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Antisemitismus unter jungen Muslimen in Deutschland
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fwo
leider wieder manchmal da



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21838
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2142168) Verfasst am: 09.07.2018, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Ich hatte nach Köln auch den Impuls, die übergriffigen Täter auszuweisen zu lassen. Rückblickend bin ich froh, daß sich das Gesetz nicht nach der Stimme des Volkes richtet.

Das wäre im Fall der Nordafrikaner, solange es sich nicht um Libyer handelte, auch möglich, findet bei kriminellen Banden, die von dort kommen, soweit ich weiß, auch öfter statt, und ich wüsste auch nichts, was dagegen spricht.


Das da:

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Bezüglich derjenigen, die sich tatsächlich auf Asyl berufen können, bin ich allerdings auch der Ansicht, dass diese Recht selbst durch schwerste Straftaten nicht verwirkt werden kann.


Es ging ja um die Frage, ob man auch unsympathische oder kriminelle Menschen dulden muss.

Solange sie das Wort Asyl nicht in den Mund genommen haben, muss man das wirklich nicht.
Und man muss das Asylrecht auch nicht so kompliziert machen, dass es zu Missbrauch regelrecht einlädt.
zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Ich bin auch froh, dass sich das Gesetz nicht nach der akuten Stimmung des Volkes richtet, aber man sollte in einer Demokratie im Auge behalten, dass es letztlich die Stimme des Volkes ist, die die Gesetze macht


Das ist eine Fehleinschätzung. Vox populi "macht letztlich" zum Glück keine Gesetze, sondern die Menschen, die ein Kreuz auf den Wahlzettel zeichnen. Es ist das Unglück unserer Tage, daß die Rechtspopulisten mit einigem Erfolg den Eindruck erwecken, Demokratie legitimierte sich durch Lautstärke auf der Straße. Das wünschst Du dir hoffentlich auch nicht. ...

Nein. Wünsche ich mir auch nicht, Dein Hinweis auf die Wahl ist das, was ich in meiner Formulierung mit dem Wort letztlich meinte. Nur - das hat Folgen (s.u.).
Aber es gibt ein in meinen Augen ähnlich undemokratisches Gegenstück zur Lautstärke auf der Straße, das ist die Lautstärke im Blätterwald und in den Parteiführungen.

Bevor Du da jetzt "Lügenpresse" raushörst, möchte ich Dich an einen Vorgang erinnern in dem wir beide dicht genug beieinander waren, dass Du verstehst was ich meine: die Diskussion zum Beschneidungsgesetz, die im Bundestag gegen die Sache entschieden wurde, weil in unserer etwas höherwertigen Presse nur die FAZ Stimmen dagegen auch nur zuließ. Zur Flüchtlingssituation 2015 hatten wir eine ähnliche Situation, die inzwischen auch Forschungsgegenstand ist. Um sich gegen diese gesammelte Macht aussprechen zu können, muss jemand schon sehr viel lokalen Rückhalt genießen und gleichzeitig auch innerparteilich genügend konfliktfähig sein - um mal zwei dieser "Verräter" zu nennen: Palmer und Wagenknecht.

In der Realität sind das aber viel mehr, die so denken und nur nicht konfliktfähig sind, so dass etwa Habeck vor Kurzem in einer Talkrunde bemerkte, dass das eine Spaltung in allen Parteien existiere. Nur merkt man normalerweise nichts davon, weil diese Diskussion durch veröffentlichte Meinung und Parteiführung, Habeck ist neu und da freundlicherweise etwas anders, gedeckelt wird, also praktisch nicht stattfindet. Dann darf man sich nicht wundern, wenn Zuflucht bei denen gesucht wird, die dieses Thema laut herausschreien, und sei es mit absolut falschen Tönen. Die "Straße" wird dann in die Gesetzgebung kommen, wenn die unerwünschten Diskussionen lange genug unterdrückt werden.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 5313

Beitrag(#2142167) Verfasst am: 09.07.2018, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Das wäre im Fall der Nordafrikaner, solange es sich nicht um Libyer handelte, auch möglich, findet bei kriminellen Banden, die von dort kommen, soweit ich weiß, auch öfter statt, und ich wüsste auch nichts, was dagegen spricht.


Ich stelle mir gerade vor, ich wäre ein Kleinkrimineller in einem nordafrikanischen Land und würde erfahren, dass es da ein Land gibt, in dem es viel zu holen gibt und wenn man erwischt wird, dann landet man im schlimmsten Fall da, wo man gerade ist. Klingt jetzt nicht wirklich besonders abschreckend, oder?

Ich bin dafür, dass die erst hier ihre Strafe absitzen und dann ausgewiesen werden.

Als somalische Piraten in Hamburg verurteilt wurden haben sie sich für die Haftstrafe bedankt. Einem Somali mit deutschem Knast zu drohen hat in etwa die Wirkung wie wenn man dir mit dem Aufenthalt in der Villa von Gates droht.
Und zum Thema Abschiebung


Merkwürdigerweise argumentieren Rechte in Fragen der Sozialisation genau umgekehrt: Sie pochen auf strikte Einhaltung hiesiger Standards. Nur wenn es um Bestrafung geht, sollen die Standards des Herkunftslandes gelten. Klassischer Fall von Bedarfslogik.
Es ist aber in der Tat ein kriminologisches Problem, dass hiesige Sanktionsmöglichkeiten für Intensivkriminelle aus Ländern mit drakonischer Strafkultur kaum Abschreckungspotential haben. Mir ist keine tragfähige - sprich: Rechtstaatliche - Lösung des Problems bekannt.
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28732

Beitrag(#2142170) Verfasst am: 09.07.2018, 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Mir ist keine tragfähige - sprich: Rechtstaatliche - Lösung des Problems bekannt.


Gnadenlose Resozialisierung nach westlichen Standards. Die Welt soll wissen: In Deutschland kommst Du als knallharter Macho in den Knast und erst wieder raus, wenn Du ein sockenstrickender Softie bist, der lieber Kröten über die Strasse trägt als sie aus Tresoren zu stehlen. Ich denke, gerade als Rechter sollte man doch wissen, welche Abgründe unsere Kultur für echte Kerle bieten kann, ohne ihre Menschenrechte zu verletzen.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 4767

Beitrag(#2142175) Verfasst am: 09.07.2018, 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wuerde sie zu "Walter" in den Frauenknast stecken.
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abbahallo
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Moderator



Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 2001

Beitrag(#2142176) Verfasst am: 09.07.2018, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, völlig unrealistische Forderungen wie nach dichten Grenzen oder Zentren für die Bearbeitung von Asylanträgen außerhalb Europas kann man auch bei völlig geänderten Mehrheitsverhältnissen nicht erfüllen. Da ist es einfach falsch und unredlich, solche Erwartungen zu schüren.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23041

Beitrag(#2142185) Verfasst am: 09.07.2018, 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Das wäre im Fall der Nordafrikaner, solange es sich nicht um Libyer handelte, auch möglich, findet bei kriminellen Banden, die von dort kommen, soweit ich weiß, auch öfter statt, und ich wüsste auch nichts, was dagegen spricht.


Ich stelle mir gerade vor, ich wäre ein Kleinkrimineller in einem nordafrikanischen Land und würde erfahren, dass es da ein Land gibt, in dem es viel zu holen gibt und wenn man erwischt wird, dann landet man im schlimmsten Fall da, wo man gerade ist. Klingt jetzt nicht wirklich besonders abschreckend, oder?

Ich bin dafür, dass die erst hier ihre Strafe absitzen und dann ausgewiesen werden.

Als somalische Piraten in Hamburg verurteilt wurden haben sie sich für die Haftstrafe bedankt. Einem Somali mit deutschem Knast zu drohen hat in etwa die Wirkung wie wenn man dir mit dem Aufenthalt in der Villa von Gates droht.
Und zum Thema Abschiebung


Merkwürdigerweise argumentieren Rechte in Fragen der Sozialisation genau umgekehrt: Sie pochen auf strikte Einhaltung hiesiger Standards. Nur wenn es um Bestrafung geht, sollen die Standards des Herkunftslandes gelten. Klassischer Fall von Bedarfslogik.
Es ist aber in der Tat ein kriminologisches Problem, dass hiesige Sanktionsmöglichkeiten für Intensivkriminelle aus Ländern mit drakonischer Strafkultur kaum Abschreckungspotential haben. Mir ist keine tragfähige - sprich: Rechtstaatliche - Lösung des Problems bekannt.


Ja, ein kriminologisches Problem, das ich nicht leugnen würde. Es taugt aber nicht für Rückschlüsse auf den Umgang mit Flüchtlingen.
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 5313

Beitrag(#2142188) Verfasst am: 09.07.2018, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich nicht. Der ganze aggressive, wahrheitsverzerrende Schwachsinn, der von rechter Seite aus in die (un-)sozialen Netzwerke geworfen wird, ist einer rationalen Migrationspolitik abträglich. Man kann damit nur verlieren.
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Gödelchen
registrierter User



Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2142196) Verfasst am: 09.07.2018, 17:51    Titel: :-) Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Das wäre im Fall der Nordafrikaner, solange es sich nicht um Libyer handelte, auch möglich, findet bei kriminellen Banden, die von dort kommen, soweit ich weiß, auch öfter statt, und ich wüsste auch nichts, was dagegen spricht.


Ich stelle mir gerade vor, ich wäre ein Kleinkrimineller in einem nordafrikanischen Land und würde erfahren, dass es da ein Land gibt, in dem es viel zu holen gibt und wenn man erwischt wird, dann landet man im schlimmsten Fall da, wo man gerade ist. Klingt jetzt nicht wirklich besonders abschreckend, oder?

Ich bin dafür, dass die erst hier ihre Strafe absitzen und dann ausgewiesen werden.

Als somalische Piraten in Hamburg verurteilt wurden haben sie sich für die Haftstrafe bedankt. Einem Somali mit deutschem Knast zu drohen hat in etwa die Wirkung wie wenn man dir mit dem Aufenthalt in der Villa von Gates droht.
Und zum Thema Abschiebung


Merkwürdigerweise argumentieren Rechte in Fragen der Sozialisation genau umgekehrt: Sie pochen auf strikte Einhaltung hiesiger Standards. Nur wenn es um Bestrafung geht, sollen die Standards des Herkunftslandes gelten. Klassischer Fall von Bedarfslogik.
Es ist aber in der Tat ein kriminologisches Problem, dass hiesige Sanktionsmöglichkeiten für Intensivkriminelle aus Ländern mit drakonischer Strafkultur kaum Abschreckungspotential haben. Mir ist keine tragfähige - sprich: Rechtstaatliche - Lösung des Problems bekannt.


Ja, ein kriminologisches Problem, das ich nicht leugnen würde. Es taugt aber nicht für Rückschlüsse auf den Umgang mit Flüchtlingen.


Doch taugt schon. Es darf darauf hingewiesen werden, dass der kulturelle und soziale Effekt von Strafen in anderen Kulturen anders gesehen wird. Der, der diese Kultur für sich höher einschätzt, als die hiesige Sicht auf den Strafgedanken, wird bei strafbewerten Taten sein kulturelles Maß anlegen und ggf. Unsere Form der Bestrafung als quantite negligeable abhaken. Dann läuft da was schief.

Und jetzt unterstellt nicht in alter bekannter Manier aus deiner Ecke, damit würde einer erhöhten Kriminalität der Flüchtlinge das Wort geredet..........wäre nix neues.

Weiter die Sicht auf das was Strafe ausmacht in einer Kultur lässt Rückschlüsse auf das Menschenbild in dieser Kultur zu.

Aber das weißt du sicher, wollte dich nur nochmal dran erinnern.


Zuletzt bearbeitet von Gödelchen am 10.07.2018, 07:12, insgesamt einmal bearbeitet
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23041

Beitrag(#2142219) Verfasst am: 09.07.2018, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Natürlich nicht. Der ganze aggressive, wahrheitsverzerrende Schwachsinn, der von rechter Seite aus in die (un-)sozialen Netzwerke geworfen wird, ist einer rationalen Migrationspolitik abträglich. Man kann damit nur verlieren.


Daumen hoch!
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9415
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2142403) Verfasst am: 10.07.2018, 20:55    Titel: Re: Über importierten Antisemitismus Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

...erschreckend...

Alles Rechtsradikale

danke,
kannte ich schon - aber so ein Artikel geht hier im moralischen Eiertanz immer unter,
zudem klicken nur die wenigsten hier einfach so was an,
ich zitiere daher mal für alle sichtbar ein paar Zeilen:

Zitat:
Wenn die Tat nicht aufgeklärt werden kann, sind automatisch Rechte die Täter, auch wenn es dafür keine Belege und Hinweise oder sogar andersgerichtete Indizien gibt. Außerdem landeten viele solcher Vorfälle unter dem Stichwort «Israel-Palästina-Konflikt» in einer anderen Statistik, derjenigen für politisch motivierte Kriminalität. „Damit“, betonen die Autoren des Berichts, „entsteht möglicherweise ein nach rechts verzerrtes Bild über die Tatmotivation und den Täterkreis.“
(...)
Wolffsohn dazu: „Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen.“ Araber brächten vielfach „eine militant antizionistische Ideologie mit“.


ich hatte diesen Aspekt ja hier schon mal in Anlehnung an einen Zeitartikel reingestellt:

http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2132022#2132022

Zitat:
Zitat:
Die Polizeiliche Kriminalstatistik hat für das Jahr 2017 bundesweit 1.453 antisemitische Delikte registriert, davon 32 Gewalttaten. Über 90 Prozent der Delikte werden dabei dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet. Das ist umstritten, denn ist ein Täter nicht bekannt, erfolgt diese Einstufung automatisch.


und nachreichen kann ich noch diesen kleinen Artikel von der Tagesschauredaktion der ARD:

https://faktenfinder.tagesschau.de/hintergrund/antisemitismus-147.html

Sind die Statistiken irreführend?

Zitat:
Wie viele antisemitische Straftaten werden in Deutschland verübt? Und von wem? Die vorliegenden Statistiken weisen Schwächen auf. Kritiker meinen sogar, sie seien irreführend.


und daraus als Beispiel ohne die anderen Details von schon Zitiertem zu wiederholen:

Zitat:
Vorfälle mit NS-Bezug seien statistisch fast immer rechts, was dazu geführt habe, dass selbst "ein Hitlergruß von Hisbollah-Anhängern auf der islamistischen Al-Quds-Demo als rechtsextrem eingruppiert" worden sei.


Ich bezweifle,
das Berlin das Land sein wird - das nach erreichen des Friedens in Syrien in absehbarer Zukunft die antisemitischen Täter vom Wochenende in ihre Heimat ausweist,
und das, obwohl diese, wie die meisten Syrer nicht politisches Asyl, sondern eben 'nur' subsidiären Schutz haben.
skeptisch
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9415
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Beitrag(#2142678) Verfasst am: 12.07.2018, 20:23    Titel: Bonn - Zentrum des Antisemitismusnetzwerkes Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Einfach mal auf die Fresse hauen - auch wenn’s der Falsche ist und auch noch das eigentliche Opfer...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bonn-antisemitischer-angriff-polizei-attackiert-den-falschen-a-1218030.html

Kann passieren....
Aber interessieren würde mich, ob die Straftat unter "Rechtsextremismus" abgelegt wird, zumal der Täter Deutscher war.

Bekommt man als in Deutschland geborener Palästinenser eigentlich seinen Flüchtlingsstatus automatisch anerkannt? Lachen


Über den Tatverdächtigen wissen wir dank DW dies:
Quelle:
https://www.dw.com/de/antisemitischer-%C3%BCbergriff-in-bonn/a-44646757

Zitat:
Der 20-jährige Angreifer, ein Deutscher mit palästinensischen Wurzeln, hatte den Juden auf seine Kopfbedeckung angesprochen. Nach zunächst verbalen Beleidigungen schlug der Täter dem Hochschullehrer mehrfach die Kippa vom Kopf, schubste und schlug ihn gegen die Schulter und rief hierbei unter anderem "Kein Jude in Deutschland“, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
(...)
Der 20-Jährige ist der Polizei wegen Gewalt- und Drogendelikten bereits bekannt. Zur Tatzeit habe er offenbar unter dem Einfluss von Drogen gestanden und sei inzwischen aufgrund "psychischer Auffälligkeiten" in eine psychiatrische Klinik gebracht worden, hieß es weiter.



und was wissen wir über Bonn:
nun,
dort ist dieses Institut, Instut für Palästinakunde,
eine Brutstätte für Antisemitismus - wo sich auch Politiker der Linken und BDS - Aktivisten engagieren. Zum Beispiel Annette Groth

Code:
http://www.ipk-bonn.de/


Code:
http://www.ipk-bonn.de/veranstaltungen/cafe-palaestina-41.html


Kein Wunder,
dass der antisemitische Flüchtlingsjunge FARD mit seinem antisemitischen Deutschrapsong Contraband vor allem im Ruhrpott und angrenzenden Rheinland seine Unterstützer hat,
hier vor allem im Migrantenmilieu.

ebenfalls bezeichnend,
dass dieses Bonner Institut sich ein Palästina in den Grenzen von 1937, äh, na ja, ohne Israel halt, zwinkern
gibt:


also Bonner Kommunalpolitiker sollten da mal ein Auge drauf werfen,
und sich fragen,
wie diese BDS - Lobbyisten in diesem Haus - Migrapolis - für ihre Veranstaltungen werben dürfen:

https://migrapolis-deutschland.de/ueber-uns/traeger-emfa/
https://migrapolis-deutschland.de/ueber-uns/traeger-bim/

Aber so kann man natürlich verstehen - dass die Flüchtlingshilfe auch teilweise Wanderungshilfe für Antisemiten aus dem Nahen Osten wird.
skeptisch
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2149732) Verfasst am: 05.09.2018, 23:18    Titel: Judenhass im Sport „Hasserfüllt wie nie Antworten mit Zitat

Zitat:
Judenhass im Sport:
„Hasserfüllt wie nie“

Zitat:
Die Zuwanderung von Flüchtlingen hat auch Auswirkungen auf den Sport. Die jüdischen Makkabi-Vereine sehen sich immer wieder mit antisemitischen Anfeindungen durch Migranten konfrontiert.
(...)
Antisemitismus von Migranten aus arabischen Ländern bereitet den jüdischen Makkabi-Vereinen in Deutschland zunehmend Probleme. „In den unterklassigen Ligen ist es in den vergangenen anderthalb Jahren so aggressiv und hasserfüllt wie nie zuvor“, sagte Alon Meyer, Präsident vom Dachverband Makkabi Deutschland (...)

„Es fängt an bei judenfeindlichen Parolen und ging bis hin zu Handgreiflichkeiten und Messerattacken“, berichtete Meyer. Die verbalen Attacken reichen von „Drecks-Jude“ über „Schiedsrichter zieh’ dein Judentrikot aus“ bis „Juden ins Gas“.

„Die meisten der Flüchtlinge sind in hasserfüllten, totalitären Regimen aufgewachsen, in denen Feindbilder aufgebaut werden, die sich nicht nur gegen Juden, sondern zum Beispiel auch gegen leicht bekleidete Frauen, Schwule oder Lesben richten“, betonte


Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/juedischer-sport-verein-beklagt-antisemitische-attacken-15772696.html
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 4767

Beitrag(#2149742) Verfasst am: 06.09.2018, 01:12    Titel: Re: Judenhass im Sport „Hasserfüllt wie nie Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Judenhass im Sport:
„Hasserfüllt wie nie“


Zitat:
Die Judenfeindlichkeit komme schon lange nicht mehr von rechtsgerichteten Gruppierungen, sondern verstärkt von Gegnern mit muslimisch-arabischem Hintergrund, „die uns im Sport anfeinden“.

Die Kriminalstatistik behauptet immer noch das Gegenteil.
Wahrscheinlich zählt sie jedes Hakenkreuz-pille-palle mit demselben Gewicht wie physische Übergriffe,
https://www.watson.de/deutschland/exklusiv/941125735-im-zweifel-rechts-die-kriminalstatistik-und-ihr-problem-mit-antisemitischen-straftaten
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schtonk
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Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 9919

Beitrag(#2149744) Verfasst am: 06.09.2018, 01:32    Titel: Re: Judenhass im Sport „Hasserfüllt wie nie Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
[...]
Wahrscheinlich zählt sie jedes Hakenkreuz-pille-palle mit demselben Gewicht wie physische Übergriffe...

Rechtsradikale Spekulation wie auf den üblichen Hetz-Seiten.
Wahrscheinlich dies... möglicherweise das...
_________________
Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9415
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2151333) Verfasst am: 20.09.2018, 00:32    Titel: Antisemitische Überfälle in Frankfurt am Main Antworten mit Zitat

Nachtrag von einem Frankfurter Ereignis:

Zitat:
Angriff mitten in Frankfurt :
Staatsschutz noch ohne Spur nach Attacke auf jungen Juden

(...)

Der 20 Jahre alte Mann wurde demnach nachts um 4 Uhr in der Nähe der Hauptwache von zwei Männern angegriffen.

„Aufgrund der Aussage des Opfers gehen wir von einer antisemitischen Attacke aus“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagabend.

(...)

Das Opfer beschrieb die Täter laut Polizei als südländisch beziehungsweise arabisch.


Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/staatsschutz-ermittelt-nach-attacke-auf-juden-in-frankfurt-15791858.html


In der Hessenschau - wurden die Täter im Video nicht beschrieben,
sondern nur der Überfall gemeldet.

Im HR-Text wissen die dann aber mehr:

Zitat:
Jude in Frankfurter Innenstadt angegriffen
Die Atmosphäre sei zunächst freundlich gewesen und dann plötzlich umgeschlagen, als der 20-Jährige sich selbst als "halber Israeli" vorgestellt habe. Beide Angreifer sollen daraufhin gesagt haben, sie seien Palästinenser. Die Zeitung berichtet von Schlägen mit der flachen Hand und einer Kopfnuss gegen das Opfer, das laut Polizei unverletzt davonkam.


https://www.hessenschau.de/panorama/jude-in-frankfurter-innenstadt-angegriffen,antisemitischer-angriff-frankfurt-100.html

Allgemein zu FFM:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/No-Go-Areas-in-der-Stadt-Wo-Kippa-tragen-als-gefaehrlich-gilt;art675,3074617

Zitat:

„No-Go-Areas“ in der Stadt: Wo Kippa tragen als gefährlich gilt

Und doch wachsen auch in Frankfurt Sorge und Vorsicht. „Ich habe einen David-Stern als Anhänger, den trage ich nicht mehr offen“, sagt eine Frankfurterin.

Meinen Söhnen sage ich: Geht mit euren Makkabi-T-Shirts nicht nach Griesheim, nach Sossenheim oder in die Nordweststadt“, erzählt ein Vater. Ob er damit jene Stadtteile nennt, die Rabbiner Apel meint, wenn er von No-Go-Areas spricht? In diesen Stadtteilen leben überwiegend Muslime. Und dass sich der islamisch geprägte Antisemitismus verbreitet und häufiger aggressiv offenbart, wird vielerorts beklagt. Der Berliner Psychologe und Islam-Kenner Ahmad Mansour fordert unablässig, dass vor allen in Schulen mehr dagegen getan werden müsse.


Quelle:
http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/No-Go-Areas-in-der-Stadt-Wo-Kippa-tragen-als-gefaehrlich-gilt;art675,3074617
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Strahli
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Anmeldungsdatum: 11.10.2016
Beiträge: 36

Beitrag(#2151340) Verfasst am: 20.09.2018, 01:47    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Und auch wenn letzteres kein legitimer Grund dafuer ist alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!), sondern maximal ein Grund dafuer den Staat Israel und seine zionistische Staatsideologie abzulehnen und zu bekämpfen, so hat der arabische Antisemismus immerhin eine reale Grundlage, waehrend der europäische Antisemitismus voellig irrational und ohne jeden Bezug zur Realität war und ist.

Ich finde, Du hast hier einen selbstwidersprüchlichen Satz produziert:
Einerseits gibt es keinen legitimen Grund alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!).
Andererseits hat der arabische Antisemitismus eine reale Grundlage.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38403
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2151342) Verfasst am: 20.09.2018, 05:17    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

Strahli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Und auch wenn letzteres kein legitimer Grund dafuer ist alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!), sondern maximal ein Grund dafuer den Staat Israel und seine zionistische Staatsideologie abzulehnen und zu bekämpfen, so hat der arabische Antisemismus immerhin eine reale Grundlage, waehrend der europäische Antisemitismus voellig irrational und ohne jeden Bezug zur Realität war und ist.

Ich finde, Du hast hier einen selbstwidersprüchlichen Satz produziert:
Einerseits gibt es keinen legitimen Grund alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!).
Andererseits hat der arabische Antisemitismus eine reale Grundlage.


Eine reale Grundlage bedeutet nicht automatisch legitim.

Ich habe auch schon Menschen getroffen, die Deutsche pauschal hassen. Pauschaler Hass ist nie legitim. Wenn solche Menschen durch deutsche Kriegsverbrechen traumatisiert wurden, dann hat deren Hass wenigstens eine reale Grundlage und ich kann zumindest nachvollziehen wo der herkommt. Deshalb ist dieser Hass nicht mit dem Hass gleichzusetzen, den man vielen Deutschen vorher gegen Juden ins Hirn gewaschen hatte. Letzterer war voellig irrational und eben ganz ohne jede reale Grundlage. Dass naemlich ein damaliger Deutscher ein reales traumatisches Erlebnis mit einem Juden gehabt hatte, der diesen Hass zumindest erklaeren koennte, duerfte eher die ganz seltene Ausnahme gewesen sein.
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“Authoritarian agendas have gone too far.” (Lindsay Shepherd)------------ Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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fwo
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Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2151349) Verfasst am: 20.09.2018, 09:14    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Strahli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Und auch wenn letzteres kein legitimer Grund dafuer ist alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!), sondern maximal ein Grund dafuer den Staat Israel und seine zionistische Staatsideologie abzulehnen und zu bekämpfen, so hat der arabische Antisemismus immerhin eine reale Grundlage, waehrend der europäische Antisemitismus voellig irrational und ohne jeden Bezug zur Realität war und ist.

Ich finde, Du hast hier einen selbstwidersprüchlichen Satz produziert:
Einerseits gibt es keinen legitimen Grund alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!).
Andererseits hat der arabische Antisemitismus eine reale Grundlage.


Eine reale Grundlage bedeutet nicht automatisch legitim.

Ich habe auch schon Menschen getroffen, die Deutsche pauschal hassen. Pauschaler Hass ist nie legitim. Wenn solche Menschen durch deutsche Kriegsverbrechen traumatisiert wurden, dann hat deren Hass wenigstens eine reale Grundlage und ich kann zumindest nachvollziehen wo der herkommt. Deshalb ist dieser Hass nicht mit dem Hass gleichzusetzen, den man vielen Deutschen vorher gegen Juden ins Hirn gewaschen hatte. Letzterer war voellig irrational und eben ganz ohne jede reale Grundlage. Dass naemlich ein damaliger Deutscher ein reales traumatisches Erlebnis mit einem Juden gehabt hatte, der diesen Hass zumindest erklaeren koennte, duerfte eher die ganz seltene Ausnahme gewesen sein.

Das war jetzt die allgemeine Antwort, und nun erklär mal bitte, woher der arabische Antisemitismus in Palästina vor der Gründung des Staates Israel kam.
Wo kommt z.B. der Judenhass eines al-Husseini oder seines Vaters her?
Amīn al-Ḥusainī wurde in Jerusalem geboren und war Sohn von Mufti Muḥammad Ṭāhir al-Ḥusainī. Dieser versuchte erfolglos – je nach historischer Interpretation – die osmanischen Behörden davon zu überzeugen, die jüdische Einwanderung in die osmanische Provinz Palästina einzuschränken und weitere Landverkäufe im Distrikt Jerusalem zu unterbinden,[3] beziehungsweise die jüdischen Einwanderer seit 1891 zur Auswanderung zu veranlassen.
Wo kommt der iranische Antisemitismus her? Immerhin, ein Antisemitismus, der verbreitet genug ist, dass es sich iranischen Politiker lohnenswert erscheint, auf dieser Welle zu reiten.
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Beitrag(#2151351) Verfasst am: 20.09.2018, 09:33    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Strahli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Und auch wenn letzteres kein legitimer Grund dafuer ist alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!), sondern maximal ein Grund dafuer den Staat Israel und seine zionistische Staatsideologie abzulehnen und zu bekämpfen, so hat der arabische Antisemismus immerhin eine reale Grundlage, waehrend der europäische Antisemitismus voellig irrational und ohne jeden Bezug zur Realität war und ist.

Ich finde, Du hast hier einen selbstwidersprüchlichen Satz produziert:
Einerseits gibt es keinen legitimen Grund alle Juden pauschal zu hassen (nur das ist Antisemitismus!).
Andererseits hat der arabische Antisemitismus eine reale Grundlage.


Eine reale Grundlage bedeutet nicht automatisch legitim.

Ich habe auch schon Menschen getroffen, die Deutsche pauschal hassen. Pauschaler Hass ist nie legitim. Wenn solche Menschen durch deutsche Kriegsverbrechen traumatisiert wurden, dann hat deren Hass wenigstens eine reale Grundlage und ich kann zumindest nachvollziehen wo der herkommt. Deshalb ist dieser Hass nicht mit dem Hass gleichzusetzen, den man vielen Deutschen vorher gegen Juden ins Hirn gewaschen hatte. Letzterer war voellig irrational und eben ganz ohne jede reale Grundlage. Dass naemlich ein damaliger Deutscher ein reales traumatisches Erlebnis mit einem Juden gehabt hatte, der diesen Hass zumindest erklaeren koennte, duerfte eher die ganz seltene Ausnahme gewesen sein.

Das war jetzt die allgemeine Antwort, und nun erklär mal bitte, woher der arabische Antisemitismus in Palästina vor der Gründung des Staates Israel kam.
Wo kommt z.B. der Judenhass eines al-Husseini oder seines Vaters her?
Amīn al-Ḥusainī wurde in Jerusalem geboren und war Sohn von Mufti Muḥammad Ṭāhir al-Ḥusainī. Dieser versuchte erfolglos – je nach historischer Interpretation – die osmanischen Behörden davon zu überzeugen, die jüdische Einwanderung in die osmanische Provinz Palästina einzuschränken und weitere Landverkäufe im Distrikt Jerusalem zu unterbinden,[3] beziehungsweise die jüdischen Einwanderer seit 1891 zur Auswanderung zu veranlassen.
Wo kommt der iranische Antisemitismus her? Immerhin, ein Antisemitismus, der verbreitet genug ist, dass es sich iranischen Politiker lohnenswert erscheint, auf dieser Welle zu reiten.


Die Frage muss lauten: "Wie kommt es, dass der christliche Antisemitismus in Ländern des nahen Ostens Verbreitung finden konnte?"

Das Hetzbuch "Die Weisen von Zion" wurde zwar erst 1978 ins Persische übersetzt. Aber es ist kaum anzunehmen, dass dort antisemitische Klischees ohne bestimmte Schriften und Bilder aus Westeuropa entstanden wären. Auch die berüchtigten Iranischen Karikaturen lehnen sich tatsächlich an den Stürmer an und sind keine Eigenerfindung.

Auf fruchtbaren Boden sind allerdings diese Importe vor allem in religiösen und nationalistischen Kreisen der Iranischen Bourgeoisie gefallen, nicht in der allgemeinen Bevölkerung im Iran, die nach wie vor friedlich und freundschaftlich mit Juden zusammenlebt.

Darüber und über die Einflüsse europäischer Kolonialisten und Faschisten hatte ich bereits berichtet. Du solltest nicht ständig versuchen, diese Tatsachen zu ignorieren.
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Beitrag(#2151360) Verfasst am: 20.09.2018, 10:54    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
....
Das Hetzbuch "Die Weisen von Zion" wurde zwar erst 1978 ins Persische übersetzt. Aber es ist kaum anzunehmen, dass dort antisemitische Klischees ohne bestimmte Schriften und Bilder aus Westeuropa entstanden wären. Auch die berüchtigten Iranischen Karikaturen lehnen sich tatsächlich an den Stürmer an und sind keine Eigenerfindung.

Auf fruchtbaren Boden sind allerdings diese Importe vor allem in religiösen und nationalistischen Kreisen der Iranischen Bourgeoisie gefallen, nicht in der allgemeinen Bevölkerung im Iran, die nach wie vor friedlich und freundschaftlich mit Juden zusammenlebt.

Darüber und über die Einflüsse europäischer Kolonialisten und Faschisten hatte ich bereits berichtet. Du solltest nicht ständig versuchen, diese Tatsachen zu ignorieren.

Wenn ich mir das Wirken des Mohammed ansehe, wie es in der islamischen Geschichtsschreibung gesehen wird, dann scheint der dieses Buch auch schon gekannt zu haben.
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Beitrag(#2151371) Verfasst am: 20.09.2018, 12:34    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
....
Das Hetzbuch "Die Weisen von Zion" wurde zwar erst 1978 ins Persische übersetzt. Aber es ist kaum anzunehmen, dass dort antisemitische Klischees ohne bestimmte Schriften und Bilder aus Westeuropa entstanden wären. Auch die berüchtigten Iranischen Karikaturen lehnen sich tatsächlich an den Stürmer an und sind keine Eigenerfindung.

Auf fruchtbaren Boden sind allerdings diese Importe vor allem in religiösen und nationalistischen Kreisen der Iranischen Bourgeoisie gefallen, nicht in der allgemeinen Bevölkerung im Iran, die nach wie vor friedlich und freundschaftlich mit Juden zusammenlebt.

Darüber und über die Einflüsse europäischer Kolonialisten und Faschisten hatte ich bereits berichtet. Du solltest nicht ständig versuchen, diese Tatsachen zu ignorieren.

Wenn ich mir das Wirken des Mohammed ansehe, wie es in der islamischen Geschichtsschreibung gesehen wird, dann scheint der dieses Buch auch schon gekannt zu haben.

Hast du die Protokolle der Weisen von Zion gelesen?
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Beitrag(#2151372) Verfasst am: 20.09.2018, 12:41    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
....
Das Hetzbuch "Die Weisen von Zion" wurde zwar erst 1978 ins Persische übersetzt. Aber es ist kaum anzunehmen, dass dort antisemitische Klischees ohne bestimmte Schriften und Bilder aus Westeuropa entstanden wären. Auch die berüchtigten Iranischen Karikaturen lehnen sich tatsächlich an den Stürmer an und sind keine Eigenerfindung.

Auf fruchtbaren Boden sind allerdings diese Importe vor allem in religiösen und nationalistischen Kreisen der Iranischen Bourgeoisie gefallen, nicht in der allgemeinen Bevölkerung im Iran, die nach wie vor friedlich und freundschaftlich mit Juden zusammenlebt.

Darüber und über die Einflüsse europäischer Kolonialisten und Faschisten hatte ich bereits berichtet. Du solltest nicht ständig versuchen, diese Tatsachen zu ignorieren.

Wenn ich mir das Wirken des Mohammed ansehe, wie es in der islamischen Geschichtsschreibung gesehen wird, dann scheint der dieses Buch auch schon gekannt zu haben.

Hast du die Protokolle der Weisen von Zion gelesen?

Nö. Ich höre immer nur von ihrem schlechten Einfluss auf die Muslime.
Das, was ich allgemein von diesem Text weiß, ist auch kein Grund für mich, mit dem Lesen anzufangen.
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Beitrag(#2151379) Verfasst am: 20.09.2018, 13:22    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
....
Das Hetzbuch "Die Weisen von Zion" wurde zwar erst 1978 ins Persische übersetzt. Aber es ist kaum anzunehmen, dass dort antisemitische Klischees ohne bestimmte Schriften und Bilder aus Westeuropa entstanden wären. Auch die berüchtigten Iranischen Karikaturen lehnen sich tatsächlich an den Stürmer an und sind keine Eigenerfindung.

Auf fruchtbaren Boden sind allerdings diese Importe vor allem in religiösen und nationalistischen Kreisen der Iranischen Bourgeoisie gefallen, nicht in der allgemeinen Bevölkerung im Iran, die nach wie vor friedlich und freundschaftlich mit Juden zusammenlebt.

Darüber und über die Einflüsse europäischer Kolonialisten und Faschisten hatte ich bereits berichtet. Du solltest nicht ständig versuchen, diese Tatsachen zu ignorieren.


Wenn ich mir das Wirken des Mohammed ansehe, wie es in der islamischen Geschichtsschreibung gesehen wird, dann scheint der dieses Buch auch schon gekannt zu haben.


Das Wirken Mohammeds hat die muslimischen Gesellschaften in der Regel nicht daran gehindert, friedlich und freundschaftlich oder zumindest tolerant mit jüdischen Menschen zusammen zu leben.

Die Geschichtswissenschaft ist sich hier auch begründetermaßen relativ einig.
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Beitrag(#2151381) Verfasst am: 20.09.2018, 13:29    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
...
Die Geschichtswissenschaft ist sich hier auch begründetermaßen relativ einig.

Aber auch nur die, die aus politischen Gründen die muslimische Geschichtsschreibung übernimmt. Und die wird seltener.
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Beitrag(#2151392) Verfasst am: 20.09.2018, 14:51    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Das Wirken Mohammeds hat die muslimischen Gesellschaften in der Regel nicht daran gehindert, friedlich und freundschaftlich oder zumindest tolerant mit jüdischen Menschen zusammen zu leben.

Die Geschichtswissenschaft ist sich hier auch begründetermaßen relativ einig.

Aber auch nur die, die aus politischen Gründen die muslimische Geschichtsschreibung übernimmt. Und die wird seltener.


Welche Geschichtswissenschaftler sind anderer Ansicht, als der von Skeptiker beschriebenen?
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Beitrag(#2151410) Verfasst am: 20.09.2018, 16:42    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Das Wirken Mohammeds hat die muslimischen Gesellschaften in der Regel nicht daran gehindert, friedlich und freundschaftlich oder zumindest tolerant mit jüdischen Menschen zusammen zu leben.

Die Geschichtswissenschaft ist sich hier auch begründetermaßen relativ einig.

Aber auch nur die, die aus politischen Gründen die muslimische Geschichtsschreibung übernimmt. Und die wird seltener.


Welche Geschichtswissenschaftler sind anderer Ansicht, als der von Skeptiker beschriebenen?

Was die muslimische Geschichtsschreibung angeht Hans Jansen in seiner Mohammedbiographie, aber auch Josef van Ess in seiner Nicht-Biografie (er ist berühmt für seine Werke zur Geschichte des Islam, wurde mehrmals aufgefordert, auch eins über den Anfang zu schreiben und gab erst nach seiner Emeritierung den Grund für die Absage an: Weil über Mohammed und den Anfang des Islam, so wie er normalerweise beschrieben wird, keine historisch verwertbaren Quellen existieren)

Selbst Nagel, der selbst als Quasi-Schlusswerk noch eine Mohammed-Biogrfie geschrieben hat, die auf der muslimischen Geschichtsschreibung beruht, die auch wichtig ist, weil dieses Bild Mohammeds das ist, das durch die Überlieferung wirkt, erkennt inzwischen die Fragwürdigkeit seiner Quellen an und unterstützt diese neueren Arbeiten ausdrücklich.

Was die berühmte Toleranz angeht findest Du hier eine ausführliche Besprechung des Buches “The Myth of the Andalusian Paradise: Muslims, Christians, and Jews Under Islamic Rule in Medieval Spain”, von Darío Fernández-Morera, durch Markus Groß, der selbst an diesem Thema arbeitet.
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Beitrag(#2151442) Verfasst am: 20.09.2018, 17:32    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
...
Die Geschichtswissenschaft ist sich hier auch begründetermaßen relativ einig.

Aber auch nur die, die aus politischen Gründen die muslimische Geschichtsschreibung übernimmt. Und die wird seltener.

Schon faszinierend, wie sich die Geschichtswissenschaft immer wieder aufs Neue den politischen Stimmungen anpasst, nicht wahr? Cool
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Beitrag(#2151450) Verfasst am: 20.09.2018, 17:50    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
...
Die Geschichtswissenschaft ist sich hier auch begründetermaßen relativ einig.

Aber auch nur die, die aus politischen Gründen die muslimische Geschichtsschreibung übernimmt. Und die wird seltener.

Schon faszinierend, wie sich die Geschichtswissenschaft immer wieder aufs Neue den politischen Stimmungen anpasst, nicht wahr? Cool

Wobei in diesem Fall die politische Stimmung noch gar nicht soweit ist. Hier betreiben anscheinend immer mehr Historiker keinen vorauseilenden, sondern einen geradezu prophetischen Gehorsam.

Günter Lüling wurde für diesen Gehorsam sogar noch gefeuert, weshalb in seiner Nachfolge Inarah heute eher eine private Veranstaltung ist.

Wenn man das zusammenfasst, kann man auch sagen, dass in diesem Fall die Geschichtswissenschaft langsam gegen die Politik laut wird. Was meinst Du, warum van Ess seine Erklärung erst abgab, als er seinen Job aufgegeben hatte? (Inzwischen hast Du übrigens Mühe, sie überhaupt noch im Netz zu finden)
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Beitrag(#2151476) Verfasst am: 20.09.2018, 19:26    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Wenn man das zusammenfasst, kann man auch sagen, dass in diesem Fall die Geschichtswissenschaft langsam gegen die Politik laut wird.

Genau, endlich wird in der Geschichtswissenschaft mit dem dreckigen, verlogenen Globalistenpack aufgeräumt!

Mit den Augen rollen
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Beitrag(#2151493) Verfasst am: 20.09.2018, 20:29    Titel: Re: Antisemitismus im Koran Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Wenn man das zusammenfasst, kann man auch sagen, dass in diesem Fall die Geschichtswissenschaft langsam gegen die Politik laut wird.

Genau, endlich wird in der Geschichtswissenschaft mit dem dreckigen, verlogenen Globalistenpack aufgeräumt!

Mit den Augen rollen

Lachen Nette Unterstellung, aber es ist viel lustiger:
Es gab einmal eine deutsche Führung in der Arabistik, aber das ist etwas länger her, als Du vielleicht gerade vermutest, das war Ignaz Goldziher. Dann gab es unter den Nazis eine Art Verbrüderung mit den Arabern, es wurde nichts mehr publiziert, was bei denen Ärger gegeben hätte und die Arabisten, die nach dem Krieg in diesem Fach weitergemacht haben, waren genau unter dieser Maxime aufgewachsen. Inzwischen buhlte man weltweit um die Araber. Das war solange ein einheitliches Fach, bis Lüling, an anderer Seite z.B. Patricia Crone, Goldziher wiederentdeckten und da weitermachten, worüber die "Fachwelt" not amused war - die Politik mag die Araber wegen des Öls und die Fachwelt mochte es nicht, dass ihre Arbeitsgrundlage in Frage gestellt wurde. Deshalb wurde Lüling von der Uni entfernt und hat danach privat weitergearbeitet, was zumindest finanziell ging, weil seine Frau in Lohn und Brot war.

Ganz gut zu sehen ist das auch an Angelika Neuwirth, die in ihrer Habilschrift noch selbstverständlich davon ausgegangen ist, dass es sich beim Koran um Offenbarungen eines Herrn Mohammed gehandelt hat und fürchterlich anfing, über die Stümperhaftigkeit des Ansatzes von " Christoph Luxenberg " (Pseudonym eines Arabisten arabischer Herkunft - da irrt Wikipedia) zu pöbeln, als der sein Buch zur syro-aramäische Lesart des Koran vorlegte und damit internationale Aufmerksamkeit erlangte. Wenn Du Dir dagegen Neuwirths neueste Aussagen zum Koran ansiehst, sind die von den Aussagen der Saarbrücker Gruppe um Ohlig, Puin und Luxenberg kaum noch zu unterscheiden.

Allerdings gibt es inzwischen politisch andere Schwierigkeiten als den unbedingten Schulterschluss mit den Arabern, das ist die unbedingte Notwendigkeit, jeden Anschein von Islamophobie zu vermeiden - es darf keine Forschung zum Islam geben, die zum Ärger mit dem Islam führen könnte, übrigens auch die Prämisse, unter der Neuwirth ihre Arbeit an den alten Schriften des Islam gestellt hatte.

Die Arabistik / Islamwissenschaft ist von der Methodik im Umgang mit Quellen immer noch in großen Teilen eher eine theologische Wissenschaft als eine historische, und Du kannst bei praktisch jeder neueren Arbeit, die damit bricht, die Historiker, die nicht speziell zum Islam, aber zu dieser Zeit arbeiten, vor Erleichterung aufstöhnen hören. Sieh Dir z.B. mal die Kommentare zu "Muhammad" von Kurt Bangert an, der als Außenseiter und "Amateur" ein Werk zu diesem Thema vorgelegt hat, das von Springer verlegt wurde, also auch gute Peer-Reviews gehabt haben muss, damit die das verlegerische Risiko eines Buches für ca. 100€ auf sich nehmen.
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