxis eigentlich auch nicht mehr überraschen muss.

Zum anderen ist das, was er als Mittel gegen Diskriminierung und „Hate Speech“ nennt, auch der Ansatz von Serdar Somuncus „Beleidigung für alle“. Und das halte ich auch für wesentlich realistischer als der verordnete Neusprech aus dem akademischen Elfenbeinturm, der ganz grundsätzlich Ursache und Wirkung mächtig verzerrt und dabei psychologisch nicht mal das Niveau der Küchenpsychologie erreicht.


(Und nein, damit ist nicht gemeint, dass man einfach rücksichtslos aller rausdonnern soll, was einem in den chauvinistischen Sinn (egal welcher Couleur) kommt. Es gibt schon noch sowas wie Graustufen, wenn nicht gar Farben. Ich würde mich zudem auch sehr, sehr wundern, wenn ein Somuncu jemanden bewusst beleidigen würde, wenn er genau weiß dass es denjenigen verletzt. Im Gegenteil gab es da schon so einige Beispiele, wo er bei öffentlichen Auftritten mit so manchen Gästen erstaunlich zimperlich umgegangen ist. Wer allerdings austeilt, muss sich nicht wundern, dann auch zurück zu bekommen. Und wer bewusst zu einem Auftritt von ihm geht oder sich einen Podcast von ihm anhört, begibt sich eben in einen Raum, wo das Konzept klar ist – es sei denn, er hört nur 2 Minuten, weil ein woker Twitter-Social-Justice-Warrior, der den ganzen Tag auf der Suche nach irgendwas ist, das er missverstehen kann, ihm das geschickt hat – voller Freude darüber, endlich etwas Böses zum bekämpfen gefunden zu haben und zugleich die eigenen kleinbürgerlichen Machtfantasien als Online-Blockwart ausleben zu können …)

Aber genug geschimpft.
zwinkern
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beachbernie
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Beiträge: 45452
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2236390) Verfasst am: 01.01.2021, 06:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
....Der Ort Neger liegt im Negertal und ist unterteilt in Unterneger, Mittelneger und Oberneger. In der Stadt Olpe ist der Ortsname längst kein Thema mehr. Dennoch sorgt er immer wieder für Verwirrung. Zumindest bei Menschen von außerhalb. Während im Sommer Unbekannte die Ortsschilder beschmiert haben, regen sich nun erneut kritische Stimmen seitens Sprachwissenschaftler und Initiativen für schwarze Menschen. Doch was sagen die Bürger in Neger eigentlich dazu?

Anatol Stefanowitsch ist ein Sprachwissenschaftler aus Berlin. Er findet: „Das N-Wort ist extrem herabwürdigend, es ist in der deutschen Sprache eines der als am schlimmsten diskriminierend empfundenen Worte überhaupt.“....

......Rund 400 Menschen wohnen in Neger. Einer davon ist Martin Reißner. Er findet, dass die Diskussion völlig absurd und lächerlich ist. „Ich glaube, dass die Menschen wesentlich mehr Probleme haben, als sich über so einen Scheiß aufzuregen“, sagt er. „Wir Negeraner leben gern hier und haben überhaupt nichts gegen diesen Namen.“ Reißner, der als Meister für Veranstaltungstechniker in der Stadthalle Attendorn und nebenberuflich als Pyrotechniker arbeitet, betont, dass der Ursprung des Namens keinerlei rassistische Bedeutung hat.....





https://www.ikz-online.de/staedte/kreis-olpe/menschen-im-negertal-genervt-von-namensdiskussion-id231241670.html



Was ist das nur wieder fuer ein Irrsinn....
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Tarvoc
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Beiträge: 39346

Beitrag(#2236392) Verfasst am: 01.01.2021, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Das halte ich für einen extrem überdehnten Rassismusbegriff, der zwar bei Manchen absolut en vogue sein mag, m.E. aber nicht nur in der Sache daneben ist, sondern auch katastrophal hinschlich der gesellschaftlichen Wirkung. Diese totale Abkopplung von Aussage und Intention/Motiv führt zur Rassimus-Keule, die sich dann an jedem Hans und Franz abnutzt und irgendwann nicht mal mehr gegen wirkliche Rassisten taugt. 

Wie stellt man denn so eine Intention fest?
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Bravopunk
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Beiträge: 28658
Wohnort: Woanders

Beitrag(#2236393) Verfasst am: 01.01.2021, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Das halte ich für einen extrem überdehnten Rassismusbegriff, der zwar bei Manchen absolut en vogue sein mag, m.E. aber nicht nur in der Sache daneben ist, sondern auch katastrophal hinschlich der gesellschaftlichen Wirkung. Diese totale Abkopplung von Aussage und Intention/Motiv führt zur Rassimus-Keule, die sich dann an jedem Hans und Franz abnutzt und irgendwann nicht mal mehr gegen wirkliche Rassisten taugt. 

Wie stellt man denn so eine Intention fest?


Also ich mache das immer so, dass ich mir alle mir denkbaren Intentionen überlege und daraus diejenige annehme, die in Anbetracht des Kontextes der Aussage am wahrscheinlichsten ist. Im Zweifel frage ich, wenn möglich nach, was die beabsichtigte Intention war. (Oder lasse mir selbige scheißegal sein, falls eine Klärung der Intention nicht in einem annehmbaren Verhältnis zum daraus zu erwartenden Nutzen bezüglich der Verständigung steht. Schulterzucken )
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Tarvoc
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Beiträge: 39346

Beitrag(#2236400) Verfasst am: 01.01.2021, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Im Zweifel frage ich, wenn möglich nach, was die beabsichtigte Intention war.

Und du gehst davon aus, dass die Leute bei sowas bezüglich ihrer Intention ehrlich sind? Am Kopf kratzen

Wenn du mich fragst: tillichs Definition ist vielleicht zu weit, aber die von Pan narrans ist zu eng. Gerade wenn man die Selbstangabe bezüglich der Intention zum Kriterium macht, kommt mitunter recht Absurdes dabei heraus. Der von Pan narrans kritisierten Identitätspolitik, die überall Rassismus wittert, steht die 4chan-Situation gegenüber, wo massenweise regelrecht KKK- und Nazipropaganda verbreitet wird und trotzdem keiner rassistisch ist, weil natürlich niemand das "wirklich so meint", sondern alle nur "ironisches" Shitposting betreiben (wer's glaubt!). Dass es Graustufen (und womöglich auch "Farben", was auch immer die Metapher bedeuten soll) gibt, ist ja okay. Aber wissentlich und willentlich mögliche rassistische Wirkungen in Kauf zu nehmen ist halt schon bestenfalls tief dunkelgrau.
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Bravopunk
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Beiträge: 28658
Wohnort: Woanders

Beitrag(#2236409) Verfasst am: 01.01.2021, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Im Zweifel frage ich, wenn möglich nach, was die beabsichtigte Intention war.

Und du gehst davon aus, dass die Leute bei sowas bezüglich ihrer Intention ehrlich sind? Am Kopf kratzen


Zunächst einmal ja. Sollte jemand unehrlich sein, nicht die Wahrheit sagen, dürften sich recht schnell Widersprüche auftun. Je nachdem wie sehr jemand ins Schwitzen gerät, wenn er mit diesen konfrontiert wird, kann man dann ja ablesen, ob er ehrlich ist und einfach eine wirklich widersprüchliche Intention hat (was es ja geben kann, man denke nur z. B. mal an Religiöse, die an einen Gott glauben, andere aber ablehnen), oder ob er einen mit der angegebenen Intention nur in die Irre führen, trollen und verarschen wollte. In letzterem Fall weiß man dann ja immerhin welche Intention wirklich dahintersteckte... quasie eine Metaintention, wenn man so will. In ersterem kann man wenigstens schonmal abhaken denjenigen von der Falschheit bzw. Widersprüchlichkeit seiner Intentionen zu überzeugen, denn dann handelt es sich eben genau darum: Um eine Überzeugung. Und zwar eine höchstwahrscheinlich irrationale. Also eine, die man mit Argumenten und Fakten und Widerspruchsbeweisen nicht verändern kann, weil sie von ihrem Besitzer gar nicht als widersprüchlich wahrgenommen wird. Am Kopf kratzen Also so weit würde ich da jetzt eine tiefere Analyse fremder Intentionen ansetzen. Jetzt ganz spontan.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wenn du mich fragst: tillichs Definition ist vielleicht zu weit, aber die von Pan narrans ist zu eng. Gerade wenn man die Selbstangabe bezüglich der Intention zum Kriterium macht, kommt mitunter recht Absurdes dabei heraus. Der von Pan narrans kritisierten Identitätspolitik, die überall Rassismus wittert, steht die 4chan-Situation gegenüber, wo massenweise regelrecht KKK- und Nazipropaganda verbreitet wird und trotzdem keiner rassistisch ist, weil natürlich niemand das "wirklich so meint", sondern alle nur "ironisches" Shitposting betreiben (wer's glaubt!). Dass es Graustufen (und womöglich auch "Farben", was auch immer die Metapher bedeuten soll) gibt, ist ja okay. Aber wissentlich und willentlich mögliche rassistische Wirkungen in Kauf zu nehmen ist halt schon bestenfalls tief dunkelgrau.


Dem möchte ich nicht widersprochen haben. Lediglich möchte ich mir den Luxus gönnen manchmal naiv sein zu dürfen und auch den allerschlimmsten Rassismus nicht ernst zu nehmen und mich nicht darüber zu echauffieren. Denn ich gehe davon aus, dass Nazis und Rassisten nichts lieber sehen als die Rage und Empörung derer, die von ihnen als Gutmenschen u. ä. abgestempelt werden. Und diese Genugtuung möchte wenigstens ich privat für mich ihnen nicht eingestehen.
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Beitrag(#2236449) Verfasst am: 01.01.2021, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lediglich möchte ich mir den Luxus gönnen manchmal naiv sein zu dürfen und auch den allerschlimmsten Rassismus nicht ernst zu nehmen und mich nicht darüber zu echauffieren.

Nun, den Luxus muss man sich gönnen können.

---------------------

Zum Thema Intention: Natürlich ist die Intention nicht völlig irrelevant. Wenn jemand ganz ohne Absicht, bloß aus Gedankenlosigkeit oder unbewusster Prägung heraus Rassismus reproduziert, aber bewusst eigentlich Rassismus ablehnt, hat das natürlich eine andere Qualität, als wenn jemand ganz bewusst rassistische Einstellungen vertritt.

Dennoch halte ich die tatsächliche Wirkung für deutlich relevanter. Wenn jemand, der irgendwo Macht ausübt (eine Polizistin, die Kontrollen vornimmt; ein Lehrer, der Noten oder Schulempfehlungen schreibt; aber auch ganz kleine Sachen, durch die irgendwo Zugehörigkeit oder Ausgrenzung hergestellt wird) Leute nach rassistischen Kriterien unterschiedlich behandelt, ist das eben Rassismus, auch wenn es unbewusst und gegen die bewussten Einstellungen passiert. Das sollte man anerkennen, um etwas daran ändern zu können.

Bei der alten Diskussion ging es aber noch nicht mal um unbewussten Rassismus, sondern darum, Rassismus zu benutzen, weils ja so lustig ist, haha, aber ich mein's ja nicht so. Da wird der Unterschied für mich wirklich ganz klein.
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Bravopunk
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Beitrag(#2236455) Verfasst am: 01.01.2021, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:


Bei der alten Diskussion ging es aber noch nicht mal um unbewussten Rassismus, sondern darum, Rassismus zu benutzen, weils ja so lustig ist, haha, aber ich mein's ja nicht so. Da wird der Unterschied für mich wirklich ganz klein.


Und für mich wird er da riesengroß. That's what she said.

Allerdings auch, weil, wenn ich Rassismus satirisch, zynisch, sarkastisch usw. verwende, dann meine ich ihn auch ganz genau so. Und wenn man mich fragt, dann ist dieser nahezu anarchische Umgang mit solchen diskriminierenden sozialen Phänomenen der einzig richtige Weg, der einzige, der zu einer dauerhaften Entwaffnung der Rassisten und zu einem gesunden Umgang mit Menschen anderer Herkunft, also schlussendlich auch gegen Xenophobie als ganzes, führt. Das Anderssein gerade auf die Schippe zu nehmen ist die reinste Form es zu akzeptieren, die einzige Normalität, die für mich überhaupt erstrebsam scheint. Den gesalzenen Daumen immer in die frischesten Wunden pressen. Und eben nicht wie ein Storch im Salat zusammenzucken und wie das Kaninchen vor der Schlange zu erstarren, wenn jemand den Raum betritt, der anders aussieht als man selbst, weil man Angst hat was falsch zu machen oder sich (bewusst oder unbewusst) rassistisch zu verhalten.

Satire usw. oder auch ganz profaner Humor kann da nämlich leisten, was politische Korrektheit niemals vermag: Das Andere trivial erscheinen lassen. Ihm das Befremdliche nehmen. Es Teil der eigenen Identität werden lassen.

Ich weiß mal wieder nicht, ob klar wird, was ich meine. skeptisch Ich schreib da irgendwie zu emotional und argumentiere mal wieder eigentlich gar nicht, sondern beschreibe lediglich was ich fühle, wenn ich Witze mit als rassistisch empfindbarem Inhalt mache oder höre. Ich wollte eben sogar schreiben, dass es das Fremde "entzaubert" aber eigentlich macht es genau das Gegenteil. Am Kopf kratzen Na ja. Vielleicht wird es ja trotzdem klar. Schulterzucken
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Tarvoc
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Beitrag(#2236474) Verfasst am: 01.01.2021, 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Allerdings auch, weil, wenn ich Rassismus satirisch, zynisch, sarkastisch usw. verwende, dann meine ich ihn auch ganz genau so. Und wenn man mich fragt, dann ist dieser nahezu anarchische Umgang mit solchen diskriminierenden sozialen Phänomenen der einzig richtige Weg, der einzige, der zu einer dauerhaften Entwaffnung der Rassisten und zu einem gesunden Umgang mit Menschen anderer Herkunft, also schlussendlich auch gegen Xenophobie als ganzes, führt.

Testen wir das doch mal aufs Exempel. Posten wir diese Art von Witzen auf 4chans /pol/-Board und sehen wir, ob sie den dortigen Rassismus zurückdrängen. Pfeifen

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Ich weiß mal wieder nicht, ob klar wird, was ich meine. skeptisch

Es ist schon klar, welche Strategie du im Sinn hast. Serdar Somuncu ist ja ein gutes Beispiel. Nur funktioniert das eben nicht ganz so, wie du es meinst. Die meisten Comedians, die klischeebasierte Witze machen, haben den genau gegenteiligen Effekt, nämlich die Zementierung von Vorurteilen. Mit Klischees zu diesem Zweck humoristisch spielen muss man eben auch können. Wenn man es nicht kann, erreicht man damit nämlich u.U. eben nicht, was du damit willst, sondern das Gegenteil.
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2236485) Verfasst am: 01.01.2021, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Allerdings auch, weil, wenn ich Rassismus satirisch, zynisch, sarkastisch usw. verwende, dann meine ich ihn auch ganz genau so.

Allerdings wäre es dann nicht verkehrt, dafür zu sorgen, dass der Rassismus dann auch so verstanden werden kann.
Und nein, es zerstört nicht Satire, den Leuten zumindest die Möglichkeit zu geben, sie als solche zu erkennen. Wenn auch durchaus kluge Leute das fraglich finden, hat man vielleicht doch was falsch gemacht.

Ansonsten wird man nämlich schnell zu Schrödingers Arschloch (oder erscheint zumindest so).
Schrödinger's Douchebag:
A guy who says offensive things and decides whether he was joking based on the reaction of people around him. (Urban dictionay)


Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Und wenn man mich fragt, dann ist dieser nahezu anarchische Umgang mit solchen diskriminierenden sozialen Phänomenen der einzig richtige Weg, der einzige, der zu einer dauerhaften Entwaffnung der Rassisten und zu einem gesunden Umgang mit Menschen anderer Herkunft, also schlussendlich auch gegen Xenophobie als ganzes, führt.

Mag sein, aber ich überlasse das den Betroffenen lieber selbst. Wenn schwarze Leute sich gegenseitig in bestimmten Kontexten scherzhaft "N*" nennen, werde ich sie bestimmt nicht belehren, dass das ein rassistisches Wort sei - dennoch werde ich es nie selbst benutzen, es sei denn in ganz eindeutig als solche ererkennbaren sarkastischen Äußerungen über Rassisten.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Das Anderssein gerade auf die Schippe zu nehmen ist die reinste Form es zu akzeptieren, die einzige Normalität, die für mich überhaupt erstrebsam scheint. [...] Satire usw. oder auch ganz profaner Humor kann da nämlich leisten, was politische Korrektheit niemals vermag: Das Andere trivial erscheinen lassen. Ihm das Befremdliche nehmen. Es Teil der eigenen Identität werden lassen.

Ich halte es für extrem zweifelhaft, das "Andere" ausgerechnet in der Weise Teil der "eigenen Identität" werden zu lassen, indem man sich darüber ustig macht, und dann noch auf eine Weise, die äußerlich nicht von Rassismus zu ubnterscheiden ist (denn über solche Äußerungen reden wir ja gerade).

Rothaarige, besonders dicke, besonders kleine Menschen, etc.pp. sind auch nicht dadurch Teil meiner "eigenen Identität" (meinst du nicht eher: Teil der Gruppe?), dass ich beständig Witze über sie mache. Eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall.
Ich hatte ein entsprechendes Erlebnis vor sehr langer Zeit in einer Jugendgruppe. Ein ein paar Jahre jüngerer Teilnehmer, später ein sehr guter Freund, war als Jugendlicher sehr klein geraten, möglicherweise wachstumsverzögert, und hat immer wieder Witze darüber abgekriegt. (Ich habe das nicht mitgemacht, bin aber, muss ich gestehen, auch nicht eingeschritten, weil "Ist ja nur Spaß".)
Der war ansonsten sehr gut akzeptiert, wurde gemocht und war voll in die Gruppe integriert. Er hat auch gewusst, dass die anderen die Witze "nicht böse meinen". Das hat ihm aber nichts genützt, es hat ihn trotzdem richtig fertig gemacht - was er sich normalerweise nicht hat anmerken lassen, aber einmal ist es doch durchgebrochen. Seitdem bin ich allem "Ist doch nur Spaß" gegenüber sehr skeptisch.


Und ausgerechnet bei Leuten, die nicht nur ein auffälliges Merkmal haben, sondern einer tatsächlich diskriminierten Gruppe angehören, soll das dann ein Mittel der Integration sein?

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Und eben nicht wie ein Storch im Salat zusammenzucken und wie das Kaninchen vor der Schlange zu erstarren, wenn jemand den Raum betritt, der anders aussieht als man selbst, weil man Angst hat was falsch zu machen oder sich (bewusst oder unbewusst) rassistisch zu verhalten.

Das ist überhaupt nicht mein Empfinden. Mein Empfinden ist eher, dass ich entspannt bin; bestimmte Sachen ganz einfach nicht mache, weil ich weiß, dass sie nicht in Ordnung sind; aber damit rechne, dass ich unbewusst vielleicht auch Sachen mache, die nicht OK sind - darüber denke ich dann nach und entschuldige mich gegebenenfalls.
Als verkrampft würde ich es eher empfinden, wenn ich in solchen Fällen immer versuchen würde, eine Rechtfertigung zu finden.
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beachbernie
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Beitrag(#2236534) Verfasst am: 02.01.2021, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lediglich möchte ich mir den Luxus gönnen manchmal naiv sein zu dürfen und auch den allerschlimmsten Rassismus nicht ernst zu nehmen und mich nicht darüber zu echauffieren.

Nun, den Luxus muss man sich gönnen können.

---------------------

Zum Thema Intention: Natürlich ist die Intention nicht völlig irrelevant. Wenn jemand ganz ohne Absicht, bloß aus Gedankenlosigkeit oder unbewusster Prägung heraus Rassismus reproduziert, aber bewusst eigentlich Rassismus ablehnt, hat das natürlich eine andere Qualität, als wenn jemand ganz bewusst rassistische Einstellungen vertritt.

Dennoch halte ich die tatsächliche Wirkung für deutlich relevanter. Wenn jemand, der irgendwo Macht ausübt (eine Polizistin, die Kontrollen vornimmt; ein Lehrer, der Noten oder Schulempfehlungen schreibt; aber auch ganz kleine Sachen, durch die irgendwo Zugehörigkeit oder Ausgrenzung hergestellt wird) Leute nach rassistischen Kriterien unterschiedlich behandelt, ist das eben Rassismus, auch wenn es unbewusst und gegen die bewussten Einstellungen passiert. Das sollte man anerkennen, um etwas daran ändern zu können.

Bei der alten Diskussion ging es aber noch nicht mal um unbewussten Rassismus, sondern darum, Rassismus zu benutzen, weils ja so lustig ist, haha, aber ich mein's ja nicht so. Da wird der Unterschied für mich wirklich ganz klein.



Manche Leute benutzen auch gar nicht Rassismus, sondern Dinge, die Leute wie Du absurderweise fuer Rassismus halten, weil es so lustig ist, wenn Leute wie Du sich darueber aufregen.


...und ich muss zugeben, sowas bereitet nicht unbeträchtliches Vergnügen. Sehr glücklich
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2236540) Verfasst am: 02.01.2021, 00:30    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Manche Leute benutzen auch gar nicht Rassismus, sondern Dinge, die Leute wie Du absurderweise fuer Rassismus halten, weil es so lustig ist, wenn Leute wie Du sich darueber aufregen.

a) Ich denke, es müsste konkret diskutiert werden, ob etwas Rassismus ist oder ob es "Leute wie [... ich ... ] absurderweise fuer Rassismus halten". So unkonkret dahingeworfen, scheint es mir lediglich ein pauschaler Abwehrreflex zu sein.

b) Immerhin gibst du zu, bei solchen Themen absichtlich zu trollen. (Da könnte man auch fragen, wer sich mehr aufregt - der Troll, den eine Sache so stört, dass er zu Trollen anfängt, oder der, der sachlich dagegen argumentiert. Aber sei's drum, dieses "weil's so lustig ist" ist eh ziemlicher Kindergarten.)
Mir gegenüber ist das ja noch egal, weil ich nun mal nicht betroffen bin. Aber wenn es um Leute ginge, die sich von einem Ausdruck tatsächlich rassistisch diskriminiert fühlen, wäre es mMn ein ziemlicher Arschloch-Move, diesen Ausdruck nicht etwa bloß weiter zu benutzen, weil man die Argumente nicht überzeugend findet, sondern ihn gezielt deswegen benutzte, um diese Leute zu ärgern.
Das wäre genau diese Ignoranz gegenüber Diskriminierungserfahrungen, die selbst diskriminierend ist.
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zelig
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Beitrag(#2236542) Verfasst am: 02.01.2021, 01:04    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lediglich möchte ich mir den Luxus gönnen manchmal naiv sein zu dürfen


Ich glaube, das kann nicht funktionieren. Wenn man einmal etwas durchschaut hat, dann kann man nicht mehr hinter die Erkenntnis zurück. Das naive, vielleicht unschuldige Paradies bleibt verschlossen. Und man sieht es ja auch beispielsweise Leuten wie BB an, daß sie ihrer naiven Pose selber nicht trauen. Wie bei des Kaisers neuen Kleidern. Aufklärung ist Arbeit. In diesen Zeiten ganz besonders, scheint es.
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beachbernie
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Beitrag(#2236543) Verfasst am: 02.01.2021, 04:03    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lediglich möchte ich mir den Luxus gönnen manchmal naiv sein zu dürfen


Ich glaube, das kann nicht funktionieren. Wenn man einmal etwas durchschaut hat, dann kann man nicht mehr hinter die Erkenntnis zurück. Das naive, vielleicht unschuldige Paradies bleibt verschlossen. Und man sieht es ja auch beispielsweise Leuten wie BB an, daß sie ihrer naiven Pose selber nicht trauen. Wie bei des Kaisers neuen Kleidern. Aufklärung ist Arbeit. In diesen Zeiten ganz besonders, scheint es.



Ich bin alles andere als naiv, sonst wuerde ich auf Eure Shannanigans reinfallen und mir von Euch diktieren lassen was ich noch sagen darf und was nicht. Ich habe George Orwell sowohl gelesen als auch verstanden. Deshalb weiss ich, dass es hier um was ganz anderes geht als von Euch behauptet. Um Rassismus bzw. den Kampf dagegen geht es jedenfalls nicht.


Es gilt naemlich: "Wenn man einmal etwas durchschaut hat, dann kann man nicht mehr hinter die Erkenntnis zurück" zwinkern
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Beitrag(#2236546) Verfasst am: 02.01.2021, 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Allerdings auch, weil, wenn ich Rassismus satirisch, zynisch, sarkastisch usw. verwende, dann meine ich ihn auch ganz genau so. Und wenn man mich fragt, dann ist dieser nahezu anarchische Umgang mit solchen diskriminierenden sozialen Phänomenen der einzig richtige Weg, der einzige, der zu einer dauerhaften Entwaffnung der Rassisten und zu einem gesunden Umgang mit Menschen anderer Herkunft, also schlussendlich auch gegen Xenophobie als ganzes, führt.

Testen wir das doch mal aufs Exempel. Posten wir diese Art von Witzen auf 4chans /pol/-Board und sehen wir, ob sie den dortigen Rassismus zurückdrängen. Pfeifen


Vermutlich gar nicht. Hab da noch nie gelesen und werde das wohl auch nie, aber ich stelle mir vor, die "Witze" die da so gemacht werden sind so nach dem Muster "Wieviele Schwarze braucht man um eine Glühbirne einzudrehen? Keinen. Ein Weißer reicht." -.-

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Ich weiß mal wieder nicht, ob klar wird, was ich meine. skeptisch

Es ist schon klar, welche Strategie du im Sinn hast. Serdar Somuncu ist ja ein gutes Beispiel. Nur funktioniert das eben nicht ganz so, wie du es meinst. Die meisten Comedians, die klischeebasierte Witze machen, haben den genau gegenteiligen Effekt, nämlich die Zementierung von Vorurteilen. Mit Klischees zu diesem Zweck humoristisch spielen muss man eben auch können. Wenn man es nicht kann, erreicht man damit nämlich u.U. eben nicht, was du damit willst, sondern das Gegenteil.


Das ist genau der Punkt. Nur weil jemand sagt, er würde einen Witz erzählen und die Stimme so leicht verändert und die Intonation so kalibriert, dass es sich anhört, als würde er einen Witz erzählen, und nur weil das, was er dann sagt, dem Baukastenprinzip eines Witzes, also dem Erwartungsaufbau mit der Auflösung durch eine über- oder untertriebene Pointe, folgt, ist es noch lange nicht lustig und löst so auch z. B. Rassismus natürlich nicht auf, sondern untermauert ihn. Allerdings kenne ich auch kaum Comedians. Hör mir da so gut wie gar nix an. Schulterzucken Konkrete Beispiele für deine Behauptung fallen mir also keine ein. Lediglich die anekdotische Evidenz, dass es sich bei mir andersrum verhält. Wenn ich mir lustige Gedanken über Rassen- und Rollenklischees mache und wenn ich einen guten Witz mit solchen selbst höre, bauen sich in mir die Berührungsängste mit Fremden ab und die Klischees bekommen dadurch etwas dermaßen lächerliches, dass selbst die wahren Anteile darin ihren Wert verlieren. Sie werden bei mir also dadurch nicht zementiert, sondern völlig aufgelöst. Kann aber gut sein, dass das bei Anderen nicht funktioniert und kein gutes allgemeingültiges Konzept ist. skeptisch Vielleicht bin ich da einfach etwas besonderes. Smilie Aufgrund dieser Erfahrung mit mir selbst und meinen Vorurteilen halte ich es aber dennoch für einen guten Ansatz.
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Beitrag(#2236548) Verfasst am: 02.01.2021, 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lediglich möchte ich mir den Luxus gönnen manchmal naiv sein zu dürfen


Ich glaube, das kann nicht funktionieren. Wenn man einmal etwas durchschaut hat, dann kann man nicht mehr hinter die Erkenntnis zurück. Das naive, vielleicht unschuldige Paradies bleibt verschlossen. Und man sieht es ja auch beispielsweise Leuten wie BB an, daß sie ihrer naiven Pose selber nicht trauen. Wie bei des Kaisers neuen Kleidern. Aufklärung ist Arbeit. In diesen Zeiten ganz besonders, scheint es.


Hmmm... mit naiv meinte ich da die Anwendung von Hanlon's Rasiermesser. Ich nehme also lieber an, sofern die Situation es zulässt, dass eine böswillige Äußerung aus Dummheit und nicht aus Bosheit entstand. Bis zu einem bestimmten Grad halte ich das für hilfreicher als sofort die Alarmglocken der Aufklärung zu läuten. Denn gegen Dummheit kann man gut argumentieren, Bosheit hingegen dürfte meist einer Überzeugung folgen, die gegen jedwede Argumente immun ist. Will mir lieber vorstellen, mit genügend Geduld könnte man jeden überzeugen als der Wahrheit in die Augen zu blicken, dass dies rein gar nichts bringt. Das ist mir zu deprimierend. Deprimiert
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Beitrag(#2236550) Verfasst am: 02.01.2021, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Vermutlich gar nicht. Hab da noch nie gelesen und werde das wohl auch nie, aber ich stelle mir vor, die "Witze" die da so gemacht werden sind so nach dem Muster "Wieviele Schwarze braucht man um eine Glühbirne einzudrehen? Keinen. Ein Weißer reicht." -.-

...Nein, auf 4chans /pol/-Board verwendet wirklich niemand das Wort "Schwarzer".
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Beitrag(#2236552) Verfasst am: 02.01.2021, 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Manche Leute benutzen auch gar nicht Rassismus, sondern Dinge, die Leute wie Du absurderweise fuer Rassismus halten, weil es so lustig ist, wenn Leute wie Du sich darueber aufregen.

Findet ihr nicht auch, dass es hier irgendwie nach Leuchtgas riecht?
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Beitrag(#2236556) Verfasst am: 02.01.2021, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Manche Leute benutzen auch gar nicht Rassismus, sondern Dinge, die Leute wie Du absurderweise fuer Rassismus halten, weil es so lustig ist, wenn Leute wie Du sich darueber aufregen.

Findet ihr nicht auch, dass es hier irgendwie nach Leuchtgas riecht?


https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Shannanigans

Zitat:
If you are wrong about the "Shannanigans" call and there is nothing sinister about the situation, you will look like a douchebag


Dass unser Trumpimitator auf dem Scheisshaus beim Posten über Antirassisten lacht, kann ich mir gut vorstellen. Was du riechst, ist ein ganz anderer Gestank. zwinkern
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In jedem Fall: Es ist Addi!
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Beitrag(#2236560) Verfasst am: 02.01.2021, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Am Kopf kratzen
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Beitrag(#2236565) Verfasst am: 02.01.2021, 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Am Kopf kratzen


Bernie hat beim Posten auf dem Klo das schöne Wort Shannanigan verwendet.

Alle Jahre wieder, auch 2021 kauen wir hier zum drölften Mal denselben Shit durch, nur weil Bernie auf den Scheisshaus etwas zu lachen haben will. Kann dem jemand mal ein TheFarSide-Buch zum Schmökern schenken?
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In jedem Fall: Es ist Addi!
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Beitrag(#2236566) Verfasst am: 02.01.2021, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Vermutlich gar nicht. Hab da noch nie gelesen und werde das wohl auch nie, aber ich stelle mir vor, die "Witze" die da so gemacht werden sind so nach dem Muster "Wieviele Schwarze braucht man um eine Glühbirne einzudrehen? Keinen. Ein Weißer reicht." -.-

...Nein, auf 4chans /pol/-Board verwendet wirklich niemand das Wort "Schwarzer".


Ah. Ich merk schon, warum ich mich da nicht rumtreib. skeptisch
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