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Kommunismus / Antikommunismus - der ultimative Thread
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44890
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2220608) Verfasst am: 18.08.2020, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


Muss ich jetzt Nazis töten, um Antifaschist zu sein?


Nein. musst Du nicht. Du kannst auch irgendwas anderes gegen Faschismus machen.


AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
.... Ich habe nie behauptet, mehr zu tun als meine Ansichten kund. ...


Dann solltest Du mit Deinem Urteil Leuten gegenueber, die mehr tun als nur ihre Ansichten kund, vielleicht etwas zurückhaltender sein.

Nur mal so in aller Freundschaft gesagt. Smilie


Sonst wirkst Du naemlich wie mein seliger Onkel Erwin, der nie in seinem Leben Fussball gespielt hatte, aber vom Fernsehsessel aus immer genau sagen konnte, was dieser und jener Fussballspieler gerade falsch gemacht haben. Irgendwann fängt das praxisferne, blosse "Ansichten kund tun" naemlich an irrsinnig komisch zu wirken. Sehr glücklich
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TheStone
registrierter User



Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 524

Beitrag(#2220609) Verfasst am: 18.08.2020, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:



Ausserdem ist Kritik an dem, was ich mache, von Leuten, die nicht bereit sind zu sagen, was sie selbst tun, ohnehin verlogen und deshalb irrelevant.



Um mal vorzubeugen, dass du den Begriff "ad hominem" künftig weiter falsch verwendest: Das da oben ist eins.
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24601

Beitrag(#2220610) Verfasst am: 18.08.2020, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


Muss ich jetzt Nazis töten, um Antifaschist zu sein?


Nein. musst Du nicht. Du kannst auch irgendwas anderes gegen Faschismus machen.


AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
.... Ich habe nie behauptet, mehr zu tun als meine Ansichten kund. ...


Dann solltest Du mit Deinem Urteil Leuten gegenueber, die mehr tun als nur ihre Ansichten kund, vielleicht etwas zurückhaltender sein.

Nur mal so in aller Freundschaft gesagt. Smilie


Sonst wirkst Du naemlich wie mein seliger Onkel Erwin, der nie in seinem Leben Fussball gespielt hatte, aber vom Fernsehsessel aus immer genau sagen konnte, was dieser und jener Fussballspieler gerade falsch gemacht haben. Irgendwann fängt das praxisferne, blosse "Ansichten kund tun" naemlich an irrsinnig komisch zu wirken. Sehr glücklich


Deine Argumentation mit deinem seligen Onkel Erwin ist irrsinnig und lässt eher dich komisch wirken. zwinkern
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Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24601

Beitrag(#2220611) Verfasst am: 18.08.2020, 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


Muss ich jetzt Nazis töten, um Antifaschist zu sein?


Nein. musst Du nicht. Du kannst auch irgendwas anderes gegen Faschismus machen.



Was wäre denn Deiner Ansicht nach ausreichend?
_________________
Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44890
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2220614) Verfasst am: 18.08.2020, 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


Muss ich jetzt Nazis töten, um Antifaschist zu sein?


Nein. musst Du nicht. Du kannst auch irgendwas anderes gegen Faschismus machen.



Was wäre denn Deiner Ansicht nach ausreichend?



So ziemlich alles was ueber "Ich bin gegen Faschismus" sagen hinausgeht. Ich bin da eher großzügig. Smilie

Genauso ist es uebrigens beim Antikapitalismus. Eine solche Einstellung sollte sich auch in irgendeiner Form auf das Verhalten auswirken. Ich belasse es ja auch nicht beim Bekenntnis, dass ich Minikapitalist bin. Sehr glücklich
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Zumsel
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4096

Beitrag(#2220651) Verfasst am: 19.08.2020, 07:01    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Aber das ist bei Dir ja genauso. Das mit dem "Judenmaul" haette auch auch von bestimmten anderen "Kapitalismuskritikern" hier kommen koennen. Wenn man nicht mehr weiter weiss, dann versucht man anderen halt Dinge irgendwie unterzuschieben, die sie nie gesagt haben. Das ist es auch, was ich mit "verlogen" meine.


Nö, ich wollte nur daran erinnern, in welche Gesellschaft man sich politisch und geschichtlich halt begibt, wenn man das Klischee vom aufrichtig-bodenständigen und anpackendem Machertyp einerseits und dem verlogenen, miesmachenden und verkopften intellektuellen Nichtsnutz andererseits bedient.

Spießergesinnungen sind leider nur harmlos, wenn die Zeiten es sind.
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15473
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2220655) Verfasst am: 19.08.2020, 07:24    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat sich aber auf diesen von beachbernie benutzten Begriff eingelassen und findet das offenbar marxistisch.

Lachen Orthodoxkeptiker glaubt also immer noch, er wäre in der Position, mich über die rechte Verwendung des Parteidiktionärs belehren zu können. Wenn ich alles auflisten sollte, was du so an Schwachsinn "offenbar marxistisch" findest, dann wären wir morgen noch nicht fertig - angefangen bei deinem platten hochidealistischen Kleinstbürger-Humanismus, vor dem sich selbst Feuerbach geschämt, dafür aber Hermann Kriege lauthals jubiliert hätte. Bei mir passen vielleicht ein paar Worte nicht zu deiner Auffassung von Marxismus, weil ich kein orthodoxe Phrasen auswendig lernender und dann blind wieder ausspuckender Automat bin. Bei dir passen weder die Auffassungen noch die Worte auch nur zueinander, geschweige denn zu sonst irgendwas, weil sich Marxismus in deinen Händen auf die Privatreligion der Anbetung des menschlichen 'Gattungswesens' verkürzt und der mechanische, gestelzte und phrasenhaft repetitive Wortgebrauch keinem anderen Zweck dient als dem der Abschottung gegen wirkliche und vermeintliche Gegner. Qualifiziert sich das eigentlich deiner Meinung nach als gute Praxis?


Das sind viele Fragen, kleinbürgerlicher Genosse mit dem Paradigma von der *Marktwirtschaft* im Munde. Welche Frage soll ich denn zuerst beantworten? Oder sind das ohnehin alles rhetorische Fragen?

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Oder ist das dogmatisch erstarrter Altmarxismus im Verfallsprozess? Nehmen wir doch mal den Iran. Nach wirklich allem, was du hier gesagt hast - hast du immer noch nicht gesagt, in welchem Sinne der Iran typisch ist, sondern lediglich von allem Untypischen abstrahiert.


Du fragst am Thema vorbei. Der Iran ist ein Land, das aufgrund der internationalen kapitalistischen Ordnung und Arbeitsteilung einen bestimmten Platz darin hat. Die Haupttendenz ist die der zunehmenden Privatisierung des Rückfahrens des Staatskapitalismus. Darin ist der Iran sicherlich nicht einzigartig.

Es ist unter'm Strich eine Kapitalökonomie mit der Maximalrendite als Orientierungspunkt, einer Arbeiter- und Angestelltenklasse, die sich inmitten der Transformationsprozesse zu behaupten versucht und einer Kapitalklasse, die mit den Staatsführern eng verbunden ist, aber letzten Endes die eigentliche Macht besitzt.

In Kuba haben wir es dagegen mit einer staatliche organisierten Ökonomie zu tun, die ich als eine Vorform der sozialistischen Vergesellschaftung verbunden mit der tendenziellen Negation des Wertgesetzes bezeichnen würde - also als Realsozialismus untern den internationalen Bedingungen insgesamt sowie den nationalen Bedingungen Kubas im Speziellen.

beachbernie nun kommt ja mit der Aussage um die Ecke, dass realsozialistische Länder gegenüber Wirtschaftsblockaden resilienter seien als realkapitalistische Staaten. Da kann man getrost Kuba und Iran vergleichen, vor allem auch, mit dem, was womöglich noch kommt:

USA: "Snapback" gegen Iran

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker, fragen wir doch mal umgekehrt: Was wäre denn dein Beispiel für ein untypisches kapitalistisches Land? China? Die DVRK? Gibt es sowas überhaupt, oder sind alle auch nur der Möglichkeit nach existierenden kapitalistischen Länder der Notwendigkeit nach auch typisch.


Von "typisch" oder "untypisch" habe ich gar nicht gesprochen. Das war dein Thema. Aber das hat mit den Fragen, die hier diskutiert werden, gar nichts zu tun.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24601

Beitrag(#2220660) Verfasst am: 19.08.2020, 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


Muss ich jetzt Nazis töten, um Antifaschist zu sein?


Nein. musst Du nicht. Du kannst auch irgendwas anderes gegen Faschismus machen.



Was wäre denn Deiner Ansicht nach ausreichend?



So ziemlich alles was ueber "Ich bin gegen Faschismus" sagen hinausgeht. Ich bin da eher großzügig. Smilie

Genauso ist es uebrigens beim Antikapitalismus. Eine solche Einstellung sollte sich auch in irgendeiner Form auf das Verhalten auswirken. Ich belasse es ja auch nicht beim Bekenntnis, dass ich Minikapitalist bin. Sehr glücklich


Meine Kapitalvernichtung hat Marx‘sche Dimensionen ohne Schutzengels. Sehr glücklich
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Tarvoc
Oh Deer...



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Beiträge: 38889
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Beitrag(#2220663) Verfasst am: 19.08.2020, 08:44    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat sich aber auf diesen von beachbernie benutzten Begriff eingelassen und findet das offenbar marxistisch.

Lachen Orthodoxkeptiker glaubt also immer noch, er wäre in der Position, mich über die rechte Verwendung des Parteidiktionärs belehren zu können. Wenn ich alles auflisten sollte, was du so an Schwachsinn "offenbar marxistisch" findest, dann wären wir morgen noch nicht fertig - angefangen bei deinem platten hochidealistischen Kleinstbürger-Humanismus, vor dem sich selbst Feuerbach geschämt, dafür aber Hermann Kriege lauthals jubiliert hätte. Bei mir passen vielleicht ein paar Worte nicht zu deiner Auffassung von Marxismus, weil ich kein orthodoxe Phrasen auswendig lernender und dann blind wieder ausspuckender Automat bin. Bei dir passen weder die Auffassungen noch die Worte auch nur zueinander, geschweige denn zu sonst irgendwas, weil sich Marxismus in deinen Händen auf die Privatreligion der Anbetung des menschlichen 'Gattungswesens' verkürzt und der mechanische, gestelzte und phrasenhaft repetitive Wortgebrauch keinem anderen Zweck dient als dem der Abschottung gegen wirkliche und vermeintliche Gegner. Qualifiziert sich das eigentlich deiner Meinung nach als gute Praxis?

Das sind viele Fragen,

Lachen Genosse Skeptiker muss sich die Brille putzen. Die gesamte von dir soeben zitierte mehrere Zeilen lange Passage von mir enthält genau eine Frage, nämlich ganz am Ende. Wenn diese eine kleine Frage für Genosse Skeptiker bereits viele sind, er also mit einer einzigen kleinen Frage bereits überfordert ist, erklärt das allerdings womöglich einiges. Lachen

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Welche Frage soll ich denn zuerst beantworten?

Wie wäre es denn, wenn du mit der einen anfängst, die da steht? Gröhl...

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie nun kommt ja mit der Aussage um die Ecke, dass realsozialistische Länder gegenüber Wirtschaftsblockaden resilienter seien als realkapitalistische Staaten.

Ach, das war beachbernies Aussage? Oh sorry, muss ich ihn falsch verstanden haben. Lachen

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Von "typisch" oder "untypisch" habe ich gar nicht gesprochen.

Das wäre ja auch das erste Mal, dass du auf die Beiträge anderer Leite eingehst. Mit den Augen rollen
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2220734) Verfasst am: 19.08.2020, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Aber das ist bei Dir ja genauso. Das mit dem "Judenmaul" haette auch auch von bestimmten anderen "Kapitalismuskritikern" hier kommen koennen. Wenn man nicht mehr weiter weiss, dann versucht man anderen halt Dinge irgendwie unterzuschieben, die sie nie gesagt haben. Das ist es auch, was ich mit "verlogen" meine.


Nö, ich wollte nur daran erinnern, in welche Gesellschaft man sich politisch und geschichtlich halt begibt, wenn man das Klischee vom aufrichtig-bodenständigen und anpackendem Machertyp einerseits und dem verlogenen, miesmachenden und verkopften intellektuellen Nichtsnutz andererseits bedient.

Spießergesinnungen sind leider nur harmlos, wenn die Zeiten es sind.


Weisst Du, ich koennte jetzt genauso das Klischee des "geldgierigen Juden" bemuehen und den Kapitalismuskritikern vorhalten, dass sie sich in die Gesellschaft derjenigen begeben, die dieses Klischee als Propagandawaffe erfunden haben, aber das werde ich ausdrücklich nicht tun, weil ich genauso weiss, dass sie nicht in diese Gesellschaft gehören, wie Du weisst, dass ich da nicht reingehoere.

Koennen wir uns darauf einigen, dass wir uns nicht gegenseitig Nazikeulen um die Ohren hauen? Das waere schoen. Smilie
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4096

Beitrag(#2220744) Verfasst am: 19.08.2020, 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Aber das ist bei Dir ja genauso. Das mit dem "Judenmaul" haette auch auch von bestimmten anderen "Kapitalismuskritikern" hier kommen koennen. Wenn man nicht mehr weiter weiss, dann versucht man anderen halt Dinge irgendwie unterzuschieben, die sie nie gesagt haben. Das ist es auch, was ich mit "verlogen" meine.


Nö, ich wollte nur daran erinnern, in welche Gesellschaft man sich politisch und geschichtlich halt begibt, wenn man das Klischee vom aufrichtig-bodenständigen und anpackendem Machertyp einerseits und dem verlogenen, miesmachenden und verkopften intellektuellen Nichtsnutz andererseits bedient.

Spießergesinnungen sind leider nur harmlos, wenn die Zeiten es sind.


Weisst Du, ich koennte jetzt genauso das Klischee des "geldgierigen Juden" bemuehen und den Kapitalismuskritikern vorhalten, dass sie sich in die Gesellschaft derjenigen begeben, die dieses Klischee als Propagandawaffe erfunden haben,...


Diese Art der "Kapitalismuskritik" gibt es tatsächlich und wo sie auftaucht, ist ein entsprechender Hinweis auch berechtigt.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2220754) Verfasst am: 19.08.2020, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Aber das ist bei Dir ja genauso. Das mit dem "Judenmaul" haette auch auch von bestimmten anderen "Kapitalismuskritikern" hier kommen koennen. Wenn man nicht mehr weiter weiss, dann versucht man anderen halt Dinge irgendwie unterzuschieben, die sie nie gesagt haben. Das ist es auch, was ich mit "verlogen" meine.


Nö, ich wollte nur daran erinnern, in welche Gesellschaft man sich politisch und geschichtlich halt begibt, wenn man das Klischee vom aufrichtig-bodenständigen und anpackendem Machertyp einerseits und dem verlogenen, miesmachenden und verkopften intellektuellen Nichtsnutz andererseits bedient.

Spießergesinnungen sind leider nur harmlos, wenn die Zeiten es sind.


Weisst Du, ich koennte jetzt genauso das Klischee des "geldgierigen Juden" bemuehen und den Kapitalismuskritikern vorhalten, dass sie sich in die Gesellschaft derjenigen begeben, die dieses Klischee als Propagandawaffe erfunden haben,...


Diese Art der "Kapitalismuskritik" gibt es tatsächlich und wo sie auftaucht, ist ein entsprechender Hinweis auch berechtigt.


Ja eben, dort wo diese auch tatsaechlich auftaucht, nicht als Keule dort, wo sie nicht auftaucht. Das waere unredlich.

Und genauso ist es mit Deinem "Judenmaul".
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Tarvoc
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Beitrag(#2220798) Verfasst am: 20.08.2020, 03:27    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Ja eben, dort wo diese auch tatsaechlich auftaucht, nicht als Keule dort, wo sie nicht auftaucht. Das waere unredlich.

Und genauso ist es mit Deinem "Judenmaul".

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Reiht sich stilistisch aber natürlich wunderbar in dein sonstiges Vokabular ein: "Jammerlappen", zersetzende, pardon "destruktive, nutzlose Dummschwätzer",...da darf "verlogen" natürlich nicht fehlen...Das "Judenmaul" fehlt noch...


..."Du kannst doch nicht sagen, dass das 'Judenmaul' fehlt, wo es fehlt!!! REEEE!!!!" Lachen Lachen Lachen
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Zumsel
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Beiträge: 4096

Beitrag(#2220808) Verfasst am: 20.08.2020, 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Ja eben, dort wo diese auch tatsaechlich auftaucht, nicht als Keule dort, wo sie nicht auftaucht. Das waere unredlich.

Und genauso ist es mit Deinem "Judenmaul".

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Reiht sich stilistisch aber natürlich wunderbar in dein sonstiges Vokabular ein: "Jammerlappen", zersetzende, pardon "destruktive, nutzlose Dummschwätzer",...da darf "verlogen" natürlich nicht fehlen...Das "Judenmaul" fehlt noch...


..."Du kannst doch nicht sagen, dass das 'Judenmaul' fehlt, wo es fehlt!!! REEEE!!!!" :lol: :lol: :lol:


Schon gut, wird nicht wieder vorkommen :lol:
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Tarvoc
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Wohnort: Bonn

Beitrag(#2220810) Verfasst am: 20.08.2020, 08:04    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Ja eben, dort wo diese auch tatsaechlich auftaucht, nicht als Keule dort, wo sie nicht auftaucht. Das waere unredlich.

Und genauso ist es mit Deinem "Judenmaul".

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Reiht sich stilistisch aber natürlich wunderbar in dein sonstiges Vokabular ein: "Jammerlappen", zersetzende, pardon "destruktive, nutzlose Dummschwätzer",...da darf "verlogen" natürlich nicht fehlen...Das "Judenmaul" fehlt noch...


..."Du kannst doch nicht sagen, dass das 'Judenmaul' fehlt, wo es fehlt!!! REEEE!!!!" Lachen Lachen Lachen


Schon gut, wird nicht wieder vorkommen Lachen


In Retrospekt: Wenigstens habe ich nicht geschrieben, es wäre unredlich, sowas zu sagen. noc zwinkern
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Blitzstrahl
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Anmeldungsdatum: 22.08.2020
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Beitrag(#2221381) Verfasst am: 24.08.2020, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Wer den Kommunismus bzw. Marxismus ablehnt, der ist entweder ein Gauner oder aber ein Dummkopp. Erstere sind die Besitzenden, die um ihren Besitz bangen und von daher den Sozialismus als auch Kommunismus verleumden, einfach aus ihrer Interessenslage heraus oder ein bloßer Dummbatz, der nix begriffen hat, bzw. ein Naiviling, der nur der hieisgen Schule und den mainstream Medien auf den Leim ging und geht.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2221408) Verfasst am: 24.08.2020, 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Blitzstrahl hat folgendes geschrieben:
Wer den Kommunismus bzw. Marxismus ablehnt, der ist entweder ein Gauner oder aber ein Dummkopp. Erstere sind die Besitzenden, die um ihren Besitz bangen und von daher den Sozialismus als auch Kommunismus verleumden, einfach aus ihrer Interessenslage heraus oder ein bloßer Dummbatz, der nix begriffen hat, bzw. ein Naiviling, der nur der hieisgen Schule und den mainstream Medien auf den Leim ging und geht.


Die "Gauner" und "Dummköpfe" sind aber noch in der Überzahl. zwinkern
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Blitzstrahl
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Beitrag(#2221409) Verfasst am: 24.08.2020, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

leider wahr
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44890
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Beitrag(#2221455) Verfasst am: 24.08.2020, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Blitzstrahl hat folgendes geschrieben:
Wer den Kommunismus bzw. Marxismus ablehnt, der ist entweder ein Gauner oder aber ein Dummkopp. Erstere sind die Besitzenden, die um ihren Besitz bangen und von daher den Sozialismus als auch Kommunismus verleumden, einfach aus ihrer Interessenslage heraus oder ein bloßer Dummbatz, der nix begriffen hat, bzw. ein Naiviling, der nur der hieisgen Schule und den mainstream Medien auf den Leim ging und geht.


Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz und wer mit 40 kein Kapitalist ist kein Hirn. zwinkern
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Blitzstrahl
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Anmeldungsdatum: 22.08.2020
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Beitrag(#2221476) Verfasst am: 24.08.2020, 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Spruch gilt aber nur für die jungen Schwarmgeister, die den Sozialismus aus einer moralischen Attitüde heraus in jungen Jahren favorisierten, dann aber bei Etablierung in der Gesellschaft ihn fahren lassen. Es ist eben auf Dauer nicht beibehaltbar stets nur moralisch ausgerichtet zu sein, schließlich ist der Sozialismus eine sozioökonomisch ausgerichtete Lehre und als solche nix für bloße Idealisten, sondern vielmehr etwas für Jene, die einen solchen sozialen Status inne haben, der antikapitalistisch ausrichtet. Anders ausgedrückt, es geht um handfeste Bedürfnisse, die nicht Jeder hier einlösen kann oder will und daher dann gegen dieses System gerichtet ist. Das ist was völlig anderes ,als die bloße juvenile Schwarmgeisterei, die nicht materialistisch unterfüttert war bzw. ist.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2221507) Verfasst am: 24.08.2020, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Einige Beiträge in den Sandkasten veschoben.
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#2221561) Verfasst am: 24.08.2020, 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Blitzstrahl hat folgendes geschrieben:
Wer den Kommunismus bzw. Marxismus ablehnt, der ist entweder ein Gauner oder aber ein Dummkopp. Erstere sind die Besitzenden, die um ihren Besitz bangen und von daher den Sozialismus als auch Kommunismus verleumden, einfach aus ihrer Interessenslage heraus oder ein bloßer Dummbatz, der nix begriffen hat, bzw. ein Naiviling, der nur der hieisgen Schule und den mainstream Medien auf den Leim ging und geht.


Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz und wer mit 40 kein Kapitalist ist kein Hirn. zwinkern


Und angesichts dessen, was ich schonmal höre und sehe, ist meine Variante des Spruchs natürlich: "... wer mit 40 noch immer kein Sozialist ist, hat keinen Verstand."

Und man komme mir da nicht mit "VEB, ZK, SED". (Denn als ob das heute noch jemand fordern würde.) Sondern eine Gesellschaft, die zu den reichsten in der Geschichte der Menschheit gehört, kann entscheiden, wie sie mit ihren Schwächsten, mit Alten, mit Kranken - aber auch mit denen, die sie in der Corona-Krise plötzlich als "systemrelevant" erkannt hat und ein paar Minuten geklatscht hat - umgeht.

Wieviel Geld zum Beispiel an "Corona-Hilfen" im Handumdrehen losgeeist werden konnte, zeigt ja, daß das Geld im Prinzip vorhanden ist und es mehr der weniger darauf ankommt, wo man die Prioritäten setzt. Da ist nicht recht verständlich, wie man sich dann z.B. zieren und/oder es als großen Erfolg verkaufen kann, z.B. den - politisch und nicht "nach Kassenlage" gesetzten - Hartz-IV-Betrag im nächsten Jahr um sieben Euro zu erhöhen, und die Leute dann auch noch als "Schmarotzer" dargestellt werden. Oder man sollte mir auch mal erklären - und ich meine da nicht platte Mathematik, sondern den Aspekt der Lobbyinteressen -, warum in Österreich meinetwegen jemand im Supermarkt, eine Putzfrau oder ein Krankenpfleger, die zum gleichen Lohn arbeiten wie entsprechende Personen in Deutschland, später ein Drittel mehr Rente bekommen - insbesondere, warum man das nicht in Deutschland hinbekommen kann.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Blitzstrahl
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Anmeldungsdatum: 22.08.2020
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Wohnort: im Dickicht

Beitrag(#2221566) Verfasst am: 24.08.2020, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Der Spruch mit dem 20,- und dem 40-jährigen ist ein lediglich pfiffiger Spießerspruch, der oberflächlich betrachtet was hergibt, bei näherer Betrachtung aber sich als dämlich bzw. gedankenarm zeigt. Er hat mithin die Qualität eines bloßen Kalenderspruchs !
Lachen
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44890
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2221573) Verfasst am: 24.08.2020, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Blitzstrahl hat folgendes geschrieben:
Wer den Kommunismus bzw. Marxismus ablehnt, der ist entweder ein Gauner oder aber ein Dummkopp. Erstere sind die Besitzenden, die um ihren Besitz bangen und von daher den Sozialismus als auch Kommunismus verleumden, einfach aus ihrer Interessenslage heraus oder ein bloßer Dummbatz, der nix begriffen hat, bzw. ein Naiviling, der nur der hieisgen Schule und den mainstream Medien auf den Leim ging und geht.


Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz und wer mit 40 kein Kapitalist ist kein Hirn. zwinkern


Und angesichts dessen, was ich schonmal höre und sehe, ist meine Variante des Spruchs natürlich: "... wer mit 40 noch immer kein Sozialist ist, hat keinen Verstand."

Und man komme mir da nicht mit "VEB, ZK, SED". (Denn als ob das heute noch jemand fordern würde.) Sondern eine Gesellschaft, die zu den reichsten in der Geschichte der Menschheit gehört, kann entscheiden, wie sie mit ihren Schwächsten, mit Alten, mit Kranken - aber auch mit denen, die sie in der Corona-Krise plötzlich als "systemrelevant" erkannt hat und ein paar Minuten geklatscht hat - umgeht.


Natuerlich kann und muss unsere reiche Gesellschaft lernen ihre "Schwächsten, mit Alten, mit Kranken" menschenwürdig zu versorgen und so furchtbar schlecht sehen die sozialen Marktwirtschaften dabei nicht aus, wenngleich es auch noch besser gehen sollte. Dabei sollte man allerdings tunlichst darauf achten, dass die Quelle unseres Reichtums dabei erhalten bleibt.



Critic hat folgendes geschrieben:
Wieviel Geld zum Beispiel an "Corona-Hilfen" im Handumdrehen losgeeist werden konnte, zeigt ja, daß das Geld im Prinzip vorhanden ist und es mehr der weniger darauf ankommt, wo man die Prioritäten setzt. Da ist nicht recht verständlich, wie man sich dann z.B. zieren und/oder es als großen Erfolg verkaufen kann, z.B. den - politisch und nicht "nach Kassenlage" gesetzten - Hartz-IV-Betrag im nächsten Jahr um sieben Euro zu erhöhen, und die Leute dann auch noch als "Schmarotzer" dargestellt werden. Oder man sollte mir auch mal erklären - und ich meine da nicht platte Mathematik, sondern den Aspekt der Lobbyinteressen -, warum in Österreich meinetwegen jemand im Supermarkt, eine Putzfrau oder ein Krankenpfleger, die zum gleichen Lohn arbeiten wie entsprechende Personen in Deutschland, später ein Drittel mehr Rente bekommen - insbesondere, warum man das nicht in Deutschland hinbekommen kann.



Obacht! Das Geld fuer die enormen Corona-Hilfsgelder ist eben nicht "im Prinzip vorhanden", sondern das wird letztlich neu gedruckt, ohne dass dem Geld eine entsprechende Güterproduktion gegenuebersteht und das wird Folgen haben. Doch dazu etwas spaeter.

Dies bedeutet zunaechst, dass diese Kraftleistung nicht beliebig verlaengerbar/wiederholbar ist. Das funktioniert fuer eine kurze Zeit und ist in einem solchen Fall wie zur Zeit sogar sinnvoll, zumindest teilweise. Die Regierungen waeren gut beraten gewesen die Hilfen auf Arbeitnehmer und Kleinbetriebe zu begrenzen anstatt mit der Gießkanne das gesamte Unternehmensspektrum zu beglücken. Bei den ganz grossen Unterenehmen wurde das oft gar nicht gebraucht, sondern einfach nur mitgenommen. Wie sonst ist es zu verstehen, dass die Bonuszahlungen fuer Manager sowie Dividenzahlungen an die Kapitaleigner nicht nur weitergehen, sondern in manchen Faellen sogar aufgestockt werden, in Unternehmen, die mit Staatsgeld "gerettet werden mussten"? Das verstehe wer will...

Sinnvoller und erheblich billiger waere es gewesen Unternehmen ueber einer bestimmten, relativ kleinen Größe einfach ihrem Schicksal zu überlassen und stattdessen nur die dabei freigesetzten Arbeitnehmer wirtschaftlich aufzufangen. Wenn eine Airlines pleite geht, dann war sie vielleicht einfach zuviel und es ist nachgerade schädlich fuer den gesamten Sektor, wenn sie künstlich am Leben erhalten wird. In dem Bereich von Grossunternehmen kann eine Wirtschaftspolitik meiner Meinung nach gar nicht marktradikal genug sein. Survival of the fittest, catch as catch can, Unternehmen wachsen quasi unbegrenzt nach. Ein Unternehmen spürt keinen Schmerz. Schutzbedürftig sind demgegenueber eher Menschen aus Fleisch und Blut und um denen unter die Arme zu greifen, darf von mir aus auch mal Geld neu gedruckt werden, wenn's nicht anders geht und eine solche Aktion begrenzt bleibt.

Mit dem Geld drucken ist das allerdings so 'ne Sache, vor allem wenn der Flut an neuem Geld ein schrumpfendes Güterangebot gegenübersteht. Das ist naemlich das Patentrezept schlechthin fuer Inflation und die "Corona-Hilfen" werden ein diesbezügliches Nachspiel haben, wobei es dann spannend wird wie die Geldpolitik reagieren wird. Die Standardreaktion wuerde aus Leitzinserhöhungen bestehen. Da allerdings sowohl Staaten als auch Unternehmen als auch Private bereits jetzt bis ueber beide Ohren verschuldet sind und sich dies auch nur deshalb leisten koennen, weil die Zinsen so niedrig sind, ist der Handlungsspielraum der Geldpolitik hier eher begrenzt. Zinserhöhungen auch nur um ein paar wenige Prozent koennen, verschärft noch durch die Lockdown bedingten Einkommensausfälle, in allen 3 genannten Sektoren zu einer massiven Welle von Insolvenzen fuehren und man darf jetzt schon gespannt sein ob sich die Geldpolitik mehr fuer hohe Inflationsraten oder massenhaft Konkurse entscheiden wird oder ob sie versucht sich irgendwie zwischen beiden hindurchzuschlängeln. So oder so werden uns die Folgen der jetzt auflaufenden enormen Neuverschuldung noch ueber viele Jahre begleiten. Klar ist nur eins: Die coronabedingte extrem lockere Finanz- und Geldpolitik kann nur Ausnahme sein und unmöglich zur Regel werden. Ansonsten waere ein dramatischer Zusammenbruch des Geldsystems und damit auch der Weltwirtschaft unvermeidlich.
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Beitrag(#2225434) Verfasst am: 19.09.2020, 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Der Neoliberalismus ist kein Antifaschismus, sondern dessen unheiliger Vater. Dieser unheilige Vater wird auch nicht dadurch heilig, indem man versucht, ihn heilig zu sprechen.


Das hätte ich gern näher erläutert bekommen.
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Beitrag(#2225752) Verfasst am: 21.09.2020, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Der Neoliberalismus ist kein Antifaschismus, sondern dessen unheiliger Vater. Dieser unheilige Vater wird auch nicht dadurch heilig, indem man versucht, ihn heilig zu sprechen.


Das hätte ich gern näher erläutert bekommen.


Da müssen wir einen geeigneten Faschismus-thread suchen oder einen neuen thread aufmachen, z.B. "Zusammenhänge zwischen Neoliberalismus und Faschismus".
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Beitrag(#2225790) Verfasst am: 22.09.2020, 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

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Beitrag(#2225792) Verfasst am: 22.09.2020, 08:50    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Der Neoliberalismus ist kein Antifaschismus, sondern dessen unheiliger Vater. Dieser unheilige Vater wird auch nicht dadurch heilig, indem man versucht, ihn heilig zu sprechen.


Das hätte ich gern näher erläutert bekommen.


Da müssen wir einen geeigneten Faschismus-thread suchen oder einen neuen thread aufmachen, z.B. "Zusammenhänge zwischen Neoliberalismus und Faschismus".


Was ich nicht verstehe. Faschismus ist weitgehendst Nationalismus. Neoliberalismus ist doch eher Internationalistisch. Da passt doch was nicht.
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Beitrag(#2225794) Verfasst am: 22.09.2020, 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Der Neoliberalismus ist kein Antifaschismus, sondern dessen unheiliger Vater. Dieser unheilige Vater wird auch nicht dadurch heilig, indem man versucht, ihn heilig zu sprechen.


Das hätte ich gern näher erläutert bekommen.


Da müssen wir einen geeigneten Faschismus-thread suchen oder einen neuen thread aufmachen, z.B. "Zusammenhänge zwischen Neoliberalismus und Faschismus".


Was ich nicht verstehe. Faschismus ist weitgehendst Nationalismus. Neoliberalismus ist doch eher Internationalistisch. Da passt doch was nicht.


Vrolijke, das ist zumindest unfreiwillige Satire.
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vrolijke
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Beitrag(#2225795) Verfasst am: 22.09.2020, 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Der Neoliberalismus ist kein Antifaschismus, sondern dessen unheiliger Vater. Dieser unheilige Vater wird auch nicht dadurch heilig, indem man versucht, ihn heilig zu sprechen.


Das hätte ich gern näher erläutert bekommen.


Da müssen wir einen geeigneten Faschismus-thread suchen oder einen neuen thread aufmachen, z.B. "Zusammenhänge zwischen Neoliberalismus und Faschismus".


Was ich nicht verstehe. Faschismus ist weitgehendst Nationalismus. Neoliberalismus ist doch eher Internationalistisch. Da passt doch was nicht.


Vrolijke, das ist zumindest unfreiwillige Satire.

Kannst Du auch was anderes als ellenlange aneinandereihung von Schlagwörter, oder flapsige Diskreditierungen?
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