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Verschwindet die Arbeit?
Blödsinn, es entstehen immer wieder neue Branchen, in denen Menschen Arbeit finden können
13%
 13%  [ 8 ]
Hauptziel der Technologie ist das Ersetzen menschlicher Arbeit, eine logische Konsequenz also
67%
 67%  [ 41 ]
Es gäbe auch heute kaum Arbeitslosigkeit, wenn genügend Marktanreize bestünden, und Wohlfahrt und Bürokratie nicht blockieren würden
11%
 11%  [ 7 ]
Damit habe ich mich noch nicht genug beschäftigt, um eine Aussage treffen zu können
8%
 8%  [ 5 ]
Stimmen insgesamt : 61

Autor Nachricht
Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#461784) Verfasst am: 28.04.2006, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Alles was die Regierung Schröder angepackt hat, war Sozialabbau. Reformen bedeutet heutzutage nichts anderes mehr als streichen, streichen, streichen...
Und unter Kohl wurde es genauso gemacht, Schröder war nur noch härter und konnte das mit seine sozialdemokratischen Rethorik besser tarnen.

Welch Dialektik der Geschichte, das ein Sozialdemokratn ach 16 Jahren CDU-Herrschaft die Reformen anstösst... Kann es sein, dass diese Streichungen unvermeidbar sind?

Zitat:

Beide haben Umverteilung von unten nach oben betrieben. Nichts weiter! Wem kommt denn das komplizierte Steuerrecht zugute, wer zahlt denn keine Steuern mehr - und noch kurioser - wer entwirft denn dieses Steuerrecht und andere Gesetze eigentlich?

Wie diese irrsinnige Steuersystem entstehen konnte, ist mir auch schleierhaft...
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#461792) Verfasst am: 28.04.2006, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Alles was die Regierung Schröder angepackt hat, war Sozialabbau. Reformen bedeutet heutzutage nichts anderes mehr als streichen, streichen, streichen...
Und unter Kohl wurde es genauso gemacht, Schröder war nur noch härter und konnte das mit seine sozialdemokratischen Rethorik besser tarnen.

Welch Dialektik der Geschichte, das ein Sozialdemokratn ach 16 Jahren CDU-Herrschaft die Reformen anstösst... Kann es sein, dass diese Streichungen unvermeidbar sind? [


Streichungen sind unvermeidbar. Diese sind es nicht.
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Latenight
registrierter User



Anmeldungsdatum: 17.05.2005
Beiträge: 2549

Beitrag(#461793) Verfasst am: 28.04.2006, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Du bist ein absolut unverschämter, ahnungsloser Wicht.


Stefan hat folgendes geschrieben:
Ist das der Beweis, daß sie faules Gesocks sind und an ihrem Schicksal (Mit)schuld tragen?

Latenight hat folgendes geschrieben:
Gibt es keinen Arbeitslosen, der für seine Situation (mit-)verantwortlich ist?


Denken

Was hab ich mit meiner Antwort wohl gespiegelt?


Stefan hat folgendes geschrieben:
Oh, da sind wir ja mal einer Meinung!

Wären wir sicher öfter, wenn du die Hand nicht ständig so schnell am Schubladengriff hättest.
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Quéribus
Eretge



Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 5947
Wohnort: Avaricum

Beitrag(#461804) Verfasst am: 28.04.2006, 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Malone hat folgendes geschrieben:
Zitat:
In Frankreich gibt es afaik einen höheren Prozentsatz berufstätiger Mütter als in D und hier wird das als durchaus normal angesehen, ohne "Rabenmutter"-Beigeschmack.



Weil Emanzen und Mütter nunmal eine größere Lobby haben als kleine Kinder.


Ich kann mich an einen Fernsehbericht erinnern, in dem das französische System angepriesen wurde, und nicht an einer Stelle kam die kritische Frage: schadet es dem Kind womöglich, quasi direkt nach der Geburt abgeschoben zu werden? Und somit kein Urvertrauen aufbauen zu können. Um einigermaßen glaubhaft zu wirken, hätte der Bericht diesen Punkt wenigstens ansprechen müssen.

Bemerkenswert an dem Bericht fand ich, dass in jeder Einstellung die Kleine geheult und gejammert hat. Da eine bestimmte Botschaft rübergebracht werden sollte, kann ich mir gut vorstellen, dass auch oft genug versucht wurde, ein zufriedenes Kleinkind zu zeigen, aber das hat sich wohl nicht so ergeben...

Naja, Hauptsache Mami kann sich in ihrem ach so wichtigen Job selbst verwirklichen. Eine beliebte Schlussfolgerung: wenn Mami glücklich ist, ist es das Kind auch. Soso...


Das Kleinkind hätte vermutlich genauso geheult, wenn es mal nen Tag bei der Oma verbringen sollte, in einem gewissen Alter heulen die meisten Knirpse, wenn die Eltern sich ohne sie in Richtung Tür begeben, das hört dann aber fast immer nach ein paar Momenten auf, sobald die dann außer Sichtweite sind. Das ist sogar noch bei Erstklässern in den ersten tagen nach der Einschulung so, daß da halt ein paar dabei sind, die erst mal heulen, wenn Papa/Mama ohne sie wieder abziehen, sich aber dann ganz schnell wieder einkriegen.

Und warum sollte Mamas Verwirklichung in ihrem Job weniger wert/wichtig sein als Papas Verwirklichung in seinem ach so wichtigen Job? Mit den Augen rollen

Nur weil eine Frau ein Kind geboren hat, muß sie nicht zwangsläufig zur Glucke mutieren. Mit dem Baby werden afaik weder Scheuklappen (die den Blickwinkel für die nächsten paar Jahre auf den holden Sprößling begrenzen), noch Ketten (die die Mutter für diesen Zeitraum an den heimischen Herd fesseln) mitgeliefert.

Früher hieß es leider zu oft "sie wird ja doch mal heiraten und Kinder bekommen, da ist ein Studium nicht notwendig". Böse Und entweder ist einer meiner Vornamen Jeanne d'Arc (die Stimmen hörte zwinkern ) oder ich hör genau diese dämlichen alten Sprüche da unterschwellig mitklingen (das laut zu sagen, trauen sich heutzutage nicht mehr allzu viele, aber denken tun sie's immer noch) skeptisch

Und da wundert ihr euch allen Ernstes, daß die Frauen unter diesen Bedingungen immer weniger Lust haben, Kinder in die Welt zu setzen ?? Mit den Augen rollen



edit:
mit der Reaktion habt ihr mein vorhergehendes Posting in Sachen "berufstätige Mütter werden in D immer noch schief angeguckt" voll bestätigt Mit den Augen rollen

Es hat sich in den letzten 25 Jahren im Grunde nicht sooo viel verändert. Die Mädels werden zwar nicht mehr von langfristigen Ausbildungen abgehalten, aber "man" erwartet von ihnen immer noch, spätestens beim ersten Kind alles hinzuschmeißen, als ob's nichts wert gewesen wäre und das gluckende Heimchen am Herd zu spielen. Böse
_________________
"He either fears his fate too much
or his deserts are small
That dares not put it to the touch
To gain or lose it all."
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Zuletzt bearbeitet von Quéribus am 28.04.2006, 20:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#461808) Verfasst am: 28.04.2006, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Quéribus hat folgendes geschrieben:
Und warum sollte Mamas Verwirklichung in ihrem Job weniger wert/wichtig sein als Papas Verwirklichung in seinem ach so wichtigen Job? Mit den Augen rollen


1. Sie ist weniger wert, jedenfalls materiell gesehen, weil Frauen schlechter bezahlt werden.
2. Ich kann mir nicht vorstellen, mich in einem "Job" selbst zu verwirklichen. Das Glück zu haben, das Hobby zum Beruf zu machen hat bestimmt nur ein gewisser Promilleanteil der Bevölkerung.

Gerade in solchen Zeiten wie diesen.
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#461810) Verfasst am: 28.04.2006, 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Quéribus hat folgendes geschrieben:
Und warum sollte Mamas Verwirklichung in ihrem Job weniger wert/wichtig sein als Papas Verwirklichung in seinem ach so wichtigen Job? Mit den Augen rollen


1. Sie ist weniger wert, jedenfalls materiell gesehen, weil Frauen schlechter bezahlt werden.
2. Ich kann mir nicht vorstellen, mich in einem "Job" selbst zu verwirklichen. Das Glück zu haben, das Hobby zum Beruf zu machen hat bestimmt nur ein gewisser Promilleanteil der Bevölkerung.

Gerade in solchen Zeiten wie diesen.

Ich kann mir ds sschon vorstellen, so man den Beruf erreicht denman sich wirklich wünscht. Das dürfte allerdings eher selten so sein.
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Quéribus
Eretge



Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 5947
Wohnort: Avaricum

Beitrag(#461844) Verfasst am: 28.04.2006, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Quéribus hat folgendes geschrieben:
Und warum sollte Mamas Verwirklichung in ihrem Job weniger wert/wichtig sein als Papas Verwirklichung in seinem ach so wichtigen Job? Mit den Augen rollen


1. Sie ist weniger wert, jedenfalls materiell gesehen, weil Frauen schlechter bezahlt werden.
2. Ich kann mir nicht vorstellen, mich in einem "Job" selbst zu verwirklichen. Das Glück zu haben, das Hobby zum Beruf zu machen hat bestimmt nur ein gewisser Promilleanteil der Bevölkerung.

Gerade in solchen Zeiten wie diesen.


das ist ja wohl nicht unbedingt ihre Schuld.

Und auch nicht immer der Fall: als unser erster Sohn geboren wurde, verdiente ich sogar ein bißchen mehr als mein Mann (machte monatlich so um die 50 Mark aus, allerdings hatte ich das mal 13 und er nur mal 12 Cool ).

Aber davon auszugehen, nur weil sie (ungerechterweise) für ihre Leistung weniger Geld bekommt als ihr männlicher Kollege, sei diese dann auch weniger wert und sie solle sich deshalb gefälligst am heimischen Herd verwirklichen..... Böse *aaaarrrghhhh* *spitze Zähnchen bekommt und sich auf die Zunge beißt* Argh Böse
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kolja
der Typ im Maschinenraum
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Anmeldungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 16631
Wohnort: NRW

Beitrag(#461869) Verfasst am: 28.04.2006, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Quéribus hat folgendes geschrieben:
Das Kleinkind hätte vermutlich genauso geheult, wenn es mal nen Tag bei der Oma verbringen sollte, in einem gewissen Alter heulen die meisten Knirpse, wenn die Eltern sich ohne sie in Richtung Tür begeben, das hört dann aber fast immer nach ein paar Momenten auf, sobald die dann außer Sichtweite sind. Das ist sogar noch bei Erstklässern in den ersten tagen nach der Einschulung so, daß da halt ein paar dabei sind, die erst mal heulen, wenn Papa/Mama ohne sie wieder abziehen, sich aber dann ganz schnell wieder einkriegen.

Stimmt nicht. Haben meine Kinder absolut nie gemacht (wortwörtlich gemeint) und ich kenne genügend andere Kinder, auf die das ebenfalls zutrifft.

Quéribus hat folgendes geschrieben:
Und warum sollte Mamas Verwirklichung in ihrem Job weniger wert/wichtig sein als Papas Verwirklichung in seinem ach so wichtigen Job?

Hat niemand behauptet. Vielleicht würde Papa auch lieber bei den Kindern bleiben und findet "Verwirklichung im Job" doof? Emanzipation ist keine Einbahnstraße, auch wenn unser Wirtschaftssystem eine Richtung bevorzugt.

Quéribus hat folgendes geschrieben:
Nur weil eine Frau ein Kind geboren hat, muß sie nicht zwangsläufig zur Glucke mutieren. Mit dem Baby werden afaik weder Scheuklappen (die den Blickwinkel für die nächsten paar Jahre auf den holden Sprößling begrenzen), noch Ketten (die die Mutter für diesen Zeitraum an den heimischen Herd fesseln) mitgeliefert.

[...]

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Wygotsky
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.01.2004
Beiträge: 5014

Beitrag(#461871) Verfasst am: 28.04.2006, 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Ich kann mir ds sschon vorstellen, so man den Beruf erreicht denman sich wirklich wünscht. Das dürfte allerdings eher selten so sein.

Für jemanden wie dich sollte so etwas aber schon machbar sein.
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Malone
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Anmeldungsdatum: 02.09.2004
Beiträge: 5269

Beitrag(#461984) Verfasst am: 29.04.2006, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Quéribus hat folgendes geschrieben:
Malone hat folgendes geschrieben:
Zitat:
In Frankreich gibt es afaik einen höheren Prozentsatz berufstätiger Mütter als in D und hier wird das als durchaus normal angesehen, ohne "Rabenmutter"-Beigeschmack.



Weil Emanzen und Mütter nunmal eine größere Lobby haben als kleine Kinder.


Ich kann mich an einen Fernsehbericht erinnern, in dem das französische System angepriesen wurde, und nicht an einer Stelle kam die kritische Frage: schadet es dem Kind womöglich, quasi direkt nach der Geburt abgeschoben zu werden? Und somit kein Urvertrauen aufbauen zu können. Um einigermaßen glaubhaft zu wirken, hätte der Bericht diesen Punkt wenigstens ansprechen müssen.

Bemerkenswert an dem Bericht fand ich, dass in jeder Einstellung die Kleine geheult und gejammert hat. Da eine bestimmte Botschaft rübergebracht werden sollte, kann ich mir gut vorstellen, dass auch oft genug versucht wurde, ein zufriedenes Kleinkind zu zeigen, aber das hat sich wohl nicht so ergeben...

Naja, Hauptsache Mami kann sich in ihrem ach so wichtigen Job selbst verwirklichen. Eine beliebte Schlussfolgerung: wenn Mami glücklich ist, ist es das Kind auch. Soso...


Das Kleinkind hätte vermutlich genauso geheult, wenn es mal nen Tag bei der Oma verbringen sollte, in einem gewissen Alter heulen die meisten Knirpse, wenn die Eltern sich ohne sie in Richtung Tür begeben, das hört dann aber fast immer nach ein paar Momenten auf, sobald die dann außer Sichtweite sind. Das ist sogar noch bei Erstklässern in den ersten tagen nach der Einschulung so, daß da halt ein paar dabei sind, die erst mal heulen, wenn Papa/Mama ohne sie wieder abziehen, sich aber dann ganz schnell wieder einkriegen.

Und warum sollte Mamas Verwirklichung in ihrem Job weniger wert/wichtig sein als Papas Verwirklichung in seinem ach so wichtigen Job? Mit den Augen rollen

Nur weil eine Frau ein Kind geboren hat, muß sie nicht zwangsläufig zur Glucke mutieren. Mit dem Baby werden afaik weder Scheuklappen (die den Blickwinkel für die nächsten paar Jahre auf den holden Sprößling begrenzen), noch Ketten (die die Mutter für diesen Zeitraum an den heimischen Herd fesseln) mitgeliefert.

Früher hieß es leider zu oft "sie wird ja doch mal heiraten und Kinder bekommen, da ist ein Studium nicht notwendig". Böse Und entweder ist einer meiner Vornamen Jeanne d'Arc (die Stimmen hörte zwinkern ) oder ich hör genau diese dämlichen alten Sprüche da unterschwellig mitklingen (das laut zu sagen, trauen sich heutzutage nicht mehr allzu viele, aber denken tun sie's immer noch) skeptisch

Und da wundert ihr euch allen Ernstes, daß die Frauen unter diesen Bedingungen immer weniger Lust haben, Kinder in die Welt zu setzen ?? Mit den Augen rollen



edit:
mit der Reaktion habt ihr mein vorhergehendes Posting in Sachen "berufstätige Mütter werden in D immer noch schief angeguckt" voll bestätigt Mit den Augen rollen

Es hat sich in den letzten 25 Jahren im Grunde nicht sooo viel verändert. Die Mädels werden zwar nicht mehr von langfristigen Ausbildungen abgehalten, aber "man" erwartet von ihnen immer noch, spätestens beim ersten Kind alles hinzuschmeißen, als ob's nichts wert gewesen wäre und das gluckende Heimchen am Herd zu spielen. Böse




Mag sein, dass der Vater es in der Mutterrolle es genauso tut, aber meines Erachtens ist eine feste Bezugsperson in den ersten Lebensjahren immens wichtig.


Nur was mich wieder skeptisch stimmt, ist dass Du nirgends fragst, wie alle Befürworter von Säuglingsabschiebekrippen, ob es für die Entwicklung des Kindes gut ist, auf eine feste Bezugsperson verzichten zu müssen.
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 767

Beitrag(#462020) Verfasst am: 29.04.2006, 03:41    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Senf hat folgendes geschrieben:
Wie soll ein Geldvermögen auf eine derartige Menge Gold anwachsen können, wenn doch der wirkliche Erdball nur zu einem winzigen Bruchteil seines Gewichts aus Goldvorkommen besteht? Allein daran zeigt sich deutlich, daß das System des Zinseszinses auf Dauer gar nicht störungsfrei funktionieren kann.

Latenight hat folgendes geschrieben:
Tut es ja auch nicht. Zinsen sind keine aus der Luft gegriffene Willkür. Zinseszins ist doch nur die Bezeichnung für den Vorgang, dass du Kapital um einen bestimmten Prozentsatz vermehrst. Und dann den ganzen Schlumms wieder um denselben Prozentsatz und wieder und wieder. Sowas gibts und das nennt man dann so.
Eine Bank zahlt dir nur 5% Zinsen für deine Anlage, wenn sich an anderer Stelle damit mehr verdienen lässt. Das heißt nicht, dass das immer so sein muss, oder dass das immer so ist.

Mit den Augen rollen Auf diese Art und Weise zu argumentieren ist völlig witzlos, denn nur weil Du die Aussagenlogik des Beispiels auf den Kopf stellst, hast Du noch kein Gegenargument:
  1. Das mit angespartem Vermögen kein Cent zu verdienen ist, wenn es nicht irgendwo investiert wird, stand hier gar nicht zur Debatte! Du willst anscheinend die Geschichte einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dann brauchst Du nicht mit mir zu diskutieren.
  2. Die Aussage, hier würde mit einer Anlage Geld verdient, ist schon ideologische Polemik. Tatsächlich wird mit der geleisteten Arbeit einer Gruppe die Arbeit einer anderen Gruppe ermöglicht und dazwischen hängen zwei Nutznießer die sich Kapitaleigner und Bank nennen, welche am Produktionprozess aber eigentlich gar nicht direkt beteiligt sind... um das mal überspitzt auszudrücken.
  3. Das Beispiel sollte eindrücklich klar machen, das es sich bei dem "Schuldenzins" um ein ungerechtes System handelt, das dazu führt, ständig Leistungen ohne Gegenleistung einzufordern, das kann doch nicht so schwer zu begreifen sein?
  4. Und die unmögliche Rückzahlbarkeit ist doch schon längst eingetreten, oder wie erklärst Du Dir, dass Heute Menschen mit Schulden zur Welt kommen? Diese werden quasi in die Zinssklaverei geboren, alles klar?
latenight hat folgendes geschrieben:
Nur weil man ein Prinzip benennt, heißt das nicht, dass es nicht irgendwo Grenzen hat oder immer und überall gelten muss.

zornig Nee, is' schon klar! Solange man damit Menschen bis zur Unerträglichkeit ausbeuten kann ist es eben gültig und wenn einfach nichts mehr zu holen ist, muss man einen gnädigen Schuldenerlass initiieren (siehe Weltbank und die dritte Welt), nur um mit dem Spielchen wieder von vorne anzufangen, is' schon klar...

latenight hat folgendes geschrieben:
Das "lineare" Wachstum ist schlicht und einfach ein Mittelwert, der einen generellen Trend angibt. Man kann jeden Trend linearisieren, hat dann meistens aber jeden Aussagewert verschenkt. [...] Schaut man sich die letzten 20 Jahre in Deutschland an, dann siehts anders aus, aber garantiert auch nicht linear. [...] Wie gesagt, Mittelwerte eignen sich meistens sehr wenig dazu, ein komplexes Problem zu erfassen. Lineare Interpolationen schon gleich 3x nicht...

Mit den Augen rollen Ja, ist völlig richtig! Mathematik und Statistik erfüllen im Grunde gar keinen Zweck, wofür habe ich zehn Finger. Bei größeren Zahlräumen benutze ich eben noch meine Zehen...

Von linearer Interpolation ist hier doch gar nicht die Rede gewesen, Du solltest konzentrierter lesen und nicht soviel vorraus setzen.

Mein Scanner ist kaputt, aber damit wir das Missverständnis hier bereinigen können werde ich das mal mit 'ner Fotokamera machen... komme mir hier vor wie James Bond in geheimer Mission... Mist, wenn man nicht weis was da steht kann man es nicht mehr lesen. Egal, ich mache das jetzt nicht nochmal.




  • Die dicke graue Linie zeigt das Sozialprodukt (BIP) real
  • die durchgängige schwarze Linie eine Extrapolation aus 1950 - 1960
  • Die gepunktete Linie bedeutet Prognosen vom Stand 1960 bei 4,5 % exponentiellem Wachstum
Also, soll ich jetzt das Buch weglegen oder annehmen Du hast Dich zuweit aus dem Fenster gelehnt? Ist doch als lineares Wachstum deutlich zu erkennen, oder?




Wie man sieht, auch in Japan nach anfänglich 10% exponentiellem Wachstum, in den 70ern die Wende und nur noch lineares Wachstum.




Einzig die USA mit etwa 3,25% exponentiellem Wachstum macht hier die Ausnahme, dafür gibts da auch so gut wie keine Sozialleistungen...

Horst Afheldt hat folgendes geschrieben:
Seit 1985 ist die Zahl der in extremer Armut lebenden Bürger um 50 Prozent gewachsen, mehr als 30 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten leiden Hunger. [...] Mit der Armut wuchs auch die Zahl der Amerikaner, die keine Krankenversicherung haben, um fast sechs Prozent auf 37,4 Millionen.

Nur mal so angemerkt, damit jeder versteht was das bedeutet. Richtig, im reichsten Land der Erde haben die Menschen nicht mal genug Geld um sich was zu Fressen zu kaufen... ist das ein unerträglicher und erbärmlicher Zustand, oder nicht?


Böse Jetzt konnt Ihr zwei Euch ruhig gegenseitig die Eier schaukeln, Plan habt Ihr nicht! Genau das was Ihr uns hier vorwerft, nämlich Stammtischparolen ohne Fakten, lässt Ihr reihenweise vom Stapel. Das mit dem fundamentalistischem Aberglauben kann ich genauso gut auf den Neoliberalismus anwenden und das Einzige was von Euch kommt sind die Litaneien aus dem politischen Mainstream runterzubeten...

http://www.werbegeschenk.de/rosa-brille-p-11285.html


latenight hat folgendes geschrieben:
Es geht nicht darum, irgendwelche Lohnsubventionssystem oder sonstwas zu diskutieren.
Es geht einzig und allein um deine Aussage, es gäbe in Deutschland zu wenig Arbeit, um alle zu beschäftigen. Und diese ist eben falsch, wie der spätestens nach diesem Beispiel einleuchten sollte.

Wenn man seine Argumentation verkürzt, um sich 'ne passende zurecht zu basteln, geht dass meistens auch schief! Das ist natürlich so ausgedrückt Humbug. Wir haben in Deutschland zuwenig bezahlte Arbeit. Und zwar offiziell 5 Millionen Arbeitsplätze zuwenig und inoffiziell sogar 10 Millionen. Oder wer soll Dein Leibeigener sein latenight? Du scheinst mir ein rechter Wendehals zu sein...

Und damit meine Argumente aus den vorherigen Posts auch noch sichtbar und nicht mit schwammigen Larifari übergangen werden, nochmal zwei Tabellen im Vergleich:



Bei den zwei Fotos kann man die Tabellenbeschriftung noch lesen... macht Euch mal einen Reim darauf... Pfeifen

Wie gesagt Xamanoth, um zu meinem Beispiel mit dem Fussballspiel zurück zu kommen: die eine Gruppe wird durch übelste Demagogen und angebliche Marktgesetze zum Stillhalten gezwungen, damit die andere pausenlos Tore schießen kann!!!!!!!!!!!!!!!

Duell

Lk 6, 41 - 42 hat folgendes geschrieben:
Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, halt, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist! - während du doch den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen der im Auge deines Bruders ist!
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AntagonisT
Master of Disaster



Anmeldungsdatum: 28.09.2005
Beiträge: 5587
Wohnort: 2 Meter über dem Boden

Beitrag(#462060) Verfasst am: 29.04.2006, 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

würde mich mal interessieren, wie die Grafik von 1990 ab bis 2005/06 weiterläuft..
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#462080) Verfasst am: 29.04.2006, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Quéribus hat folgendes geschrieben:
Evilbert hat folgendes geschrieben:
Quéribus hat folgendes geschrieben:
Und warum sollte Mamas Verwirklichung in ihrem Job weniger wert/wichtig sein als Papas Verwirklichung in seinem ach so wichtigen Job? Mit den Augen rollen


1. Sie ist weniger wert, jedenfalls materiell gesehen, weil Frauen schlechter bezahlt werden.
2. Ich kann mir nicht vorstellen, mich in einem "Job" selbst zu verwirklichen. Das Glück zu haben, das Hobby zum Beruf zu machen hat bestimmt nur ein gewisser Promilleanteil der Bevölkerung.

Gerade in solchen Zeiten wie diesen.


das ist ja wohl nicht unbedingt ihre Schuld.

Und auch nicht immer der Fall: als unser erster Sohn geboren wurde, verdiente ich sogar ein bißchen mehr als mein Mann (machte monatlich so um die 50 Mark aus, allerdings hatte ich das mal 13 und er nur mal 12 Cool ).

Aber davon auszugehen, nur weil sie (ungerechterweise) für ihre Leistung weniger Geld bekommt als ihr männlicher Kollege, sei diese dann auch weniger wert und sie solle sich deshalb gefälligst am heimischen Herd verwirklichen..... Böse *aaaarrrghhhh* *spitze Zähnchen bekommt und sich auf die Zunge beißt* Argh Böse


Was bleibt einem Paar denn anderes übrig? Wenn ein Partner 2500 € verdient und der andere 1400 €, dann ist doch wohl klar, wer zu Hause bleiben muss und wer malochen muss.

Damit behaupte ich doch nicht, dass Frauen an sich weniger wert seien oder weniger leisten können, sondern ich beschreibe die zu beklagenden real existierenden gesellschaftlichen Verhältnisse. Dass die so sind wie sie sind ist doch nicht meine Schuld.

Im übrigen war (und bin) ich ein Jahr lang Hausmann gewesen, als meine Exfrau Karriere machen wollte.
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Greg
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 1098

Beitrag(#462126) Verfasst am: 29.04.2006, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

@nothing:
Nein, das ist nicht Trent Reznor. zwinkern
Das ist Sel Balamir von Amplifier. Cool
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Jolesch
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Anmeldungsdatum: 11.07.2004
Beiträge: 7390
Wohnort: Omicron Persei VIII

Beitrag(#462136) Verfasst am: 29.04.2006, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Sanne hat folgendes geschrieben:
Auf dem Sofa mit einem Bier hocken ist auch ein sozialer Zweck.

Es ist schon seltsam, welche Aufgaben als regulärer Beruf, offizielle ehrenamtliche Tätigkeit oder als völlig wert- und sinnlos gelten.

Wenn sich der Arbeitslose mit anderen unterprivilegierten Menschen in einem Verein oder einer Institution trifft und dort sein Bier trinkt, kann man das als ehrenamtliche Tätigkeit werten.


Diese interpretative Meisterleistung musste ich mir herauspicken.
Bier trinken allein ist keine ehrenamtliche Tätigkeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenamt#Rolle_von_Ehrenamt_in_Deutschland
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Storm by Tim Minchin
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#462140) Verfasst am: 29.04.2006, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Sanne hat folgendes geschrieben:

Wenn sich der Arbeitslose mit anderen unterprivilegierten Menschen in einem Verein oder einer Institution trifft und dort sein Bier trinkt, kann man das als ehrenamtliche Tätigkeit werten.

Diese interpretative Meisterleistung musste ich mir herauspicken.
Bier trinken allein ist keine ehrenamtliche Tätigkeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenamt#Rolle_von_Ehrenamt_in_Deutschland


Und ich kann gar nicht Gabelstapler fahren, weil ich keinen Gapelstaplerschein habe, außer dem internen in der Firma, wo ich zehn Jahre Gabelstapler fuhr. Pillepalle
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#462374) Verfasst am: 29.04.2006, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Evilbert hat folgendes geschrieben:
[ Das Glück zu haben, das Hobby zum Beruf zu machen hat bestimmt nur ein gewisser Promilleanteil der Bevölkerung..

Ich kann mir ds sschon vorstellen, so man den Beruf erreicht denman sich wirklich wünscht. Das dürfte allerdings eher selten so sein.


Sag ich doch.
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Jade
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Anmeldungsdatum: 14.08.2005
Beiträge: 269
Wohnort: Basel/Stuttgart

Beitrag(#462386) Verfasst am: 29.04.2006, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

ChRISIS@theAREA hat folgendes geschrieben:

Horst Afheldt hat folgendes geschrieben:
Seit 1985 ist die Zahl der in extremer Armut lebenden Bürger um 50 Prozent gewachsen, mehr als 30 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten leiden Hunger. [...] Mit der Armut wuchs auch die Zahl der Amerikaner, die keine Krankenversicherung haben, um fast sechs Prozent auf 37,4 Millionen.

Nur mal so angemerkt, damit jeder versteht was das bedeutet. Richtig, im reichsten Land der Erde haben die Menschen nicht mal genug Geld um sich was zu Fressen zu kaufen... ist das ein unerträglicher und erbärmlicher Zustand, oder nicht?

Amerikaner finanzieren lieber Gefängnisse als Sozialleistungen. Mir kommt gerade der Fall eines Schwarzamerikaners in den Sinn: Der Mann hat dreimal was zum Essen gestohlen, und da man in Californien nach dem dritten Verbrechen für immer eigesperrt wird, sitzt er nun im Gefängnis, und der Steuerzahler finanziert seinen teuren Gefängnisaufenthalt. So funktioniert das im Land mit "massiven Einschnitten"...

Man kann zwar sagen, der Mann ist selber Schuld, ich nehme aber an, er hätte die Pizza spätestens nach dem zweiten Mal doch lieber gekauft, hätte er Geld dafür gehabt. Das Gefängniswesen in den USA entwickelt sich zu einem (für einige Wenige) lukrativen Business. Die Frage ist nur, ob wir ein solches "Wachstum" wirklich wollen.
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Jade
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Beitrag(#462457) Verfasst am: 30.04.2006, 01:00    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Jade hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Wenn die Schulden bezahlt sind, muss man auch keine Zinsen zahlen - aber dafür sind eben, jetzt kommt das böse Wort, massive Einschnitte nötig. Schulterzucken

Du verwechselst Ursache und Wirkung: die Schulden wären schon längst bezahlt, wenn die Banken nicht so viel an Zinsen kassieren dürften. Erst die Zinsen treiben die Schulden ins Unermessliche, eine Korrektur der Zinspolitik ist längst fällig. Auch der Wirtschaft täte das gut, vor allem die Mittelständler leiden unter der Zinslast.


Ich versteh schon worauf du hinauswillst, ich warte auf eine praktikables Argument von dir. Sollen die Banken verstaatlicht werden? Unser Wirtschaftssystem abgeschafft? Oder einfach mehr Geld gedruckt werden? zwinkern


Also, ich bin weder Oekonomin noch Finanzexpertin, ich bin aber sicher, dass Oskar Lafontaine, Jean Ziegler und ein paar Andere gute Ideen zu einer Reform der Zinspolitik hätten, ohne die Banken verstaatlichen oder unser Wirtschaftssystem abschaffen zu wollen. Das Problem ist doch vielmehr, dass der politische Wille fehlt zu Reformen, die zur Umverteilung von oben nach unten führen könnten.
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Jolesch
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Beitrag(#462500) Verfasst am: 30.04.2006, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Jade hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Jade hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Wenn die Schulden bezahlt sind, muss man auch keine Zinsen zahlen - aber dafür sind eben, jetzt kommt das böse Wort, massive Einschnitte nötig. Schulterzucken

Du verwechselst Ursache und Wirkung: die Schulden wären schon längst bezahlt, wenn die Banken nicht so viel an Zinsen kassieren dürften. Erst die Zinsen treiben die Schulden ins Unermessliche, eine Korrektur der Zinspolitik ist längst fällig. Auch der Wirtschaft täte das gut, vor allem die Mittelständler leiden unter der Zinslast.


Ich versteh schon worauf du hinauswillst, ich warte auf eine praktikables Argument von dir. Sollen die Banken verstaatlicht werden? Unser Wirtschaftssystem abgeschafft? Oder einfach mehr Geld gedruckt werden? zwinkern


Also, ich bin weder Oekonomin noch Finanzexpertin, ich bin aber sicher, dass Oskar Lafontaine, Jean Ziegler und ein paar Andere gute Ideen zu einer Reform der Zinspolitik hätten, ohne die Banken verstaatlichen oder unser Wirtschaftssystem abschaffen zu wollen. Das Problem ist doch vielmehr, dass der politische Wille fehlt zu Reformen, die zur Umverteilung von oben nach unten führen könnten.


Ich sehe noch immer nicht wie das zu Ende gedacht funktionieren sollte...

Soll Deutschland als einziges Land der Erde Zinsen abschaffen und sich so aus der Weltwirtschaft verabschieden? Soll nur der Staat keine Zinsen mehr bezahlen? Ich bin kein Ökonom, aber auch als Laie erscheint mir dieses Ziel einfach nur naiv und unrealistisch zu sein Schulterzucken

Jade hat folgendes geschrieben:
ch bin aber sicher, dass Oskar Lafontaine, Jean Ziegler und ein paar Andere gute Ideen zu einer Reform der Zinspolitik hätten,


Kann man diese Ideen irgendwo nachlesen oder vermutest du das nur?
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Sanne
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Beitrag(#462505) Verfasst am: 30.04.2006, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Sanne hat folgendes geschrieben:
Auf dem Sofa mit einem Bier hocken ist auch ein sozialer Zweck.

Es ist schon seltsam, welche Aufgaben als regulärer Beruf, offizielle ehrenamtliche Tätigkeit oder als völlig wert- und sinnlos gelten.

Wenn sich der Arbeitslose mit anderen unterprivilegierten Menschen in einem Verein oder einer Institution trifft und dort sein Bier trinkt, kann man das als ehrenamtliche Tätigkeit werten.


Diese interpretative Meisterleistung musste ich mir herauspicken.
Bier trinken allein ist keine ehrenamtliche Tätigkeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenamt#Rolle_von_Ehrenamt_in_Deutschland


Aber Biertrinken allein ist auch nicht unsozial.
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Beitrag(#462508) Verfasst am: 30.04.2006, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Sanne hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Sanne hat folgendes geschrieben:
Auf dem Sofa mit einem Bier hocken ist auch ein sozialer Zweck.

Es ist schon seltsam, welche Aufgaben als regulärer Beruf, offizielle ehrenamtliche Tätigkeit oder als völlig wert- und sinnlos gelten.

Wenn sich der Arbeitslose mit anderen unterprivilegierten Menschen in einem Verein oder einer Institution trifft und dort sein Bier trinkt, kann man das als ehrenamtliche Tätigkeit werten.


Diese interpretative Meisterleistung musste ich mir herauspicken.
Bier trinken allein ist keine ehrenamtliche Tätigkeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenamt#Rolle_von_Ehrenamt_in_Deutschland


Aber Biertrinken allein ist auch nicht unsozial.


Habe ich auch nicht behauptet zwinkern nerv
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Beitrag(#462511) Verfasst am: 30.04.2006, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

Das war der Zusammenhang.

Latenight hat folgendes geschrieben:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand, der keine Erwerbsmöglichkeit hat, seine Zeit aber zu sozialen Zwecken nutzt, von irgendjemand schief angeschaut wird. Außer von den Arbeitslosen, die lieber mit dem Bier auf dem Sofa hocken.


Mir ist immer noch nicht klar, ob man einen biertrinkenden Arbeitslosen schief angucken muß. Vielleicht verlangt das unsere Leistungsgesellschaft Am Kopf kratzen
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Jolesch
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Beitrag(#462513) Verfasst am: 30.04.2006, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Sanne hat folgendes geschrieben:
Das war der Zusammenhang.

Latenight hat folgendes geschrieben:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand, der keine Erwerbsmöglichkeit hat, seine Zeit aber zu sozialen Zwecken nutzt, von irgendjemand schief angeschaut wird. Außer von den Arbeitslosen, die lieber mit dem Bier auf dem Sofa hocken.


Mir ist immer noch nicht klar, ob man einen biertrinkenden Arbeitslosen schief angucken muß. Vielleicht verlangt das unsere Leistungsgesellschaft Am Kopf kratzen

war mir schon klar zwinkern

Nun eine solidarische Gemeinschaft ist eben keine Einbahnstraße, und die die das nicht begreifen oder sich weigern daran teilzuhaben obwohl sie davon profitieren, sollten von staatlicher Seite verpflichtet werden. Just my 2 cents.
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Beitrag(#462517) Verfasst am: 30.04.2006, 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:


Nun eine solidarische Gemeinschaft ist eben keine Einbahnstraße, und die die das nicht begreifen oder sich weigern daran teilzuhaben obwohl sie davon profitieren, sollten von staatlicher Seite verpflichtet werden. Just my 2 cents.


Vielleicht sind manche nicht in der Lage oder nicht fähig, einen Beitrag zu leisten, der so beschaffen ist, daß er auch von dir und Latenight gewürdigt werden kann.

Diese Menschen zum Straße-Fegen verdammen, hilft ihrem Ansehen wenig, denn Menschen, die niedere Arbeit verrichten, und das noch zwangsweise, werden durchaus schief angesehen von denen, die sich für was besseres halten.
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Beitrag(#462545) Verfasst am: 30.04.2006, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Nun eine solidarische Gemeinschaft ist eben keine Einbahnstraße, und die die das nicht begreifen oder sich weigern daran teilzuhaben obwohl sie davon profitieren, sollten von staatlicher Seite verpflichtet werden. Just my 2 cents.


Werden sie ja auch. Wenn sie s nicht tun, verlieren sie ihren Anspruch auf staatliche Hilfe.

Dennoch dürfen sie auf dem Sofa hocken und Bier trinken. Zumal wenn sie es in Gemeinschaft mit anderen Leuten tun ist es sogar wünschenswert, denn ein sozial isolierter Arbeitsloser wird sich erst recht nicht mehr in eine berufliche Existenz reintegrieren lassen.
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Jolesch
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Beitrag(#462551) Verfasst am: 30.04.2006, 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Sanne hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:


Nun eine solidarische Gemeinschaft ist eben keine Einbahnstraße, und die die das nicht begreifen oder sich weigern daran teilzuhaben obwohl sie davon profitieren, sollten von staatlicher Seite verpflichtet werden. Just my 2 cents.


Vielleicht sind manche nicht in der Lage oder nicht fähig, einen Beitrag zu leisten, der so beschaffen ist, daß er auch von dir und Latenight gewürdigt werden kann.

Diese Menschen zum Straße-Fegen verdammen, hilft ihrem Ansehen wenig, denn Menschen, die niedere Arbeit verrichten, und das noch zwangsweise, werden durchaus schief angesehen von denen, die sich für was besseres halten.


Straßenfegen ist in meinen Augen nichts wofür man sich schämen müste.....Was du dir vorstellst was "von mir gewürdigt werden kann" ist mir nicht ganz klar

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Dennoch dürfen sie auf dem Sofa hocken und Bier trinken.


Hat wer das Gegenteil behauptet? Niemand schreibt hier jemanden die Freizeitgestaltung vor Schulterzucken

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Zumal wenn sie es in Gemeinschaft mit anderen Leuten tun ist es sogar wünschenswert, denn ein sozial isolierter Arbeitsloser wird sich erst recht nicht mehr in eine berufliche Existenz reintegrieren lassen.


Völlige Zustimmung (es dann aber bitte nicht als ehrenamtliche Tätigkeit verkaufen zwinkern )
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Beitrag(#462553) Verfasst am: 30.04.2006, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:

Völlige Zustimmung (es dann aber bitte nicht als ehrenamtliche Tätigkeit verkaufen zwinkern )


Sanne hat folgendes geschrieben:

Wenn sich der Arbeitslose mit anderen unterprivilegierten Menschen in einem Verein oder einer Institution trifft und dort sein Bier trinkt, kann man das als ehrenamtliche Tätigkeit werten.


In dem Fall eindeutig schon.
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Beitrag(#462555) Verfasst am: 30.04.2006, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:

Völlige Zustimmung (es dann aber bitte nicht als ehrenamtliche Tätigkeit verkaufen zwinkern )


Sanne hat folgendes geschrieben:

Wenn sich der Arbeitslose mit anderen unterprivilegierten Menschen in einem Verein oder einer Institution trifft und dort sein Bier trinkt, kann man das als ehrenamtliche Tätigkeit werten.


In dem Fall eindeutig schon.


Das Biertinken? Nein. Wenn der Verein irgendetwas macht, das ehrenamtliches Engagement erfordert und man zusätzlich plaudert und ein Bierchen trinkt - why not. Wie der Konsum eines Getränkes aber allein eine ehrenamtliche Tätigkeit darstellen soll ist mir noch immer nicht ganz klar Am Kopf kratzen nerv
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Wygotsky
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Beitrag(#462560) Verfasst am: 30.04.2006, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Der Staat schafft Rahmenbedingungen, unter denen immer mehr Menschen arbeitslos werden. Die sind angewiesen auf staatliche Leistungen, denn von irgendwas müssen sie ja leben. Dafür sollen sie sich vom Staat zu Arbeiten einteilen lassen. Der Staat schreibt vor, wie die Leute ihr Leben zu leben haben. Nein halt! Es ist ja freiwillig. Sie haben ja die Alternative zu verelenden.
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