Freigeisterhaus Foren-Übersicht www.artikeldrei.de
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   NutzungsbedingungenNutzungsbedingungen   BenutzergruppenBenutzergruppen   LinksLinks   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   KarteKarte   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Physik und Philosophie
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4 ... 12, 13, 14  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Wissenschaft und Technik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Tarvoc
Oh Deer...



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 38732
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2182521) Verfasst am: 03.07.2019, 23:51    Titel: Re: Physik und Philosophie Antworten mit Zitat

Shiva hat folgendes geschrieben:
Ja, da sieht man, dass "Ontologie" nicht mehr "Wirklichkeit" bedeutet, sondern "Theorie einer Wirklichkeit!"

Ontologie hat überhaupt noch nie Wirklichkeit "bedeutet". Das Wort Ontologie setzt sich zusammen aus den beiden altgriechischen Worten on (das Hilfsverb "sein", als Substantiv ontos) und logos (Lehre), bezeichnet also die Lehre vom Sein.
_________________
From what I've tasted of desire, I hold with those who favor fire.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
swifty
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 5000

Beitrag(#2182525) Verfasst am: 03.07.2019, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Einai heißt sein. Ontos ist das Partizip. zwinkern
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Oh Deer...



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 38732
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2182528) Verfasst am: 04.07.2019, 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt.
_________________
From what I've tasted of desire, I hold with those who favor fire.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
swifty
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 5000

Beitrag(#2182529) Verfasst am: 04.07.2019, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Also heißt es eigentlich 'Die Lehre vom Seienden'.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Oh Deer...



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 38732
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2182544) Verfasst am: 04.07.2019, 07:37    Titel: Antworten mit Zitat

Fraglich. Eigentlich ist es normal, dass man nicht an ein Verb -logie anhängt, sondern entweder ein Partizip bildet oder das Verb sonstwie substantiviert. Mir fällt jedenfalls gerade kein Gegenbeispiel dazu ein.
_________________
From what I've tasted of desire, I hold with those who favor fire.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



Anmeldungsdatum: 18.09.2003
Beiträge: 9920
Wohnort: 75

Beitrag(#2182549) Verfasst am: 04.07.2019, 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

swifty hat folgendes geschrieben:
Sorry, die Diskussion ist jetzt schon weiter fortgeschritten, aber ich will das trotzdem nicht so unkommentiert stehen lassen:

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
swifty hat folgendes geschrieben:
Ich denke die Physik ist eine Unterabteilung der Philosophie. Die Philosophie sollte erklären wie das so ist und die Philosophie sollte sagen warum das so ist.


Das "Warum" scheint mir eher eine theologische Fragestellung zu sein. Und genau diese Theologie war es ja, die sich über Jahrhunderte mit ganz ähnlicher Argumentation als "Königin der Wissenschaften" verstand. Diese Zeiten sind ja zum Glück vorbei. Jetzt die Philosophie als quasi "säkulare Theologie" zur neuen Königin ausrufen zu wollen, erscheint mir nicht sonderlich hilfreich.


Ich würde das Warum nicht den Theologen überlassen. Warum auch? Bereits Aristoteles erklärte die Metaphysik zur Königsdisziplin und das haben die Christen später übernommen und die Theologie eingesetzt. Den Gedanken also haben die Christen geklaut und verunstaltet, die Idee von der Philosophie als Königin der Wissenschaften ist weit älter und mMn auch sinniger.


Mein Punkt ist, dass "metaphysische" Fragen die gesamte Wissenschaft tangieren und sämtliche Disziplinen miteinander wechselwirken (sollten). Ich finde es jeweils gruselig, wenn Neurologen ihre Ergebnisse neurotheologisch interpretieren oder wenn Philosophen meinen, sich trotz weitgehender Kenntnisfreiheit kompetent zum Wesen der Quantenmechanik äußern zu können. Funktionieren könnte es dann, wenn die Zusammenarbeit so konstruiert wäre, dass sich die jeweiligen Wissensbereiche und Kompetenzen gegenseitig ergänzen und voaneinander lernen - statt irgendwelche Vorrangsdiskussionen zu führen. Und um das Vermittlungsproblem von Wissenschaft zu lösen, sollten in solchen Teams übrigens auch immer Menschen mit dabei sein, die wissen, wie Kommunikation funktioniert. Das wäre mein Idealbild vom Wissenschaftsbetrieb: Keine interdisziplinäre Zusammenarbeit, sondern Disziplinen an sich in ihrer historisch gewachsenen Form abschaffen oder wenigstens ganz neu konstruieren.
_________________
"Die einfache Formel: Jesus ist stärker! hilft Menschen, sich aus der Fixierung völlig irrationaler Wertesysteme zu lösen."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2182550) Verfasst am: 04.07.2019, 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Wissenschaft ist die methodische best practice der Annäherung menschlichen Weltverständnisses an die Wahrheit über die Welt.

Die Welt ist kein formallogisches System (jedenfalls bisher nicht), deswegen ist "Wahrheit" hier irreführend. Es geht nicht darum, sich der Wahrheit anzunähern, sondern ein fundamentaleres Verständnis zu erreichen, also eine fundamentaleres Modell.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Wie schon mal geschrieben, würde ich den Begriff Modell/Modellierung für wissenschaftliche Theoriebildung nicht verwenden, da Wissenschaft eben nicht darin besteht, Realität, Strukturen und Formen der Realität nachzubilden, sondern die Strukturen hinter den Strukturen gesetzmäßig zu fassen, d.h. zu erklären und zu beschreiben. In diesem Punkt hat Myron Recht. Wissenschaft fabriziert aus dem Konkreten das Abstrakte, um Prinzipien zu verstehen und verstehbar zu machen.

Letzteres stimmt, widerspricht aber nicht unbedingt dem Begriff "Modell". Auch ein Schaufenstermodell bildet nicht wirklich eine Person nach, sondern nur bestimmte Eigenschaften, etwa Formen, damit man Kleider drüberhängen kann. Ähnlich modellieren Theorien, auf unterschiedlich fundamentalen Ebenen, bestimmte Zusammenhänge meßbarer Phänomene, damit man diese berechnen kann. Ich hatte ja selbst schon darauf hingewiesen, daß es problematisch ist, den Termen z.B. einer Formel von Newton oder Einstein irgendeine reale Existenz beizudeuten.

Wenn einenm "Modell" nicht gefällt, kann man auch "Simulation" verwenden, das betont den Aspekt der Berechnung/Vorhersage.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.


Zuletzt bearbeitet von step am 04.07.2019, 11:33, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2182555) Verfasst am: 04.07.2019, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
... je weiter sich die Ideen und Theorien der Naturwissenschaft von empirischer Bestätigtheit/Bestätigbarkeit oder Testbarkeit entfernen (z.B. die Stringtheorie), umso mehr wird sie wieder zur Naturphilosophie.

Da stimme ich insofern zu: Physikalische Hypothesen, die grundsätzlich keine Möglichkeit beinhalten, sie zu überprüfen, sind keine naturwissenschaftlichen Theorien, sondern je nach Formulierung Mathematik oder Metaphysik.

Myron hat folgendes geschrieben:
"Eine der Arten, wie ein Metaphysiker einem Nichtmetaphysiker helfen kann, ist, ihn vor schlechter Metaphysik zu schützen."[/i]

Auch das klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar - Schutz vor schlechter Metaphysik will doch jeder. Allerdings stellen sich beim zweiten Lesen die Fragen:
1. Wer bedroht denn die Physik mit schlechter Metaphysik? Doch wohl vor allem die Metaphysiker selbst, inklusive die unter den Physikern.
2. Wozu braucht die Physik "gute Metaphysik"? Es bleibt ja nichts Nützliches für die Wissenschaft übrig, wenn man die "schlechte Mataphyik" wegnimmt.

Wenn die Philosophie einen Nutzen für die Naturwissenschaften hat, dann am ehesten dadurch, daß sie in bezug auf deren Prozesse die richtigen kritischen Fragen stellt. Wissenschaftsprozess, politische, ethische Fragen und dgl.
Und, etwas provokant formuliert aber passend zu Deinem Text oben: Philosophie sollte sich selbst und die Naturwissenschaft davor schützen, (tagsüber) Metaphysik zu betreiben.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2182557) Verfasst am: 04.07.2019, 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Am Ende ist Metaphysik nichts anderes als Storytelling - ich gebe einer Sache einen Sinn, der nicht aus der Sache kommt, sondern aus meinem Wunsch nach einer schönen Geschichte.
_________________
"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Shiva
Newcomer



Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 26

Beitrag(#2182706) Verfasst am: 05.07.2019, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:

Was passiert da? Es bildet sich Bewußtsein, die Voraussetzung dafür, daß sich das Universum überhaupt wahrnehmen kann. Und die Bewußtwerdung erfolgt innerhalb von Galaxien und manifestiert sich in solchen Figuren wie z.B. uns.

Was sagt die Wahrscheinlichkeitsrechnung? Aus einer endlichen Zahl unterschiedlicher Bausteine kann nur eine endliche Zahl unterschiedlicher endlicher Kombinationen entstehen. Wir sind solch eine endliche Kombination.

Das Universum ist eine Art Lottosystem, in dem zwangsweise Bewußtwerdung erzeugt wird, damit arbeitet das Universum teleologisch.

Der Sinn des Universums ist die Erzeugung von Bewußtsein, denn ohne letzteres gäbe es kein Universum. Das Universum erzeugt sich seine Spiegel, weil es nur in Form von Innenbetrachtern existent wird. Ein Außen gibt es nicht, damit kannst du den Urknall, Paralleluniversen und sonstige Gedankenkonstrukte einschließlich aller Schöpfungsreligionen in die Graue Tonne treten.


Damit rennst du bei mir offene Türen ein! bravo Das würde ich gerne thematisieren, habe aber noch kein Konzept, wie. Vllt. erstmal ein Brainstorming, was den Erkenntnisprozess angeht:

Wenn man ganz vorurteilslos an die Sache herangeht, dann bietet sich einem m.E. - was die Erkenntnis angeht - folgendes Bild:
1. Wir nehmen empirische Daten in unser Bewusstsein auf
2. Das setzt eine vom Bewusstsein unabhängige Außenwelt voraus, sodass wir es mit diesen drei Entitäten zu tun haben: Bewusstsein, Außenwelt, Wahrnehmung.
3. Von dieser Außenwelt wissen wir zunächst nicht mehr als diese konkreten Daten, die als Bewusstseinsinhalte vorliegen.
4. Diese Bewusstseinsinhalte werden erkenntnistheoretisch verarbeitet; dazu systematisieren wir, bilden Systeme und entwickeln mehr oder weniger unabhängig eine Mathematik (incl. Regeln hins. Logik und Konsistenz) und stellen Relationen zw. den B.-Inhalten her (zB Kausalität, u a).
5. Wir erhalten eine in sich konsistente Theorie, die empirisch im Rahmen von 1.) abgesichert ist, aber nicht mehr.
6. Wir deduzieren aus dieser Theorie Vorhersagen und überprüfen sie ebenfalls empirisch.

Methodisch ist es im Grunde ein empiristisch-rationalistischer Cyclus, der auf immer höherer Stufenleiter durchlaufen wird.
Wir haben also auf der einen Seite die von Bewusstsein unabhängige Realität mit ihren mannigfaltigen Konkreta und auf der anderen Seite das erkennende Bewusstsein mit den Bewusstseinsinhalten; die Verbindung wird durch die sinnliche Wahrnehmung - soweit sie eben reicht - hergestellt.

Es ist also a priori weder sicher, dass die Natur intrinsisch mathematisch ist, noch welche Elemente der Theorie ein reales Äquivalent in der Außenwelt haben oder welche Elemente irreale Hilfsgrößen sind.
Daraus ließe sich ableiten, dass wir die mathematisch formalisierten Gesetzmäßigkeiten konstruieren und überprüfen, ob mit diesem Formalismus der Objektbereich adäquat abgebildet wird.
In der Kl. Mechanik war das noch naiv-realistisch möglich: wir haben i.d.R. unmittelbaren Zugang zum Objektbereich; aber bei der "(Gravitations-) Kraft, F" stellt sich (vllt) zum ersten Mal das Problem, dass diese empirisch nicht direkt zugänglich ist, sondern nur mittelbar über ihre Wirkung, weshalb wir auch nicht wirklich wissen, was diese Kraft ist (daran ändert mE auch die ART nichts) und Newton war sich dessen auch sehr wohl bewusst.
Deutlicher wird es im Falle der klass. ED-Felder; kritisch wird es im Falle der QM, SRT und vollends unübersichtlich in der QFT & Co.

Wenn man die Funktion der Physik nicht nur auf das Messen & Rechnen beschränkt, sondern sie - philosophisch - auch darin sieht, möglichst sicher etwas über die Beschaffenheit der Natur zu vermitteln, dann könnte man so formulieren, dass die Physik der Philosophie quasi davongelaufen ist und das bedeutet, es besteht großer Nachholbedarf. Das wollte ich hier thematisieren:
A) das Verhältnis der unter 2.) genannten Erkenntniselemente.
B) das Verhältnis Mensch/Kosmos oder Geist/Materie.
_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
(Murray Gell-Mann)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
joh
registrierter User



Anmeldungsdatum: 18.09.2017
Beiträge: 87
Wohnort: Kevelaer

Beitrag(#2208536) Verfasst am: 08.04.2020, 20:51    Titel: Re: Physik und Philosophie Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Hallo Foristen,


Das bedeutet, ein Quantum, weil eine endliche Entität, muß ein endliches Volumen aufweisen.



Hatte mal vorbeigeschaut und direkt einen interanten Gedanken gefunden.

Die Natur kennt als Quantum nur den elektromagnetischen Dipol.
Im Zentrum des Dipols wird kinetische Energie in elektrische Energie gewandelt.
Die elektrische Energie des Dipols ist damit begrenzt.
Aber nach außen hin nimmt die Kraft mit dem Quadrat der Entfernung ab.
Die Reichweite geht theoretisch gegen Unendlich
Aber wenn die Kraft sich nicht mehr mit dem Energiegehalt des Universums unterscheidet, dann ist die Grenze des Quantums erreicht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Roter Ballon
Lifted



Anmeldungsdatum: 22.12.2006
Beiträge: 2516
Wohnort: München

Beitrag(#2216354) Verfasst am: 28.06.2020, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Am Ende ist Metaphysik nichts anderes als Storytelling - ich gebe einer Sache einen Sinn, der nicht aus der Sache kommt, sondern aus meinem Wunsch nach einer schönen Geschichte.


Die Kopernikanische Wende, oder auch "scientific Revolution" fängt damit an, das Kopernikus in seinen Lehrjahren Kontakt zu "Neuplatonikern" pflegte. Für diese war die Sonne als Symbol Gottes Ursprung und Zentrum des Weltbildes.

Kopernikus hat eine existierende antike Vorstellung mit mathematischen Modellrechnungen erweitert.
Sein Modell ist zwar einfacher, jedoch zeitgenössisch vor der Erfindung von Ferngläsern nicht wirklich exakter in den Berechnungen der Planetenbahnen als das kompliziertere ptolemäische System.

Kepler wiederum hatte in seinen Lehrjahren Kontakt zu einem Kopernikaner.
Zugang zu den umfangreichsten Daten - dank Tycho Brahe.

Newton seinerseits entwickelt Gravitationsgesetze aus dessen Arbeiten.


Für alle ist Mathematik die Sprache Gottes.
Bis ca. mitte-Ende des 19 Jahrhunderts ist die Selbstbezeichnung der Gelehrten Naturphilosophen.

Sich Wissenschaftler bzw. Physiker, Chemiker, Biologen oder anderes zu nennen ist was Neuzeitliches.

Zu meiner Zeit im Wissensbetrieb Ende des 20. Jahrhundert war "interdisziplinär" En Vogue und alle Crossover, viele mit Bio davor....


Naja Bio ist ja nun überall im Supermarkt Mit den Augen rollen


Oder kurz, mir missfällt dieser dichotome Grundton, Philosophie auf der einen Physik auf der anderen Seite.
Neue Ideen haben ihren Ursprung selten in einem abgesteckten Feld.
Deswegen sagt man ja auch "Thinking outside und box"!
_________________
____________________
ertrage die Clowns!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uwebus
registrierter User



Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 3676
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2216399) Verfasst am: 29.06.2020, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Roter Ballon hat folgendes geschrieben:


Oder kurz, mir missfällt dieser dichotome Grundton, Philosophie auf der einen Physik auf der anderen Seite.
Neue Ideen haben ihren Ursprung selten in einem abgesteckten Feld.
Deswegen sagt man ja auch "Thinking outside und box"!


bravo

Roter Ballon,

ich habe ja nun genug Erfahrung mit dem thinking outside und den Reaktionen derer, die inside sitzen und meinen, weil sie viele sind, die Wahrheit gepachtet zu haben.

Im Augenblick geht es in einem anderen Forum mal wieder um Urknall und beschleunigte Expansion des Universums, das Insider-Modell der zeitgenössischen Physik. Dieses Modell stützt sich auf die beobachtete Rotverschiebung des Lichtes.

Da hat nun irgendein Spinner die Behauptung in die Welt gesetzt, Licht könne nicht "ermüden" und damit einem Photon Unsterblichkeit verordnet. Und diesem Spinner ist es gelungen, diese Behauptung als Standard in die Physikbücher der Neuzeit hineinzuschreiben.

Nun hat der outside-thinker uwebus den Leuten versucht klarzumachen, daß dem Licht als elektromagnetischer Welle das gleiche passiert wie einer Tasse heißer Kaffee, die kühlt hyperbolisch ab, kann jeder selbst mit einem Thermometer nachprüfen.

Erwärme ich Kaffeewasser in der Mikrowelle, dann führe ich ihm kinetische Energie in Form elektromagnetischer Wellen zu, lasse ich den Kaffee dann stehen, gibt er die kinetische Energie wieder in Form elektromagnetischer Wärmestrahlung ab.

Energie sucht den Ausgleich mit der Umgebung, das macht heißer Kaffee genauso wie ein Photon, das ja konzentrierte kinetische Energie in Form einer Welle ist. Und so wie der Kaffee kälter wird, wird die Welle kälter, d.h. sie verschiebt sich in Richtung rot und zwar hyperbolisch, weil zu Beginn die Welle in einer größeren Energiedifferenz zur Vakuumtemperatur steht als später.

Damit fällt das gesamte Urknall- und Expansionsmodell in sich zusammen, der empörte Aufschrei der urknallenden Einstein-Fans schallt mir nun auch in dem neuen Forum entgegen. Hinzu kommt noch meine Behauptung, daß eine endliche Energiemenge nur ein endliches Volumen aufweisen kann und damit die sog. Gravitations"konstante" G keine Konstante sein kann, das hat mir endgültig den Ruf eines Ketzers gegen den Physikheiligen Einstein eingebracht.

Wer es wagt, occams Rasiermesser gegen technischen Unsinn in der zeitgenössischen Physik einzusetzen, der hat es schwer noch ernst genommen zu werden, ich trage mittlerweile so ziemlich alle möglichen Titel, vom Crank über Idiot bis hin zum A-loch. Denn mit heißem Kaffee zu beweisen, daß die Physik auf dem falschen Dampfer fährt, das kann ein Urknall-begeisterter Physiker nicht zulassen, da holt man lieber die Einstein-Keule aus der Ecke und vertreibt einen damit.

Peitsche

Vielen Dank für deinen Beitrag, der zeigt, daß der Eine oder Andere doch noch in der Lage ist, outside zu denken.

Gruß uwebus
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Kat
Stanislaus Katczinsky



Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 526

Beitrag(#2216409) Verfasst am: 29.06.2020, 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Da hat nun irgendein Spinner die Behauptung in die Welt gesetzt, Licht könne nicht "ermüden" und damit einem Photon Unsterblichkeit verordnet.


Ach komm, in Wirklichkeit bist Du Dir doch selbst nicht einig, ob Licht "ermüden" kann oder nicht...

Beispiel gefällig?

uwebus hat folgendes geschrieben:
( http://uwebus.de/Lichtermuedung.pdf ) Seite 4


uwebus 28.07.2017:
Zitat:
Schlumpf, Licht "ermüdet" nicht, es kühlt schlicht und einfach ab wie eine Tasse heißer Kaffee.


uwebus 20.10.2017:
Zitat:
Und dann läßt du sie langsam wieder entspannen, dann siehst du, wie Lichtermüdung funktioniert.


uwebus 21.10.2017
Zitat:
Kat, Ermüdung, Abkühlung, Rotverschiebung aufgrund von Energieverlust sind Synonyme.


Kat hat folgendes geschrieben:
Aber warum hast Du dann am 28.07.2017 Schlumpf dafür kritisiert dass er statt "abkühlen" das Wort "ermüden" gebraucht hat, wenn beide Wörter Deiner Meinung nach Synonyme sind:


uwebus hat folgendes geschrieben:
Weil der Begriff "ermüden" dazu verleiten kann anzunehmen, die Lichtgeschwindigkeit nähme ab.


Und warum fängst Du dann jetzt schon wieder mit "Lichtermüdung" an?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 23690
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2216415) Verfasst am: 29.06.2020, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Bravo Kat! Lachen

In seinem neuestem pdf hat er übrigens wieder Unfug von berechneter Distanz von Milchstraße und Andromeda verbreitet... Mit den Augen rollen
_________________
"Does anybody remember laughter?"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uwebus
registrierter User



Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 3676
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2216430) Verfasst am: 29.06.2020, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Kat hat folgendes geschrieben:


Und warum fängst Du dann jetzt schon wieder mit "Lichtermüdung" an?


Ich fange nicht damit an, sondern ein neuer Kritiker hat mir mitgeteilt, daß die moderne Physik eben keine Lichtermüdung im Programm hat. Deshalb rede ich von Abkühlung wie bei einer Tasse Kaffee, ist ja vielleicht auch technisch verständlicher. Wird aber auch nicht akzeptiert, Photonen haben unsterblich zu sein, möchte man ernst genommen werden. Ist wie beim Pfarrer, der behauptet das von seiner Seele, muß aber auch über kurz oder lang ins Gras beißen.

kat, ihr könnt mich alle mal mit eurer Einsteinschen aufblasbaren Raumzeit und den darin herumfliegenden unsterblichen Photonen, das ist eine solche Gurke schon begrifflich, daß ihr euch doch mal was anderes dazu einfallen lassen solltet.

Vielleicht hat ja mal einer von euch eine eigene Idee dazu statt immer nur rumzunörgeln.

Bis dann, uwebus
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.


Zuletzt bearbeitet von uwebus am 29.06.2020, 22:28, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
uwebus
registrierter User



Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 3676
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2216431) Verfasst am: 29.06.2020, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravo Kat! Lachen

In seinem neuestem pdf hat er übrigens wieder Unfug von berechneter Distanz von Milchstraße und Andromeda verbreitet... Mit den Augen rollen


Ja, und ist die Rechnung etwa falsch? Wenn die Massen, die ich aus dem Internet habe, stimmen, dann ergibt sich halt das Ergebnis so wie ich es aufgeschrieben habe, kann ich nichts dran ändern. Jetzt müßtest du halt beweisen, daß mein Modell für ein Wirkungsquantum ein falsches Volumen V0 ermittelt hat, das dürfte dir aber schwer fallen, da es in der zeitgenössischen Physik überhaupt noch keine Möglichkeit gibt, Energie ein Volumen zuzuordnen.

Euer Problem ist, daß ihr etwas abstreitet, ohne es überhaupt durch ein Gegenmodell widerlegen zu können. Ihr RaumZeitJunkies verhaltet euch mir gegenüber wie die Zeugen Jehovas, die glauben auch alles, was in der Bibel steht und verkünden es als Wahrheit.

Schamane in Aktion
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Roter Ballon
Lifted



Anmeldungsdatum: 22.12.2006
Beiträge: 2516
Wohnort: München

Beitrag(#2216436) Verfasst am: 29.06.2020, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mein lieber herr Uwesgesangsverein.

Sie missverstehen mich.

Es reicht nicht Ideen zu haben - sie müssen auch robust zu testen sein, nicht nur von Ihnen auch von anderen.
Daher bitte nur wenige Sprachmittel einsetzten.
Wenn Sie Physik oder eine andere zeitgenössische Wissenschaft betreiben wollen.
Erläutern Sie ihr anliegen in wenigen Kernsätzen.
Stellen sie eine Hypothese auf und die dazupassende Nullhypothese.
Erstellen Sie ein prüfbares Modell.
Es sollte ein quantifizierbares Meßverfaheren enthalten.
Wiederholen sie den Versuchsaufbau mehrere male.
Die Nullhypothese sollte Ihnen dabei helfen, versteckte Einflüße auf Ihre Ergebnisse auszuschliessen.

Validität
Reliabilität
Verifizierbarkeit

und um beim Thema zu bleiben:
Die Zeiten der Scholastiker sind nun doch 500 Jahre her.
Diese konnten noch trefflich darüber streiten welche Prämissen zu welchen Gelegenheiten passend sind und haben dennoch in 1000 Jahren seit den Oberprämissen des Sankt Augustinus nichts erreicht.

Newton soll gesagt haben er habe deshalb weiter gesehen als andere, weil er auf den Schultern von Riesen gestanden habe.
Dagegen ist mir kein namhafter Gelehrte bekannt, der herumgeisternd anderen deren Unvollkommenheiten vorhielt.
_________________
____________________
ertrage die Clowns!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kat
Stanislaus Katczinsky



Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 526

Beitrag(#2216449) Verfasst am: 30.06.2020, 06:33    Titel: Antworten mit Zitat

Roter Ballon hat folgendes geschrieben:
Es reicht nicht Ideen zu haben - sie müssen auch robust zu testen sein, nicht nur von Ihnen auch von anderen.
Daher bitte nur wenige Sprachmittel einsetzten.
Wenn Sie Physik oder eine andere zeitgenössische Wissenschaft betreiben wollen.
Erläutern Sie ihr anliegen in wenigen Kernsätzen.
Stellen sie eine Hypothese auf und die dazupassende Nullhypothese.
Erstellen Sie ein prüfbares Modell.
Es sollte ein quantifizierbares Meßverfaheren enthalten.
Wiederholen sie den Versuchsaufbau mehrere male.
Die Nullhypothese sollte Ihnen dabei helfen, versteckte Einflüße auf Ihre Ergebnisse auszuschliessen.

Validität
Reliabilität
Verifizierbarkeit


Darum kümmert sich Uwe aber einen Schei**dreck!

Sein Rezept ist ganz einfach:

Er sucht sich einen Meßwert, z.B. dem Abstand der Andromeda-Galaxie und bastelt sich dann eine Formel, mit der er anhand der Masse den Abstand einigermaßen genau berechnen kann.
Dass seine Formel aber für andere Galaxien falsche Entfernungen ausspuckt interessiert ihm nicht.

Oder er bastelt eine Formel, mit der er den Abstand von Atomen anhand deren Masse berechnen kann. Diese Formel funktioniert aber nur genau für ein Atom (weil es seine Formel eben so hingebogen hat). Bei Dutzenden anderen Atomen liefert die Formel aber falsche Werte. Das stört ihm aber auch nicht.

Er verwendet physikalische Begriffe, die er aber (ohne es explizit zu erwähnen) anders definiert als die Physik, was eine Diskussion mit ihm eingentlich sinnlos macht. Dann verwendet er Begriffe wie "Lichtermüdung", lehnt dann eine Verwendung ab und verwendet sie dann doch wieder.

Ein absolutes Highlight ist aber immer noch Uwes Behauptung, auf dem Mond sei die Trägheit (also nicht die Gewichtskraft) nur 1/6 des irdischen Wertes.

Kat
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Roter Ballon
Lifted



Anmeldungsdatum: 22.12.2006
Beiträge: 2516
Wohnort: München

Beitrag(#2216451) Verfasst am: 30.06.2020, 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

@ Kat
Danke für die Zusammenfassung!
Erspart mir Lebenszeit.
Dann kümmere ich wieder den Dingen die mir Freude bereiten.
_________________
____________________
ertrage die Clowns!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uwebus
registrierter User



Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 3676
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2216454) Verfasst am: 30.06.2020, 09:09    Titel: Antworten mit Zitat

Kat hat folgendes geschrieben:
Roter Ballon hat folgendes geschrieben:
Es reicht nicht Ideen zu haben - sie müssen auch robust zu testen sein, nicht nur von Ihnen auch von anderen.
Daher bitte nur wenige Sprachmittel einsetzten.
Wenn Sie Physik oder eine andere zeitgenössische Wissenschaft betreiben wollen.
Erläutern Sie ihr anliegen in wenigen Kernsätzen.
Stellen sie eine Hypothese auf und die dazupassende Nullhypothese.
Erstellen Sie ein prüfbares Modell.
Es sollte ein quantifizierbares Meßverfaheren enthalten.
Wiederholen sie den Versuchsaufbau mehrere male.
Die Nullhypothese sollte Ihnen dabei helfen, versteckte Einflüße auf Ihre Ergebnisse auszuschliessen.

Validität
Reliabilität
Verifizierbarkeit


Darum kümmert sich Uwe aber einen Schei**dreck!

Sein Rezept ist ganz einfach:

Er sucht sich einen Meßwert, z.B. dem Abstand der Andromeda-Galaxie und bastelt sich dann eine Formel, mit der er anhand der Masse den Abstand einigermaßen genau berechnen kann.
Dass seine Formel aber für andere Galaxien falsche Entfernungen ausspuckt interessiert ihm nicht.

Oder er bastelt eine Formel, mit der er den Abstand von Atomen anhand deren Masse berechnen kann. Diese Formel funktioniert aber nur genau für ein Atom (weil es seine Formel eben so hingebogen hat). Bei Dutzenden anderen Atomen liefert die Formel aber falsche Werte. Das stört ihm aber auch nicht.

Er verwendet physikalische Begriffe, die er aber (ohne es explizit zu erwähnen) anders definiert als die Physik, was eine Diskussion mit ihm eingentlich sinnlos macht. Dann verwendet er Begriffe wie "Lichtermüdung", lehnt dann eine Verwendung ab und verwendet sie dann doch wieder.

Ein absolutes Highlight ist aber immer noch Uwes Behauptung, auf dem Mond sei die Trägheit (also nicht die Gewichtskraft) nur 1/6 des irdischen Wertes.

Kat


kat,

Trägheit ist der Widerstand gegen eine Ortsveränderung, und da ist nun mal der Widerstand gegen eine Beschleunigung, egal ob senkrecht oder waagerecht auf dem Mond geringer als auf der Erde, sonst wären die ersten Astronauten mit ihrer Mondfähre gar nicht mehr vom Mond weggekommen. Und waagerecht ohne Reibung geht nicht, das hatten wir auch schon.

Aber wechsel nicht immer wieder das Thema. Wir waren beim Licht und der Raumzeit. Licht ist ein Wellenphänomen und eine Welle ist konzentrierte kinetische Energie, also Wärme, und die gleicht sich genauso an die Umgebungstemperatur an wie eine Tasse heißer Kaffee.

Aber ihr Urknaller und RaumZeitJunkies meint ja, so eine Welle habe mit dem Wellenmedium Vakuum nichts am Hut und deshalb könne man sie anders behandeln als eine Schallwelle oder Wasserwelle. Egal welche Art von Wellen, es sind immer kinetische Energien, die da auf Reisen sind, nur das Transportmittel ist unterschiedlich. Deshalb ist es völliger Blödsinn zu meinen, ein Photon könne ohne Energieverlust durch das Universum reisen und deshalb müsse sich das Universum ausdehnen, um die Rotverschiebung zu begründen.

Also wer meint, die Raumzeit aufblasen zu müssen, um die Impulsveränderung einer Welle zu begründen, der muß wirklich was geraucht haben.

Was euch allen stinkt, auch dem Roten Ballon, ist doch einfach mein Modell, welches Energie ein berechenbares Volumen zuordnet, weil es das in der zeitgenössischen Physik bisher noch gar nicht gibt. Euer Idol Einstein hat da was verschlafen, nämlich daß Volumen ein mathematisches Abstraktum einer physischen Entität ist und daß eine endliche physische Entität damit auch ein endliches Volumen haben muß.

Mein Modell macht nichts weiter als dieses Volumen berechenbar zu machen und ich weise anhand diverser Beispiele nach, daß es mit den empirischen Meßergebnissen der Physik kompatibel ist, während eure aufblasbare Raumzeit technisch überhaupt nicht in den Griff zu bekommen ist.

Es gibt keine RaumZeit, es gibt nur Felder und die bilden das Vakuum. Und Felder kann man berechnen, Raumzeit nicht, deshalb ist mein Modell ein bißchen besser als die Einstein-RT.

Und nun raucht weiter, damit sich das Universum noch weiter ausdehnt und es den unsterblichen Photönchen darin nicht langweilig wird.
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24747
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#2216458) Verfasst am: 30.06.2020, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
...
Trägheit ist der Widerstand gegen eine Ortsveränderung, und da ist nun mal der Widerstand gegen eine Beschleunigung, egal ob senkrecht oder waagerecht auf dem Mond geringer als auf der Erde, sonst wären die ersten Astronauten mit ihrer Mondfähre gar nicht mehr vom Mond weggekommen. ....

Gröhl...
Ich habe ja keine (oder nur relativ wenig) Ahnung von Physik, deshalb halte ich mich hier auch normalerweise heraus. Aber an dieser Stelle würde man Dich schon in der schulischen Oberstufe zerpflücken. Und man würde das sogar experimentell belegen.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 23690
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2216462) Verfasst am: 30.06.2020, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:
...
Trägheit ist der Widerstand gegen eine Ortsveränderung, und da ist nun mal der Widerstand gegen eine Beschleunigung, egal ob senkrecht oder waagerecht auf dem Mond geringer als auf der Erde, sonst wären die ersten Astronauten mit ihrer Mondfähre gar nicht mehr vom Mond weggekommen. ....

Gröhl...
Ich habe ja keine (oder nur relativ wenig) Ahnung von Physik, deshalb halte ich mich hier auch normalerweise heraus. Aber an dieser Stelle würde man Dich schon in der schulischen Oberstufe zerpflücken. Und man würde das sogar experimentell belegen.


uwe interessiert sich nur für Experimente, die seine absurden Behauptungen bestätigen. Alle anderen experimentellen Erfahrungen werden ignoriert
_________________
"Does anybody remember laughter?"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uwebus
registrierter User



Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 3676
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2216469) Verfasst am: 30.06.2020, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:
...
Trägheit ist der Widerstand gegen eine Ortsveränderung, und da ist nun mal der Widerstand gegen eine Beschleunigung, egal ob senkrecht oder waagerecht auf dem Mond geringer als auf der Erde, sonst wären die ersten Astronauten mit ihrer Mondfähre gar nicht mehr vom Mond weggekommen. ....

Gröhl...
Ich habe ja keine (oder nur relativ wenig) Ahnung von Physik, deshalb halte ich mich hier auch normalerweise heraus. Aber an dieser Stelle würde man Dich schon in der schulischen Oberstufe zerpflücken. Und man würde das sogar experimentell belegen.


fwo,
Masse A hat ein Gravitationsfeld, dessen Volumen kann man ermitteln mit meinem Modell. Dieses Feld erzeugt die Gravitation über A in Wechselwirkung mit dem Feld B, in dem sich diese Masse A aufhält. Da nun mal der Mond eine kleinere Masse als die Erde hat, ist die Wechselwirkung des Feldes der Masse A schwächer, es gilt immer das Prinzip actio = reactio.

Wenn sich die Masse A nicht verändert, dann ändert sich ihr Gewicht in dem Maße, wie sich die Masse B des aufnehmendem Feldes verändert. Will ich also die Masse A im Feld B bewegen, dann geschieht dies immer unter der Bedingung der Wechselwirkung A-B. Die Masse A wäre nur als wechselwirkungsfrei anzusehen, befände sie sich außerhalb eines anderen Gravitationsfeldes, also zum Beispiel in der neutralen Zone zwischen Andromeda und Milchstraße, dort wäre das Gravitationsfeld der Masse A als sphärisch anzusehen, sie hätte kein Gewicht.

Also der Widerstand einer Masse A gegen eine Ortsveränderung hängt immer ab von der Wechselwirkung dieser Masse mit der Masse B, in deren Gravitationsfeld sich Masse A befindet.

Deshalb gibt es ja auch keine geradlinige beschleunigungsfreie Bewegung, da Gravitationsfelder endlich sind und damit die gravitierende Wirkung immer auf ein Zentrum gerichtet ist. Wenn du auf dem Mond geradeaus fahren möchtest, dann fährst du immer eine Kreisbahn genauso wie auf der Erde, die ist eben auch nun mal rund. Und auf einer Kreisbahn treten nun mal Beschleunigungen auf senkrecht zur Fahrtrichtung.

Wenn Physiker von einer konstanten Trägheit eines Körpers ausgehen, dann idealisieren sie eine Bewegung auf eine mathematische Gerade, die gibt es aber in der Natur nicht, weil die gequantelt ist und aus endlichen Feldern besteht. Wenn du auf dem Mond einen Stein wirfst, dann fliegt der weiter als auf der Erde, ist also weniger träge.

Im Physikbuch steht der idealisierte Fall, mich interessiert aber die Praxis.

kat gehört ja zu den RaumZeitJunkies, für die der Raum ein beliebiges Volumen zwischen Null und Unendlich annehmen kann und damit nicht als technisches Objekt berechenbar ist. Für ihn ist dann selbstverständlich das idealisierte Modell einer geradlinigen kräftefreien Bewegung das NonplusUltra, so wie es im Physikbuch steht.

Nur gibt das Physikbuch halt nicht die Realität wieder.

uwebus
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24747
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#2216474) Verfasst am: 30.06.2020, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

@ uwebus
Lass es. Da wird sogar mir schlecht.
Ich überlege höchstens, ob ich meinen Sohn da antworten lasse - der ist gerade in der Oberstufe.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uwebus
registrierter User



Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 3676
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2216476) Verfasst am: 30.06.2020, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
@ uwebus
Lass es. Da wird sogar mir schlecht.
Ich überlege höchstens, ob ich meinen Sohn da antworten lasse - der ist gerade in der Oberstufe.


Prima, das wäre mal ein Test für den Physiklehrer:

1) Was ist Raum und wie wird er gebildet?
2) Was ist Zeit und wie wird sie erzeugt?
3) Warum fällt ein Apfel vom Baum?
4) Wie erzeugt Masse ein elektromagnetisches Feld?

Kannst mir dann mal sagen, was dein Sohn da aus dem Oberstufen-Physikunterricht so mit gebracht hat, vielleicht kann ich daraus etwas lernen.

Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht, weil selbst Physikprofessoren keine Antworten auf diese Fragen haben.

noseman

Noch etwas, fwo, ist mir gerade auf einem Spaziergang eingefallen:

Wenn die Trägheit eines Körpers konstant wäre, gäbe es keinen Perihelvorlauf der Planeten. Diese Abweichung von der Newtonmechanik steigt mit zunehmender Sonnennähe, das beweist, daß die gravitierende Wechselwirkung zwischen A und B einen Einfluß auf die Trägheit eines Körpers hat.

Da könnt ihr noch so viel an mir rummosern, schau dir die Perihelvorläufe der Planeten an, die werden von Physikern gemessen und von mir berechnet, komischerweise liegt auch hier mein Modell mal wieder genau richtig.
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2216494) Verfasst am: 30.06.2020, 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Wenn die Trägheit eines Körpers konstant wäre, gäbe es keinen Perihelvorlauf der Planeten.

Falsch.

uwebus hat folgendes geschrieben:
Diese Abweichung von der Newtonmechanik steigt mit zunehmender Sonnennähe, ...

Richtig.

uwebus hat folgendes geschrieben:
... das beweist, daß die gravitierende Wechselwirkung zwischen A und B einen Einfluß auf die Trägheit eines Körpers hat.

Falsch.

Kleiner Tip: Es wäre prinzipiell auch denkbar, daß bei zunehmender Sonnennähe die Newton-Mechanik nicht mehr gilt.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uwebus
registrierter User



Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 3676
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2216499) Verfasst am: 30.06.2020, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:
Wenn die Trägheit eines Körpers konstant wäre, gäbe es keinen Perihelvorlauf der Planeten.

Falsch.

uwebus hat folgendes geschrieben:
Diese Abweichung von der Newtonmechanik steigt mit zunehmender Sonnennähe, ...

Richtig.

uwebus hat folgendes geschrieben:
... das beweist, daß die gravitierende Wechselwirkung zwischen A und B einen Einfluß auf die Trägheit eines Körpers hat.

Falsch.

Kleiner Tip: Es wäre prinzipiell auch denkbar, daß bei zunehmender Sonnennähe die Newton-Mechanik nicht mehr gilt.


Eben, das schreibe ich doch. Und die Konstanz der Trägheit wird m.W. mit der Newton-Mechanik, die von geradliniger kräftefreier Bewegung ausgeht, begründet.

Oder habe ich da was anderes gelernt?
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Kat
Stanislaus Katczinsky



Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 526

Beitrag(#2216502) Verfasst am: 30.06.2020, 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Kleiner Tip: Es wäre prinzipiell auch denkbar, daß bei zunehmender Sonnennähe die Newton-Mechanik nicht mehr gilt.


Oh Gott, jetzt hat er Dich doch zu Einstein gelotst Traurig

Das wird jetzt grauenhaft...

Kat
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2216508) Verfasst am: 30.06.2020, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Und die Konstanz der Trägheit wird m.W. mit der Newton-Mechanik, die von geradliniger kräftefreier Bewegung ausgeht, begründet.

Nein. Das Trägheitsprinzip ist in der Newtonschen Mechanik ein Axiom (also ein Postulat).

Und es besagt auch nicht, daß die Trägheit konstant ist (obwohl sie das ist), sondern daß eine geradlinige Bewegung beibehalten wird.

Und auch das nur, wenn sie kräftefrei ist - was ja im Gravitationsfeld nicht der Fall ist.

OMG, 3 Fehler in einem Satz, und dabei ist es nur Newton, der ja bei der Periheldrehung zudem gar nicht anwendbar ist.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Wissenschaft und Technik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4 ... 12, 13, 14  Weiter
Seite 3 von 14

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Disclaimer / Impressum


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group