Der Begriff des Rechten und Linken
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Freigeisterhaus -> Politik und Geschichte

#61:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 14:16
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Also ich würd' jetzt nicht Skeptiker und Wagenknecht in eine Schublade mit Stalin stecken. Mit den Augen rollen

Nicht den ganzen Stalin, nur diesen einen Aspekt. Und mit Zwinkern.

#62:  Autor: GreyWohnort: Raccoon City BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 14:42
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
PolitiScales unterscheidet sogar acht klar voneinander unterschiedene Skalen.

Hast du die Fragen alle beantwortet?

#63:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 14:51
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
PolitiScales unterscheidet sogar acht klar voneinander unterschiedene Skalen.


So siehts bei mir aus:


#64:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 15:46
    —
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren".

Was soll ich da antworten? "unsere Werte" sind für manche die tradierten Geschlechterrollen und die Religion, für Andere die Grundrechte und Aufklärung.

#65:  Autor: GreyWohnort: Raccoon City BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 16:31
    —
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren".

Was soll ich da antworten? "unsere Werte" sind für manche die tradierten Geschlechterrollen und die Religion, für Andere die Grundrechte und Aufklärung.

Fand ich auch etwas mißverständlich. Und auch widersprüchlich. Was ist, wenn jemandem Traditionen nicht wichtig sind, aber grundlegendes Wissen vermittelt werden soll?

#66:  Autor: GreyWohnort: Raccoon City BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 16:41
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
PolitiScales unterscheidet sogar acht klar voneinander unterschiedene Skalen.


So siehts bei mir aus:

https://farm8.staticflickr.com/7852/32435297757_e5390fc390_z.jpg

Ich habe eine Anarchismuspunkt zusätzlich erhalten. Cool

#67:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 16:43
    —
Grey hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren".

Was soll ich da antworten? "unsere Werte" sind für manche die tradierten Geschlechterrollen und die Religion, für Andere die Grundrechte und Aufklärung.

Fand ich auch etwas mißverständlich. Und auch widersprüchlich. Was ist, wenn jemandem Traditionen nicht wichtig sind, aber grundlegendes Wissen vermittelt werden soll?

Solange man Tradition nicht mit Folklore verwechselt, gibt es kein traditionsfreies Wissen. Wissen ist dynamisch und z.B. unsere Wissenschaft ist ohne die Tradition der Aufklärung nicht denkbar.

#68:  Autor: GreyWohnort: Raccoon City BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 16:55
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fwo hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren".

Was soll ich da antworten? "unsere Werte" sind für manche die tradierten Geschlechterrollen und die Religion, für Andere die Grundrechte und Aufklärung.

Fand ich auch etwas mißverständlich. Und auch widersprüchlich. Was ist, wenn jemandem Traditionen nicht wichtig sind, aber grundlegendes Wissen vermittelt werden soll?

Solange man Tradition nicht mit Folklore verwechselt, gibt es kein traditionsfreies Wissen. Wissen ist dynamisch und z.B. unsere Wissenschaft ist ohne die Tradition der Aufklärung nicht denkbar.

Dass Wissen ohne Tradition nicht denkbar ist, bedeutet aber nicht, dass es nicht ohne Tradition vermittelbar wäre. Aber wahrscheinlich zauberst du gleich ein Beispiel aus dem Ärmel, das die Wichtigkeit der Tradition darstellt.

#69:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 17:07
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Grey hat folgendes geschrieben:
....Aber wahrscheinlich zauberst du gleich ein Beispiel aus dem Ärmel, das die Wichtigkeit der Tradition darstellt.

Lass einfach ein bisschen einwirken, was Du bereits zitiert hast.

#70:  Autor: unquest BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 17:12
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
PolitiScales unterscheidet sogar acht klar voneinander unterschiedene Skalen.

Wobei hier lediglich politische Fragen politischen Oberbegriffen zugeordnet werden.

Jon Haidt geht es darum zu zeigen, dass sich einer poltischen Zugehörigkeit bestimmte moralische Entscheidungen zu ordnen lassen. Der politische Gegner hat also nicht, wie gerne über ihn behauptet wird keine, sondern eine andere Moral.
Das Ergebnis sieht dann für amerikanische Verhältnisse wie folgt aus:


#71:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 18:07
    —
fwo hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren". ...
Fand ich auch etwas mißverständlich. Und auch widersprüchlich. Was ist, wenn jemandem Traditionen nicht wichtig sind, aber grundlegendes Wissen vermittelt werden soll?
Solange man Tradition nicht mit Folklore verwechselt, gibt es kein traditionsfreies Wissen. Wissen ist dynamisch und z.B. unsere Wissenschaft ist ohne die Tradition der Aufklärung nicht denkbar.

Ja, Traditionen gibt es viele, und einige davon sollte man wohl lehren, andere nicht. Da steht aber eben nicht, welche.

#72:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 18:19
    —
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren".

Was soll ich da antworten? "unsere Werte" sind für manche die tradierten Geschlechterrollen und die Religion, für Andere die Grundrechte und Aufklärung.


In solche Fälle habe ich immer "weder noch" geantwortet. Es gab noch ein paar Dubiose Fragen dazwischen.

#73:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 18:35
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren".

Was soll ich da antworten? "unsere Werte" sind für manche die tradierten Geschlechterrollen und die Religion, für Andere die Grundrechte und Aufklärung.
In solche Fälle habe ich immer "weder noch" geantwortet. Es gab noch ein paar Dubiose Fragen dazwischen.

Ja, so hab ich's dann auch gemacht.

#74: Re: Der Begriff des Rechten und Linken Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 21:09
    —
step hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Meines Erachtens gut belegt durch die Arbeiten von Elinor Ostrom, wie sich die Tragik der Allmende vermeiden läßt.

Wenn das rechts ist, dann bin ich auch rechts. Skeptiker ist dann laut Zitat auch rechts. Mein Gott, jetzt seh ich schon überall Querfronten.

Und das durchaus zurecht. Deshalb ist ja die mehrdimensionale Darstellung besser geeignet: Es gibt Leute, die denken universalistisch, kollektivistisch, progressiv und autotitär (z.B. Skeptiker, Wagenknecht, Stalin zwinkern ). Andere "Linke" sind dezidiert antiautoritär, bis hin zum Anarchismus. Wieder andere Linke sind wertkonservativ (z.B. manche Gewerkschaftler). Bei "Rechten" ist es ähnlich, meistens sind sie autoritär, eine Sonderstellung nehmen die Neoliberalen ein - deswegen weiß ich nie, ob man die als "rechts" bezeichnen kann, da sie zuweilen liberalere und progressivere Einstellungen haben als manche Linke.

Deswegen finde ich, man sollte sich (und die Parteien / Politiker) lieber auf verschiedenen Skalen einordnen (anbei meine eigene Einordnung:

Ethik: universalistisch (x) - - - - partikularistisch
Gesellschaftsmodell: kollektivistisch - - - (x) - individualistisch
Handlungsfreiheit: autotitär - - - - (x) liberal
Wertehaltung: wertkonservativ - - - - (x) progressiv


Ich finde politische Selbsttests mit nur 2 Dimensionen besser:
https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2064906#2064906

Begründung: Bei diesem Test stehen sich die 2 wesentlichen gesellschaftlichen Dimensionen gegenüber:

a) die Produktionsverhältnisse und

b) der politische Überbau.

Die oben genannten 4 Dimensionen schleichen sich dagegen an diesen 2 Hauptpunkten, in denen die eigentliche Musik spielt, vorbei und machen aus der Gesellschaft lauter innere Haltungen:

- eine ethische Haltung
- eine individualistische oder antiindividualistische Haltung
- eine freie oder autoritäre Haltung
- eine Wertehaltung.

Was hierbei fehlt, ist die artgerechte Haltung.

Zu den außerdem vorgeschlagenen 8 (!) Dimensionen mit über 100 Fragen sage ich schon gar nichts mehr, weil dort irgend welche Haltungen bzw. inneren Einstellungen einfach nur noch weiter aufgesplittet sind.

-------

Zur Fragestellung von samson:

Rechte Politik ist für den Kapitalismus, linke Politik ist tendenziell für Sozialismus.

Rechte Politik unterstützt alle Institutionen, die den heutigen Kapitalismus tragen, ihn organisieren. Linke Politik unterstützt dagegen solche Institutionen, bei denen der Mensch und seine ausbeutungs- und herrschaftsfreien Beziehungen untereinander und zur Natur im Mittelpunkt stehen, während alle anderen Institutionen kritisiert werden.

Bei den Rechten muss sich der Mensch vor der Institution rechtfertigen, bei den Linken hat sich die Institution in ihrer Existenzberechtigung vor dem Menschen zu rechtfertigen.

Zwischen rechts und links gibt es keine Schnittmenge. Querfronten sind nicht wirklich tragfähig und bei genauerem Hinsehen auch nicht wirklich vorhanden in dieser Welt.

Die Schnittmenge zwischen faschistischer und konservativer Politik dagegen ist sehr groß:
Am Beginn der Weimarer Republik standen Staatsmassaker

Kapitalismus und rechte Politik gehen notwendig Hand in Hand, wie man sieht.

#75:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 21:38
    —
Je mehr ich über die Revolution weiß, desto deutlicher habe ich den Eindruck, das Ebert und Noske alles richtig gemacht haben.

#76:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 21:58
    —
step hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren". ...
Fand ich auch etwas mißverständlich. Und auch widersprüchlich. Was ist, wenn jemandem Traditionen nicht wichtig sind, aber grundlegendes Wissen vermittelt werden soll?
Solange man Tradition nicht mit Folklore verwechselt, gibt es kein traditionsfreies Wissen. Wissen ist dynamisch und z.B. unsere Wissenschaft ist ohne die Tradition der Aufklärung nicht denkbar.

Ja, Traditionen gibt es viele, und einige davon sollte man wohl lehren, andere nicht. Da steht aber eben nicht, welche.

Ich wollte damit auch nicht sagen, dass ich mich in dieser Frage entscheiden könnte, ich wollte nur darauf hinweisen, dass Tradition weder unbedingt Folklore ist noch dass sie sich unbedingt im Widerspruch zu Wissen befinden muss.

#77:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:12
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Je mehr ich über die Revolution weiß, desto deutlicher habe ich den Eindruck, das Ebert und Noske alles richtig gemacht haben.


Als ausdrücklicher, rechter Anhänger des Kapitalismus musst du das auch so sehen, das ist nur konsequent, denn:

Kapitalismus läßt sich nur durch Terrorismus durchsetzen

... bzw. aufrecht erhalten.

#78:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:29
    —
Der Begriff Terrorismus macht bei staatlichem Handeln keinen Sinn.

#79:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:31
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Samson83 hat folgendes geschrieben:
Der Begriff Terrorismus macht bei staatlichem Handeln keinen Sinn.

Mit den Augen rollen Dir ist schon klar, dass der Begriff terreur oder Terror als politischer Begriff ursprünglich ganz spezifisch auf staatliches Handeln gemünzt war und das noch bis ins 20. Jahrhundert hinein weitestgehend so blieb? Die Verwendung von "Terrorismus" ganz spezifisch für nichtstaatliches Handeln ist eine relativ junge Entwicklung. Laut Wikipedia beinhaltet übrigens auch die vom UN-Sicherheitsrat verwendete Definition terroristischer Handlungen keine explizite Einschränkung auf nichtstaatliches Handeln.

(Warum gewisse Leute eine solche Einschränkung gerne hätten, ist natürlich transparent. Mitmachen muss man das aber nicht.)

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsterror


Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 14.03.2019, 22:39, insgesamt einmal bearbeitet

#80:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:38
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Der Begriff Terrorismus macht bei staatlichem Handeln keinen Sinn.

Mit den Augen rollen Dir ist schon klar, dass der Begriff terreur oder Terror als politischer Begriff ursprünglich ganz spezifisch auf staatliches Handeln gemünzt war und das noch bis ins 20. Jahrhundert hinein weitestgehend so blieb?

Die Verwendung von "Terrorismus" ganz spezifisch für nichtstaatliches Handeln ist eine relativ junge Entwicklung.
wiki (konsultiere ich nie bevor ich etwas schreibe) meint es gibt 109(!) unterschiedliche Terrorismusdefinitionen. Mein Verständnis dieses Begriffs beinhaltete Illegalität; daher wären zum Beispiel die Handlungen der Einsatzgruppen der SS in Polen aus deutscher Perspektive kein Terrorismus.

#81:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:41
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Der Begriff Terrorismus macht bei staatlichem Handeln keinen Sinn.

Mit den Augen rollen Dir ist schon klar, dass der Begriff terreur oder Terror als politischer Begriff ursprünglich ganz spezifisch auf staatliches Handeln gemünzt war und das noch bis ins 20. Jahrhundert hinein weitestgehend so blieb?

Die Verwendung von "Terrorismus" ganz spezifisch für nichtstaatliches Handeln ist eine relativ junge Entwicklung.
wiki (konsultiere ich nie bevor ich etwas schreibe) meint es gibt 109(!) unterschiedliche Terrorismusdefinitionen. Mein Verständnis dieses Begriffs beinhaltete Illegalität; daher wären zum Beispiel die Handlungen der Einsatzgruppen der SS in Polen aus deutscher Perspektive kein Terrorismus.

Begann die Illegalität nicht bereits mit den Einmarsch?

#82:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:41
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
wiki (konsultiere ich nie bevor ich etwas schreibe) meint es gibt 109(!) unterschiedliche Terrorismusdefinitionen.

Kann sein. Und in einer solchen Situation benutzt man die weiteste Definition, solange man nicht gute Argumente dafür vorlegen kann, das nicht zu tun.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Begann die Illegalität nicht bereits mit den Einmarsch?

Wollte ich auch gerade sagen.

#83:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:43
    —
Stimmt, Denkfehler.

#84:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.03.2019, 22:45
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
wiki (konsultiere ich nie bevor ich etwas schreibe) meint es gibt 109(!) unterschiedliche Terrorismusdefinitionen.

Kann sein. Und in einer solchen Situation benutzt man die weiteste Definition, solange man nicht gute Argumente dafür vorlegen kann, das nicht zu tun.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Begann die Illegalität nicht bereits mit den Einmarsch?

Wollte ich auch gerade sagen.
Ich würde sagen einen solch umstrittenen Begriff benutzt man am besten gar nicht. Bei Wiki stand auch, dass sich aus eben diesem Geund zahlreiche Juristen gegen die Verwendung des Begrifffs Terrorismus als Rechtsbegriff gesperrt hatten.

#85:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 15.03.2019, 01:11
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Rechtsradikale träumen natürlich nicht von der Auflösung der Volkseinheit. Im Gegentum ist es eine Kernutopie rechtsradikaler, die Menschen eines Staatsgebietes zu einem völkischen Block zu formen. Mitsamt der Definitionshoheit darüber, wer zu dem Block gehört, und wer nicht.

Samsons "Trick" an der Stelle ist, dass er behauptet, es gäbe eine wissenschaftliche Definition von Volkseinheit, der diese (dementsprechend unwissenschaftlichen) Definitionen nicht entsprechen, aber diese Definition nicht angeben kann und das bisher auch noch nicht getan hat, sondern eben einfach voraussetzt, dass es das gibt.
Es gibt keine Wissenschaftliche, schon gar keine unbestrittene Definition von Volkszugehörigkeit.

Aber:
Ich finde Kubitschek (den Herrn schätze ich immer mehr) Maßstab für schlüssig:
Zum Deutschen Volk gehört jeder mit deutschem Pass, und das ist gut und Richter.

Aber infolgedessen sollte diesen nur erhalten, wer
a) deutsche Eltern hat (Migrationshintergrund irrelevant)
b) sich in die deutsche Kultur nachweislich integriert hat, sprich: die Sprsche spricht, seinen Lebensunterhalt selbst bestreitet (und daher Steuern zahlt oder mit einem Steuerzshler verheiratet ist) und die Gesetze nachweislich über längere Zeit befolgt hat. Hautfarbe, Essgewohnheiten und Religion irrelevant (letzteres finde ich zwar eher misslich, gegenteiliges ist aber in keiner ernsthaften Diskussion mehr vertretbar).

#86:  Autor: GreyWohnort: Raccoon City BeitragVerfasst am: 15.03.2019, 13:46
    —
fwo hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Manche Fragen finde ich sehr mißverständlich, etwa: "Die Schule sollte unsere Werte, Traditionen und grundlegendes Wissen lehren". ...
Fand ich auch etwas mißverständlich. Und auch widersprüchlich. Was ist, wenn jemandem Traditionen nicht wichtig sind, aber grundlegendes Wissen vermittelt werden soll?
Solange man Tradition nicht mit Folklore verwechselt, gibt es kein traditionsfreies Wissen. Wissen ist dynamisch und z.B. unsere Wissenschaft ist ohne die Tradition der Aufklärung nicht denkbar.

Ja, Traditionen gibt es viele, und einige davon sollte man wohl lehren, andere nicht. Da steht aber eben nicht, welche.

Ich wollte damit auch nicht sagen, dass ich mich in dieser Frage entscheiden könnte, ich wollte nur darauf hinweisen, dass Tradition weder unbedingt Folklore ist noch dass sie sich unbedingt im Widerspruch zu Wissen befinden muss.

Was nicht bedeutet, dass der Verfasser der Ausgangsfrage Tradition nicht im Sinne von Folklore benutzt hat. Das weiß nur der Verfasser der Frage und das macht diese Frage somit mißverständlich und auch widersprüchlich, da Tradition durchaus im Widerspruch zum Wissen stehen kann.

#87: Re: Der Begriff des Rechten und Linken Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 15.03.2019, 15:13
    —
smallie hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
a) Was ist Legalität
Rechtsstaatsprinzip. Das geschriebene Recht muss herrschen. Thats it im Prinzip.

Ein gewisser Drakon hat 620 vdZ das geschriebene Recht in Athen eingeführt. Seinetwegen nennt man auch heute noch härtere Gesetze drakonisch


Schau mal einer an.

Zitat:
Geschriebenes Recht wandelt sich über die Jahrzehnte. Heutiges Recht kann morgen oder übermorgen überholt sein. Weiter unterscheidet sich Recht von Land zu Land. Was in Deutschland Recht ist, ist in anderen Ländern unrecht - und umgekehrt.

Donnerwetter!

Zitat:
Geschriebenes Recht soll Willkür verhindern. Gut so. Garantieren kann es das nicht, weil Sprache mehrdeutig ist - bis hin zu Gummi-Formulierungen. In jedem Fall ist Recht kein absoluter Maßstab.

Na so was!

Zitat:
Hat leider nichts mit dem politischen Alltag in Deutschland zu tun. Siehe Jens Spahn und wie er Gerichtsurteile zur Sterbehilfe sabotiert.

Und für Frau van der Leyen, für die bei der Bundeswehrführung das Vergaberecht (eines meiner Fachgebiete) eine Art unvrbindliche Handlungsanweisung zu sein scheint. Von der rechtlich umstrittenen "Grenzöffnung" ganz zu schweigen. Ich weise höflich daraufhin, dass "der politische Alltag in Deutschland" nicht zuletzt aufgrund der mangelhaften Rechtsbindung massiv von rechts kritisiert wird.

Zitat:
Nein. Hab' kein Interesse, dem Übeltäter übel zu tun.
Das ist das Blade-Runner-Problem. Um Replikanten umzulegen, mußt du selbst ein Replikant sein/werden.

Damit liegst du ganz auf der Höhe der Zeit, ist doch schön.

Zitat:
Wenn das rechts ist, dann bin ich auch rechts. Skeptiker ist dann laut Zitat auch rechts. Mein Gott, jetzt seh ich schon überall Querfronten.


Es macht niemandem zum rechten, wenn er einzelne rechte Positionen vertritt. Das Subsidiariitätsprinzip ist ein Kernelement klassisch-konservativen Staatsverständnisses, dass sich schon im römischen Staatsrecht und in der katholischen Soziallehre findet. Meine Haltung zur Ausgestaltung (wenn auch nicht der Finanzierung - ein Widerspruch, den Auszuräumen mir noch nicht gelungen ist) des Sozialstaats kann man auch als "links" bezeichnen.

Zitat:
Samson, meinst du wirklich, Paul Breitner, Gerd Müller, Beckenbauer und Uli Hoeness seien grundsätzlich vertrauenswürdiger als Boateng oder Özül, weil sie aus unserer Familie/Heimat stammen?
Nein, natürlich nicht, wie kommst du darauf?

quote-tag entfernt. vrolijke

#88:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 01:37
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Stimmt, Denkfehler.

Wie funktioniert das, wenn man nicht denken kann? Am Kopf kratzen

#89:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 01:42
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Stimmt, Denkfehler.

Wie funktioniert das, wenn man nicht denken kann? Am Kopf kratzen
verstehe ich nicht

#90:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 02:11
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Stimmt, Denkfehler.

Wie funktioniert das, wenn man nicht denken kann? Am Kopf kratzen
verstehe ich nicht

Burschischicksal, Hirnmensur Sehr glücklich



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