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Star Trek macht Pause/ist am Ende
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15728
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2038666) Verfasst am: 08.01.2016, 17:17    Titel: Gene-Roddenberry-Nachlass gerettet Antworten mit Zitat

Der digitale Nachlass des Star-Trek-Erfinders Gene Roddenberry wurde nun gesichert:

Zitat:
Die auf Datenrettung spezialisierte Firma DriveSavers hat acht Monate vor dem 50. Ausstrahlungsjubiläum der ersten Star-Trek-Episode bekannt gegeben, dass es ihren Mitarbeitern gelang, den Inhalt von gut 200 5 ¼"-Disketten aus dem Nachlass des 1991 verstorbenen Serienerfinders Gene Roddenberry in ein heute allgemein lesbares Format zu konvertieren.

Der Großteil der Disketten war nicht MS-DOS-formatiert, sondern auf Rechnern mit dem Betriebssystem CP/M gefertigt, die Cobb zufolge deutlich mehr Schwierigkeiten machten. Einen von Roddenberrys zwei alten Rechnern, der mit diesem Betriebssystem lief, konnten weder die Erben noch die Fachleute bei DriveSavers zum Laufen bringen. Der andere Rechner war vor zwei Jahren bei einer Wohltätigkeitsauktion versteigert worden.

Insgesamt befanden sich auf den Disketten nur etwa zwei bis drei Megabyte an Dokumentdaten. Das klingt nach extrem wenig - aber früher waren Dokumente sehr viel kleiner als heute. Dazu, was in den Dokumenten steht, schweigen die Erben bislang. Auch DriverSavers musste ein Non-Disclosure-Agreement unterzeichnen. Angeblich sollen Informationen über die Inhalte aber noch dieses Jahr bekannt gegeben werden - die Spekulationen darüber reichen von Fragmenten für nie gedrehte Star-Trek-Episoden über Entwürfe für weitere Serien bis hin zu Patententideen.


http://www.heise.de/tp/artikel/47/47058/1.html




Gene Roddenberry - Humanist, Ingenieur und Autor eines ungewöhnlichen und progressiven Science-Fiction-Genre

Ich bin ja mal gespannt, was er auf den uralten Disketten so alles an kreativen Ideen gespeichert hat ...- Cool
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°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24530

Beitrag(#2220011) Verfasst am: 12.08.2020, 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir bei Amazon inzwischen die neue Reihe mit Jean Luc Picard angeschaut. Irgendwie packt mich das nicht mehr.
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2220024) Verfasst am: 13.08.2020, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir bei Amazon inzwischen die neue Reihe mit Jean Luc Picard angeschaut. Irgendwie packt mich das nicht mehr.


Ging mir genauso. Vielleicht sollten die Macher wirklich einen Schlussstrich unter Star Trek ziehen und dieses Kapitel der Unterhaltungsgeschichte schliessen.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15365
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2220026) Verfasst am: 13.08.2020, 00:54    Titel: Antworten mit Zitat

Die Schilderungen erinnern mich so an ein griechisches Drama?!:

Gewissermaßen, der Held einer früheren Geschichte, zieht sich desillusioniert und womöglich auch verbittert vom Verhalten seiner Mitmenschen, auf seinen Weinberg zurück. Und dann versucht er, noch dazu mit dem Bewußtsein der Sterblichkeit, den Sinn in seinem Leben wieder zurückzugewinnen, indem er noch einmal auf die letzte große Reise geht. Und diese Androidengeschichte wirft auch wieder den Aspekt auf, was Menschlichkeit ausmacht. Mir kommen solche Dramen wie "Ödipus auf Kolonos" oder auch sogar Motive aus dem Gilgamesh-Epos in den Sinn. Solche Fragen gehören damit zu den ältesten überlieferten Geschichten der Menschheit.

Actionszenen (zumindest mit ihm als Akteur) würde ich aufgrund des Alters des Schauspielers kaum erwarten. Zumindest erscheint aber auch klar, daß jemand mit 80 - der noch dazu jemanden spielt, der langsam auf die 100 zugeht - eine Rolle dann auch anders spielen wird als damals mit um die 50. Patrick Stewart soll ja auch selbst vor ein paar Jahren geäußert haben, mit dem Wissen von heute hätte er den Picard vielleicht anders angelegt. Und man selbst (und die Zuschauer generell) erwarten vielleicht auch etwas Anderes als vor dreißig Jahren.

Während ein anderer Schauspieler äußerte, die Philosophie hinter Star Trek sei halt, eine ganze Menge Geld zu generieren. In sofern kann das natürlich alles sein, vom Popcorn-Kino bis hin zu etwas, das versucht, Fragen des Menschseins aufzuwerfen. Oder auch etwas, das so gar nicht im Gedächtnis hängenbleibt.
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15728
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2220028) Verfasst am: 13.08.2020, 06:58    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir bei Amazon inzwischen die neue Reihe mit Jean Luc Picard angeschaut. Irgendwie packt mich das nicht mehr.


Ging mir genauso. Vielleicht sollten die Macher wirklich einen Schlussstrich unter Star Trek ziehen und dieses Kapitel der Unterhaltungsgeschichte schliessen.


Die Geschichte von Star Trek ist erzählt.

Das, was nach DS9 kam, war nur noch ein Drehen im Kreis.

Das Werk des Ingenieurs Roddenberry ist brilliant und ist im Kontext zu sehen mit der notwendigen Fortentwicklung der menschlichen Zivilisation, welche sich seit Langem selber im Kreis dreht und sich nur noch technologisch prolongiert und ansonsten stagniert.

Die Technologie bei Star Trek ist nicht der Kern. Der Kern bei Star Trek sind die sozialen Verhältnisse.
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 24627
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2220030) Verfasst am: 13.08.2020, 07:35    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir bei Amazon inzwischen die neue Reihe mit Jean Luc Picard angeschaut. Irgendwie packt mich das nicht mehr.


und ich hatte mich so gefreut auf die Serie und habe sie immer noch nicht zu Ende geschaut. skeptisch
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AdvocatusDiaboli
Hat die höchste Meta-Ebene erreicht



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Beiträge: 24895

Beitrag(#2220036) Verfasst am: 13.08.2020, 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir bei Amazon inzwischen die neue Reihe mit Jean Luc Picard angeschaut. Irgendwie packt mich das nicht mehr.


und ich hatte mich so gefreut auf die Serie und habe sie immer noch nicht zu Ende geschaut. skeptisch


Ha, geht mir genauso. :/
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In jedem Fall: Es ist Addi!
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7429

Beitrag(#2220045) Verfasst am: 13.08.2020, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Die Technologie bei Star Trek ist nicht der Kern. Der Kern bei Star Trek sind die sozialen Verhältnisse.

Nur daß sich soziale Verhältnisse kaum für Prognosen eignen. Und einen großen Schauwert haben sie auch nicht.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24530

Beitrag(#2220056) Verfasst am: 13.08.2020, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Die Technologie bei Star Trek ist nicht der Kern. Der Kern bei Star Trek sind die sozialen Verhältnisse.

Nur daß sich soziale Verhältnisse kaum für Prognosen eignen. Und einen großen Schauwert haben sie auch nicht.

Die Darstellung der sozialen Verhältnisse in Star Trek setzt die Prämisse unendlicher Ressourcen voraus. Das ist die Utopie, die wahrscheinlich nicht realisierbar bleiben wird. Eine realisierbare Utopie wäre es, wenn wir lernten die vorhandenen Ressourcen einigermaßen gerecht zu verteilen.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6498

Beitrag(#2220057) Verfasst am: 13.08.2020, 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Die Technologie bei Star Trek ist nicht der Kern. Der Kern bei Star Trek sind die sozialen Verhältnisse.

Dumm nur, dass man davon so gut wie nichts sieht.
Die Hauptakteure sind Militärs und fast die gesamte Handlung spielt sich auf Kriegsschiffen oder in irgendwelchen Krisengebieten ab.
So ziemlich die einzige Folge, von der ich mich erinnern kann, dass sie im irdischen Zivilleben stattfindet,
ist die, wo Cptn Picard auf ReHa ist nachdem man ihm das Borg-Gedöns entfernt hat.
Ich glaube es war das Weingut seines Bruders(?).
Oops, privates Eigentum an Produktionsmitteln, ist das im 23. Jh immer noch erlaubt?
Womöglich beschäftigt er auch noch Erntearbeiter aus der Südost-Galaxis.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7429

Beitrag(#2220060) Verfasst am: 13.08.2020, 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Die Technologie bei Star Trek ist nicht der Kern. Der Kern bei Star Trek sind die sozialen Verhältnisse.

Nur daß sich soziale Verhältnisse kaum für Prognosen eignen. Und einen großen Schauwert haben sie auch nicht.

Die Darstellung der sozialen Verhältnisse in Star Trek setzt die Prämisse unendlicher Ressourcen voraus. Das ist die Utopie, die wahrscheinlich nicht realisierbar bleiben wird. Eine realisierbare Utopie wäre es, wenn wir lernten die vorhandenen Ressourcen einigermaßen gerecht zu verteilen.

Gerechtigkeit ist eine wohl noch knappere Ressource als alles andere. Außerdem ist Knappheit von Ressourcen in einem nicht nur unendlichen, sondern auch bereisbaren Universum ein Unsinn.
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Bravopunk
Sugoi Dekai :D



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
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Wohnort: Woanders

Beitrag(#2223494) Verfasst am: 05.09.2020, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Was sagen hiesige Trekkies eigentlich dazu, dass jetzt erstmals transgender und nonbinäre Charaktere in "Star Trek" vorkommen?

Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde die Frage hätte keinen Hintergedanken. Cool

Ich mein: Ja klar, die Schauspieler sind auch genau das und das gab es (vermutlich) vorher noch nie... andererseits kann man auch darüber streiten, ob es eine große schauspielerische Leistung ist etwas zu "spielen" was man selber ist... erinnert ein wenig daran, wie derzeit einige hellhäutige Synchronsprecher ihre dunkelhäutigen Sprechrollen an den Nagel hängen, weil nur Schwatte Schwatte sprechen dürfen. Pillepalle (Eine Einstellung, die schlicht und ergreifend einfach nur ultrarassistisch ist. "Nur Schwarze klingen auch schwarz." oder so ein Scheiß.)

Aber unabhängig davon, ist es doch eine dreiste PR-Lüge und dümmliches Wertesignalisieren zu behaupten, es hätte bisher in Star Trek noch nie solche Charaktere gegeben. Mit den Augen rollen
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"Hier spricht Ramke. Wer jetzt allein ist, kriegt nur noch den Abschaum!"

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"Los! Los! Los!"
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narr
workingglass



Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 1694

Beitrag(#2223499) Verfasst am: 05.09.2020, 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was sagen hiesige Trekkies eigentlich dazu, dass jetzt erstmals transgender und nonbinäre Charaktere in "Star Trek" vorkommen?

Binäre gabs - als Charaktere zumindest - und die waren - obwohl binär ziemlich asexuell.

Binaere

und Lebensformen bei denen nicht klar war ob und welches Geschlecht sie hatten gab's doch etliche. Wurde doch immer als völlig normal dargestellt. Was sollen Trekkies also dazu sagen? Wird sich keiner drüber aufregen, nehme ich an.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2223504) Verfasst am: 06.09.2020, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was sagen hiesige Trekkies eigentlich dazu, dass jetzt erstmals transgender und nonbinäre Charaktere in "Star Trek" vorkommen?

Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde die Frage hätte keinen Hintergedanken. Cool

Ich mein: Ja klar, die Schauspieler sind auch genau das und das gab es (vermutlich) vorher noch nie... andererseits kann man auch darüber streiten, ob es eine große schauspielerische Leistung ist etwas zu "spielen" was man selber ist... erinnert ein wenig daran, wie derzeit einige hellhäutige Synchronsprecher ihre dunkelhäutigen Sprechrollen an den Nagel hängen, weil nur Schwatte Schwatte sprechen dürfen. Pillepalle (Eine Einstellung, die schlicht und ergreifend einfach nur ultrarassistisch ist. "Nur Schwarze klingen auch schwarz." oder so ein Scheiß.)

Aber unabhängig davon, ist es doch eine dreiste PR-Lüge und dümmliches Wertesignalisieren zu behaupten, es hätte bisher in Star Trek noch nie solche Charaktere gegeben. Mit den Augen rollen



Ja. Es ist definitiv Zeit einen Schlussstrich unter die Serie zu ziehen.
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Bravopunk
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Beitrag(#2223508) Verfasst am: 06.09.2020, 06:11    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was sagen hiesige Trekkies eigentlich dazu, dass jetzt erstmals transgender und nonbinäre Charaktere in "Star Trek" vorkommen?

Binäre gabs - als Charaktere zumindest - und die waren - obwohl binär ziemlich asexuell.

Binaere

und Lebensformen bei denen nicht klar war ob und welches Geschlecht sie hatten gab's doch etliche. Wurde doch immer als völlig normal dargestellt. Was sollen Trekkies also dazu sagen? Wird sich keiner drüber aufregen, nehme ich an.


Ich finde, sie sollten sich darüber aufregen, dass CBS so tut, als hätte es sowas noch nie gegeben. Das ist reine Verarsche und die Schauspieler sind mMn Opfer von Tokenismus und dem Wertesignalisierungszwang der Medienschaffenden in den sozialen Medien. Aus deren Sicht sind die vielleicht sogar stolz auf die Rollen, aber sie sollten sich schon darüber im Klaren sein, dass sie von einem Unternehmen dazu benutzt werden dieses als "modern und offen" darzustellen.
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Skeptiker
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Beitrag(#2223515) Verfasst am: 06.09.2020, 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was sagen hiesige Trekkies eigentlich dazu, dass jetzt erstmals transgender und nonbinäre Charaktere in "Star Trek" vorkommen?

Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde die Frage hätte keinen Hintergedanken. Cool

Ich mein: Ja klar, die Schauspieler sind auch genau das und das gab es (vermutlich) vorher noch nie... andererseits kann man auch darüber streiten, ob es eine große schauspielerische Leistung ist etwas zu "spielen" was man selber ist... erinnert ein wenig daran, wie derzeit einige hellhäutige Synchronsprecher ihre dunkelhäutigen Sprechrollen an den Nagel hängen, weil nur Schwatte Schwatte sprechen dürfen. Pillepalle (Eine Einstellung, die schlicht und ergreifend einfach nur ultrarassistisch ist. "Nur Schwarze klingen auch schwarz." oder so ein Scheiß.)

Aber unabhängig davon, ist es doch eine dreiste PR-Lüge und dümmliches Wertesignalisieren zu behaupten, es hätte bisher in Star Trek noch nie solche Charaktere gegeben. Mit den Augen rollen


Roddenberrys Anliegen war ja ursprünglich, im Gegensatz zur herrschenden Politik ein politisches statement gegen Imperialismus, Krieg, Kapitalismus, Nationalismus und Diskriminierung zu formulieren und darüber hinaus eine zivilgesellschaftliche Perspektive der Klassenlosigkeit und Gleichberechtigung aller Länder.

Wenn davon nur noch Transgender und Nonbinär übrig geblieben ist, dann fällt Discovery weit hinter Roddenberry Intention zurück und es bleibt lediglich ein Gerippe davon übrig.

Interessant wäre es dagegen gewesen, wenn man die Perspektive von Star Trek weiter ausformuiert hätte und auch zusätzlich moderne Themen wie Ausbeutung und Vernichtung der natürlichen Ressourcen und Zerstörung der Umwelt und Lebenswelten durch rückständige gesellschaftliche Strukturen filmisch aufgegriffen hätte. Denn das Thema Ökologie ist heute zu den weiterhin bestehenden Ursprungsthemen dazu gekommen und brennt der Menschheit mehr und mehr auf den Nägeln.

Aber all dies muss ja nicht unbedingt unter dem Label "Star Trek" behandelt werden. Vielleicht entsteht ja mal wieder eine neue Serie mit anderen Erzählungen in vergleichbarer inhaltlicher Qualität. Fähige Autoren und Künstler gibt es sicher genug. Die Frage ist nur, ob sie sich genau so gut wie seinerzeit Roddenberry innerhalb des Kommerz durchsetzen können.
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