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Von Gutmenschen und Political Correctness
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Grey
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Anmeldungsdatum: 07.03.2018
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Beitrag(#2218266) Verfasst am: 20.07.2020, 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
An Theorien bin ich in der Tat nicht interessiert.

Du bist also an gar keinen Theorien oder nur an keinen Wirtschaftstheorien interessiert? Und wie sieht es mit anderen Theorien aus? Der Evolutionstheorie, der Relativitätstheorie usw.?
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Grey
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Anmeldungsdatum: 07.03.2018
Beiträge: 2188
Wohnort: Raccoon City

Beitrag(#2218267) Verfasst am: 20.07.2020, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wenn Du ein real funktionierendes Konzept vorweisen kannst ...

TheStone hat folgendes geschrieben:
Woran bemisst du "real funktionierend"? Ist der Sozialdarwinismus der Rechten "real funktionierend"?


Der hat so lange funktioniert, bis die USA in den 2. Weltkrieg eingestiegen sind und alles kaputt gemacht haben, die pösen.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 43747
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2218289) Verfasst am: 20.07.2020, 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
An Theorien bin ich in der Tat nicht interessiert.

Du bist also an gar keinen Theorien oder nur an keinen Wirtschaftstheorien interessiert? Und wie sieht es mit anderen Theorien aus? Der Evolutionstheorie, der Relativitätstheorie usw.?


Na ja. In der Realität funktionieren sollten sie schon, die Theorien. Sonst sind sie fuer'n Arsch.
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rosbud
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Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 116

Beitrag(#2218304) Verfasst am: 20.07.2020, 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://www.zeit.de/kultur/2020-07/identitaetspolitik-linke-intoleranz-zensur-demokratie-meinungsfreiheit

Ein schöner Beitrag aus der ZEIT von Jan Freyn:

Zitat:

Die digitalen linken Spießer

Die heutige Linke wacht mit polizeilichem Blick über Diskurshecken und leugnet die eigene Macht, um ungestört moralisieren zu können. Das hilft weder ihr noch anderen.


Die Linke hat also Macht zum Moralisieren. Das ist doch besser als nichts. zwinkern

Interessant. Die Linke bedient sich der Sprache, um Sprache zu kritisieren. Dann wird sie dafür kritisiert, dass sie mit Sprache Macht ausübt, von Leuten, die behaupten, Sprache sei doch eigentlich wirkungslos. Dieses Paradox geht mir schon länger auf den Sack. Schulterzucken

Aber ich finde die Diskussion wirklich wichtig. Wir werden die aber noch in zehn Jahren führen. zwinkern Vielleicht nicht mehr in 30 Jahren, dann sind die Boomer ausgestorben. Außer Trump hat im Wahn den Dritten Weltkrieg ausgelöst.


Die Boomer sterben nie aus. Wenn wir nicht mehr sind, seid eben ihr in den Augen der dann Jungen die Boomer. Nur haben die dann vermutlich ein anderes Wort dafür. Ein ewiger Kreislauf.
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Bravopunk
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 28056
Wohnort: Edo

Beitrag(#2218317) Verfasst am: 20.07.2020, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

rosbud hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://www.zeit.de/kultur/2020-07/identitaetspolitik-linke-intoleranz-zensur-demokratie-meinungsfreiheit

Ein schöner Beitrag aus der ZEIT von Jan Freyn:

Zitat:

Die digitalen linken Spießer

Die heutige Linke wacht mit polizeilichem Blick über Diskurshecken und leugnet die eigene Macht, um ungestört moralisieren zu können. Das hilft weder ihr noch anderen.


Die Linke hat also Macht zum Moralisieren. Das ist doch besser als nichts. zwinkern

Interessant. Die Linke bedient sich der Sprache, um Sprache zu kritisieren. Dann wird sie dafür kritisiert, dass sie mit Sprache Macht ausübt, von Leuten, die behaupten, Sprache sei doch eigentlich wirkungslos. Dieses Paradox geht mir schon länger auf den Sack. Schulterzucken

Aber ich finde die Diskussion wirklich wichtig. Wir werden die aber noch in zehn Jahren führen. zwinkern Vielleicht nicht mehr in 30 Jahren, dann sind die Boomer ausgestorben. Außer Trump hat im Wahn den Dritten Weltkrieg ausgelöst.


Die Boomer sterben nie aus. Wenn wir nicht mehr sind, seid eben ihr in den Augen der dann Jungen die Boomer. Nur haben die dann vermutlich ein anderes Wort dafür. Ein ewiger Kreislauf.


Fehlt nur noch Rafiki, der die Kokosnuss zerbricht. Smilie

Aber: Stimmt. Hab ich ja so auch gemeint gehabt. Cool
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 43747
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2218326) Verfasst am: 20.07.2020, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

rosbud hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://www.zeit.de/kultur/2020-07/identitaetspolitik-linke-intoleranz-zensur-demokratie-meinungsfreiheit

Ein schöner Beitrag aus der ZEIT von Jan Freyn:

Zitat:

Die digitalen linken Spießer

Die heutige Linke wacht mit polizeilichem Blick über Diskurshecken und leugnet die eigene Macht, um ungestört moralisieren zu können. Das hilft weder ihr noch anderen.


Die Linke hat also Macht zum Moralisieren. Das ist doch besser als nichts. zwinkern

Interessant. Die Linke bedient sich der Sprache, um Sprache zu kritisieren. Dann wird sie dafür kritisiert, dass sie mit Sprache Macht ausübt, von Leuten, die behaupten, Sprache sei doch eigentlich wirkungslos. Dieses Paradox geht mir schon länger auf den Sack. Schulterzucken

Aber ich finde die Diskussion wirklich wichtig. Wir werden die aber noch in zehn Jahren führen. zwinkern Vielleicht nicht mehr in 30 Jahren, dann sind die Boomer ausgestorben. Außer Trump hat im Wahn den Dritten Weltkrieg ausgelöst.


Die Boomer sterben nie aus. Wenn wir nicht mehr sind, seid eben ihr in den Augen der dann Jungen die Boomer. Nur haben die dann vermutlich ein anderes Wort dafür. Ein ewiger Kreislauf.



Nein. "Boomer" steht fuer "Babyboomer", fuer die Kinder des "Babybooms" in den 50ger und frühen 60ger Jahre.

"Boomer" wird es also erst wieder geben, wenn sich wieder so tüchtig vermehrt wird wie damals. Sehr glücklich
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6183

Beitrag(#2218401) Verfasst am: 22.07.2020, 00:30    Titel: Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
An Theorien bin ich in der Tat nicht interessiert.

Du bist also an gar keinen Theorien oder nur an keinen Wirtschaftstheorien interessiert? Und wie sieht es mit anderen Theorien aus? Der Evolutionstheorie, der Relativitätstheorie usw.?

Im Artikel ging es um "linke ökonomische Konzepte".
Davon gibt es w'lich so viele, dass man sämtliche Studierstuben damit tapezieren könnte.
Theorie hui, Praxis pfui.
Selbst einst kommunistisch organisierte Länder wie China oder Vietnam haben sich mittlerweile für den Kapitalismus entschieden, sogar in der Turbo-Variante.
Das spricht jetzt nicht grade für die Attraktivität linker ökonomischer Konzepte.
Immerhin hatten diese über 150 Jahre Zeit (1848: kommunistisches Manifest) zur praktischen Verifizierung.

Da wird man ja wohl mal fragen dürfen.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6183

Beitrag(#2218402) Verfasst am: 22.07.2020, 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
An Theorien bin ich in der Tat nicht interessiert.

Du bist also ... nur an keinen Wirtschaftstheorien interessiert?

Also da halte ich es mit Harald Schmidt.
Der hatte mal vor etlichen Jahren sämtliche Wirtschaftsnobelpreise in einer genialen Ungleichung zusammengefasst:

E >= A.

(die Ausgaben sollten die Einnahmen nicht übersteigen).
Linken ökonomischen Konzepten scheint diese simple Erkenntnis aber völlig fremd zu sein.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2218403) Verfasst am: 22.07.2020, 01:14    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
An Theorien bin ich in der Tat nicht interessiert.

Du bist also ... nur an keinen Wirtschaftstheorien interessiert?

Also da halte ich es mit Harald Schmidt.
Der hatte mal vor etlichen Jahren sämtliche Wirtschaftsnobelpreise in einer genialen Ungleichung zusammengefasst:

E >= A.

(die Ausgaben sollten die Einnahmen nicht übersteigen).
Linken ökonomischen Konzepten scheint diese simple Erkenntnis aber völlig fremd zu sein.



Das ist kein "ökonomisches Konzept", sondern das nimmt sich jede Hausfrau zu Neujahr vor, mit aehnlichem Ergebnis wie Politiker-Klugschwätzer a la Ehrhardt. Sehr glücklich

Ein ökonomisches Konzept waere wie man das hinkriegt, ohne dass der Staat seine Staatsaufgaben vernachlässigt wie z.B. die Infrastruktur instand halten etc.
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DonMartin
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Beiträge: 6183

Beitrag(#2218405) Verfasst am: 22.07.2020, 01:29    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Das ist kein "ökonomisches Konzept", sondern das nimmt sich jede Hausfrau zu Neujahr vor, mit aehnlichem Ergebnis wie Politiker-Klugschwätzer a la Ehrhardt. Sehr glücklich

Der war doch bei der Müllabfuhr: "Lasst uns von Tonne zu Tonne eilen ..."
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 28056
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Beitrag(#2218409) Verfasst am: 22.07.2020, 08:20    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://www.zeit.de/kultur/2020-07/identitaetspolitik-linke-intoleranz-zensur-demokratie-meinungsfreiheit

Ein schöner Beitrag aus der ZEIT von Jan Freyn:

Zitat:

Die digitalen linken Spießer

Die heutige Linke wacht mit polizeilichem Blick über Diskurshecken und leugnet die eigene Macht, um ungestört moralisieren zu können. Das hilft weder ihr noch anderen.


Die Linke hat also Macht zum Moralisieren. Das ist doch besser als nichts. zwinkern

Interessant. Die Linke bedient sich der Sprache, um Sprache zu kritisieren. Dann wird sie dafür kritisiert, dass sie mit Sprache Macht ausübt, von Leuten, die behaupten, Sprache sei doch eigentlich wirkungslos. Dieses Paradox geht mir schon länger auf den Sack. Schulterzucken

Aber ich finde die Diskussion wirklich wichtig. Wir werden die aber noch in zehn Jahren führen. zwinkern Vielleicht nicht mehr in 30 Jahren, dann sind die Boomer ausgestorben. Außer Trump hat im Wahn den Dritten Weltkrieg ausgelöst.


Die Boomer sterben nie aus. Wenn wir nicht mehr sind, seid eben ihr in den Augen der dann Jungen die Boomer. Nur haben die dann vermutlich ein anderes Wort dafür. Ein ewiger Kreislauf.



Nein. "Boomer" steht fuer "Babyboomer", fuer die Kinder des "Babybooms" in den 50ger und frühen 60ger Jahre.

"Boomer" wird es also erst wieder geben, wenn sich wieder so tüchtig vermehrt wird wie damals. Sehr glücklich


Ach, wie die sich nennen oder von ihren Gegnern genannt werden ist egal. Hauptsache sie bilden eine Gruppe und wissen genau, wer zu ihnen gehört und wer nicht. Denn nur darum geht es. Smilie
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 3967

Beitrag(#2218411) Verfasst am: 22.07.2020, 08:42    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
An Theorien bin ich in der Tat nicht interessiert.

Du bist also ... nur an keinen Wirtschaftstheorien interessiert?

Also da halte ich es mit Harald Schmidt.
Der hatte mal vor etlichen Jahren sämtliche Wirtschaftsnobelpreise in einer genialen Ungleichung zusammengefasst:

E >= A.

(die Ausgaben sollten die Einnahmen nicht übersteigen).
Linken ökonomischen Konzepten scheint diese simple Erkenntnis aber völlig fremd zu sein.


Wohingegen "rechte" also "angebotsorientierte" Steuersenkungspolitik bisher natürlich noch niemals zu einer Schieflage im Haushalt gehat...
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17744

Beitrag(#2218437) Verfasst am: 22.07.2020, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
An Theorien bin ich in der Tat nicht interessiert.

Du bist also ... nur an keinen Wirtschaftstheorien interessiert?

Also da halte ich es mit Harald Schmidt.
Der hatte mal vor etlichen Jahren sämtliche Wirtschaftsnobelpreise in einer genialen Ungleichung zusammengefasst:

E >= A.

(die Ausgaben sollten die Einnahmen nicht übersteigen).
Linken ökonomischen Konzepten scheint diese simple Erkenntnis aber völlig fremd zu sein.

Und mit Recht. Für die Wirtschaftspolitik ist so ein, naja, "Konzept" nämlich eine ausgesprochen dumme Idee.
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 43747
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2218701) Verfasst am: 25.07.2020, 03:18    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://www.zeit.de/kultur/2020-07/identitaetspolitik-linke-intoleranz-zensur-demokratie-meinungsfreiheit

Ein schöner Beitrag aus der ZEIT von Jan Freyn:

Zitat:

Die digitalen linken Spießer

Die heutige Linke wacht mit polizeilichem Blick über Diskurshecken und leugnet die eigene Macht, um ungestört moralisieren zu können. Das hilft weder ihr noch anderen.


Die Linke hat also Macht zum Moralisieren. Das ist doch besser als nichts. zwinkern

Interessant. Die Linke bedient sich der Sprache, um Sprache zu kritisieren. Dann wird sie dafür kritisiert, dass sie mit Sprache Macht ausübt, von Leuten, die behaupten, Sprache sei doch eigentlich wirkungslos. Dieses Paradox geht mir schon länger auf den Sack. Schulterzucken

Aber ich finde die Diskussion wirklich wichtig. Wir werden die aber noch in zehn Jahren führen. zwinkern Vielleicht nicht mehr in 30 Jahren, dann sind die Boomer ausgestorben. Außer Trump hat im Wahn den Dritten Weltkrieg ausgelöst.


Hier ein weiterer hervorragender Beitrag von Jennifer Nathalie Pyka in der Juedischen Allgemeinen zum selben Thema, der sich zudem auf die gleiche Unterschriftenaktion, die der Zeitartikel zum Thema hat, bezieht:


Zitat:
....Manch einer fragt sich, wozu Identitätspolitik überhaupt notwendig ist, ob diese Obsession mit dem »weißen Mann«, das Einteilen von Menschen in Täter und Opfer, in Gruppen, Stämme und vor allem Rassen nicht selbst ein wenig autoritär bis rassistisch anmutet.
VOLLSTRECKER Ihre Vollstrecker hasten indes von einem Einsatz zum nächsten, verbannen das Indianerkostüm (kulturelle Aneignung!) von der Halloweenparty und Shakespeare vom literaturwissenschaftlichen Lehrplan (weißer Mann, vermutlich auch misogyn!). Ihre Waffe? Der Shitstorm. Ihr Ziel? Öffentliche Abbitte auf der Gegenseite, bevorzugt inklusive Kündigung und Rücktritt....

...Der Dogmatismus, der von radikalen Rechten bereits bekannt und erwartbar sei, breite sich auch »in unserer Kultur« aus – und mit ihm »Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, öffentliche Anprangerung und Ausgrenzung sowie die Tendenz, komplexe politische Fragen in moralische Gewissheiten zu überführen«. Fazit: »Wir lehnen jedes Ausspielen von Gerechtigkeit gegen Freiheit ab, das eine ist nicht ohne das andere zu haben.«......

....Wie schön wäre eine Welt, in der der Vergleich Israels mit dem NS-Staat ein absolutes Tabu wäre. Allerdings stehen Tabus eben auch erst am Ende einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung, die auf freier Rede und Gegenrede basiert. Sie sind das Ergebnis einer Abstimmung aller. Niemand kann sie einfach festlegen oder durch professionelles Beleidigtsein erzwingen....

.....Der eigentliche Chefredakteur [der New York Times] sei inzwischen Twitter, auf dessen links-identitäre Nutzer das Blatt seine Inhalte zuschneide, schrieb [Bari] Weiss. Sie selbst sei nicht nur in der Twitteria, sondern auch von Kollegen auf internen Kanälen unter den Augen Vorgesetzter gemobbt worden.
Als »Nazi« und »Rassistin« habe man sie, die 2017 infolge der Trump-Wahl für frischen Wind im New Yorker Meinungsreservoir sorgen sollte, beschimpft. Auch ihre Freunde in der Redaktion seien geschnitten worden. Dass sie »schon wieder über Juden schreibe«, lautete der Vorwurf der Kollegen bezüglich ihrer Texte über Israel und Antisemitismus....



https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/liberal-war-einmal/



Es tut gut zu sehen, dass die Kritik an linker Idenditaetspolitik und ihren totalitären Auswüchsen auch auf linker Seite wächst. Viel zulange hat man die den Rechten überlassen.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24186

Beitrag(#2219259) Verfasst am: 02.08.2020, 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es ist eine verkehrte Welt, wenn Gutmensch ein Schimpfwort ist


Markus Gabriel in der ZEIT


https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020-07/markus-gabriel-identitaetspolitik-rassismus-pandemie-philosophie/komplettansicht
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 28056
Wohnort: Edo

Beitrag(#2219278) Verfasst am: 02.08.2020, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Es ist eine verkehrte Welt, wenn Gutmensch ein Schimpfwort ist


Markus Gabriel in der ZEIT


https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020-07/markus-gabriel-identitaetspolitik-rassismus-pandemie-philosophie/komplettansicht


Ich würde eher sagen, es ist eine konsequente Welt. Der menschliche Verstand ermöglicht es jede noch so abwegige Position zu vertreten und die eigentlich vernünftig anmutenden Gegenstücke davon für die eigentlich abwegigen Positionen zu halten. Da ist es nur konsequent, dass jeder Begriff die Möglichkeit in sich trägt von Menschen zum Pejorativum umfunktioniert zu werden. Schulterzucken
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11587

Beitrag(#2219294) Verfasst am: 03.08.2020, 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Es ist eine verkehrte Welt, wenn Gutmensch ein Schimpfwort ist


Markus Gabriel in der ZEIT


https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020-07/markus-gabriel-identitaetspolitik-rassismus-pandemie-philosophie/komplettansicht

Gutmensch impliziert Schlechtmensch.
Bekloppt, oder?
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

Politial language is designed to make lies sound truthful and murder respectable,
and to give the appearance of solidty to pure wind. - George Orwell
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 17260
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2219389) Verfasst am: 04.08.2020, 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Sollte das nicht vielleicht Gutgemeintmensch heißen?
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