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"Euthanasie" vs "Sterbehilfe" - Äquivalente Begriffe?
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 25405

Beitrag(#683139) Verfasst am: 15.03.2007, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Andere denken, bei besagtem Vorwurf würde gerade übersehen, dass die Nazis solche Maßnahmen unter dem völlig unpassenden Begriff der Euthanasie tarnten; um von den eigentlichen Maßnahmen abzulenken.


Der Vorwurf grenzt ans Absurde.

zelig hat folgendes geschrieben:
Nun stört es Dich, daß es viele Menschen gibt, die, wenn sie "Euthanasie" hören, es einfach nicht verdrängen können, daß unter dem Deckmantel der "Euthanasie" Massenmord betrieben wurde.


; )
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AgentProvocateur
registrierter User



Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Berlin

Beitrag(#683147) Verfasst am: 15.03.2007, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

caballito hat folgendes geschrieben:
[x]Du hast Xamanoths Posting verstanden.

Danke. Sehr glücklich
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L.E.N.
im falschen Film



Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#683148) Verfasst am: 15.03.2007, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
L.E.N. hat folgendes geschrieben:
ich muss nicht davon ausgehen, dass meine zuhörer keine ahnung haben. und ich darf davon ausgehen, dass falls mich jemand missversteht dieser, bevor er aufgrund seiner interpretation herumheult nachfragt, ob seine interpretation korrekt ist.

wer hingegen nach dem motto "erst schiessen dann fragen" erstmal wegen angeblichem oder tatsächlichem nazi-jargon die entsprechende keule schwingt, sollte sich fragen, ob er die situation nicht entschärfen kann, wenn er wie hier geschehen nachfragt.

Das hat rein gar nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe. Verfickt nochmal.


doch. ich beziehe mich auf deinen vorschlag sich unmissverständlich auszudrücken.

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:
L.E.N. hat folgendes geschrieben:
ehrlich gesagt weiss ich nicht, wo du ein problem siehst.

Habe ich erklärt. Schulterzucken

Musst Du nur lesen. Und verstehen.


Trösterchen
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#683150) Verfasst am: 15.03.2007, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

http://de.wiktionary.org/wiki/Euthanasie:

abgeleitet vom griechischen ευθανασία „euthanasia“ als Zusammensetzung des griechischen eu „gut“ und thanatos „Tod“

Wie wäre es mit dem Sprachstamm als entscheidensten Faktor?
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#683160) Verfasst am: 15.03.2007, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
http://de.wiktionary.org/wiki/Euthanasie:

abgeleitet vom griechischen ευθανασία „euthanasia“ als Zusammensetzung des griechischen eu „gut“ und thanatos „Tod“

Wie wäre es mit dem Sprachstamm als entscheidensten Faktor?


Ich bin sehr dafür, auf die tatsächliche Verwendung zu achten. zynisches Grinsen
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 25405

Beitrag(#683191) Verfasst am: 15.03.2007, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Kleine Notiz, falls sich jemand wundert. Habe versehentlich einen Beitrag Caballitos von 15.32 Uhr zerschossen.

Verlegen
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Galaxisherrschers Katze
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Anmeldungsdatum: 06.04.2005
Beiträge: 5018

Beitrag(#683199) Verfasst am: 15.03.2007, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss, gestehen, dass mir auch immer der Gedanke an den Missbrauch dieses Wortes in den Sinn kommt. Dennoch würde ich im Allgemeinen nicht unterstellen, dass derjenige die von den Nazis verwendete Deutung meint. In anderen Ländern wird der Begriff ja auch für gewöhnlich in der Bedeutung von Sterbehilfe gebraucht.
zelig hat folgendes geschrieben:
@Caballito

Deine Argumentation beruht auf Wunschdenken. Du möchtest, daß "Euthanasie" eine eindeutige Bedeutung hat, nämlich die von Dir favorisierte. Aber die Wirklichkeit ist anders. Begriffe finden unterschiedlich Verwendung und sind unterschiedlich konnotiert. Und "Euthanasie" wurde von den Nazis nunmal verbrannt. Nun stört es Dich, daß es viele Menschen gibt, die, wenn sie "Euthanasie" hören, es einfach nicht verdrängen können, daß unter dem Deckmantel der "Euthanasie" Massenmord betrieben wurde. Aber das kann man nicht steuern. Du glaubst, wenn man "Euthanasie" konsequent neutral bis positiv verwendet, dann könne man den Brandgeruch entfernen, die Schmauchspuren. Aber für mich stellt sich das so dar, daß wir diese Spuren niemals entfernen können. Es gibt nur Menschen, die unterschiedlich wahrnehmen. Die einen riechen den Brandgeruch nicht mehr, den anderen steckt er tief in der Nase. Die werden immer danach fragen, was denn da so angekokelt riecht, wenn man es ihnen unter die Nase hält. Das kann man nicht steuern.
Und ganz abseits davon, gibt es natürlich Leute, die gerne mit diesem Reiz-Reaktions-Schema spielen. Sie wissen, daß andere den Brandgeruch in der Nase haben, und machen sich einen Spaß daraus, das, was diese Reaktion hervorruft, hinzuhalten und zu beobachten, was dann passiert.

Man kann eine Metapher auch zu Tode reiten... zwinkern
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
http://de.wiktionary.org/wiki/Euthanasie:

abgeleitet vom griechischen ευθανασία „euthanasia“ als Zusammensetzung des griechischen eu „gut“ und thanatos „Tod“

Wie wäre es mit dem Sprachstamm als entscheidensten Faktor?

Es ist also eindeutig ein Euphemismus (ist Euphemismus eigentlich auch ein Euphemismus?). Das ist für mich eher der Grund, mit so einem Wort vorsichtig zu sein.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22782
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Beitrag(#683232) Verfasst am: 15.03.2007, 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es kein gutes Argument, die ursprünglich wohlmeinende Bedeutung eines negativ konnotierten Wortes durch provokative Benutzung zurückerzwingen zu wollen, oder politische Korrektheit rundheraus abzulehnen. Politische Korrektheit - selbst wenn sie inhaltlich oft irrational ist - ist ein Zugeständnis an das soziale Zusammenleben.

Auch "Volksgesundheit", "Lebensraum", "Zigeuner", "Rassenmerkmale", "schwachsinnig", "Vollspastiker" usw. waren ursprünglich wohl keine negativ konnotierten Worte.
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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L.E.N.
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#683418) Verfasst am: 15.03.2007, 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
http://de.wiktionary.org/wiki/Euthanasie:

abgeleitet vom griechischen ευθανασία „euthanasia“ als Zusammensetzung des griechischen eu „gut“ und thanatos „Tod“

Wie wäre es mit dem Sprachstamm als entscheidensten Faktor?


Ich bin sehr dafür, auf die tatsächliche Verwendung zu achten. zynisches Grinsen


verwendung von wem? und warum?
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Malone
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Anmeldungsdatum: 02.09.2004
Beiträge: 5269

Beitrag(#683432) Verfasst am: 15.03.2007, 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Vom Rest der Menschheit vielleicht zwinkern
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Rasmus
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Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#683435) Verfasst am: 15.03.2007, 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

L.E.N. hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
http://de.wiktionary.org/wiki/Euthanasie:

abgeleitet vom griechischen ευθανασία „euthanasia“ als Zusammensetzung des griechischen eu „gut“ und thanatos „Tod“

Wie wäre es mit dem Sprachstamm als entscheidensten Faktor?


Ich bin sehr dafür, auf die tatsächliche Verwendung zu achten. zynisches Grinsen


verwendung von wem? und warum?


Kann ich nicht genau sagen. Aber wenn genügend Leute ein bestimmtes Wort auf eine bestimmte Art und Weise benutzen, dann hat das Wort diese Bedeutung.

Ich sagte "benutzen": Also sagen oder aufschreiben.
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Komodo
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Anmeldungsdatum: 27.05.2005
Beiträge: 4588
Wohnort: 2Fort

Beitrag(#683436) Verfasst am: 15.03.2007, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich dachte eigentlich, dass die Sterbehilfe an sich mit Naziverbrechen in Verbindung gebracht wird, und nicht der Fremdsprachige Begriff dafür. Das ist für mich völlig neu.

Und erscheint mir hochgradig bescheuert... Mit den Augen rollen


Für mich waren die Begriffre IMMER identisch und werden es auch bleiben.


Zuletzt bearbeitet von Komodo am 16.03.2007, 00:05, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#683438) Verfasst am: 16.03.2007, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Mal ganz grundsätzlich gefragt: Ist es eine gute Strategie, die Verwendung von Worten von denjenigen bestimmen zu lassen, die Worte missbrauchen und in ihrem Sinn umdeuten?
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AgentProvocateur
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Berlin

Beitrag(#683469) Verfasst am: 16.03.2007, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

Komodo hat folgendes geschrieben:
Ich dachte eigentlich, dass die Sterbehilfe an sich mit Naziverbrechen in Verbindung gebracht wird, und nicht der Fremdsprachige Begriff dafür. Das ist für mich völlig neu.

Und erscheint mir hochgradig bescheuert... Mit den Augen rollen

Warum? Weil es nicht Deinem Sprachgefühl entspricht?

Komodo hat folgendes geschrieben:
Für mich waren die Begriffre IMMER identisch und werden es auch bleiben.

Ja. Für Dich.

Kramer hat folgendes geschrieben:
Mal ganz grundsätzlich gefragt: Ist es eine gute Strategie, die Verwendung von Worten von denjenigen bestimmen zu lassen, die Worte missbrauchen und in ihrem Sinn umdeuten?

Ist denn eine heutige Konnotation von bestimmten Leuten (Missbrauchern und Umdeutern) festgelegt und gesteuert? Ich denke nicht.
Sollte die Konnotation von Missbrauchern und Umdeutern festgelegt werden dürfen? Nein, natürlich nicht.
Aber was folgt für Dich aus dieser grundsätzlichen Frage für die hier besprochene Einzelfrage?
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#683517) Verfasst am: 16.03.2007, 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:

Aber was folgt für Dich aus dieser grundsätzlichen Frage für die hier besprochene Einzelfrage?


Für mich folgt daraus die Frage, wieviel Macht z.B. die Nazis über meinen Wortschatz haben. Ich halte das wirklich für ein Problem. Wenn die heutigen Neonazis z.B auf die Idee kommen, Sex zwischen Deutschen und Ausländern als "Gurkensalat" zu bezeichnen und damit dem Wort "Gurkensalat" ihren Stempel aufdrücken wollen, muss ich mich dem dann im vorauseilenden Gehorsam beugen und meinen Wortschatz verändern? Man wird da ja von zwei Seiten bedrängt: Einmal von denjenigen, die Worte für ihre ideologischen Interessen umdeuten, auf der anderen Seite von den PC-Fanatikern, die ein bisher harmloses Wort plötzlich für bedenklich halten, weil Nazis es okkupiert haben. Das ist ein ideologisches Rückzugsgefecht, bei dem man den Feinden der Freiheit ohne Not einen Vorteil einräumt. Man lässt sich von Nazis zwar nicht sagen, wie man zu denken hat, aber man gehorcht sofort und ohne Widerstand, wenn sie einem vorgeben, wie man nicht zu sprechen hat.
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AgentProvocateur
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Berlin

Beitrag(#683519) Verfasst am: 16.03.2007, 01:52    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ist die heutige Konnotation von "Euthanasie"? Das lässt sich relativ einfach feststellen.

Beispiel (aus diesen Suchergebnissen).

Frage ist nun: ist dies Konnotation falsch? Und wenn ja, warum? Oder, anders gefragt, wäre es gut (richtig, wünschenswert) diese (mMn) unzweifelhaft vorhandene heutige Konnotation zu beseitigen (was mMn theoretisch möglich wäre, da ich denke, dass Konnotationen sich ändern können)? Das Sein begründet nicht das Sollen, das ist mir klar, aber wie wird das Sollen nun überhaupt begründet? Rein durch die ursprüngliche Bedeutung des Wortes bei völliger Ignorierung der späteren Verwendung des Wortes?

Noch anders gefragt: ist diese heutige Konnotation wirklich einer political correctness geschuldet? Unterstützt (bzw. legitimiert) diese Konnotation wirklich den (von meiner Seite unstrittigen) Euphemismus der Nationalsozialisten, so wie hier behauptet wird? Oder ist die Konnotation nicht eher ein Ergebnis der Euphemismus-Tretmühle (meine bescheidene Meinung)? Aber wenn ja, ist das dann falsch und muss deshalb geändert werden? Aber warum?

Ist es überhaupt in irgend einer Weise hilfreich, jemandem in dieser Diskussion, der seine Konnotation schildert, eine (negativ konnotierte, daher von Vorneherein konsequent abzulehnende) political correctness zu unterstellen?

Oder, noch anders gefragt: wer legt die richtigen und wahren und einzigen Konnotationen von Wörtern fest und was (oder wer) legitimiert ihn dazu?
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Sehwolf
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Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 10077

Beitrag(#683527) Verfasst am: 16.03.2007, 02:08    Titel: Antworten mit Zitat

Versteh nicht worüber ihr eigentlich streitet!

Hab jetzt in drei verschiedenen Wörterbüchern nachgesehen, über all das Gleiche:
Unter Schokoladeneis finde ich nirgends nichts, was mit Gurkensalat zu tun hat (oder war es umgekehrt?). Aber unter Euthanasie immer das gleiche Ergebnis:


Wiktionary#Euthanasie hat folgendes geschrieben:
Bedeutungen:
[1] medizinisch: die Erleichterung des Sterbens, das bewußte Herbeiführen des Todes
[2] historisch: im nationalsozialistischen Sprachgebrauch für die systematisch durchgeführte Ermordung von psychisch kranken und behinderten Menschen


Also werde ich wohl weiterhin nachfragen welche von beiden Bedeutungen gemeint ist. Geht die historische Bedeutung irgendwann mal flöten werden die Wörterbuchmacher sie mit ein paar Jahren Verzögerung streichen ....
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Rasmus
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Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#683530) Verfasst am: 16.03.2007, 02:13    Titel: Antworten mit Zitat

Sehwolf hat folgendes geschrieben:
Also werde ich wohl weiterhin nachfragen welche von beiden Bedeutungen gemeint ist.


Und Du bist wirklich ganz sicher, daß sich sowas nicht schlicht am Kontext erkennen lässt?

Und wenn nicht - so what? Fragt man halt nach und erklärt es, wie bei allen anderen Missverständnissen auch. Was mir gegen Strich geht ist, daß dieses eine Wort anders behandelt werden soll, als jedes andere Teekesselchen auf dieser Welt ...
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AgentProvocateur
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Berlin

Beitrag(#683537) Verfasst am: 16.03.2007, 02:20    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
AgentProvocateur hat folgendes geschrieben:

Aber was folgt für Dich aus dieser grundsätzlichen Frage für die hier besprochene Einzelfrage?

Für mich folgt daraus die Frage, wieviel Macht z.B. die Nazis über meinen Wortschatz haben. Ich halte das wirklich für ein Problem. Wenn die heutigen Neonazis z.B auf die Idee kommen, Sex zwischen Deutschen und Ausländern als "Gurkensalat" zu bezeichnen und damit dem Wort "Gurkensalat" ihren Stempel aufdrücken wollen, muss ich mich dem dann im vorauseilenden Gehorsam beugen und meinen Wortschatz verändern? Man wird da ja von zwei Seiten bedrängt: Einmal von denjenigen, die Worte für ihre ideologischen Interessen umdeuten, auf der anderen Seite von den PC-Fanatikern, die ein bisher harmloses Wort plötzlich für bedenklich halten, weil Nazis es okkupiert haben. Das ist ein ideologisches Rückzugsgefecht, bei dem man den Feinden der Freiheit ohne Not einen Vorteil einräumt. Man lässt sich von Nazis zwar nicht sagen, wie man zu denken hat, aber man gehorcht sofort und ohne Widerstand, wenn sie einem vorgeben, wie man nicht zu sprechen hat.

Hm, Ich bin kein PC-Fanatiker, der ein Wort bedenklich findet und Dir daher verbietet, es zu verwenden. Mir scheint dies eine plumpe Unterstellung zu sein, die nicht wirklich auf meine Ausführungen eingeht. Ist aber so schön einfach: die blöden PC-Fanatiker, denen zeigen wir's jetzt und wir machen genau das Gegenteil von dem, was wir glauben, was die wollen. Ein Diskussions-Tötungs-Mittel, ein Totschlagargument, ein Strohmann.

Sei's drum.

Mir geht es ganz einfach nur darum, auszusagen, welche Konnotation ich bei dem diskutierten Wort habe. Diese meine Konnotation magst Du blöd, falsch und unsachgemäß finden, aber dann wäre es besser, Du würdest das auch so sagen.

Ungeachtet dessen aber bleibt meine Konnotation bestehen.

Daraus folgt aber keineswegs (so wie immer weiter unterstellt wird) eine Handlungsanweisung an Dich (gefälligste Unterlassung des Wortes); da ich jetzt weiß, welche Bedeutung Du "Euthanasie" zumisst, ist eine Verständigung problemlos möglich.

Nur warte ich immer noch auf die Begründung, warum meine Konnotation so dumm, ablehnenswert, falsch, dämlich und unwürdig und am allerschlimmsten: politisch korrekt (igitt) sein soll.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 22333

Beitrag(#683562) Verfasst am: 16.03.2007, 03:25    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Mal ganz grundsätzlich gefragt: Ist es eine gute Strategie, die Verwendung von Worten von denjenigen bestimmen zu lassen, die Worte missbrauchen und in ihrem Sinn umdeuten?

Das kommt, denke ich, darauf an, ob man Chancen sieht, selber die Bedeutung (mit-)zubestimmen. Ein schönes Beispiel ist das Wort "Auschwitzlüge". Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen dieses Wort ausschließlich von Neonazis gebraucht wurde (im Sinne von "die Lüge Auschwitz"), die sagen wollten, Auschwitz und den Holocaust habe es nicht gegeben. Irgendwann wurde das Wort aber genau für dieses Leugnen verwendet - vielleicht von einem Journalisten, dem es bei Holocaust-Leugner-Prozessen oder ähnlichen Gelegenheiten zu mühsam war zu schreiben "die Lüge, Auschwitz habe es nicht gegeben". Heute wird das Wort nur noch so verwendet, es wurde "umgedreht" und den Nazis geklaut.
So etwas gelingt aber nur ganz, ganz selten.

Kramer hat folgendes geschrieben:
Für mich folgt daraus die Frage, wieviel Macht z.B. die Nazis über meinen Wortschatz haben.

Die Nazis haben Macht. Diskursive Macht, wie sie sich aus der Nazizeit ergibt und fortschreibt, lässt sich nicht einfach durch Willenserklärung beenden. Langsam, mühsam und in bestimmten seltenen Einzelfällen (wie in obigem Beispiel) auch schneller kann sich was ändern, aber kaum bewusst, sondern eher dadurch, dass die Nazis ihre diskursive Macht verlieren. Dass geht aber nicht durch "Ich will das nicht mehr"-Wortgebrauch, sondern durch ein ausdauerndes Gegenargumentieren, dass einen anderen Wortgebrauch irgendwann ganz selbstverständlich erscheinen lässt. In obigem Beispiel ist es zwar auch (relativ) schnell gegangen, aber die Bedeutungsveränderung hat gewiss niemand bewusst in Gang gesetzt.

Und was "Euthanasie" beitrifft, ist die diskursive Macht der Nazis offenbar noch nicht völlig vorbei. Beim Googeln habe ich zwei große Gruppen von Beispielen gefunden: Eine etwas kleinere, die den Begriff im eigentlich korrekten Sinn von "Sterbehilfe" verwendet (oft auch im Zusammenhang mit Haustieren); und eine etwas größere, die die Behindertenmorde der Nazizeit meinen (wobei das Wort hier wiederum recht häufig in Anführungszeichnen gesetzt oder sonst als falsch verwendet gekennzeichnet wird). Das heißt: Das Bewusstsein für die richtige Bedeutung ist da, das für die falsche Verwendung auch, die falsche Verwendung selbst eher nicht. (Allerdings weiß ich nicht, ob Google Naziseiten nicht auch sowieso eher aussortiert - möglicherweise könnte ich also die Nazi-Bedeutung per Google gar nicht finden, auch wenn es sie gäbe. Hier wäre also für eine wirklich ordentliche Beurteilung auch eine Beobachtung von rechtsextrmen Medien und dem Übergangseriech zum Mainstream angesagt.)
Es gibt allerdings die Ausnahme der Diskussion um die Ethik Singers, in der ja unter diesem Stichwort wohl auch die Tötung schwerstbehinderter Neugeborener diskutiert wird.
Es kann also u.U. sein, dass ich mit meiner Skepsis gegenüber dem Wort eine Wendung zu seiner unbefangeneren Verwendung verpasst habe. Ich für meinen Teil werde es dennoch noch eine Weile meiden.

Kramer hat folgendes geschrieben:
Wenn die heutigen Neonazis z.B auf die Idee kommen, Sex zwischen Deutschen und Ausländern als "Gurkensalat" zu bezeichnen und damit dem Wort "Gurkensalat" ihren Stempel aufdrücken wollen, muss ich mich dem dann im vorauseilenden Gehorsam beugen und meinen Wortschatz verändern?

Ich würde sagen: Ja. Nicht was vitaminreiche Beilagen betrifft, aber auf die metaphorische Verwendung des Worts "Gurkensalat" für menschliche Beziehungen würde ich dann verzichten, auch wenn ich die Metapher möglicherweise ganz anders meinen wollen würde als die Nazis.

Kramer hat folgendes geschrieben:
Man lässt sich von Nazis zwar nicht sagen, wie man zu denken hat, aber man gehorcht sofort und ohne Widerstand, wenn sie einem vorgeben, wie man nicht zu sprechen hat.

Weder sofort noch ohne Widerstand - aber die Nazischeiße ist eben leider einfach eine Realität, die man nicht einfach so ignorieren kann.

Derartige Fragen kenne ich auch aus dem Bereich bündisch-jugendbewegter Gruppen (Wandervogel, Pfadfinder und so). Da wird auch - je nach Gruppe - ganz häufig von Bundes- oder Stammes-"Führern" gesprochen, von "Pimpfen" u.dgl., auch wo gewiss keinerlei Nazinähe vorhanden ist. Auch dieser Wortgebrauch ist ja keine Erfindung der Nazis, sondern war schon vorher in vielen Jugendbünden im Schwange. Ich bin auch da bei vielen Wörtern sehr skeptisch und halte sie tendenziell für "verbrannt".
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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Queen of Las Vegas
Lebenserotiker



Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 1891
Wohnort: Mannheim

Beitrag(#683580) Verfasst am: 16.03.2007, 08:44    Titel: Antworten mit Zitat

schöne beispiele hier für die Gedankengänge die hinter einer PC-Mentalität ablaufen, sehr aufschlussreich.
Viele werden weiterhin ihr nazivokabular nutzen ohne es zu wissen um dann von arroganten Geschichtsoberlehrern mit erhobenem Zeigefinger ermahnt zu werden. Peinlich, Lächerlich und zeigt ein völlig verklemmtes Verhältnis zur eigenen Kultur und Identität. Da tun sich Abgründe auf im Mißbrauch von Wissen und in der krankhaften, weil selbstzersetzenden, Aufarbeitung der deutschen Geschichte.
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zelig
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Beiträge: 25405

Beitrag(#683587) Verfasst am: 16.03.2007, 09:30    Titel: Re: "Euthanasie" vs "Sterbehilfe" - Äquivalente Begriffe? Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Queen of Las Vegas hat folgendes geschrieben:

[...]
Ich würde eine Partei wählen, die für
[...]
- Euthanasie
steht[...].


Wenn ich das richtig sehe, gibt es in Dland keine ernstzunehmende Partei, die sich für "Euthanasie" stark macht. Und das ist auch gut so.


Wenn ich nochmal auf die Ausgangsfrage zurückkomme. Ich finde, da könnten wir das ganze einfach mal durchspielen.
Würde jemand nicht stutzen, wenn er in einem Wahlprogramm einer Partei ein Euthanasieprogramm vorfinden würde, ohne daß auf den Begriff "Euthanasie" reflektiert wird?
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Tapuak
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Anmeldungsdatum: 23.02.2006
Beiträge: 1264

Beitrag(#683596) Verfasst am: 16.03.2007, 10:09    Titel: Re: "Euthanasie" vs "Sterbehilfe" - Äquivalente Begriffe? Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Würde jemand nicht stutzen, wenn er in einem Wahlprogramm einer Partei ein Euthanasieprogramm vorfinden würde, ohne daß auf den Begriff "Euthanasie" reflektiert wird?

In einem Wahlprogramm geht aus dem Kontext hervor, was gemeint ist. Wichtig ist das Problem, um das es dabei geht, nämlich das selbstbestimmte Sterben, das zum Teil immer noch kriminalisiert wird, und das mitunter auf der Basis unhaltbarer esoterischer Argumente. Die verwendeten Begriffe sind dabei m.E. höchstens zehntrangig.
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 12486

Beitrag(#683597) Verfasst am: 16.03.2007, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
http://de.wiktionary.org/wiki/Euthanasie:

abgeleitet vom griechischen ευθανασία „euthanasia“ als Zusammensetzung des griechischen eu „gut“ und thanatos „Tod“

Wie wäre es mit dem Sprachstamm als entscheidensten Faktor?


100% Zustimmung. Alles andere ist deutsches Flaggellantentum, das sich auf eine Verzerrung von Begriffen wärend einer gewissen, zwölf Jahre währenden, Zeitspanne zurückführen lässt.
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Marie Huana
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Anmeldungsdatum: 06.12.2006
Beiträge: 194
Wohnort: Hintertupfingen

Beitrag(#683709) Verfasst am: 16.03.2007, 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Bevor hier von bekennenden Christen der Begriff "Euthanasie" als Relikt aus der Nazizeit reklamiert wird, sollten diese, was die Geschichtsvergessenheit angeht, doch einmal im eigenen Verein stöbern. Denn in beiden Fällen, Nazitum und Christentum, wurden Menschen jeweils einem Idealismus geopfert. Also, liebe Christen: Verbannt das Wort "Kreuz" aus Eurem Wortschatz, malt dieses Gebilde nicht mehr kollektiv in die Luft. Denn im Namen dieses Dingens, gab es mehr Opfer, als durch die "Zwangseuthanasie".
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Anmeldungsdatum: 27.05.2005
Beiträge: 4588
Wohnort: 2Fort

Beitrag(#683719) Verfasst am: 16.03.2007, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

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Komodo hat folgendes geschrieben:
Und erscheint mir hochgradig bescheuert... Mit den Augen rollen

Warum? Weil es nicht Deinem Sprachgefühl entspricht?
Nein, weil es unlogisch ist.
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zelig
Kultürlich



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Beitrag(#683728) Verfasst am: 16.03.2007, 14:04    Titel: Re: "Euthanasie" vs "Sterbehilfe" - Äquivalente Begriffe? Antworten mit Zitat

Tapuak hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Würde jemand nicht stutzen, wenn er in einem Wahlprogramm einer Partei ein Euthanasieprogramm vorfinden würde, ohne daß auf den Begriff "Euthanasie" reflektiert wird?

In einem Wahlprogramm geht aus dem Kontext hervor, was gemeint ist.

Klar. Aber unabhängig von der eigentlichen Position der fiktiven Partei (also gleichgültig, ob man mit der übereinstimmt oder nicht), wäre die Bezeichnung "Euthanasieprogramm" alleine nicht schon irritierend?

Tapuak hat folgendes geschrieben:
Wichtig ist das Problem, um das es dabei geht, nämlich das selbstbestimmte Sterben,


Ja, klar ist das wichtig. Aber es ist ein anderes Thema. Hier im Thread geht es eben um eine Begriffsbestimmung. Nicht um das Thema Sterbehilfe selber.
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caballito
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Beitrag(#683758) Verfasst am: 16.03.2007, 14:33    Titel: Re: "Euthanasie" vs "Sterbehilfe" - Äquivalente Begriffe? Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Klar. Aber unabhängig von der eigentlichen Position der fiktiven Partei (also gleichgültig, ob man mit der übereinstimmt oder nicht), wäre die Bezeichnung "Euthanasieprogramm" alleine nicht schon irritierend?


Das aber doch wohl in erster Linie deswegen, weil es ein Euthansie"programm" irgendwie nicht geben kann.
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Aber nicht alle Gedanken wissen das.
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kolja
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Beitrag(#683760) Verfasst am: 16.03.2007, 14:38    Titel: Re: "Euthanasie" vs "Sterbehilfe" - Äquivalente Begriffe? Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Aber unabhängig von der eigentlichen Position der fiktiven Partei (also gleichgültig, ob man mit der übereinstimmt oder nicht), wäre die Bezeichnung "Euthanasieprogramm" alleine nicht schon irritierend?

"Programm" hast Du jetzt aber hinzugedichtet. Ich kann auch nicht erkennen, welchen Sinn dieser Zusatz in Zusammenhang mit selbstbestimmteren Sterben haben sollte, Dein Zusatz schiebt den Begriff also schon in die Richtung, die Du anprangern willst.
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zelig
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Beitrag(#683766) Verfasst am: 16.03.2007, 14:40    Titel: Re: "Euthanasie" vs "Sterbehilfe" - Äquivalente Begriffe? Antworten mit Zitat

caballito hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:

Klar. Aber unabhängig von der eigentlichen Position der fiktiven Partei (also gleichgültig, ob man mit der übereinstimmt oder nicht), wäre die Bezeichnung "Euthanasieprogramm" alleine nicht schon irritierend?


Das aber doch wohl in erster Linie deswegen, weil es ein Euthansie"programm" irgendwie nicht geben kann.


Seh ich eigentlich auch so. Ändern wir das Szenario. Ein Parteiprogramm, in der der Standpunkt zur Sterbehilfe dargestellt werden soll. Das Kapitel wird mit Euthanasie betitelt. Wie fühlt sich das an?
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